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Waschmaschine riecht trotz Waschen unangenehm? Diese gründliche Reinigung beseitigt versteckte Rückstände

Waschmaschine riecht trotz Waschen unangenehm? Diese gründliche Reinigung beseitigt versteckte Rückstände

Waschmaschine riecht trotz Waschen unangenehm? Diese gründliche Reinigung beseitigt versteckte Rückstände

Wenn frisch gewaschene Kleidung muffig riecht oder sich in der Türdichtung dunkle Ablagerungen zeigen, liegt die Ursache häufig nicht an der Wäsche. Waschmittelreste, Flusen, Hautfette und Feuchtigkeit sammeln sich in der Gummimanschette, im Waschmittelfach und an schwer zugänglichen Stellen. Eine regelmäßige Reinigung kann Gerüche deutlich reduzieren und die Maschine hygienisch halten. Wichtig sind die richtige Reihenfolge, sparsame Dosierungen und ein leerer heißer Pflegewaschgang, der zu den Herstellerangaben des Geräts passt.

Waschmaschine riecht trotz Waschen unangenehm? Diese gründliche Reinigung beseitigt versteckte Rückstände

Die Waschmaschine Schritt für Schritt gründlich reinigen

Vor der Reinigung sollte zuerst die Bedienungsanleitung geprüft werden. Manche Hersteller empfehlen ein spezielles Trommelreinigungsprogramm oder einen bestimmten Maschinenreiniger. Diese Vorgaben haben immer Vorrang.

Das wird benötigt

  • 1 Liter warmes Wasser
  • 1 Teelöffel mildes Handspülmittel
  • 2 weiche Mikrofasertücher
  • 1 weiche Zahnbürste
  • 1 flache Schale
  • 1 Paar Haushaltshandschuhe
  • Waschmaschinenreiniger in der vom Hersteller angegebenen Menge

So gehst du vor

  1. Maschine leeren und ausschalten: Nimm sämtliche Wäsche heraus, schalte das Gerät aus und ziehe vor der manuellen Reinigung den Netzstecker. Kontrolliere die Trommel auf Münzen, Knöpfe und andere Fremdkörper.
  2. Gummidichtung reinigen: Vermische einen Liter warmes Wasser mit einem Teelöffel Spülmittel. Befeuchte ein Tuch, wringe es gründlich aus und wische alle erreichbaren Falten der Türmanschette aus. Für enge Rillen eignet sich eine weiche Zahnbürste. Anschließend mit einem zweiten, nur mit Wasser befeuchteten Tuch nachwischen.
  3. Waschmittelfach säubern: Nimm die Schublade entsprechend der Anleitung heraus. Weiche sie 15 Minuten in warmem Spülwasser ein und reinige Ecken und Düsen mit der Zahnbürste. Spüle sie klar ab und trockne sie.
  4. Pflegeprogramm starten: Setze alle Teile wieder ein, schließe die Maschine an und starte leer das vom Hersteller vorgesehene Trommelreinigungsprogramm. Verwende ausschließlich die empfohlene Menge Maschinenreiniger. Fehlt ein solches Programm, wähle nur dann einen 60- bis 90-Grad-Waschgang, wenn die Bedienungsanleitung dies erlaubt.
  5. Trocknen lassen: Wische nach Programmende Türglas und Dichtung trocken. Lasse Tür und Waschmittelfach drei bis vier Stunden geöffnet, damit die Restfeuchtigkeit entweichen kann.

Die Reinigung hat funktioniert, wenn die sichtbaren Rückstände entfernt sind, die Manschette nicht mehr schmierig wirkt und nach vollständigem Trocknen kein muffiger Geruch mehr aus der Trommel kommt.

Die Gummidichtung von Ablagerungen befreien

Die Türmanschette eines Frontladers bleibt nach dem Waschen häufig feucht. Ziehe ihre Falten vorsichtig auseinander und entferne zuerst Flusen oder Haare mit Küchenpapier. Danach genügen 500 Milliliter warmes Wasser und ein halber Teelöffel Spülmittel. Tränke die Dichtung nicht, sondern arbeite mit einem gut ausgewrungenen Tuch.

Lasse die dünne Reinigungslösung höchstens fünf Minuten einwirken, wische mit klarem Wasser nach und trockne die Dichtung vollständig. Diese Methode eignet sich für intakten Waschmaschinen-Gummi. Verwende keine Stahlwolle, Scheuermilch, unverdünnte Säure oder kochendes Wasser. Bei tief sitzenden schwarzen Flecken, Rissen oder porösem Gummi sollte die Dichtung vom Kundendienst kontrolliert und gegebenenfalls ersetzt werden.

Waschmittelfach und Einspülkammer richtig säubern

Im Waschmittelfach bildet sich eine klebrige Schicht, wenn Waschmittel und Weichspüler zu großzügig dosiert werden. Lege die herausnehmbare Schublade für 15 bis 20 Minuten in zwei Liter warmes Wasser mit einem Esslöffel mildem Spülmittel. Bürste anschließend alle Fächer und den Weichspülereinsatz sanft aus.

