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Terrasse richtig reinigen: Mit diesen 4 einfachen Schritten verschwinden Schmutz und grüne Beläge

Terrasse richtig reinigen: Mit diesen 4 einfachen Schritten verschwinden Schmutz und grüne Beläge

Terrasse richtig reinigen: Mit diesen 4 einfachen Schritten verschwinden Schmutz und grüne Beläge

Nach Herbst, Winter oder längeren Regenperioden sieht selbst eine gepflegte Terrasse schnell ungepflegt aus. Staub, Erde, Blätter und organische Ablagerungen sammeln sich auf Platten und in Fugen, schattige Bereiche können zusätzlich grünlich werden. Für eine saubere Terrasse braucht es jedoch nicht automatisch aggressive Chemie oder einen Hochdruckreiniger. Entscheidend ist, den Bodenbelag zu kennen und systematisch vorzugehen: erst trocken reinigen, dann schonend waschen, hartnäckige Stellen gezielt bürsten und zum Schluss gründlich abspülen.

Terrasse richtig reinigen: Mit diesen 4 einfachen Schritten verschwinden Schmutz und grüne Beläge

Die Grundreinigung: In 4 Schritten zu einer gepflegten Terrasse

Diese Methode eignet sich vor allem für robuste Keramik- und Feinsteinzeugplatten. Bei Naturstein, Holz, beschichteten Oberflächen oder unbekanntem Material sollte vorher geprüft werden, welche Reinigungsmittel der Hersteller erlaubt.

Du brauchst:

  • einen Straßenbesen mit mittelharten Borsten
  • 5 Liter lauwarmes Wasser
  • 20 ml mildes, pH-neutrales Spül- oder Reinigungsmittel
  • einen Eimer
  • eine Schrubbbürste mit Kunststoffborsten
  • einen Bodenabzieher
  • Gartenschlauch oder mehrere Eimer klares Wasser

1. Terrasse gründlich trocken kehren

Entferne zuerst Blätter, Erde, Sand und kleine Zweige. Kehre auch entlang der Hauswand und aus den Fugen.

Dieser Schritt ist wichtiger, als er zunächst erscheint: Wird loser Schmutz sofort nass gemacht, entsteht daraus ein schmieriger Film, der sich wesentlich schlechter entfernen lässt.

2. Boden schonend waschen

Mische 20 ml mildes Reinigungsmittel mit 5 Litern lauwarmem Wasser. Verteile die Lösung abschnittsweise auf den Platten.

Etwa 5–10 Minuten einwirken lassen, dabei aber nicht antrocknen lassen. Anschließend mit einem Schrubber in überlappenden Bahnen arbeiten.

Bei großen Terrassen besser Abschnitt für Abschnitt reinigen. So lässt sich die Einwirkzeit kontrollieren.

3. Verschmutzte Stellen gezielt bürsten

An dunklen oder stärker verschmutzten Stellen etwas Reinigungslösung nachgeben und mit einer Kunststoffbürste bearbeiten.

Nicht mit Metallbürsten oder scharfkantigen Werkzeugen kratzen. Sie können Oberflächen und Fugen beschädigen.

Nach einigen Minuten sollte sich der oberflächliche Schmutz sichtbar lösen. Bleiben Flecken bestehen, nicht automatisch stärker schrubben: Zuerst klären, ob es sich beispielsweise um Fett, Rost, Kalk oder organischen Bewuchs handelt.

4. Klar abspülen und trocknen lassen

Spüle die gesamte Fläche mit reichlich klarem Wasser ab. Dabei das Schmutzwasser möglichst vom Haus und von Türen wegführen.

Mit einem Bodenabzieher überschüssiges Wasser entfernen. Anschließend die Terrasse vollständig an der Luft trocknen lassen.

Erst auf der trockenen Fläche lässt sich beurteilen, ob noch einzelne Flecken vorhanden sind.

Grüne Beläge ohne aggressive Behandlung entfernen

Grünliche Ablagerungen treten besonders auf dauerhaft feuchten und schattigen Terrassen auf. Bei leichtem oberflächlichem Bewuchs reicht häufig mechanische Reinigung.

Mische 5 Liter warmes Wasser mit 25 ml mildem Reinigungsmittel. Benetze einen kleinen Abschnitt und lasse die Lösung ungefähr 10 Minuten wirken. Anschließend kräftig mit einer Kunststoffbürste bearbeiten und mit reichlich Wasser abspülen.

Diese Methode funktioniert besonders gut auf unempfindlichem Feinsteinzeug und vielen Keramikplatten.

