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Haushaltstipps

Wischmopp richtig reinigen: So werden graue, muffige Fasern wieder hygienisch sauber

Wischmopp richtig reinigen: So werden graue, muffige Fasern wieder hygienisch sauber

Wischmopp richtig reinigen: So werden graue, muffige Fasern wieder hygienisch sauber

Ein Wischmopp nimmt bei jedem Einsatz Staub, Fett, Haare und Schmutzwasser auf. Wird er anschließend nur kurz ausgespült und feucht in den Eimer gelegt, können die Fasern schnell grau werden und unangenehm riechen. Statt mehrere Hausmittel wahllos zusammenzumischen, hilft eine einfache, materialschonende Grundreinigung mit heißem Wasser und Waschmittel. Bei waschbaren Baumwollmopps kann zusätzlich eine Maschinenwäsche sinnvoll sein. Entscheidend sind die richtige Temperatur, gründliches Spülen und vollständiges Trocknen.

Wischmopp richtig reinigen: So werden graue, muffige Fasern wieder hygienisch sauber

Wischmopp gründlich einweichen und reinigen

Für einen stark verschmutzten Baumwoll- oder Mikrofaser-Wischmopp brauchst du:

  • 5 Liter warmes Wasser
  • 25–30 ml flüssiges Voll- oder Universalwaschmittel
  • 1 großen Eimer oder ein Waschbecken
  • 1 Paar Haushaltshandschuhe
  • sauberes Wasser zum Nachspülen

Prüfe zunächst das Pflegeetikett des Mopps. Einige Mikrofaserbezüge vertragen hohe Temperaturen nicht, während robuste Baumwollmopps häufig wärmer gewaschen werden können.

  1. Entferne Haare, Flusen und gröberen Schmutz möglichst vollständig von Hand. Trage bei einem stark verschmutzten Mopp Haushaltshandschuhe.
  2. Fülle etwa 5 Liter 40–60 °C warmes Wasser in einen ausreichend großen Eimer. Verwende nur eine Temperatur, die laut Hersteller für den Mopp geeignet ist.
  3. Gib 25–30 ml Waschmittel hinzu und verteile es im Wasser. Tauche den Mopp vollständig ein und bewege ihn mehrmals kräftig durch die Waschlauge.
  4. Lasse ihn 20 bis 30 Minuten einweichen. Bei starker Verschmutzung kannst du die Fasern zwischendurch vorsichtig gegeneinander bewegen. Anschließend die schmutzige Lauge entsorgen und den Mopp mehrfach mit klarem Wasser ausspülen.
  5. Drücke beziehungsweise schleudere möglichst viel Wasser heraus und lasse den Mopp vollständig an der Luft trocknen. Er sollte erst wieder verstaut werden, wenn auch die inneren Fasern trocken sind.

Das Waschmittel enthält Tenside, die fettige und wasserlösliche Verschmutzungen aus den Fasern lösen. Warmes Wasser unterstützt diesen Vorgang, ohne dass dafür verschiedene Hausmittel miteinander kombiniert werden müssen.

Waschmaschine: praktisch bei abnehmbaren Mopps

Ist der Moppkopf abnehmbar und laut Hersteller maschinenwaschbar, ist eine Maschinenwäsche häufig die gründlichste Lösung. Entferne zuerst Haare und groben Schmutz und spüle den Mopp kurz unter fließendem Wasser aus.

Wasche ihn anschließend entsprechend dem Pflegeetikett, beispielsweise bei 40 oder 60 °C, mit der für eine kleine Waschladung vorgesehenen Menge Waschmittel. Baumwolle verträgt häufig höhere Temperaturen als Mikrofaser.

Bei Mikrofaser solltest du keinen Weichspüler verwenden. Er kann die feinen Fasern beschichten und dadurch deren Aufnahmefähigkeit beeinträchtigen. Auch hier gilt: Die Herstellerangaben haben Vorrang.

Gegen muffigen Geruch: vollständiges Trocknen ist entscheidend

Ein Mopp kann sauber aussehen und trotzdem unangenehm riechen. Häufig liegt das daran, dass er nach dem Putzen feucht zusammengepresst im Eimer bleibt.

Spüle den Mopp nach jeder Benutzung zunächst so lange mit klarem Wasser aus, bis kaum noch Schmutzwasser austritt. Wringe oder schleudere ihn gründlich aus und hänge ihn anschließend möglichst locker an einem gut belüfteten Ort auf.

Der Moppkopf sollte nicht im geschlossenen Putzeimer trocknen. Je schneller die Feuchtigkeit aus den Fasern entweichen kann, desto weniger günstige Bedingungen entstehen für geruchsbildende Mikroorganismen.

