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Wäsche & Textilien

So bekommen Ihre Handtücher einen dauerhaft frischen Duft

So bekommen Ihre Handtücher einen dauerhaft frischen Duft

Das Handtuch riecht frisch aus der Maschine, hängt zwei Tage im Bad – und beim nächsten Abtrocknen schlägt einem ein muffiger Geruch entgegen. Am Waschmittel allein liegt das selten. Meist kommen Restfeuchte, Ablagerungen in den Fasern, zu niedrige Waschtemperaturen und langsames Trocknen zusammen. Zusätzliche Duftstoffe überdecken das höchstens für ein paar Stunden. Mit einer angepassten Waschroutine und dem richtigen Trocknen hält sich der frische Geruch dagegen deutlich länger.

So bekommen Ihre Handtücher einen dauerhaft frischen Duft

So funktioniert es grundsätzlich: Handtücher gründlich waschen und richtig trocknen

Für dauerhaft frische Handtücher ist eine gründliche Wäsche wichtiger als ein besonders stark parfümiertes Waschmittel. Diese Methode eignet sich vor allem für robuste Baumwollhandtücher.

Sie benötigen:

  • Waschmittel entsprechend Wasserhärte und Herstellerdosierung
  • 2 Esslöffel, etwa 30 g, Natron
  • eine Waschmaschine mit passendem 40- oder 60-°C-Programm
  • einen gut belüfteten Wäscheständer oder einen geeigneten Wäschetrockner

So gehen Sie vor:

  1. Sortieren Sie die Handtücher nach Farbe und Pflegeetikett. Füllen Sie die Trommel höchstens zu etwa drei Vierteln, damit die Textilien ausreichend bewegt und gespült werden können.
  2. Dosieren Sie das Waschmittel exakt nach Wasserhärte, Verschmutzungsgrad und Wäschemenge. Geben Sie bei robusten Baumwollhandtüchern zusätzlich etwa 30 g Natron direkt in die Trommel.
  3. Waschen Sie die Handtücher bei der höchsten laut Pflegeetikett zulässigen Temperatur. Für viele robuste Baumwollhandtücher sind 60 °C geeignet; empfindlichere oder farbige Textilien können 40 °C erfordern.
  4. Nehmen Sie die Handtücher unmittelbar nach Programmende heraus, schütteln Sie sie kräftig aus und hängen Sie sie mit ausreichend Abstand auf. Alternativ können trocknergeeignete Handtücher nach Etikett im Trockner getrocknet werden.
  5. Räumen Sie die Handtücher erst in den Schrank, wenn auch dicke Säume und mehrlagige Stellen vollständig trocken sind.

Natron kann Gerüche neutralisieren und die Waschwirkung unterstützen. Es ersetzt jedoch kein Waschmittel. Die Methode hat funktioniert, wenn die vollständig getrockneten Handtücher neutral und sauber riechen und auch nach der Lagerung keinen muffigen Geruch entwickeln.

Waschmittel richtig dosieren statt immer mehr zu verwenden

Zu viel Waschmittel ist eine häufige Ursache für unangenehme Handtücher. Wird ständig überdosiert, können Rückstände zwischen den dichten Frotteeschlingen verbleiben. Das kann die Saugfähigkeit beeinträchtigen und zusammen mit Feuchtigkeit Gerüche begünstigen.

Verwenden Sie deshalb die Dosiertabelle auf der Verpackung und berücksichtigen Sie unbedingt die örtliche Wasserhärte. Eine pauschale Menge wäre hier ungeeignet: Bei weichem Wasser wird normalerweise deutlich weniger Waschmittel benötigt als bei hartem Wasser.

Sind Handtücher nach der Wäsche auffällig seifig oder fühlen sich mit der Zeit beschichtet an, wählen Sie einmal einen zusätzlichen Spülgang ohne weiteres Waschmittel. Danach sofort vollständig trocknen.

Bei Wolle, Seide, Mikrofaser und Spezialtextilien gelten andere Pflegeanforderungen. Hier immer das Etikett beachten und Natron nicht ohne vorherige Prüfung einsetzen.

Feuchte Handtücher sofort ausbreiten

Die beste Wäsche nützt wenig, wenn ein nasses Handtuch anschließend stundenlang zusammengeknüllt bleibt. In einem feuchten, warmen Textil können sich geruchsbildende Mikroorganismen wesentlich leichter vermehren.

Breiten Sie benutzte Handtücher deshalb direkt nach dem Duschen vollständig über einen Handtuchhalter oder Wäscheständer aus. Idealerweise berühren sich mehrere Handtücher dabei nicht. Sorgen Sie durch Lüften für einen regelmäßigen Luftaustausch.

Ein noch feuchtes Handtuch sollte auch nicht mehrere Tage unten in einem geschlossenen Wäschekorb liegen. Lassen Sie es vorher möglichst vollständig trocknen oder starten Sie zeitnah einen Waschgang.

Das Prinzip ist einfach: Je schneller die Restfeuchtigkeit entweicht, desto geringer ist das Risiko, dass der typische muffige Geruch entsteht.

Kratzen die Handtücher zusätzlich auf der Haut, hilft nicht mehr Weichspüler, sondern eine andere Waschroutine: Wir zeigen, wie harte, raue Handtücher wieder weich und flauschig werden – ganz ohne Weichspüler.

