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Wasser zweimal nutzen: So werden Ihre Fliesen sauber, ohne unnötig Wasser zu verschwenden

Wasser zweimal nutzen: So werden Ihre Fliesen sauber, ohne unnötig Wasser zu verschwenden

Wasser zweimal nutzen: So werden Ihre Fliesen sauber, ohne unnötig Wasser zu verschwenden

Schmutzige Fußspuren vor der Waschmaschine, Staub auf den Fliesen und schon wieder ein voller Putzeimer: Beim Bodenwischen lässt sich Wasser oft bewusster einsetzen. Entscheidend ist allerdings, welches Wasser Sie verwenden. Aufgefangenes, noch unbenutztes Leitungswasser eignet sich gut. Unbehandeltes Waschmaschinenwasser ist dagegen keine empfehlenswerte Grundlage für die Reinigung von Wohnräumen. Hier erfahren Sie, wie Sie geeignetes Wasser sammeln, Fliesen gründlich und sparsam wischen und übriges sauberes Wasser sinnvoll nutzen.

Wasser zweimal nutzen: So werden Ihre Fliesen sauber, ohne unnötig Wasser zu verschwenden

Die wichtigste Unterscheidung: Nicht jedes Restwasser ist Putzwasser

Auch fast klares Spülwasser aus der Waschmaschine kann Waschmittelreste, Schmutz und Mikroorganismen enthalten. Klarheit und ein angenehmer Geruch beweisen keine hygienische Unbedenklichkeit. Grauwasser aus Waschmaschinen oder Duschen kann nach geeigneter Aufbereitung erneut genutzt werden; ein Eimer oder ein einfaches Sieb ersetzen diese Aufbereitung nicht. health.nsw.gov.au

Für die folgende Methode verwenden Sie deshalb ausschließlich Wasser, das beim Warten auf warmes Wasser direkt aus dem Hahn aufgefangen wurde, bevor Hände, Körper, Wäsche oder Reinigungsmittel damit in Berührung kamen. Das lässt sich anschließend genauso zum Wischen einsetzen wie frisch gezapftes Wasser.

Die Hauptmethode: Aufgefangenes Wasser für saubere Fliesen nutzen

Die Methode eignet sich für normal verschmutzte, glasierte Keramikfliesen und Feinsteinzeug mit intakten Fugen. Für Parkett, unversiegeltes Holz, empfindlichen Naturstein oder besondere Bodenbeschichtungen gelten andere Pflegevorgaben.

Sie benötigen:

  • einen sauberen Eimer mit mindestens 5 Litern Fassungsvermögen;
  • 3 Liter aufgefangenes, unbenutztes Leitungswasser;
  • einen sauberen Mikrofasermopp;
  • Besen oder Staubsauger;
  • bei Bedarf einen für den Boden freigegebenen Neutralreiniger;
  • einen Messbecher für das Reinigungsmittel.

So gehen Sie vor:

  1. Wasser nebenbei auffangen. Stellen Sie den Eimer beim nächsten ohnehin notwendigen Warmwasserbezug unter den Hahn. Nehmen Sie ihn weg, sobald das Wasser warm wird. Lassen Sie den Hahn nicht eigens zum Sammeln laufen. Verwenden Sie das Wasser möglichst direkt am selben Tag.
  2. Trockenen Schmutz entfernen. Fegen oder saugen Sie Erde, Sand und Krümel gründlich auf. Dafür reichen bei einem kleinen Waschraum meist zwei bis drei Minuten. So verteilen Sie keine Schlammschicht und vermindern die Gefahr von Kratzern.
  3. Reiniger passend dosieren. Bei leichten Fußspuren zunächst nur Wasser verwenden. Reicht das nicht, gilt die Dosierung auf dem Reinigeretikett. Stehen dort beispielsweise 20 Milliliter auf 10 Liter Wasser, benötigen Sie für 3 Liter genau 6 Milliliter. Diese Beispielmenge gilt ausschließlich für entsprechend gekennzeichnete Produkte.
  4. Abschnittsweise wischen. Wringen Sie den Mopp kräftig aus und bearbeiten Sie jeweils etwa einen Quadratmeter. Lassen Sie hartnäckige Erdspuren mit einem feuchten Tuch ein bis zwei Minuten anweichen und wischen Sie anschließend nach. Keine Pfützen stehen lassen.
  5. Ergebnis kontrollieren. Wird das Wasser sichtbar schmutzig, wechseln Sie es. Lassen Sie den Boden vollständig trocknen, häufig etwa 10 bis 20 Minuten, abhängig von Raumklima und Feuchtigkeit. Erst dann beurteilen Sie das Ergebnis: Fußspuren verschwunden, keine klebrigen Stellen, keine sichtbaren Schlieren.

Die Reinigung gelingt durch das Anfeuchten, die mechanische Bewegung des Mopps und gegebenenfalls den passenden Reiniger. Eine zusätzliche lange Einwirkzeit verbessert normales Bodenwischen nicht automatisch.

Ergänzung 1: Mit zwei kleinen Eimern sauberer arbeiten

Ein zweiter Eimer verhindert, dass Sie den ausgewaschenen Schmutz sofort wieder verteilen. Bereiten Sie einen Eimer mit 2 Litern geeigneter Reinigungslösung und einen zweiten mit 2 Litern klarem Wasser zum Ausspülen vor. Dosieren Sie den Reiniger proportional nach Etikett; bei der oben genannten Beispieldosierung wären es 4 Milliliter auf 2 Liter.

