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Haushaltstipps

Wasser unter dem Gemüsefach? So wird der verstopfte Kühlschrankablauf wieder frei

Wasser unter dem Gemüsefach? So wird der verstopfte Kühlschrankablauf wieder frei

Wasser unter dem Gemüsefach? So wird der verstopfte Kühlschrankablauf wieder frei

Sammelt sich Wasser unter dem Gemüsefach oder bildet sich an der Rückwand ständig eine Pfütze, ist häufig der kleine Kondenswasserablauf verstopft. Krümel, Verpackungsreste und andere Ablagerungen verhindern, dass das Tauwasser abfließen kann. Mit einer weichen Ablaufbürste, etwas lauwarmem Wasser und einem Tuch lässt sich eine oberflächliche Verstopfung meist vorsichtig beseitigen. Hier erfahren Sie, wie Sie dabei sicher vorgehen, welche Werkzeuge geeignet sind und wann besser ein Fachbetrieb prüfen sollte.

Wasser unter dem Gemüsefach? So wird der verstopfte Kühlschrankablauf wieder frei

Den Kondenswasserablauf vorsichtig reinigen

Der Ablauf befindet sich bei vielen Kühlschränken unten an der inneren Rückwand, häufig direkt über dem Gemüsefach. Seine genaue Position und Bauweise können jedoch je nach Gerät abweichen. Prüfen Sie deshalb vorher die Bedienungsanleitung.

Benötigtes Material:

  • eine weiche, flexible Kühlschrank-Ablaufbürste aus Kunststoff
  • zwei Wattestäbchen
  • eine kleine Ballonspritze oder Dosierspritze ohne Nadel
  • 50 ml lauwarmes Wasser
  • ein Mikrofasertuch
  • ein flaches Auffanggefäß
  • eine Kühltasche für empfindliche Lebensmittel

So gehen Sie vor:

  1. Schalten Sie den Kühlschrank aus und ziehen Sie den Netzstecker. Legen Sie leicht verderbliche Lebensmittel in eine Kühltasche. Nehmen Sie Gemüsefach und untere Glasplatte heraus.
  2. Saugen Sie stehendes Wasser mit dem Mikrofasertuch auf. Entfernen Sie sichtbare Krümel rund um die Öffnung vorsichtig mit einem Wattestäbchen. Schieben Sie keine festen Gegenstände tief in den Kanal.
  3. Führen Sie die weiche Kunststoffbürste langsam wenige Zentimeter in den Ablauf ein. Bewegen Sie sie ohne starken Druck vor und zurück. Stoppen Sie sofort, wenn Sie auf festen Widerstand stoßen.
  4. Ziehen Sie mit der Spritze 20 bis 30 ml lauwarmes Wasser auf und drücken Sie es langsam in die Öffnung. Verwenden Sie kein kochendes Wasser. Stellen Sie, falls die Bauweise es zulässt, ein Gefäß unter die hintere Auffangschale.
  5. Wischen Sie die Ablaufrinne trocken und warten Sie zehn Minuten. Geben Sie anschließend weitere 10 ml Wasser hinein. Fließt es ohne Rückstau ab, ist der Kanal frei. Setzen Sie die trockenen Teile wieder ein und schalten Sie das Gerät ein.

Der sichtbare Erfolg zeigt sich daran, dass kein Wasser mehr in der Rinne stehen bleibt. Kontrollieren Sie den Bereich nach 24 Stunden erneut. Bildet sich wieder eine Pfütze, liegt die Blockade möglicherweise tiefer oder der Ablaufschlauch ist beschädigt.

Die Ablaufrinne hygienisch sauber halten

Nachdem der Kanal geöffnet wurde, sollten auch Rinne und Rückwand gereinigt werden. Mischen Sie 500 ml lauwarmes Wasser mit einem Teelöffel mildem, unparfümiertem Handspülmittel. Befeuchten Sie ein sauberes Mikrofasertuch und wringen Sie es gründlich aus. Wischen Sie die Rinne, den Boden unter dem Gemüsefach und die erreichbare Rückwand ab.

Für enge Ecken eignet sich ein Wattestäbchen mit etwas Reinigungslösung. Wischen Sie anschließend mit einem zweiten, nur mit klarem Wasser angefeuchteten Tuch nach und trocknen Sie sämtliche Flächen. Lassen Sie die Kühlschranktür etwa zehn Minuten offen, bevor Sie die Lebensmittel zurückstellen. Sprühen Sie Reiniger niemals direkt in Lüftungsöffnungen, Temperaturfühler oder den Ablauf. Handspülmittel löst leichte Fett- und Speiserückstände, ohne die Kunststoffoberflächen unnötig anzugreifen.

Gemüsefach und Glasplatte separat reinigen

Unter dem Gemüsefach verstecken sich oft kleine Blätter, Erde und ausgetretene Flüssigkeiten. Waschen Sie herausnehmbare Kunststoffteile mit zwei Litern lauwarmem Wasser und einem Teelöffel Handspülmittel. Lassen Sie sie fünf Minuten einweichen und reinigen Sie sie anschließend mit einem weichen Schwamm.

