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Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Wäsche & Textilien

Vergilbte Gardinen wieder heller bekommen: So wäschst du weiße Vorhänge schonend und gründlich

Vergilbte Gardinen wieder heller bekommen: So wäschst du weiße Vorhänge schonend und gründlich

Vergilbte Gardinen wieder heller bekommen: So wäschst du weiße Vorhänge schonend und gründlich

Weiße Gardinen wirken besonders schön, wenn sie frisch und hell vor dem Fenster hängen. Mit der Zeit können Staub, Kochdunst, Nikotin oder allgemeine Ablagerungen jedoch einen gelblichen oder grauen Schleier hinterlassen. Einfach heißer zu waschen ist keine gute Lösung, denn empfindliche Kunstfasern können darunter leiden. Mit der richtigen Vorbehandlung, einem geeigneten Waschmittel und einer materialgerechten Temperatur lassen sich viele Gardinen deutlich auffrischen, ohne die Fasern unnötig zu strapazieren.

Vergilbte Gardinen wieder heller bekommen: So wäschst du weiße Vorhänge schonend und gründlich

Vergilbte Gardinen richtig einweichen und waschen

Bevor du Hausmittel verwendest, prüfe immer das Pflegeetikett. Besonders Polyester-Gardinen dürfen häufig nur bei 30 oder 40 °C gewaschen werden. Chlorbleiche sollte bei empfindlichen oder synthetischen Stoffen grundsätzlich vermieden werden.

Du brauchst für zwei mittelgroße Gardinenschals:

  • etwa 8 Liter lauwarmes Wasser
  • 60 g pulverförmiges Vollwaschmittel für weiße Wäsche
  • 40 g Natriumpercarbonat beziehungsweise Sauerstoffbleiche, sofern laut Pflegeetikett geeignet
  • eine große saubere Wanne oder ein Waschbecken
  • optional ein Wäschenetz für empfindliche Gardinen

So gehst du vor:

  1. Nimm die Gardinen ab und schüttle losen Staub möglichst im Freien aus. Entferne Gardinenhaken und andere abnehmbare Metall- oder Kunststoffteile.
  2. Fülle die Wanne mit etwa 8 Litern 30 bis 40 °C warmem Wasser. Löse 60 g Vollwaschmittel vollständig darin auf. Bei waschbaren weißen Textilien kannst du zusätzlich 40 g Sauerstoffbleiche nach Herstellerangabe verwenden.
  3. Lege die Gardinen vollständig hinein und lasse sie etwa 30 bis 60 Minuten einweichen. Bewege den Stoff zwischendurch vorsichtig im Wasser, aber reibe oder wringe ihn nicht.
  4. Wasche die Gardinen anschließend entsprechend dem Pflegeetikett, meist im Schonprogramm bei 30 °C mit niedriger Schleuderzahl von etwa 400 bis 600 U/min. Verwende die für Wasserhärte und Beladung angegebene Waschmittelmenge.
  5. Hänge die Gardinen möglichst noch leicht feucht wieder auf. Kleine Falten glätten sich dadurch häufig von selbst.

Ein sichtbarer Erfolg zeigt sich daran, dass der graue oder gelbliche Schleier schwächer geworden ist und der Stoff gleichmäßiger aussieht. Sehr alte Verfärbungen verschwinden allerdings nicht immer vollständig.

Sauerstoffbleiche bei hartnäckigem Grauschleier

Bei rein weißen, waschbaren Gardinen kann Sauerstoffbleiche auf Basis von Natriumpercarbonat hilfreich sein. Sie setzt im Wasser aktiven Sauerstoff frei und kann oxidierbare Verfärbungen abbauen.

Orientiere dich grundsätzlich an der Dosierung des jeweiligen Produkts. Als typische Einweichlösung eignen sich ungefähr 5 g pro Liter Wasser, sofern der Hersteller diese Konzentration zulässt. Bei 8 Litern wären das etwa 40 g.

Lass die Gardinen 30 bis höchstens 60 Minuten einweichen und wasche sie anschließend normal. Verwende Sauerstoffbleiche nicht ungeprüft bei Wolle, Seide, farbigen Stickereien oder empfindlichen Beschichtungen. Auch Metallösen sollten nicht unnötig lange in einer solchen Lösung liegen.

Natron gegen Gerüche – aber nicht als Wunder-Bleichmittel

Natron wird häufig als Mittel zum „Bleichen“ empfohlen. Tatsächlich ist seine aufhellende Wirkung begrenzt. Bei waschbaren Gardinen kann es aber helfen, bestimmte Gerüche zu reduzieren und die Reinigung zu unterstützen.

Löse dafür etwa 30 bis 40 g Natron in 8 Litern lauwarmem Wasser auf und weiche die Gardinen ungefähr 30 Minuten ein. Anschließend werden sie entsprechend dem Pflegeetikett gewaschen.

Bei starken Vergilbungen ist ein geeignetes Vollwaschmittel beziehungsweise eine Sauerstoffbleiche normalerweise sinnvoller. Natron sollte außerdem nicht wahllos mit anderen Reinigungsmitteln kombiniert werden. Besonders wichtig: Niemals Haushaltsreiniger oder Säuren mit Chlorbleiche mischen.

Zitronensäure und Essig nur mit Bedacht verwenden

Säuren werden im Haushalt oft zum Aufhellen empfohlen, sind bei Gardinen aber nicht automatisch die beste Wahl. Vor allem Metallösen, Beschichtungen und bestimmte Faserausrüstungen können empfindlich reagieren.

Wenn du lediglich Waschmittel- oder Kalkrückstände vermutest, ist ein zusätzlicher klarer Spülgang meist die unkomplizierteste Lösung. Möchtest du trotzdem Essig oder Zitronensäure verwenden, prüfe zuerst die Herstellerhinweise des Textils und der Waschmaschine.

Sauerstoffbleiche sollte nicht gleichzeitig mit Essig oder Zitronensäure gemischt werden. Verwende unterschiedliche Mittel nicht nach dem Motto „mehr hilft mehr“ – eine kontrollierte, materialgerechte Behandlung ist wesentlich sinnvoller.

So bleiben weiße Gardinen länger frisch

Staub ist einer der Hauptgründe dafür, dass Gardinen mit der Zeit stumpf wirken. Schüttle oder sauge sie deshalb regelmäßig vorsichtig ab. Je nach Raum und Verschmutzung kann eine Wäsche etwa zwei- bis viermal jährlich sinnvoll sein.

In Küchen können Fett und Kochdunst eine häufigere Reinigung notwendig machen. Lüften und eine funktionierende Dunstabzugshaube reduzieren Ablagerungen deutlich.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.