Verkrustetes Waschmittelfach? So wird die Schublade wieder sauber – bis in die Ecken
Verkrustetes Waschmittelfach? So wird die Schublade wieder sauber – bis in die Ecken
Weiße Krusten, klebrige Weichspülerreste und ein unangenehmer Geruch: Im Waschmittelfach sammeln sich Rückstände oft unbemerkt an. Besonders unter herausnehmbaren Einsätzen bleiben feuchte Ablagerungen zurück. Für die Reinigung brauchst du meist keine aufwendige Mischung. Warmes Wasser, eine weiche Bürste und etwas Geduld reichen bei gewöhnlichen Waschmittelresten häufig aus. Hier erfährst du, wie du eine herkömmliche Waschmittelschublade gründlich reinigst, empfindliche Bauteile schützt und verhinderst, dass sich die Fächer schon nach wenigen Wäschen wieder zusetzen.

Waschmittelschublade herausnehmen und Rückstände einweichen
Die folgende Methode gilt für gewöhnliche, herausnehmbare Kunststoffschubladen ohne elektrische Bauteile. Bei automatischen Dosiersystemen können besondere Vorgaben gelten: Manche Komponenten dürfen beispielsweise nur abgespült und nicht gebürstet werden. Prüfe deshalb zuerst die Bedienungsanleitung. Samsung UK
Du brauchst:
- eine ausreichend große Kunststoffschüssel;
- etwa zwei Liter handwarmes Wasser, ungefähr 30 bis 40 Grad;
- eine weiche Zahnbürste, ausschließlich fürs Putzen;
- zwei saubere Tücher;
- optional einen kleinen Tropfen mildes Handspülmittel, sofern der Hersteller es erlaubt.
So gehst du vor:
- Gerät ausschalten: Reinige die Maschine außerhalb eines laufenden Programms. Ziehe bei trockenem, sicher erreichbarem Anschluss den Netzstecker. Öffne die Schublade und löse die vorgesehene Entriegelung, ohne Gewalt anzuwenden.
- Einsätze entnehmen: Fotografiere ihre Position. Entferne nur Teile, die laut Anleitung herausnehmbar sind, etwa die Kappe im Weichspülerfach.
- Einweichen: Lege die geeigneten Kunststoffteile für zunächst 15 Minuten ins warme Wasser. Bei klebrigen Rückständen kannst du den erlaubten Tropfen Spülmittel hinzufügen. Bereits vorhandene Waschmittelreste erzeugen oft ausreichend Schaum.
- Sanft bürsten: Bearbeite Ecken, Unterseiten und zugängliche Rinnen mit der weichen Bürste. Plane dafür drei bis fünf Minuten ein. Feste Rückstände weichst du weitere zehn Minuten ein, statt kräftig zu kratzen.
- Spülen und trocknen: Spüle alle Teile unter klarem Wasser, bis kein Schaum mehr vorhanden ist. Trockne sie ab und lasse verbliebene Feuchtigkeit ablaufen, bevor du sie korrekt zusammensetzt.
Einweichen und anschließendes Reinigen mit Tuch oder kleiner Bürste werden auch von Geräteherstellern empfohlen. Die genannten Zeiten dienen als praktischer Anfang; hartnäckige Beläge können mehr Arbeit erfordern. Bosch UK
Plane insgesamt etwa 25 bis 40 Minuten ein. Erfolgreich ist die Reinigung, wenn keine klebrigen Rückstände oder losen Krusten mehr vorhanden sind. Dauerhafte Verfärbungen müssen dadurch nicht verschwinden.
Den Weichspülereinsatz besonders sorgfältig reinigen
Bleibt nach dem Waschen ungewöhnlich viel Flüssigkeit im Weichspülerfach, können Rückstände am Einsatz beteiligt sein. Der kleine Saugheber funktioniert nur richtig, wenn seine vorgesehenen Öffnungen frei und die Teile korrekt eingesetzt sind.
Spüle die abnehmbare Kappe und das zugängliche Röhrchen zunächst etwa eine Minute mit handwarmem Wasser. Bürste erreichbare Ablagerungen anschließend vorsichtig ab, sofern die Anleitung dies erlaubt. Für kleine Einzelteile genügt meist eine Schüssel mit 500 Millilitern Wasser; zusätzliche Reinigungsmittel sind nicht erforderlich.
Verwende weder Nadeln noch Draht, um Öffnungen freizustechen. Dabei können Kunststoffflächen beschädigt werden. Setze die Kappe danach vollständig an ihren vorgesehenen Platz. Kontrolliere das Fach nach der nächsten Wäsche: Eine geringe Restwassermenge kann konstruktionsbedingt normal sein; eine wiederholt große Menge sollte genauer geprüft werden. Bosch
Auch den Einschubschacht auswischen
Eine saubere Schublade trifft sonst beim Einsetzen auf alte Rückstände im Gehäuse. Deshalb lohnt sich ein kurzer Blick in den leeren Einschubschacht, besonders auf zugängliche Flächen oberhalb und neben der Führung.
