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Natron im Wischwasser: sinnvolle Dosierung und geeignete Böden

Natron im Wischwasser: sinnvolle Dosierung und geeignete Böden

Beim Bodenwischen bleiben manchmal Fettspuren, klebrige Stellen oder unangenehme Gerüche zurück, obwohl bereits ein normaler Reiniger verwendet wurde. Natron kann bei bestimmten robusten Bodenbelägen eine einfache Ergänzung sein. Es ist leicht alkalisch und kann deshalb vor allem fetthaltige Verschmutzungen lösen. Entscheidend sind jedoch eine niedrige Dosierung und der richtige Untergrund: Nicht jeder Boden verträgt Natron. Mit der folgenden Methode lässt es sich gezielt einsetzen, ohne aus einem einfachen Hausmittel einen vermeintlichen Universalreiniger zu machen.

Warum Natron im Wischwasser so praktisch ist: So werden geeignete Böden sauber, ohne unnötig viel Reiniger

Natron richtig ins Wischwasser geben

Für versiegelte Fliesen und andere robuste, wasserbeständige Oberflächen genügt eine geringe Menge. Mehr Natron bedeutet nicht automatisch mehr Reinigungskraft und kann stattdessen Rückstände hinterlassen.

Sie benötigen:

  • 5 Liter handwarmes Wasser
  • 1 Esslöffel Natron, etwa 15 g
  • einen sauberen Wischmopp oder ein Mikrofasertuch
  • einen zweiten Eimer mit klarem Wasser bei stärkerer Verschmutzung

So gehen Sie vor:

  1. Entfernen Sie zunächst Staub, Haare und Krümel mit Besen oder Staubsauger.
  2. Lösen Sie etwa 15 g Natron vollständig in 5 Litern handwarmem Wasser auf. Sehr heißes Wasser ist nicht notwendig.
  3. Tauchen Sie den Mopp ein und wringen Sie ihn gut aus. Der Boden soll feucht, nicht tropfnass gewischt werden.
  4. Bearbeiten Sie besonders verschmutzte Stellen noch einmal und lassen Sie die Feuchtigkeit dort höchstens 2 bis 3 Minuten stehen. Anschließend aufnehmen.
  5. Bleibt nach dem Trocknen ein weißlicher Film zurück, einmal mit klarem Wasser nachwischen.

Auf einem geeigneten Boden sollte die Oberfläche nach dem Trocknen sauber und frei von klebrigen Rückständen sein.

Natron funktioniert vor allem deshalb, weil seine leicht alkalische Lösung fettige Verschmutzungen lösen kann. Es desinfiziert den Boden jedoch nicht zuverlässig und ersetzt bei hygienisch kritischen Verunreinigungen kein dafür vorgesehenes Reinigungsmittel.

Bei Fettflecken lieber punktuell arbeiten

Ein einzelner Fettfleck rechtfertigt keinen ganzen Eimer mit stärker konzentrierter Natronlösung. Die punktuelle Behandlung ist sparsamer und belastet die Oberfläche weniger.

Lösen Sie 1 Teelöffel Natron in 250 ml warmem Wasser vollständig auf. Befeuchten Sie damit ein weiches Tuch und legen Sie es für etwa 2 Minuten auf die verschmutzte Stelle. Danach ohne starken Druck wischen und mit klarem Wasser nachreinigen.

Diese Methode eignet sich beispielsweise für robuste, glasierte Keramikfliesen. Bei empfindlichen oder unbekannten Oberflächen sollte die Lösung zunächst an einer versteckten Stelle getestet werden. Sind die Fugen dazwischen dunkel geworden, hilft Schwarze Fugen im Bad? So werden verschmutzte Fliesenfugen wieder sichtbar sauber.

Verwenden Sie Natronpulver nicht trocken wie Scheuerpulver. Die Kristalle können auf empfindlichen Oberflächen feine Kratzer oder matte Stellen verursachen.

Gegen Gerüche zuerst die Ursache beseitigen

Natron wird häufig als Mittel gegen Gerüche empfohlen. Beim Wischen ist allerdings wichtig zu verstehen, dass ein unangenehmer Geruch eine Ursache hat: verschüttete Lebensmittel, Fett, Tierkot oder andere organische Rückstände müssen zuerst vollständig entfernt werden.

Für einen robusten, wasserfesten Fliesenboden können anschließend 10 bis 15 g Natron auf 5 Liter Wasser verwendet werden. Einmal nebelfeucht wischen und den Boden trocknen lassen. Sind Rückstände sichtbar, mit klarem Wasser nachwischen.

