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Spülmaschine gründlich reinigen: So verschwinden Fett, Ablagerungen und unangenehme Gerüche

Spülmaschine gründlich reinigen: So verschwinden Fett, Ablagerungen und unangenehme Gerüche

Spülmaschine gründlich reinigen: So verschwinden Fett, Ablagerungen und unangenehme Gerüche

Eine Spülmaschine soll Geschirr sauber machen – doch mit der Zeit sammeln sich im Filter, an den Sprüharmen, an Dichtungen und im Innenraum Fett, Speisereste und Kalk. Das kann zu Gerüchen, schlechteren Spülergebnissen und sichtbaren Ablagerungen führen. Mit wenigen haushaltsüblichen Mitteln lässt sich das Gerät gründlich reinigen, ohne aggressive Mischungen zu verwenden. Entscheidend ist die richtige Reihenfolge: zuerst groben Schmutz entfernen, anschließend Fett lösen und bei Bedarf Kalk behandeln. Mit dieser einfachen Routine bleibt der Innenraum hygienisch sauber und das Wasser kann wieder ungehindert zirkulieren.

Spülmaschine gründlich reinigen: So verschwinden Fett, Ablagerungen und unangenehme Gerüche

Spülmaschine richtig reinigen – Schritt für Schritt

Für eine gründliche Reinigung sollte die Maschine vollständig leer sein. Besonders wichtig sind Filter und Sprüharme, denn dort setzen sich Verschmutzungen häufig zuerst fest.

Das wird benötigt:

  • 2 Liter warmes Wasser
  • 1 EL mildes Handspülmittel
  • 3 EL Natron oder reines Speisenatron, etwa 45 g
  • 2 EL Zitronensäurepulver, etwa 30 g
  • 500 ml warmes Wasser für die Zitronensäurelösung
  • 1 weiche Spülbürste oder alte Zahnbürste
  • 1 weiches Mikrofasertuch
  • 1 Holzstäbchen oder Zahnstocher für verstopfte Sprühdüsen

1. Filter herausnehmen und reinigen

Zuerst die Maschine ausschalten und den unteren Geschirrkorb herausziehen. Den Filter nach der Anleitung des Herstellers entriegeln und herausnehmen.

2 Liter warmes Wasser mit 1 EL Handspülmittel mischen. Den Filter darin etwa 10 Minuten einweichen und anschließend mit einer weichen Bürste reinigen.

Besonders die feinen Siebflächen kontrollieren. Sie sind sauber, wenn kein Fettfilm und keine Speisereste mehr sichtbar sind und Wasser problemlos hindurchläuft.

Keine Metallbürste oder Scheuerschwämme verwenden, da sie Kunststoffteile und feine Filter beschädigen können.

2. Sprüharme kontrollieren

Wenn sich die Sprüharme laut Bedienungsanleitung abnehmen lassen, diese herausnehmen und unter fließendem Wasser abspülen.

Verstopfte Öffnungen vorsichtig mit einem Holzstäbchen oder Zahnstocher freimachen. Keine Metallnadeln verwenden, da die Düsen beschädigt oder erweitert werden könnten.

Die Arme anschließend durchspülen. Wasser sollte aus allen Düsen austreten. Vor dem Wiedereinsetzen prüfen, ob sie sich frei drehen können.

3. Innenraum mit Natron reinigen

Für fettige oder schmierige Ablagerungen 3 EL Natron mit etwa 2–3 EL Wasser zu einer streichfähigen Paste verrühren.

Die Paste dünn auf verschmutzte Edelstahlflächen und den Bereich rund um den Filter auftragen. 10 Minuten einwirken lassen, anschließend mit einem feuchten Mikrofasertuch abwischen und mit klarem Wasser nachwischen.

Natron wirkt leicht alkalisch und hilft deshalb besonders bei fettigen Rückständen.

Bei lackierten, beschichteten oder empfindlichen Kunststoffflächen zunächst an einer unauffälligen Stelle testen. Nicht kräftig scheuern.

Kalkablagerungen mit Zitronensäure entfernen

Weiße oder stumpfe Ablagerungen entstehen häufig durch kalkhaltiges Wasser. Hier hilft Zitronensäure besser als Natron.

30 g Zitronensäurepulver in 500 ml handwarmem Wasser vollständig auflösen. Ein Tuch mit der Lösung befeuchten und verkalkte Stellen damit abwischen. Etwa 5 Minuten einwirken lassen und danach gründlich mit klarem Wasser nachwischen.

Bei stärkeren Ablagerungen kann die Behandlung einmal wiederholt werden.

Zitronensäure sollte nicht längere Zeit auf empfindlichen Metalloberflächen einwirken. Außerdem keine stark konzentrierte Zitronensäure bei einem sehr heißen Spülprogramm verwenden: Unter ungünstigen Bedingungen können sich schwer lösliche Kalkverbindungen bilden.