Bei Naturstein ist größere Vorsicht notwendig. Verwende dort nur Produkte, die ausdrücklich für die jeweilige Steinart freigegeben sind. Vor allem säureempfindliche Steine wie Marmor und Kalkstein dürfen nicht mit Essig oder Zitronensäure behandelt werden.

Fettflecken auf Terrassenplatten richtig behandeln

Nach Grillabenden können Fett- und Ölspritzer zurückbleiben. Frische Flecken sollten möglichst schnell aufgenommen werden.

Zuerst überschüssiges Fett mit saugfähigem Küchenpapier abtupfen, ohne es großflächig zu verreiben. Danach 10 ml fettlösendes Spülmittel mit 500 ml warmem Wasser mischen.

Etwas davon auf den Fleck geben und etwa 5 Minuten einwirken lassen. Mit einer Kunststoffbürste vorsichtig bearbeiten und anschließend gründlich mit klarem Wasser nachspülen.

Bei porösem Naturstein kann Fett tief einziehen. Hier ist ein für die konkrete Steinart zugelassener Spezialreiniger sicherer als experimentelle Hausmittel.

Fugen separat und vorsichtig reinigen

Terrassenfugen sammeln besonders schnell Erde und organisches Material. Gleichzeitig dürfen sie nicht unnötig ausgekratzt werden.

Zunächst trocken ausfegen. Anschließend 10 ml mildes Reinigungsmittel in 2 Liter warmes Wasser geben. Die Fugen damit befeuchten und ungefähr 5 Minuten warten.

Mit einer schmalen Kunststoffbürste in Längsrichtung bearbeiten und danach mit klarem Wasser abspülen.

Bei losen Sandfugen nicht zu aggressiv arbeiten, da sonst Fugenmaterial herausgespült wird. Nach dem Trocknen kontrollieren, ob Fugenmaterial ergänzt werden muss.

Fehler, die du vermeiden solltest

Essig wahllos auf Terrassen verwenden: Säure kann kalkhaltige Natursteine und bestimmte Fugen angreifen. Bei unbekanntem Material deshalb darauf verzichten.

Zu viel Reinigungsmittel dosieren: Mehr Schaum bedeutet nicht mehr Sauberkeit. Rückstände können einen Film hinterlassen, der neuen Schmutz anzieht.

Mit Metallbürsten arbeiten: Harte Metallborsten können Kratzer und Abriebspuren verursachen.

Den Hochdruckreiniger zu nah ansetzen: Ein starker Wasserstrahl kann Fugen auswaschen und empfindliche Oberflächen beschädigen. Falls der Hersteller Hochdruckreinigung erlaubt, Abstand und Druck entsprechend seiner Vorgaben wählen.

Reinigungswasser in Beete laufen lassen: Reinigungsmittel können Pflanzen und Bodenorganismen belasten. Schmutzwasser deshalb kontrolliert ableiten und örtliche Vorgaben beachten.

Für ein länger sauberes Ergebnis

Kehre die Terrasse regelmäßig trocken. Dadurch können sich Erde und Pflanzenreste nicht über Wochen in den Fugen festsetzen.

Entferne Blätter besonders im Herbst zeitnah, denn unter feuchtem Laub bleiben Platten lange nass und verschmutzen schneller.

Stelle Blumentöpfe gelegentlich um und kontrolliere die Bereiche darunter. Dort bleibt Feuchtigkeit häufig länger stehen als auf der übrigen Terrasse.

Häufige Fragen

Wie oft sollte eine Terrasse gründlich gereinigt werden?

Eine gründliche Reinigung ein- bis zweimal pro Jahr reicht bei vielen Terrassen aus. Zusätzlich regelmäßig kehren und einzelne Flecken möglichst sofort entfernen.

Kann ich meine Terrasse mit Essig reinigen?

Nicht pauschal. Essig kann Naturstein, insbesondere Marmor und Kalkstein, sowie bestimmte Fugen beschädigen. Ein milder, materialgeeigneter Reiniger ist die sicherere Standardlösung.

Brauche ich unbedingt einen Hochdruckreiniger?

Nein. Für normalen Schmutz reichen Wasser, ein geeigneter milder Reiniger und eine gute Bürste häufig vollkommen aus. Außerdem ist die manuelle Methode für Fugen und empfindlichere Oberflächen besser kontrollierbar.

Wann ist die Terrasse wirklich sauber?

Nach dem vollständigen Trocknen sollten die Platten gleichmäßig aussehen, nicht mehr schmierig sein und keine losen Schmutzschichten zeigen. Einzelne dauerhafte Verfärbungen benötigen je nach Ursache und Bodenmaterial eine gezielte Behandlung.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.