So reinigen Sie eine stark verschmutzte Terrasse schnell und gründlich – mit einfachen Hausmitteln
Eine Terrasse ist das ganze Jahr über Wind, Regen, Staub, Algen und Moos ausgesetzt. Mit der Zeit entstehen dunkle Beläge, die den Boden ungepflegt aussehen lassen und bei Nässe sogar rutschig werden können. Zum Glück braucht es nicht immer teure Spezialreiniger. Mit den richtigen Hausmitteln, der passenden Dosierung und einer gründlichen Bürste lassen sich viele Terrassenbeläge wieder deutlich aufhellen. In diesem Artikel erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie eine verschmutzte Terrasse sicher reinigen und wie Sie verhindern, dass sich neue Beläge schnell wieder bilden.

Die wichtigste Methode: Schwarze Terrassenplatten mit Schmierseife reinigen
Diese Methode eignet sich besonders für Betonplatten, Feinsteinzeug und viele Steinbeläge mit dunklen Schmutzablagerungen.
Benötigtes Material
- 5 Liter warmes Wasser
- 3 Esslöffel flüssige Schmierseife
- 2 Esslöffel Natron (ca. 30 g)
- Schrubber mit harten Kunststoffborsten
- Eimer
- Gartenschlauch oder Gießkanne mit klarem Wasser
Schritt 1
Entfernen Sie zunächst Blätter, Erde und losen Schmutz gründlich mit einem Besen.
Schritt 2
Vermischen Sie 5 Liter warmes Wasser mit 3 Esslöffeln Schmierseife und 2 Esslöffeln Natron. Rühren Sie die Mischung gut um, bis sich das Natron vollständig gelöst hat.
Schritt 3
Verteilen Sie die Reinigungslösung gleichmäßig auf den Terrassenplatten. Lassen Sie sie etwa 10 bis 15 Minuten einwirken. Die Fläche sollte während dieser Zeit nicht vollständig austrocknen.
Schritt 4
Schrubben Sie die Platten mit kräftigen Bewegungen. Arbeiten Sie dabei Abschnitt für Abschnitt.
Schritt 5
Spülen Sie die Terrasse anschließend gründlich mit klarem Wasser ab.
Woran erkennt man den Erfolg?
Nach dem Trocknen wirken die Platten deutlich heller. Schmutzfilme und viele dunkle Ablagerungen verschwinden sichtbar, während die natürliche Struktur des Belags erhalten bleibt.
Warum funktioniert diese Methode?
Schmierseife löst fettige und organische Verschmutzungen. Natron unterstützt die Reinigung, indem es Schmutzpartikel lockert und Gerüche neutralisiert.
Nicht geeignet für
- Naturstein aus Marmor
- Kalkstein
- empfindliche polierte Oberflächen
Hier sollte ausschließlich ein vom Hersteller empfohlener Reiniger verwendet werden.
Grünbeläge und Algen schonend entfernen
Feuchte Terrassen entwickeln häufig einen grünen Belag aus Algen oder Moosen.
Mischen Sie 5 Liter warmes Wasser mit 100 ml schwarzer Seife. Verteilen Sie die Lösung großzügig auf den betroffenen Stellen und lassen Sie sie 20 Minuten einwirken. Anschließend schrubben Sie die Fläche gründlich ab und spülen sie mit viel Wasser nach.
Diese Methode eignet sich besonders für Betonplatten, Pflastersteine und Feinsteinzeug.
Vermeiden Sie es, hochkonzentrierte Chlorreiniger einzusetzen. Sie belasten Pflanzen und können umliegende Materialien beschädigen.
Hartnäckige Flecken gezielt behandeln
Ölflecken, Grillfett oder dunkle Verschmutzungen benötigen oft eine intensivere Behandlung.
Streuen Sie auf den angefeuchteten Fleck etwa 2 Esslöffel Natron. Geben Sie anschließend wenige Tropfen Wasser hinzu, sodass eine dicke Paste entsteht. Lassen Sie diese 30 Minuten einwirken.
Danach bearbeiten Sie die Stelle mit einer Bürste und spülen gründlich nach.
