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Streifenfreie Böden und saubere Fugen: Mit dieser einfachen Methode wird der Fliesenboden wieder sichtbar frisch

Streifenfreie Böden und saubere Fugen: Mit dieser einfachen Methode wird der Fliesenboden wieder sichtbar frisch

Streifenfreie Böden und saubere Fugen: Mit dieser einfachen Methode wird der Fliesenboden wieder sichtbar frisch

Ein frisch gewischter Boden sollte sauber aussehen – doch oft bleiben Schlieren zurück, während sich in den Fugen weiterhin grauer Schmutz festsetzt. Meist liegt das nicht an zu wenig Reinigungsmittel, sondern an einer falschen Dosierung oder daran, dass Boden und Fugen gleich behandelt werden. Mit warmem Wasser, wenig Spülmittel und einer gezielten Behandlung mit Natron lassen sich viele keramische Fliesen gründlich reinigen. Wichtig ist, sparsam zu dosieren und empfindliche Natursteinböden anders zu behandeln.

Streifenfreie Böden und saubere Fugen: Mit dieser einfachen Methode wird der Fliesenboden wieder sichtbar frisch

Die Hauptmethode: Fliesen streifenfrei wischen und Fugen gezielt reinigen

Für normale glasierte Keramik- oder Feinsteinzeugfliesen braucht es keinen aggressiven Reiniger. Zu viel Reinigungsmittel hinterlässt sogar häufig einen Film, an dem neuer Staub schneller haftet.

Benötigt werden: 5 Liter lauwarmes Wasser, 1 Teelöffel mildes Spülmittel, ein sauberer Mikrofasermopp, eine weiche Fugenbürste sowie für stärker verschmutzte Fugen etwa 3 Esslöffel Natron und 1 bis 2 Esslöffel Wasser.

  1. Groben Schmutz entfernen. Den Boden zuerst gründlich saugen oder fegen. Sand und Krümel würden beim Wischen verteilt und können empfindliche Oberflächen zerkratzen.
  2. Wischwasser richtig dosieren. 5 Liter lauwarmes Wasser mit nur 1 Teelöffel Spülmittel mischen. Den Mopp eintauchen und sehr gut auswringen. Den Boden abschnittsweise wischen. Bei stark verschmutztem Wasser zwischendurch frisches Wasser ansetzen.
  3. Fugen separat behandeln. Aus 3 Esslöffeln Natron und ungefähr 1 bis 2 Esslöffeln Wasser eine streichfähige Paste herstellen. Dünn auf verschmutzte, zementäre Fugen geben, 5 bis höchstens 10 Minuten einwirken lassen und anschließend mit einer weichen Bürste bearbeiten.
  4. Gründlich nachwischen. Natronreste vollständig mit klarem Wasser aufnehmen. Anschließend einen frisch ausgespülten, stark ausgewrungenen Mopp verwenden. So bleibt möglichst wenig Reinigungsmittel auf den Fliesen zurück.

Der Erfolg ist sichtbar, wenn nach dem Trocknen kein klebriger oder milchiger Film zurückbleibt und die Fugen gleichmäßiger erscheinen. Alte Verfärbungen in der Fugenmasse können allerdings dauerhaft sein und verschwinden nicht immer vollständig.

Die Methode eignet sich vor allem für robuste keramische Fliesen. Natron und säurehaltige Hausmittel sollten nicht ohne Prüfung auf Naturstein wie Marmor, Kalkstein oder Travertin verwendet werden.

Bei Fettfilm: Weniger Reiniger ist oft wirksamer

In Küchen entsteht häufig ein dünner Fettfilm, der mit reinem Wasser kaum verschwindet. Hier hilft die fettlösende Wirkung eines milden Spülmittels.

Auf 5 Liter warmes, nicht kochendes Wasser reichen etwa 1 bis 2 Teelöffel Spülmittel. Den Boden nebelfeucht wischen und die Lösung nicht minutenlang darauf stehen lassen. Danach mit klarem Wasser nachwischen.

Mehr Spülmittel verbessert die Wirkung nicht automatisch. Im Gegenteil: Eine hohe Dosierung kann Rückstände verursachen, die nach dem Trocknen als Schlieren sichtbar werden.

Auf unversiegeltem Holz, geöltem Parkett oder empfindlichem Naturstein sollte diese Methode nicht einfach übernommen werden. Dort immer die Pflegehinweise des Bodenherstellers beachten.

Hartnäckige Fugen mit Natronpaste reinigen

Bei zementären Fliesenfugen kann Natron mechanisch bei der Entfernung oberflächlicher Ablagerungen helfen. Dafür 3 Esslöffel Natron mit gerade so viel Wasser vermischen, dass eine Paste entsteht.