Zitronensäure niemals mit chlorhaltigen Reinigern oder anderen Haushaltschemikalien kombinieren.

Türdichtungen und Kanten nicht vergessen

Die sichtbare Edelstahlwanne ist oft nicht die schmutzigste Stelle. Fett und Speisereste sammeln sich gerne in den Türfalzen und an den Gummidichtungen.

500 ml warmes Wasser mit 1 Teelöffel mildem Handspülmittel mischen. Ein weiches Tuch darin anfeuchten und die Dichtungen vorsichtig abwischen. Schmale Bereiche lassen sich mit einer weichen Zahnbürste reinigen.

Anschließend mit einem nur mit Wasser angefeuchteten Tuch nachwischen und trockenreiben.

Auf Gummidichtungen besser keine hoch konzentrierten Säuren oder scheuernden Pulver anwenden. Sie können das Material langfristig beeinträchtigen.

Leerlauf zur abschließenden Reinigung

Nachdem Filter und Sprüharme wieder korrekt eingesetzt wurden, kann ein heißes Leerprogramm sinnvoll sein.

Dafür die vollständig leere Maschine mit der normal vorgesehenen Menge Geschirrspülmaschinen-Reiniger oder Pulver gemäß Herstellerangabe starten. Ein Programm von etwa 60–65 °C wählen, sofern die Bedienungsanleitung dies zulässt.

Dieser Durchlauf spült gelöste Rückstände aus Leitungen und Innenraum.

Wichtig: Kein Handspülmittel in den Spülmittelbehälter geben. Es schäumt stark und kann aus der Maschine austreten.

Erreurs à éviter

Essig und Natron gleichzeitig verwenden: Die beiden Stoffe reagieren miteinander und neutralisieren einen großen Teil ihrer jeweiligen Wirkung. Für die Reinigung ist es sinnvoller, alkalische und saure Mittel getrennt einzusetzen.

Chlorreiniger mit Säuren mischen: Niemals Essig oder Zitronensäure mit chlorhaltigen Reinigern kombinieren. Dabei können gefährliche Gase entstehen.

Nur den Innenraum auswischen: Ein sauber aussehender Innenraum reicht nicht. Ein verschmutzter Filter oder blockierte Sprühdüsen können die Reinigungsleistung deutlich verschlechtern.

Scharfe Gegenstände verwenden: Messer, Metallnadeln oder Drahtbürsten können Düsen, Dichtungen und Edelstahlflächen beschädigen.

Speisereste wochenlang im Filter lassen: Organische Rückstände verursachen Gerüche und sollten regelmäßig entfernt werden.

Pour aller plus loin

Wer die Maschine häufig benutzt, sollte den Filter etwa einmal pro Woche kontrollieren und bei Bedarf ausspülen. Eine gründlichere Reinigung ist je nach Nutzung und Wasserhärte ungefähr alle vier bis acht Wochen sinnvoll.

Nach dem Spülgang kann die Tür für eine Weile einen Spalt geöffnet bleiben, damit Feuchtigkeit entweichen kann.

Bei sehr hartem Wasser außerdem regelmäßig Regeneriersalz kontrollieren und die Einstellung der Wasserenthärtung gemäß Bedienungsanleitung an die lokale Wasserhärte anpassen.

Questions fréquentes

Wie oft sollte eine Spülmaschine gründlich gereinigt werden?

Bei normaler Nutzung reicht meist eine gründliche Reinigung alle vier bis acht Wochen. Filter und sichtbare Speisereste sollten deutlich häufiger kontrolliert werden.

Warum riecht die Spülmaschine trotz Reinigung?

Häufig sitzen Rückstände noch im Filter, unter dem Filtersieb, an den Türdichtungen oder in blockierten Sprüharmen. Auch ein geknickter oder schlecht angeschlossener Ablaufschlauch kann Gerüche verursachen.

Kann ich einfach Essig in die Spülmaschine geben?

Konzentrierter Essig ist nicht für jedes Gerät und jedes Material geeignet. Säure kann bestimmte Dichtungen oder Metallteile belasten. Für Kalkablagerungen ist eine gezielt und kurz angewendete Zitronensäurelösung meist besser kontrollierbar. Die Herstellerhinweise haben immer Vorrang.

Was tun, wenn die Maschine nach der Reinigung weiterhin schlecht spült?

Zuerst prüfen, ob Filter und Sprüharme richtig eingesetzt und frei beweglich sind. Bleiben Geschirr und Innenraum trotzdem schmutzig, sollten Wasserzulauf, Ablaufsystem und die Hinweise in der Bedienungsanleitung kontrolliert werden. Bei technischen Auffälligkeiten ist ein Kundendienst sinnvoll.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.