Auch der Eimer selbst sollte nach der Verwendung ausgespült und trocken gelagert werden.

Wann Natron sinnvoll sein kann

Bei einem waschbaren Mopp mit hartnäckigem Geruch kann Natron unterstützend eingesetzt werden, sofern das Material dafür geeignet ist.

Löse etwa 30 g Natron in 5 Litern warmem Wasser auf und lasse den zuvor ausgespülten Mopp 30 Minuten darin liegen. Danach sehr gründlich mit klarem Wasser ausspülen und vollständig trocknen.

Natron ist leicht alkalisch und kann bestimmte Gerüche neutralisieren. Es ersetzt bei einem sichtbar verschmutzten Mopp jedoch keine richtige Reinigung mit Waschmittel.

Wichtig: Natron nicht gleichzeitig mit Essig in den Eimer geben. Beide reagieren miteinander und neutralisieren sich teilweise. Das spektakuläre Schäumen bedeutet nicht automatisch eine bessere Reinigungswirkung.

Essig nur gezielt und materialabhängig verwenden

Essig wird häufig als universelles Reinigungsmittel empfohlen, ist aber nicht für jeden Mopp erforderlich oder geeignet. Säure kann bestimmte Materialien, Beschichtungen oder Metallteile auf Dauer beeinträchtigen.

Möchtest du Essig verwenden, kontrolliere deshalb zuerst die Herstellerhinweise. Bei einem geeigneten, robusten Baumwollmopp kann eine stark verdünnte Lösung verwendet werden, beispielsweise 100 ml Haushaltsessig auf 5 Liter Wasser. Den bereits gereinigten Mopp etwa 10 Minuten darin bewegen und anschließend mit klarem Wasser gründlich ausspülen.

Essig niemals mit chlorhaltigen Reinigungs- oder Bleichmitteln kombinieren. Dabei können gefährliche Chlorgase entstehen.

Fehler, die du vermeiden solltest

Essig und Natron gleichzeitig in den Putzeimer geben: Die sichtbare Reaktion sieht wirkungsvoll aus, verbessert die Reinigung aber nicht automatisch. Setze Reinigungsmittel lieber gezielt und getrennt ein.

Zu viel Spülmittel verwenden: Eine große Menge erzeugt viel Schaum und lässt sich schwer aus den Fasern entfernen. Zur Moppreinigung ist ein geeignetes Waschmittel meist praktischer.

Den schmutzigen Mopp stundenlang einweichen: 20 bis 30 Minuten reichen normalerweise. Langes Stehenlassen in verschmutztem Wasser bringt keinen zusätzlichen Vorteil.

Einen nassen Mopp im Eimer aufbewahren: Dadurch können schnell muffige Gerüche entstehen.

Mikrofaser mit Weichspüler behandeln: Die Rückstände können die Funktion der Fasern beeinträchtigen.

Für den Alltag: So bleibt der Mopp länger sauber

Spüle den Mopp nach jedem Bodenwischen gründlich aus, statt die intensive Reinigung erst dann durchzuführen, wenn die Fasern dunkel und muffig geworden sind.

Bei häufigem Einsatz lohnt es sich außerdem, zwei waschbare Moppköpfe zu besitzen. Während einer vollständig trocknet, kann der andere verwendet werden.

Reinige auch den Putzeimer regelmäßig mit warmem Wasser und etwas Spülmittel. Danach ausspülen und offen trocknen lassen. So wird der frisch gereinigte Mopp beim nächsten Einsatz nicht sofort wieder mit alten Rückständen belastet.

Fragen fréquentes

Kann ein stark grauer Mopp wieder vollkommen weiß werden?

Nicht unbedingt. Verfärbungen können dauerhaft in den Fasern sitzen. Entscheidend ist, dass Schmutz und Geruch entfernt werden; ein älterer Mopp muss anschließend nicht wieder schneeweiß aussehen.

Wie oft sollte ein Wischmopp gewaschen werden?

Bei normalem Haushaltsgebrauch sollte er nach jedem Einsatz gründlich ausgespült und getrocknet werden. Eine intensivere Reinigung oder Maschinenwäsche ist je nach Verschmutzung regelmäßig sinnvoll.

Darf ich kochendes Wasser verwenden?

Nur wenn der Hersteller es ausdrücklich erlaubt. Sehr heißes Wasser kann Kunstfasern, Klebstoffe und Kunststoffteile verformen oder beschädigen.

Wann sollte ich den Mopp ersetzen?

Wenn Fasern stark ausfallen, dauerhaft unangenehm riechen, trotz Reinigung verklebt bleiben oder der Mopp kaum noch Schmutz und Wasser aufnimmt, ist ein Austausch sinnvoll.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.