Die Paste auf eine kleine Stelle geben, 5 bis 10 Minuten warten und mit einer weichen Fugen- oder alten Zahnbürste vorsichtig schrubben. Danach sehr gründlich mit klarem Wasser abnehmen und trocknen lassen.

Zuerst an einer unauffälligen Stelle testen. Bei farbigen, beschichteten oder beschädigten Fugen kann kräftiges Scheuern die Oberfläche verändern. Natron außerdem außerhalb der Reichweite kleiner Kinder und Haustiere aufbewahren und das Pulver nicht einatmen.

Warum klares Nachwischen gegen Schlieren hilft

Wenn der Boden nach dem Putzen stumpfer aussieht als vorher, sind häufig Reinigungsmittelreste beteiligt. Deshalb lohnt sich ein zweiter Durchgang mit klarem Wasser.

Dazu einen sauberen Mopp in frischem, lauwarmem Wasser ausspülen, kräftig auswringen und den bereits gereinigten Boden noch einmal dünn wischen. Bei größeren Räumen das Wasser wechseln, sobald es sichtbar trüb wird.

Anschließend den Boden von selbst trocknen lassen und währenddessen möglichst nicht betreten. Besonders auf glänzenden Fliesen macht dieser einfache zusätzliche Durchgang einen deutlichen Unterschied.

Essig und Zitrone: Nicht für jeden Boden geeignet

Essig und Zitronensäure werden häufig als Universalreiniger empfohlen, sind für Böden jedoch keineswegs universell geeignet. Säuren können kalkhaltige Natursteine wie Marmor, Travertin und Kalkstein angreifen. Auch zementhaltige Fugen können bei häufiger oder konzentrierter Säurebehandlung Schaden nehmen.

Deshalb ist eine milde, möglichst materialgerechte Reinigung die bessere Standardlösung.

Besonders wichtig: Essig oder andere Säuren niemals mit chlorhaltiger Bleiche mischen. Dabei können gefährliche Gase entstehen. Reinigungsmittel grundsätzlich getrennt verwenden und nach Herstellerangaben lagern.

Fehler, die man vermeiden sollte

Zu viel Reinigungsmittel: Eine hohe Dosierung hinterlässt Rückstände und kann genau die Schlieren verursachen, die man eigentlich verhindern möchte.

Schmutziges Wischwasser weiterverwenden: Ist das Wasser grau oder stark verschmutzt, wird ein Teil des Schmutzes wieder auf dem Boden verteilt.

Natron kräftig auf empfindlichen Oberflächen scheuern: Die leicht abrasive Wirkung kann bestimmte Beschichtungen oder empfindliche Materialien beeinträchtigen.

Jeden Boden mit Essig reinigen: Säure ist insbesondere bei kalkhaltigem Naturstein ungeeignet und kann auch Fugen langfristig belasten.

Den Boden zu nass machen: Besonders an Übergängen zu Holz, Laminat oder Möbelkanten kann stehendes Wasser Schäden verursachen.

Für noch bessere Ergebnisse

Bei großen Räumen am besten in kleinen Abschnitten arbeiten und das Wischwasser mindestens einmal wechseln. Für glänzende Fliesen einen vollständig sauberen Mopp für den letzten Klarwasser-Durchgang reservieren.

Bei unbekanntem Bodenmaterial sollte jedes Hausmittel zunächst an einer verdeckten Stelle getestet werden. Schwarze oder immer wiederkehrende Flecken in Fugen können außerdem auf Feuchtigkeit oder Schimmel hindeuten; dann sollte die Ursache geklärt werden, statt die Stelle nur stärker zu schrubben.

Fragen und Antworten

Kann ich Natron auf dem ganzen Fliesenboden verteilen?

Das ist normalerweise nicht nötig. Für die regelmäßige Reinigung reichen Wasser und eine kleine Menge geeigneten Reinigungsmittels. Natron besser gezielt bei robusten, verschmutzten Fugen einsetzen.

Wie lange sollte die Natronpaste einwirken?

Etwa 5 bis 10 Minuten reichen für einen ersten Versuch. Danach vorsichtig bürsten und sämtliche Rückstände mit klarem Wasser entfernen.

Warum entstehen nach dem Wischen immer wieder Streifen?

Häufig sind zu viel Reiniger, verschmutztes Wischwasser oder ein nicht sauber ausgespülter Mopp die Ursache. Weniger Reiniger und ein abschließender Durchgang mit klarem Wasser helfen meist deutlich.

Wie oft sollte man die Fugen gründlich reinigen?

Nicht bei jedem Wischen. Eine gezielte Reinigung ist sinnvoll, sobald sich sichtbare Ablagerungen bilden. Regelmäßiges Saugen und nebelfeuchtes Wischen verhindert, dass sich Schmutz schnell wieder tief in den Fugen festsetzt.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.