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Haushaltstipps

Waschmaschine riecht muffig? Diese oft übersehenen Stellen solltest du zuerst reinigen

Waschmaschine riecht muffig? Diese oft übersehenen Stellen solltest du zuerst reinigen

Waschmaschine riecht muffig? Diese oft übersehenen Stellen solltest du zuerst reinigen

Die Wäsche kommt frisch gewaschen aus der Maschine und riecht trotzdem unangenehm? Dann lohnt sich ein Blick unter die Türdichtung und in die Waschmittelschublade. Dort sammeln sich Haare, feuchte Flusen und klebrige Rückstände, die beim normalen Waschgang nicht vollständig verschwinden. Mit warmem Wasser, weichen Tüchern und etwas Geduld lassen sich viele Ablagerungen entfernen. Hier erfährst du, wie du die empfindliche Dichtung schonend reinigst, die Schublade wieder sauber bekommst und neue Rückstände mit einfachen Gewohnheiten begrenzt.

Waschmaschine riecht muffig? Diese oft übersehenen Stellen solltest du zuerst reinigen

Zuerst die Türdichtung reinigen: Der Schmutz sitzt in den Falten

Die Gummimanschette am Bullauge besitzt Vertiefungen, in denen Wasser und Schmutz zurückbleiben können. Ein weiches, feuchtes Tuch entfernt lose Rückstände, ohne das Material unnötig zu beanspruchen. Auch Bosch empfiehlt für die Dichtung eine schonende Reinigung mit einem feuchten Tuch.

Du brauchst:

  • 1 Liter handwarmes Wasser, etwa 30 bis 40 °C
  • zwei weiche, saubere Baumwolltücher
  • ein kleines Gefäß für entfernte Flusen
  • Haushaltshandschuhe bei stark verschmutzten Stellen

Plane etwa 10 bis 15 Minuten ein. Am besten reinigst du die Maschine nach dem letzten Waschgang des Tages, sobald sie abgekühlt ist.

  1. Maschine ausschalten und Netzstecker ziehen. Nimm die Wäsche heraus. Kontrolliere die sichtbare Dichtung auf Risse, lose Stellen oder Fremdkörper.
  2. Falten vorsichtig öffnen. Ziehe den vorderen Gummirand nur leicht zurück. Sammle Haare, Münzen und Flusen mit den Fingern oder dem Tuch auf. Verwende keine spitzen Werkzeuge.
  3. Abschnitt für Abschnitt auswischen. Tauche das erste Tuch ins Wasser und wringe es gründlich aus. Wische die zugänglichen Falten rundherum sauber. Spüle das Tuch zwischendurch aus, damit du den Schmutz nicht verteilst.
  4. Anhaftende Rückstände anfeuchten. Halte das warme, feuchte Tuch zwei bis drei Minuten auf die betroffene Stelle. Wische anschließend mit leichtem Druck nach. Wiederhole das bei Bedarf, statt kräftig zu scheuern.
  5. Sorgfältig trocknen. Nimm mit dem zweiten Tuch die verbliebene Feuchtigkeit auf, besonders am unteren Rand. Lass die Tür anschließend einen Spalt offen, sofern Kinder und Haustiere keinen Zugang haben.

Der Erfolg ist direkt erkennbar: Lose Beläge verschwinden, und beim Nachwischen bleibt das Tuch weitgehend sauber. Schwarze Punkte können jedoch dauerhafte Verfärbungen oder tiefer sitzenden Befall anzeigen. Diese Reinigung ist keine Desinfektion. Bleiben Beläge oder Geruch bestehen, beachte die Herstellerhinweise oder lasse die Dichtung prüfen.

Waschmittelschublade mit warmem Wasser von Rückständen befreien

Waschmittel und Weichspüler können in der Schublade klebrige Schichten bilden. Warmes Wasser weicht solche Rückstände auf; eine weiche Bürste löst sie aus Ecken und Rinnen.

Nimm die Schublade entsprechend der Bedienungsanleitung heraus. Lege ausschließlich die dafür geeigneten, ausgebauten Kunststoffteile für 15 Minuten in eine Schüssel mit 2 Litern warmem Wasser, etwa 40 °C. Bürste anschließend die Kammern vorsichtig aus und spüle sie gründlich ab. Reinige einen herausnehmbaren Weichspülereinsatz separat, sofern die Anleitung das vorsieht. Trockne alle Teile vor dem Einsetzen. Diese Reinigung mit Wasser und Bürste entspricht auch den Pflegehinweisen entsprechender Bosch-Geräte.

Elektronische Dosiereinheiten dürfen nicht einfach eingeweicht werden. Verzichte außerdem auf kochendes Wasser und die Spülmaschine, sofern der Hersteller sie nicht ausdrücklich erlaubt. Die Reinigung ist gelungen, wenn die Rinnen frei sind und keine schmierige Schicht zurückbleibt.