Die Glasplatte darf nicht direkt aus dem kalten Kühlschrank in heißes Wasser gelegt werden, da ein plötzlicher Temperaturwechsel zu Spannungsrissen führen kann. Lassen Sie sie zunächst etwa 20 Minuten bei Raumtemperatur stehen. Spülen Sie alle Teile mit klarem Wasser ab und trocknen Sie sie vollständig. Verwenden Sie keine Scheuermilch, Stahlwolle oder kratzenden Schwämme. Kratzer in Kunststoff und Glas bieten neuen Verschmutzungen Halt und lassen sich später schwerer reinigen.

Neue Verstopfungen vermeiden

Kontrollieren Sie den Ablauf ungefähr einmal im Monat. Entfernen Sie lose Krümel sofort mit einem trockenen Wattestäbchen oder einem weichen Tuch. Lebensmittel, Salatblätter und Verpackungen sollten die hintere Innenwand nicht berühren. Lassen Sie zwischen Rückwand und Lebensmitteln mindestens zwei bis drei Zentimeter Abstand, damit die Luft zirkulieren und Kondenswasser ungehindert ablaufen kann.

Bewahren Sie angebrochene Lebensmittel in geschlossenen Behältern auf. Wischen Sie ausgelaufene Flüssigkeiten sofort weg. Stellen Sie außerdem eine passende Kühltemperatur ein: Für den mittleren Bereich sind etwa 4 bis 7 °C üblich, sofern der Hersteller keine andere Einstellung empfiehlt. Eine deutlich zu kalte Einstellung kann stärkere Eisbildung fördern und den Ablaufbereich zusätzlich belasten.

Türdichtung und Belüftung überprüfen

Eine verschmutzte oder undichte Türdichtung lässt warme, feuchte Raumluft in den Kühlschrank gelangen. Dadurch entsteht mehr Kondenswasser. Mischen Sie 500 ml warmes Wasser mit einem halben Teelöffel Handspülmittel. Reinigen Sie die Dichtungsfalten mit einem weichen Tuch und trocknen Sie sie anschließend sorgfältig.

Kontrollieren Sie die Dichtung auf Risse, Verformungen und harte Stellen. Klemmen Sie testweise ein Blatt Papier zwischen Tür und Rahmen. Lässt es sich bei geschlossener Tür an mehreren Stellen ohne Widerstand herausziehen, sollte die Dichtung überprüft werden. Achten Sie außerdem darauf, dass äußere Lüftungsschlitze frei bleiben. Halten Sie die vom Hersteller verlangten Abstände zu Wand und Möbeln ein, damit die Wärme richtig abgeführt werden kann.

Fehler, die Sie vermeiden sollten

  • Metalldraht oder Schraubendreher benutzen: Harte und scharfe Werkzeuge können den Ablaufkanal durchstoßen oder empfindliche Bauteile beschädigen.
  • Kochendes Wasser hineingießen: Sehr heißes Wasser kann Kunststoff verformen und umliegende Bauteile beschädigen.
  • Mit starkem Druck spülen: Eine kräftige Wassermenge kann überlaufen oder gelöste Ablagerungen tiefer in den Schlauch drücken.
  • Chlorreiniger verwenden: Bleichmittel gehören nicht in den Lebensmittelbereich und dürfen niemals mit Essig oder anderen Säuren gemischt werden.
  • Nur die Öffnung oberflächlich abwischen: Bleibt die Blockade im Kanal bestehen, sammelt sich nach kurzer Zeit erneut Wasser.

Für weitere Anwendungen

  • Reinigen Sie die Ablaufrinne vorbeugend alle vier bis acht Wochen mit einem feuchten Wattestäbchen.
  • Bei längerer Abwesenheit sollten leicht verderbliche Lebensmittel entfernt und die Tür nur nach Herstellervorgabe offengelassen werden.
  • Prüfen Sie bei Kühl-Gefrierkombinationen auch, ob Eis den Wasserweg blockiert. Entfernen Sie Eis niemals mit spitzen Gegenständen.

Häufige Fragen

Kann ich Natron in den Ablauf geben?

Das ist nicht empfehlenswert. Pulver kann verklumpen und eine zusätzliche Blockade verursachen. Zum Spülen genügt lauwarmes Wasser.

Darf ich Essig verwenden?

Für den Ablauf ist Essig normalerweise nicht nötig. Säure kann empfindliche Metalle, Dichtungen oder Bauteile angreifen. Beachten Sie die Herstellerhinweise.

Warum kommt das Wasser nach der Reinigung zurück?

Möglicherweise sitzt die Verstopfung tiefer, der Schlauch ist geknickt oder die Auffangschale funktioniert nicht richtig. Auch eine defekte Türdichtung kann übermäßig viel Kondenswasser verursachen.

Wann sollte ein Fachbetrieb kommen?

Wenn Wasser nach 24 Stunden erneut steht, das Gerät nicht richtig kühlt, ungewöhnliche Geräusche auftreten oder der Ablauf trotz vorsichtiger Reinigung blockiert bleibt, sollte das Kühlsystem fachgerecht geprüft werden.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.