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Haushaltstipps

Loch im Spülschwamm: Was der Küchentrick wirklich bringt

Warum ein Loch im Spülschwamm sinnvoll ist: Der einfache Trick, der den Abwasch erleichtert

Im Internet kursieren Bilder von Spülschwämmen mit einem kreisrunden Loch in der Mitte – angeblich ein Geheimtrick, der den Abwasch revolutioniert. Die ehrliche Antwort: Revolutionär ist daran nichts. Nützlich kann das Loch trotzdem sein, denn ein aufgesteckter Schwamm trocknet von beiden Seiten, liegt nicht in der nassen Spüle und riecht dadurch deutlich später muffig. Was der Schnitt tatsächlich bringt, wie er sauber gelingt und worauf es bei der Schwammhygiene wirklich ankommt, lesen Sie hier.

Warum ein Loch im Spülschwamm sinnvoll ist: Der einfache Trick, der den Abwasch erleichtert

So gehen Sie am besten vor: Ein Loch in den Spülschwamm schneiden

Sie benötigen:

  • Einen neuen oder sauberen Spülschwamm
  • Einen runden Ausstecher oder ein scharfes Küchenmesser
  • Ein Schneidebrett
  • Optional einen Flaschenhals oder Spülmittelspender zum Aufbewahren

So gehen Sie vor

  1. Schwamm vorbereiten. Verwenden Sie möglichst einen trockenen Schwamm. Legen Sie ihn auf ein stabiles Schneidebrett.
  2. Loch ausschneiden. Schneiden Sie mittig ein rundes Loch mit einem Durchmesser von etwa 2 bis 3 cm aus. Ein runder Ausstecher sorgt für besonders saubere Kanten.
  3. Kanten kontrollieren. Entfernen Sie lose Schaumstoffreste, damit später nichts abbröselt.
  4. Schwamm aufhängen oder aufstecken. Das Loch eignet sich beispielsweise, um den Schwamm über den Hals einer Spülmittelflasche oder einen geeigneten Halter zu stecken. Dadurch kann Luft von beiden Seiten zirkulieren.
  5. Nach jeder Benutzung ausdrücken. Spülen Sie den Schwamm gründlich mit klarem Wasser aus und drücken Sie ihn vollständig aus.

Der Trick funktioniert, weil der Schwamm schneller trocknet. Weniger Restfeuchtigkeit bedeutet, dass sich unangenehme Gerüche langsamer entwickeln und der Schwamm oft länger hygienisch bleibt.

Den Schwamm regelmäßig desinfizieren

Auch ein gut trocknender Schwamm sollte regelmäßig gereinigt werden.

Mischen Sie:

  • 500 ml warmes Wasser
  • 1 Teelöffel Spülmittel

Spülen Sie den Schwamm gründlich aus und drücken Sie ihn mehrmals durch. Wer mag, verwendet dafür ein selbst gemachtes Spülmittel.

Alternativ können Sie ihn 5 Minuten in etwa 70 °C heißes Wasser legen. Das reduziert viele Keime und entfernt Fettablagerungen.

Verwenden Sie kein kochendes Wasser bei empfindlichen Schwämmen, da sich manche Schaumstoffe verformen können.

Essig nur mit Vorsicht verwenden

Bei unangenehmen Gerüchen kann eine milde Essiglösung helfen.

Mischen Sie:

  • 500 ml Wasser
  • 50 ml weißen Haushaltsessig

Legen Sie den Schwamm 10 Minuten hinein und spülen Sie ihn anschließend gründlich mit klarem Wasser aus.

Essig hilft, Gerüche zu reduzieren und Kalkablagerungen zu lösen.

Mischen Sie Essig niemals mit chlorhaltigen Reinigern oder Bleichmitteln, da dabei gefährliche Gase entstehen können.

Den Schwamm richtig aufbewahren

Der beste Schwamm nützt wenig, wenn er dauerhaft nass bleibt.

Bewahren Sie ihn so auf, dass Luft von allen Seiten zirkulieren kann. Das Loch erleichtert das Aufhängen oder Aufstecken erheblich. Legen Sie den Schwamm möglichst nicht dauerhaft in eine nasse Spüle oder auf eine geschlossene Ablage – das schont nebenbei auch das Becken selbst, denn eine trockene Edelstahlspüle glänzt länger und setzt weniger Kalkränder an.

Bei normaler Nutzung empfiehlt es sich, den Schwamm spätestens nach ein bis zwei Wochen auszutauschen oder früher, wenn er dauerhaft riecht oder beschädigt ist. Woran Sie erkennen, wann ein Küchenschwamm endgültig in den Müll gehört, haben wir gesondert zusammengefasst.

Verschiedene Schwämme für unterschiedliche Aufgaben

Verwenden Sie nach Möglichkeit mehrere Schwämme.

  • Einen für Geschirr.
  • Einen für Arbeitsplatten.
  • Einen für stark verschmutzte Töpfe.

So vermeiden Sie, dass Fett, rohe Lebensmittel oder Schmutz auf andere Oberflächen übertragen werden.

Unterscheiden Sie die Schwämme beispielsweise durch Farben oder kleine Markierungen.

Typische Fehler – und wie Sie sie umgehen

  • Das Loch zu groß schneiden. Ein Durchmesser von mehr als 4 cm kann die Stabilität des Schwamms deutlich verringern.
  • Den Schwamm ständig nass liegen lassen. Feuchtigkeit begünstigt Geruchsbildung und Keimwachstum.
  • Zu aggressive Reiniger verwenden. Konzentrierte Bleichmittel oder starke Lösungsmittel können den Schaumstoff beschädigen.
  • Den Schwamm erst ersetzen, wenn er auseinanderfällt. Ein stark abgenutzter Schwamm reinigt schlechter und lässt sich schwer hygienisch halten.
  • Mehrere Bereiche mit demselben Schwamm reinigen. Dadurch können Keime leichter übertragen werden.

Das hilft zusätzlich

  • Drücken Sie den Schwamm nach jedem Gebrauch vollständig aus.
  • Lassen Sie ihn möglichst an der Luft trocknen und nicht in einer Wasserpfütze liegen.
  • Reinigen Sie auch den Schwammhalter regelmäßig mit warmem Wasser und etwas Spülmittel.

Häufig gestellte Fragen

Hat das Loch Einfluss auf die Reinigungsleistung?

Nein. Bei einem Durchmesser von etwa 2 bis 3 cm bleibt die Reinigungsfläche für den normalen Abwasch ausreichend groß.

Kann ich das Loch auch in einen bereits benutzten Schwamm schneiden?

Ja, reinigen Sie den Schwamm vorher gründlich und schneiden Sie das Loch mit einem sauberen Messer aus.

Ist der Trick für alle Schwämme geeignet?

Er eignet sich für die meisten klassischen Küchen- und Spülschwämme aus Schaumstoff. Sehr dünne oder spezielle Reinigungspads profitieren davon meist weniger.

Wann sollte ich den Schwamm ersetzen?

Spätestens wenn er trotz Reinigung dauerhaft unangenehm riecht, Risse bekommt oder sich die Scheuerfläche ablöst, sollte er durch einen neuen ersetzt werden.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.