Die fest eingebaute Einspülkammer nur mit einem feuchten Tuch reinigen. Sprühe keine großen Wassermengen in das Geräteinnere. Nach der Reinigung alles mit klarem Wasser abspülen und etwa 30 Minuten trocknen lassen. Die Tenside des Spülmittels lösen fettige Rückstände, während das Einweichen eingetrocknete Waschmittelreste aufweicht. Prüfe vor dem Wiedereinsetzen, ob die Öffnungen frei sind.

Flusensieb regelmäßig kontrollieren

Ein verschmutztes Flusensieb kann den Wasserablauf behindern und unangenehme Gerüche begünstigen. Schalte die Maschine aus, ziehe den Stecker und warte, bis das Wasser abgekühlt ist. Lege zwei saugfähige Handtücher und eine flache Schale vor die Wartungsklappe.

Öffne das Sieb nur nach der Anleitung des Herstellers, da Restwasser austreten kann. Entferne Münzen, Haare und Flusen. Spüle das Sieb unter lauwarmem Wasser ab und reinige es mit einer weichen Bürste ohne Reinigungsmittel. Trockne die Dichtung, setze das Sieb korrekt ein und verschließe es handfest. Eine Kontrolle alle vier bis acht Wochen ist sinnvoll, abhängig von Nutzung und Herstellerempfehlung.

Gerüche durch richtiges Waschen vermeiden

Zu viel Flüssigwaschmittel und häufige Kurzprogramme bei niedriger Temperatur fördern Ablagerungen. Dosiere Waschmittel nach Wasserhärte, Wäschemenge und Verschmutzungsgrad. Die Angaben auf der Verpackung sind dabei entscheidend; eine pauschale Menge passt nicht zu jedem Haushalt.

Lasse Tür und Waschmittelfach nach jeder Wäsche geöffnet, bis die Innenflächen trocken sind. Nimm feuchte Kleidung möglichst innerhalb von 30 Minuten heraus. Wenn die Textilien und die Pflegehinweise der Maschine es erlauben, sollte regelmäßig ein 60-Grad-Waschgang mit geeignetem Vollwaschmittel durchgeführt werden. Dadurch lösen sich Fett- und Waschmittelreste besser als bei ausschließlich kalten Kurzprogrammen.

Fehler, die du vermeiden solltest

  • Essig und Natron gleichzeitig verwenden: Beide Stoffe neutralisieren sich weitgehend. Die Schaumbildung sieht wirksam aus, verbessert die Reinigung aber nicht zuverlässig.
  • Essig unverdünnt in die Maschine geben: Säure kann auf Dauer bestimmte Dichtungen und Metallteile angreifen. Verwende sie nur, wenn der Hersteller sie ausdrücklich erlaubt.
  • Essig mit Chlorreiniger mischen: Dabei kann giftiges Chlorgas entstehen. Chlorreiniger niemals mit Säuren oder anderen Reinigungsmitteln kombinieren.
  • Die Maschine nach dem Waschen sofort schließen: Eingeschlossene Feuchtigkeit begünstigt Gerüche und mikrobielle Beläge.
  • Waschmittel überdosieren: Überschüssiges Mittel wird nicht vollständig ausgespült und bildet neue Ablagerungen.

Für noch bessere Ergebnisse

Reinige Türdichtung und Waschmittelfach einmal monatlich, wenn die Maschine mehrmals pro Woche läuft. Bei seltener Nutzung genügt meist ein Abstand von sechs bis acht Wochen.

Wische bei einem Toplader zusätzlich Deckelrand und Einspülbereiche mit milder Spüllösung ab. Elektrische Bedienelemente dürfen dabei nur nebelfeucht gereinigt werden.

Bleibt der Geruch trotz gründlicher Reinigung bestehen, sollten Ablaufschlauch, Siphon und Abwasseranschluss kontrolliert werden. Bei Undichtigkeiten oder wiederkehrendem Rückstau ist ein Fachbetrieb erforderlich.

Häufige Fragen

Kann ich die Waschmaschine mit Natron reinigen?

Nur wenn die Bedienungsanleitung dies zulässt. Natron ersetzt keinen geeigneten Maschinenreiniger und sollte nicht zusammen mit Essig verwendet werden.

Wie oft ist ein heißer Pflegewaschgang nötig?

Bei häufiger Nutzung empfiehlt sich meistens einmal im Monat. Maßgeblich bleiben jedoch die Angaben des Geräteherstellers.

Warum riecht die Maschine direkt nach der Reinigung noch leicht?

Verborgene Feuchtigkeit kann den Geruch zunächst festhalten. Lasse Tür und Waschmittelfach mehrere Stunden geöffnet und kontrolliere anschließend das Flusensieb.

Darf ich die Gummidichtung mit Bleichmittel reinigen?

Nur bei ausdrücklicher Herstellerfreigabe. Bleichmittel kann Gummi und Textilien schädigen und darf niemals mit Essig, Entkalker oder anderen Säuren gemischt werden.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.