Weichspüler bei Handtüchern sparsam verwenden

Weichspüler sorgt zwar für Duft und ein zunächst weiches Gefühl, ist aber nicht die beste Lösung gegen muffige Handtücher. Seine Inhaltsstoffe können sich auf den Fasern ablagern und die Wasseraufnahme von Frottee reduzieren.

Wer besonders saugfähige Handtücher möchte, kann Weichspüler ganz weglassen. Ein kräftiges Ausschütteln nach der Wäsche und – sofern laut Etikett erlaubt – das Trocknen im Wäschetrockner lockern die Frotteeschlingen ebenfalls auf.

Essig sollte nicht einfach als universeller Weichspülerersatz in großen Mengen verwendet werden. Säuren können je nach Gerät und Material problematisch sein; beachten Sie die Angaben des Waschmaschinenherstellers.

Ganz wichtig: Essig, Zitronensäure und andere Säuren niemals mit chlorhaltiger Bleiche oder chlorhaltigen Reinigungsmitteln mischen. Dabei kann gefährliches Chlorgas entstehen.

Der häufigste Geruchsherd sitzt dabei in der Falte der Türdichtung. Wie Sie die Waschmaschinen-Gummidichtung gründlich reinigen, erklären wir Schritt für Schritt.

Auch die Waschmaschine sauber halten

Riecht die Maschine selbst unangenehm, können frisch gewaschene Handtücher den Geruch schnell übernehmen. Waschmittelschublade, Türmanschette und Filter sollten deshalb regelmäßig kontrolliert werden.

Reinigen Sie etwa einmal monatlich die zugängliche Waschmittelschublade mit warmem Wasser und entfernen Sie sichtbare Rückstände aus der Türdichtung mit einem feuchten Tuch. Reinigen Sie Filter beziehungsweise Pumpenbereich ausschließlich nach der Geräteanleitung.

Führen Sie außerdem in den vom Hersteller empfohlenen Abständen ein Maschinenpflege- oder Reinigungsprogramm durch. Verwenden Sie dafür nur geeignete Mittel und Dosierungen.

Nach jedem Waschgang Tür und Waschmittelschublade eine Zeit lang geöffnet lassen, damit Feuchtigkeit entweichen kann. Das reduziert dauerhaft feuchte Bereiche, in denen sich Ablagerungen und Gerüche entwickeln können.

Wer wissen möchte, woher die Steifheit überhaupt kommt, findet die Hintergründe in unserer Übersicht zu rauen Handtüchern nach dem Waschen.

Typische Stolperfallen

Die Trommel zu voll stopfen: Handtücher können sich nicht ausreichend bewegen und werden schlechter durchgespült. Das Waschergebnis leidet.

Waschmittel überdosieren: Mehr Produkt macht die Wäsche nicht automatisch sauberer. Rückstände können Gerüche und eine geringere Saugfähigkeit begünstigen.

Nasse Handtücher liegen lassen: Zusammengeknüllte Frotteetücher trocknen sehr langsam und können schnell muffig werden.

Feuchte Handtücher in den Schrank legen: Restfeuchtigkeit wird eingeschlossen und kann auch andere Textilien unangenehm riechen lassen.

Reinigungsmittel miteinander mischen: Besonders chlorhaltige Produkte dürfen niemals mit Essig, Zitronensäure oder anderen Säuren kombiniert werden.

Noch ein paar Kniffe

Bewahren Sie saubere Handtücher locker in einem trockenen Schrank auf. Ein feuchtes Badezimmer ist für eine langfristige Lagerung weniger geeignet.

Küchen-, Sport- und stark beanspruchte Handtücher sollten häufiger gewechselt werden als dekorative oder nur selten verwendete Textilien.

Bei empfindlichen Stoffen gilt immer das Pflegeetikett. Eine Behandlung, die robuste Baumwolle verträgt, kann für Wolle, Seide oder bestimmte Funktionsfasern ungeeignet sein.

Fragen, die oft gestellt werden

Wie oft sollte man Handtücher waschen?

Das hängt von Nutzung, Trocknung und Haushalt ab. Entscheidend ist, benutzte Handtücher zwischen den Anwendungen vollständig trocknen zu lassen und sie spätestens bei erkennbarem Geruch oder Verschmutzung zu wechseln.

Sind 60 °C für alle Handtücher geeignet?

Nein. Viele robuste Baumwollhandtücher vertragen 60 °C, aber Farbe, Fasermischung und Verarbeitung können niedrigere Temperaturen erfordern. Das Pflegeetikett hat Vorrang.

Kann Natron bei jedem Waschgang verwendet werden?

Das ist normalerweise nicht nötig. Etwa 30 g können gelegentlich bei robusten Baumwollhandtüchern mit hartnäckigem Geruch eingesetzt werden. Für empfindliche Fasern ist diese Methode nicht vorgesehen.

Warum riechen Handtücher nach dem Waschen wieder muffig?

Häufig bleiben sie zu lange feucht, wurden in einer überfüllten Maschine gewaschen oder enthalten Waschmittelrückstände. Auch eine verschmutzte Waschmaschine kann die Ursache sein. Entscheidend ist daher nicht mehr Duft, sondern gründliches Waschen und schnelles, vollständiges Trocknen.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.