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Haushaltstipps

Türklinken voller Flecken? So werden vergessene Stellen wieder sauber – ohne aggressive Reiniger

Türklinken voller Flecken? So werden vergessene Stellen wieder sauber – ohne aggressive Reiniger

Türklinken voller Flecken? So werden vergessene Stellen wieder sauber – ohne aggressive Reiniger

Türklinken, Lichtschalter und andere häufig berührte Stellen werden beim normalen Hausputz erstaunlich leicht vergessen. Mit der Zeit sammeln sich dort Fingerabdrücke, Hautfett, Staub und kleine Schmutzablagerungen. Besonders auf Edelstahl wirken diese Spuren schnell ungepflegt. Dabei braucht es meist keinen aggressiven Spezialreiniger. Mit warmem Wasser, etwas Spülmittel und der richtigen Technik lassen sich viele dieser Stellen in wenigen Minuten gründlich reinigen. Entscheidend ist, das Material zu kennen und anschließend sorgfältig trocken zu wischen.

Türklinken voller Flecken? So werden vergessene Stellen wieder sauber – ohne aggressive Reiniger

Türklinken aus Edelstahl richtig reinigen

Für Edelstahl- oder verchromte Türklinken reicht bei gewöhnlichen Verschmutzungen eine milde Reinigung vollkommen aus. Spülmittel löst Fett und Fingerabdrücke, während ein weiches Mikrofasertuch die Oberfläche reinigt, ohne sie unnötig zu zerkratzen.

Das brauchst du:

  • 500 ml handwarmes Wasser
  • 1 Teelöffel mildes Spülmittel, etwa 5 ml
  • 2 weiche Mikrofasertücher
  • 1 weiche Zahnbürste für schwer erreichbare Stellen
  • optional: Wattestäbchen für schmale Fugen

So gehst du vor

  1. Gib 500 ml handwarmes Wasser in eine kleine Schüssel und mische 1 Teelöffel Spülmittel hinein. Mehr Spülmittel ist nicht nötig, da sonst ein schmieriger Film zurückbleiben kann.
  2. Tauche ein Mikrofasertuch hinein und wringe es kräftig aus. Die Türklinke soll feucht gereinigt, aber nicht durchnässt werden.
  3. Wische Griff, Rosette und sichtbare Metallflächen gründlich ab. Bei hartnäckigen Fettspuren die feuchte Lösung etwa 2 bis 3 Minuten einwirken lassen.
  4. Reinige Kanten, Schrauben und Übergänge vorsichtig mit einer leicht angefeuchteten weichen Zahnbürste. Anschließend mit einem nur mit Wasser befeuchteten Tuch nachwischen.
  5. Trockne die gesamte Oberfläche sofort mit einem sauberen Mikrofasertuch.

Die Reinigung war erfolgreich, wenn keine klebrigen Stellen oder sichtbaren Fingerabdrücke mehr vorhanden sind und sich die Oberfläche gleichmäßig sauber anfühlt.

Diese Methode eignet sich für viele Edelstahl-, Chrom- und lackierte Metallbeschläge. Bei Messing, Kupfer, antiken Beschlägen oder speziell beschichteten Oberflächen sollte vorher an einer unauffälligen Stelle getestet und möglichst die Pflegeanleitung des Herstellers beachtet werden.

Hartnäckige Kalkflecken vorsichtig mit Zitronensäure behandeln

In Badezimmern können sich auf Metallbeschlägen zusätzlich weiße Kalkspuren bilden. Hier kann eine schwache Zitronensäurelösung helfen.

Löse 5 g Zitronensäurepulver in 250 ml kaltem bis lauwarmem Wasser auf. Befeuchte damit ein weiches Tuch und lege beziehungsweise drücke es für höchstens 1 bis 2 Minuten auf die verkalkte Stelle. Danach sofort mit klarem Wasser nachwischen und sorgfältig trocknen.

Die Säure löst mineralische Kalkablagerungen, sollte aber nicht unnötig lange auf Metall verbleiben.

Wichtig: Diese Methode nicht auf Marmor, Naturstein, kalkhaltigen Oberflächen sowie empfindlichen oder unbekannten Metallbeschichtungen verwenden. Auch bei Aluminium, Messing und Kupfer ist Zurückhaltung angebracht. Im Zweifel zuerst an einer verdeckten Stelle testen.

Lichtschalter und Steckdosen sicher von Fingerabdrücken befreien

Auch Lichtschalter gehören zu den Stellen, die täglich berührt werden. Hier steht allerdings die elektrische Sicherheit an erster Stelle.

Für die normale Reinigung reichen 250 ml Wasser und 2 bis 3 Tropfen Spülmittel. Das Mikrofasertuch darin anfeuchten und anschließend so kräftig auswringen, dass es nur noch minimal feucht ist.

Wische ausschließlich über die äußere Oberfläche. Flüssigkeit darf niemals in Spalten oder Öffnungen gelangen. Sprühe Reiniger deshalb nie direkt auf Schalter oder Steckdosen.