Diese Methode eignet sich hervorragend für einzelne Flecken auf Beton oder Steinplatten.
Nicht anwenden auf Marmor oder Kalkstein, da Natron empfindliche Natursteine verändern kann.
Hochdruckreiniger richtig einsetzen
Ein Hochdruckreiniger spart Zeit, sollte jedoch mit Vorsicht verwendet werden.
Halten Sie mindestens 30 bis 40 Zentimeter Abstand zur Oberfläche und verwenden Sie möglichst einen Flächenreiniger statt einer Punktdüse.
Der Wasserdruck sollte bei empfindlichen Terrassenplatten möglichst unter 120 bar liegen.
Zu hoher Druck kann:
- Fugen ausspülen,
- Beton aufrauen,
- Naturstein beschädigen,
- Schutzschichten entfernen.
Testen Sie den Druck deshalb immer zuerst an einer unauffälligen Stelle.
So bleibt die Terrasse länger sauber
Nach der gründlichen Reinigung lohnt sich etwas regelmäßige Pflege.
Kehren Sie die Terrasse mindestens einmal pro Woche. Entfernen Sie feuchtes Laub möglichst sofort, da es dunkle Flecken und Algenbildung begünstigt.
Kontrollieren Sie außerdem regelmäßig die Fugen. Kleine Unkräuter lassen sich deutlich leichter entfernen als stark verwurzelte Pflanzen.
Wenn Ihre Terrasse dauerhaft im Schatten liegt, verbessert bereits ein regelmäßiges Freischneiden angrenzender Pflanzen die Belüftung. Dadurch trocknet die Fläche schneller ab und Algen wachsen deutlich langsamer.
Häufige Fehler vermeiden
Essig auf kalkhaltigem Naturstein verwenden
Essig kann Kalkstein, Marmor und ähnliche Materialien dauerhaft angreifen und matte Stellen verursachen.
Schmutz sofort mit Hochdruck entfernen wollen
Zu hoher Druck reinigt zwar schnell, kann aber Fugen beschädigen und die Oberfläche dauerhaft aufrauen.
Reinigungsmittel zu lange einwirken lassen
Trocknen Reiniger vollständig auf der Oberfläche ein, entstehen häufig Rückstände oder Flecken.
Chlor mit anderen Reinigern mischen
Chlor darf niemals mit Essig, Säuren oder anderen Haushaltsreinigern gemischt werden. Dabei können gefährliche Gase entstehen.
Ohne Vorreinigung beginnen
Blätter, Sand und loser Schmutz sollten immer zuerst entfernt werden. Dadurch arbeitet der Reiniger wesentlich effektiver.
Weitere praktische Tipps
- Reinigen Sie die Terrasse vorzugsweise an einem bewölkten Tag. Direkte Sonneneinstrahlung lässt Reinigungslösungen zu schnell trocknen.
- Wiederholen Sie eine Grundreinigung im Frühjahr und bei Bedarf nochmals im Herbst.
- Für Balkone gelten dieselben Methoden, allerdings sollte das Schmutzwasser möglichst kontrolliert aufgefangen werden, wenn sich darunter weitere Balkone befinden.
Häufig gestellte Fragen
Wie oft sollte eine Terrasse gründlich gereinigt werden?
In den meisten Fällen reichen ein bis zwei gründliche Reinigungen pro Jahr. Stark schattige Terrassen benötigen manchmal eine zusätzliche Reinigung.
Kann ich Natron auf allen Terrassen verwenden?
Natron eignet sich für viele Beton- und Feinsteinzeugflächen. Auf empfindlichem Naturstein wie Marmor oder Kalkstein sollte darauf verzichtet werden.
Ist weißer Essig für Terrassen geeignet?
Nur auf säurebeständigen Oberflächen und mit Vorsicht. Für Naturstein ist Essig ungeeignet, da Säure die Oberfläche dauerhaft schädigen kann.
Wie verhindere ich neue schwarze Beläge?
Regelmäßiges Kehren, das schnelle Entfernen von Laub und eine gute Belüftung der Terrasse sind die wirksamsten Maßnahmen. Je trockener die Fläche bleibt, desto langsamer bilden sich Algen und dunkle Ablagerungen.