Wischen Sie einen kleinen Abschnitt, spülen Sie den Mopp im zweiten Eimer und wringen Sie ihn aus, bevor Sie neue Reinigungslösung aufnehmen. Wechseln Sie trübes Spülwasser sofort. Die Methode eignet sich besonders für einen kleinen, stärker verschmutzten Fliesenbereich. Sie spart nur dann Wasser, wenn Sie die Eimer bedarfsgerecht füllen. Nach etwa fünf bis zehn Minuten sollte loser Alltagsschmutz entfernt sein.

Ergänzung 2: Einzelne Flecken behandeln, statt alles erneut zu wischen

Wenn nur zwei oder drei getrocknete Schuhabdrücke zurückbleiben, braucht der gesamte Boden keinen zweiten Waschgang. Befeuchten Sie ein sauberes Tuch mit ungefähr 100 Millilitern aufgefangenem, unbenutztem Wasser. Legen Sie es auf eine betroffene glasierte Fliese und warten Sie eine Minute.

Reiben Sie anschließend mit leichtem Druck über die Stelle und nehmen Sie die gelöste Erde mit einer sauberen Tuchseite auf. Bei Bedarf einmal wiederholen. Nicht mit Scheuerpulver oder einer Metallbürste nachhelfen: Das kann Oberflächen und Fugen beschädigen. Trocknen Sie die Stelle nach. Ob die Behandlung ausgereicht hat, erkennen Sie nach wenigen Minuten am trockenen Boden. Bleibt eine Verfärbung, muss zunächst die Fleckenart geklärt werden.

Ergänzung 3: Sauberes Restwasser gezielt zum Gießen einsetzen

Übrig gebliebenes, unbenutztes Leitungswasser ohne jeden Reinigungszusatz können Sie für Pflanzen verwenden. Lassen Sie kaltes Wasser zunächst auf Raumtemperatur kommen. Prüfen Sie vor dem Gießen die Erde: Bei vielen üblichen Balkonpflanzen darf die obere Schicht leicht abgetrocknet sein; die Bedürfnisse der jeweiligen Art haben Vorrang.

Für einen Topf mit etwa 20 Zentimetern Durchmesser geben Sie zunächst 200 Milliliter langsam auf die Erde. Warten Sie fünf Minuten und prüfen Sie die Feuchtigkeit erneut. Diese Menge ist ein vorsichtiger Anfang, keine allgemeine Gießvorgabe. Überschüssiges Wasser nach etwa zehn Minuten aus dem Untersetzer entfernen. Im Sommer möglichst morgens gießen. Waschmittelhaltiges Wasser und benutztes Putzwasser gehören nicht in diese Methode.

Fehler, die Sie vermeiden sollten

  • Den Ablaufschlauch der Waschmaschine einfach in einen kleinen Eimer hängen: Beim Abpumpen kann dieser schnell überlaufen. Verändern Sie die vorgesehene Installation nicht für diese Methode.
  • Mehr Reiniger gegen mehr Schmutz einsetzen: Überdosierung hinterlässt häufig Rückstände und kann Nachspülen erforderlich machen.
  • Essig oder Zitronensäure wahllos hinzufügen: Säuren können kalkhaltigen Naturstein und zementhaltige Fugen angreifen. Chlorreiniger niemals mit Säuren mischen.
  • Kinder oder Tiere an offene Eimer lassen: Eimer nach Gebrauch entleeren und Reinigungsprodukte unzugänglich aufbewahren.
  • Nasse Fliesen sofort betreten: Es besteht Rutschgefahr. Warten Sie, bis der Boden trocken ist.

So passen Sie die Methode an Ihren Alltag an

Sammeln Sie nur so viel Wasser, wie Sie tatsächlich benötigen. Ein kleiner Eimer lässt sich leichter tragen und gezielter einsetzen.

Bei empfindlichen Böden zuerst die Pflegeanleitung lesen und eine unauffällige Stelle prüfen.

Reinigen Sie den Mopp nach Gebrauch und lassen Sie ihn vollständig trocknen, damit er beim nächsten Einsatz frisch ist.

Häufige Fragen

Kann ich klares Waschmaschinen-Spülwasser direkt zum Bodenwischen nehmen?

Für Wohnräume ist unbehandeltes Waschmaschinenwasser keine empfehlenswerte Wahl. Nutzen Sie stattdessen aufgefangenes, noch unbenutztes Leitungswasser.

Muss das Wischwasser heiß sein?

Nein. Für normale Alltagsspuren reichen häufig kühles oder lauwarmes Wasser und mechanisches Wischen. Beachten Sie die Produktangaben.

Wie viel Wasser spare ich damit?

Verwenden Sie 3 Liter ohnehin aufgefangenes Wasser statt zusätzlich gezapfter 3 Liter, sparen Sie bei diesem Arbeitsgang entsprechend 3 Liter Frischwasser.

Was mache ich mit benutztem Putzwasser?

Über den dafür vorgesehenen Schmutzwasserabfluss entsorgen, beispielsweise die Toilette. Nicht in Straßenabläufe, auf den Balkon oder in Pflanzentöpfe schütten.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.