Für eine gründlichere Reinigung sollte der betreffende Stromkreis vorher am Sicherungskasten abgeschaltet werden. Bestehen Unsicherheiten bezüglich der elektrischen Installation, sollte die Reinigung auf die trockene beziehungsweise nahezu trockene Außenfläche beschränkt bleiben.

Türrahmen und Bereiche rund um den Griff nicht vergessen

Oft ist nicht nur die Türklinke verschmutzt. Direkt daneben entstehen auf weißen Türen und Türrahmen dunkle Finger- und Fettspuren.

Mische 1 Liter warmes Wasser mit 1 Teelöffel mildem Spülmittel. Ein weiches Tuch darin anfeuchten, sehr gut auswringen und die verschmutzten Bereiche vorsichtig abwischen. Bei stärkeren Spuren etwa 1 Minute feucht nacharbeiten, statt kräftig zu scheuern.

Danach mit einem zweiten, leicht mit klarem Wasser angefeuchteten Tuch nachwischen und trockenreiben.

Bei empfindlichen matten Lackierungen zunächst an einer unauffälligen Stelle testen. Scheuerschwämme können den Lack aufrauen und dauerhaft glänzende Stellen verursachen.

Weitere vergessene Stellen regelmäßig mitreinigen

Einmal pro Woche lohnt sich ein kurzer Rundgang durch die Wohnung. Fernbedienungen, Schrankgriffe, Kühlschrankgriffe und häufig benutzte Möbelknäufe können mit einem leicht feuchten Mikrofasertuch gereinigt werden.

Für abwaschbare Oberflächen genügen normalerweise 500 ml Wasser und etwa 5 ml Spülmittel. Das Tuch immer gut auswringen. Bei elektronischen Geräten sollte es nahezu trocken sein; Flüssigkeit darf nicht in Tasten, Anschlüsse oder Gehäuseöffnungen gelangen.

Diese regelmäßige kurze Reinigung verhindert, dass sich Fett und Staub zu einer hartnäckigen Schicht verbinden.

Fehler, die du vermeiden solltest

Zu viel Reinigungsmittel verwenden: Eine hohe Spülmittelkonzentration reinigt nicht automatisch besser. Sie kann einen klebrigen Film hinterlassen, an dem neuer Staub schneller haftet.

Metall mit Scheuermitteln bearbeiten: Scheuerpulver, Stahlwolle und harte Schwämme können Edelstahl, Chrom und Beschichtungen dauerhaft zerkratzen.

Reiniger direkt auf elektrische Schalter sprühen: Flüssigkeit kann durch kleine Öffnungen ins Innere gelangen. Reiniger deshalb immer zuerst auf das Tuch geben.

Saure Reiniger überall einsetzen: Essig und Zitronensäure sind nicht für jede Oberfläche geeignet. Naturstein und verschiedene Metalle oder Beschichtungen können angegriffen werden.

Chlorreiniger mit Säuren kombinieren: Niemals chlorhaltige Reiniger beziehungsweise Bleichmittel mit Essig, Zitronensäure oder anderen sauren Reinigern mischen. Dabei können gefährliche Chlorgase entstehen.

Für den nächsten Hausputz

Lege ein kleines Mikrofasertuch bereit und reinige Türklinken sowie Schrankgriffe direkt beim Staubwischen mit. So dauert die zusätzliche Arbeit nur wenige Minuten.

In Küche und Bad können häufig berührte Griffe etwas öfter gereinigt werden, besonders wenn Fett oder sichtbare Ablagerungen entstehen.

Bei empfindlichen Oberflächen gilt grundsätzlich: erst die mildeste Methode ausprobieren und stärkere Mittel nur gezielt einsetzen.

Fragen häufig

Wie oft sollte man Türklinken reinigen?

In einem normalen Haushalt reicht meist eine Reinigung etwa einmal pro Woche oder bei sichtbarer Verschmutzung. Häufig berührte Griffe können öfter abgewischt werden.

Kann ich Edelstahl mit Essig reinigen?

Verdünnter Essig kann Kalk lösen, ist aber nicht für jede Metalloberfläche oder Beschichtung geeignet. Warmes Wasser mit wenig Spülmittel ist für die regelmäßige Reinigung die schonendere Wahl.

Warum bleiben nach dem Putzen Schlieren zurück?

Meist wurde zu viel Reinigungsmittel verwendet oder die Oberfläche nicht trocken nachpoliert. Mit klarem Wasser nachwischen und anschließend mit einem trockenen Mikrofasertuch polieren.

Muss eine Türklinke nach jeder Reinigung desinfiziert werden?

Für die gewöhnliche Haushaltsreinigung ist eine zusätzliche Desinfektion normalerweise nicht erforderlich. Bei besonderen hygienischen Anforderungen sollte ein für die jeweilige Oberfläche geeignetes Desinfektionsmittel nach Herstellerangaben verwendet werden.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.