Das Schubladenfach vorsichtig auswischen

Eine saubere Schublade hilft wenig, wenn im dahinterliegenden Fach noch Rückstände sitzen. Dort erreichst du mit einem kleinen Tuch vor allem die zugänglichen Seitenflächen und den Boden.

Stelle 500 Milliliter handwarmes Wasser bereit. Tauche ein weiches Tuch hinein und wringe es so weit aus, dass nichts mehr tropft. Wische bei gezogenem Netzstecker die erreichbaren Flächen ab. Bei angetrockneten Resten drückst du das feuchte Tuch etwa zwei Minuten darauf und wischst anschließend erneut. Plane insgesamt fünf bis zehn Minuten ein.

Gieße kein Wasser in das Fach und sprühe keine Flüssigkeit hinein. Gehe weder mit Draht noch mit harten Bürsten an Öffnungen oder Bauteile. Die Methode eignet sich für zugängliche, abwischbare Flächen; verdeckte Leitungen und elektronische Komponenten bleiben unangetastet. Trockne zum Schluss nach. Sichtbare Rückstände sollten entfernt sein.

Einen passenden Pflegewaschgang durchführen

Nach der manuellen Reinigung kann ein Pflegeprogramm helfen, Rückstände im Inneren zu reduzieren. Entscheidend ist die Anleitung deiner Maschine: Temperatur, Programm und Reinigungsmittel unterscheiden sich je nach Modell.

Setze die trockene Schublade wieder ein, stecke den Netzstecker ein und starte bei leerer Trommel das vorgesehene Trommelreinigungsprogramm. Gibt es keines, verwende den vom Hersteller empfohlenen Pflegewaschgang. Manche Bosch-Anleitungen nennen beispielsweise ein regelmäßiges Baumwollprogramm bei 90 °C; das ist keine allgemeine Vorgabe für jede Maschine.

Ohne ausdrücklich vorgeschriebenen Zusatz gibst du weder Hausmittel noch Reiniger hinein. Ist Maschinenreiniger vorgesehen, dosiere exakt nach dessen Etikett. Lass den vollständigen Durchlauf enden; die Laufzeit zeigt das Gerät an. Prüfe nach dem Abkühlen den Geruch. Bleibt er deutlich bestehen, müssen möglicherweise Ablauf oder Pumpenfilter nach Anleitung kontrolliert werden.

Fehler, die du vermeiden solltest

  • Mit Scheuerschwämmen oder harten Bürsten arbeiten: Sie können die Dichtung beschädigen. Nutze am Gummi weiche Tücher und wenig Druck.
  • Essig oder Zitronensäure auf Verdacht einsetzen: Ihre Verträglichkeit hängt von Material und Anwendung ab. Ohne Herstellerfreigabe gehören sie nicht auf die Dichtung.
  • Reinigungsmittel mischen: Besonders Chlorreiniger zusammen mit Säuren können gefährliche Gase bilden. Verwende ausschließlich einzeln zugelassene Produkte.
  • Waschmittel großzügig nach Gefühl dosieren: Überschüsse können Rückstände fördern. Richte dich nach Wasserhärte, Beladung und Verschmutzung.
  • Feuchte Wäsche lange liegen lassen: Nimm sie zeitnah heraus und trockne die zugängliche Dichtung nach dem letzten Waschgang.

So bleibt die Maschine länger sauber

Kontrolliere die unteren Dichtungsfalten einmal wöchentlich. Frische Flusen lassen sich meist mit einem kurzen Wisch entfernen.

Lass Tür und Schublade nach dem Waschen etwas offen, damit Restfeuchtigkeit entweichen kann. Sichere dabei den Zugang für kleine Kinder und Tiere.

Bei Maschinen mit automatischer Dosierung gelten eigene Reinigungsschritte. Übertrage das Einweichen einer einfachen Schublade nicht auf integrierte Behälter oder Pumpen.

Häufige Fragen

Muss ich die Türdichtung nach jeder Wäsche reinigen?

Eine vollständige Reinigung ist nicht jedes Mal nötig. Entferne sichtbare Fremdkörper und wische stehendes Wasser nach dem letzten Waschgang weg.

Verschwinden schwarze Flecken mit warmem Wasser?

Lose Beläge können verschwinden. Dauerhafte Verfärbungen bleiben möglicherweise sichtbar. Wiederkehrende Flecken oder Geruch sollten fachlich geprüft werden.

Kann ich die Dichtung mit einer Zahnbürste schrubben?

Ein weiches Tuch ist die schonendere Wahl. Eine weiche Bürste eignet sich eher für ausgebaute, robuste Schubladenteile.

Wann sollte ich den Kundendienst kontaktieren?

Bei Rissen, Undichtigkeiten, anhaltendem Geruch oder schwer zugänglichen Ablagerungen. Auch ständig zurückbleibendes Wasser kann eine weitere Prüfung erfordern.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.