Bei Verschmutzungen durch rohe tierische Lebensmittel oder Ausscheidungen sollte man sich nicht auf Natron zur Desinfektion verlassen. Nach dem Entfernen des Schmutzes ist gegebenenfalls ein für die betreffende Oberfläche geeignetes Hygieneprodukt nach Herstellerangaben erforderlich.

Kinder und Haustiere sollten die frisch gewischte Fläche erst wieder betreten, wenn sie vollständig trocken und frei von Reinigungsrückständen ist.

Wann normales Spülmittel die bessere Wahl ist

Natron ist keineswegs bei jedem schmutzigen Boden notwendig. Bei gewöhnlichem Fett- und Alltagsschmutz reicht auf vielen geeigneten, wasserfesten Oberflächen eine sehr schwache Spülmittellösung.

Geben Sie ungefähr ½ bis 1 Teelöffel mildes Handspülmittel auf 5 Liter warmes Wasser. Wischen Sie mit einem gut ausgewrungenen Mopp und lassen Sie den Boden anschließend trocknen. Bei zu hoher Dosierung entsteht leicht ein schmieriger Film.

Spülmittel enthält Tenside, die Fett und Wasser miteinander verbinden und dadurch fetthaltigen Schmutz aufnehmen helfen. Gerade bei Küchenverschmutzungen kann das wirksamer sein, als immer mehr Natron ins Wasser zu geben.

Bei Laminat, Parkett und anderen empfindlichen Böden sollte grundsätzlich die Pflegeanleitung des Bodenherstellers Vorrang haben.

Fehler, die Sie vermeiden sollten

Natron auf Naturstein verwenden: Bei Naturstein wie Marmor sowie bei empfindlichen oder speziell behandelten Oberflächen sollte man nicht experimentieren. Verwenden Sie einen ausdrücklich geeigneten Reiniger.

Zu viel Natron dosieren: Eine stark konzentrierte Lösung kann einen weißlichen Belag hinterlassen und erhöht unnötig die Belastung der Oberfläche.

Laminat oder Holz durchnässen: Wasser kann in Fugen eindringen und Quellungen verursachen. Solche Böden nur entsprechend den Herstellerangaben nebelfeucht pflegen.

Natron mit anderen Reinigungsmitteln wahllos mischen: Verschiedene Haushaltsreiniger sollten grundsätzlich nicht ohne konkrete Herstellerfreigabe kombiniert werden. Chlorhaltige Reiniger insbesondere niemals mit Säuren wie Essig mischen.

Natron als Desinfektionsmittel betrachten: Eine sichtbar saubere Oberfläche ist nicht automatisch desinfiziert. Bei Bedarf ein dafür zugelassenes Produkt korrekt anwenden.

Für andere Bereiche im Haushalt

Auf robusten, glasierten Fliesen im Badezimmer kann dieselbe schwache Natronlösung zunächst an einer unauffälligen Stelle getestet werden. Für eine komplette Grundreinigung dort eignet sich Schwarze Fugen und schmutzige Fliesen? Mit dieser einfachen Methode wird das Bad wieder sichtbar sauber.

Bei empfindlichen Böden wie geöltem oder gewachstem Holz, bestimmten Vinylbelägen, Naturstein und beschichteten Oberflächen sollte stattdessen das vom Hersteller empfohlene Pflegeprodukt verwendet werden.

Auch der Wischmopp selbst sollte nach jedem Einsatz gründlich ausgespült und vollständig getrocknet werden. Ein verschmutzter Mopp verteilt sonst beim nächsten Wischen alten Schmutz und Gerüche erneut.

Häufige Fragen

Kann ich bei jedem Wischen Natron verwenden?

Das ist normalerweise nicht nötig. Für die regelmäßige Pflege reicht häufig Wasser beziehungsweise ein für den Boden vorgesehener Reiniger. Natron sollte gezielt und nur auf geeigneten Oberflächen eingesetzt werden.

Kann Natron einen Boden beschädigen?

Ja, abhängig vom Material und von der Oberflächenbehandlung. Besonders bei Naturstein, Holz, empfindlichen Beschichtungen oder unbekannten Materialien sollte Natron nicht ohne Prüfung verwendet werden.

Muss ich nach dem Natronwischen mit Wasser nachwischen?

Bei niedriger Dosierung ist das auf geeigneten Fliesen nicht immer erforderlich. Sobald jedoch weiße Schlieren oder pulverige Rückstände sichtbar werden, sollte mit klarem Wasser nachgewischt werden.

Darf man Natron und Essig zusammen ins Wischwasser geben?

Das ist für diese Anwendung nicht sinnvoll. Säure und Natron reagieren miteinander und neutralisieren sich weitgehend. Für die Bodenreinigung ist es besser, ein passendes Mittel gezielt und korrekt dosiert einzusetzen.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.