Befeuchte ein weiches Tuch mit ungefähr 100 Millilitern warmem Wasser und wringe es gründlich aus. Wische die erreichbaren Kunststoffflächen ab. Für anhaftende Reste kannst du eine leicht angefeuchtete weiche Bürste verwenden, soweit die Geräteanleitung das zulässt.
Plane ungefähr fünf Minuten ein und wische gelösten Schmutz unmittelbar heraus. Gieße kein Wasser in den Schacht und sprühe keine Flüssigkeit hinein. Entferne keine Gehäuseteile und greife nicht hinter unzugängliche Bauteile. Bleiben Verschmutzungen außerhalb deiner Reichweite, ist eine fachgerechte Reinigung sinnvoller als improvisiertes Herumstochern.
Mit passender Dosierung und Trocknung vorbeugen
Zu viel Waschmittel oder Weichspüler kann zusätzliche Rückstände hinterlassen. Gleichzeitig bleibt das Fach nach dem Waschen häufig feucht. Eine kurze Kontrolle nach der Wäsche hilft, neue Ablagerungen früh zu bemerken.
Dosiere Waschmittel nach tatsächlicher Wäschemenge, Verschmutzung und örtlicher Wasserhärte gemäß Verpackung. Eine feste Milliliterangabe für alle Produkte wäre unzuverlässig, weil Konzentrationen unterschiedlich sind. Fülle Weichspüler höchstens bis zur markierten Grenze und verwende nur für das Gerät geeignete Produkte.
Wische sichtbare Reste nach Programmende mit einem feuchten Tuch weg. Lasse die Schublade anschließend, sofern sicher möglich und vom Hersteller vorgesehen, etwas geöffnet trocknen. Kontrolliere sie zunächst einmal wöchentlich. Wie oft eine gründliche Reinigung nötig ist, hängt von Nutzung und Rückstandsbildung ab. Kinder dürfen geöffnete Fächer nicht erreichen.
Diese Fehler solltest du vermeiden
- Handspülmittel in der Maschine verwenden: Der optionale Tropfen gehört ausschließlich ins separate Reinigungsbad. Spüle die Schublade vollständig ab; Handspülmittel kann im Waschbetrieb stark schäumen.
- Essig und Natron wahllos kombinieren: Das Schäumen ersetzt keine gründliche Reinigung. Für gewöhnliche Waschmittelreste sind solche Mischungen unnötig.
- Verschiedene Reiniger mischen: Besonders säurehaltige Mittel und Chlorreiniger dürfen niemals zusammenkommen. Verwende nur ein geeignetes Verfahren.
- Mit kochendem Wasser oder Metall kratzen: Beides kann Kunststoffteile beschädigen. Arbeite handwarm und mit weichen Werkzeugen.
- Einsätze falsch zusammensetzen: Eine nicht richtig sitzende Kappe kann die Dosierung beeinträchtigen. Nutze das vorher angefertigte Foto und die Anleitung.
So passt du die Methode an
Bei automatischer Dosierung: Befolge ausschließlich die modellspezifische Reinigung. Behälter, Pumpenteile und Kontakte dürfen nicht pauschal eingeweicht werden.
Bei harten Kalkbelägen: Verwende nur einen ausdrücklich für das Gerät beziehungsweise Bauteil freigegebenen Reiniger nach dessen Dosierung und Einwirkzeit. Warmes Wasser löst Kalk nicht zuverlässig.
Bei anhaltendem Geruch: Kontrolliere zusätzlich die laut Anleitung zugänglichen Pflegebereiche und führe gegebenenfalls das vorgesehene Maschinenpflegeprogramm durch. Eine gereinigte Schublade behebt nicht jede Geruchsquelle.
Häufige Fragen
Muss ich die Schublade nach jeder Wäsche ausbauen?
Nein. Sichtbare Rückstände kurz entfernen und regelmäßig kontrollieren genügt häufig. Der nötige Reinigungsrhythmus hängt von der Nutzung ab.
Darf die Schublade in die Spülmaschine?
Nur bei ausdrücklicher Herstellerfreigabe. Hitze und Spülmaschinenreiniger können ungeeignete Teile beschädigen.
Entfernt die Reinigung sämtliche dunklen Flecken?
Nicht unbedingt. Bleiben dunkle Beläge, Geruch oder Materialveränderungen zurück, solltest du die Herstellerhinweise beachten und nötigenfalls Ersatzteile oder Service prüfen.
Warum läuft das Fach weiterhin über?
Neben Ablagerungen kommen falsch eingesetzte Teile oder technische Ursachen infrage. Verwende die Maschine bei austretendem Wasser nicht einfach weiter, sondern lasse die Ursache klären.
