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Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Traditionelle Gerichte

Zarter Rinderschmortopf mit Kartoffeln und Möhren – herzhaft, saftig und voller Geschmack

Zarter Rinderschmortopf mit Kartoffeln und Möhren – herzhaft, saftig und voller Geschmack

Zarter Rinderschmortopf mit Kartoffeln und Möhren – herzhaft, saftig und voller Geschmack

Dieser kräftige Rinderschmortopf ist genau das Richtige, wenn ein unkompliziertes, wärmendes Familienessen auf den Tisch kommen soll. Große Stücke Rindfleisch schmoren langsam in einer aromatischen Tomatensauce, bis sie wunderbar zart sind. Kartoffeln und Möhren garen direkt im Topf mit und nehmen dabei den Geschmack der Sauce auf. Zwiebeln, Thymian und Lorbeer sorgen für ein rundes, herzhaftes Aroma. Das Gericht braucht zwar etwas Zeit im Ofen, macht aber nur wenig aktive Arbeit – ideal für ein entspanntes Mittag- oder Abendessen.

Zarter Rinderschmortopf mit Kartoffeln und Möhren – herzhaft, saftig und voller Geschmack

Informationen praktisch

  • Vorbereitung: 25 Minuten
  • Ruhezeit: keine
  • Garzeit: ca. 2 Stunden 30 Minuten
  • Gesamtzeit: ca. 2 Stunden 55 Minuten
  • Portionen: 6
  • Schwierigkeit: einfach
  • Topf: ofenfester Schmortopf mit Deckel, ca. 5–6 Liter
  • Backofen: 160 °C Ober-/Unterhitze oder 140 °C Umluft

Zutaten

  • 1,2 kg Rinderschmorfleisch, z. B. aus Schulter oder Wade
  • 30 ml Pflanzenöl
  • 10 g Salz
  • 1 TL schwarzer Pfeffer
  • 300 g Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 30 g Tomatenmark
  • 400 g gehackte Tomaten aus der Dose
  • 700 ml Rinderbrühe
  • 2 Lorbeerblätter
  • 6 Zweige frischer Thymian
  • 700 g festkochende Kartoffeln
  • 500 g Möhren

Zubereitung

  1. Fleisch und Gemüse vorbereiten.
    Den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze oder 140 °C Umluft vorheizen. Das Rindfleisch mit Küchenpapier trocken tupfen und in etwa 4–5 cm große Würfel schneiden. Kartoffeln schälen und je nach Größe halbieren oder vierteln. Möhren schälen und in etwa 3–4 cm große Stücke schneiden. Zwiebeln schälen und vierteln. Knoblauch fein hacken.
  2. Rindfleisch kräftig anbraten.
    Das Öl in einem großen ofenfesten Schmortopf bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Das Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen und portionsweise jeweils etwa 4–5 Minuten rundherum kräftig anbraten. Den Topf nicht überfüllen, sonst zieht das Fleisch Wasser und bräunt nicht richtig. Sobald die Stücke eine dunkelbraune Oberfläche haben, herausnehmen und kurz beiseitestellen.
  3. Aromatische Grundlage zubereiten.
    Die Zwiebeln in den gleichen Topf geben und bei mittlerer Hitze etwa 4 Minuten anbraten. Den Knoblauch hinzufügen und weitere 30 Sekunden erhitzen. Das Tomatenmark einrühren und ungefähr 1 Minute mitrösten. Es darf leicht dunkler werden, sollte aber nicht anbrennen. Dadurch entwickelt die Sauce einen kräftigeren Geschmack.
  4. Schmorsauce ansetzen.
    Die gehackten Tomaten und etwa 200 ml der Rinderbrühe hinzufügen. Mit einem Holzlöffel den Bratensatz gründlich vom Topfboden lösen. Anschließend die restliche Brühe zugießen. Das angebratene Rindfleisch zusammen mit Lorbeerblättern und vier Thymianzweigen wieder in den Topf geben. Alles kurz aufkochen lassen.
  5. Fleisch langsam schmoren.
    Den Topf mit einem passenden Deckel verschließen und auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens stellen. Das Fleisch zunächst 1 Stunde 30 Minuten schmoren lassen. Die Flüssigkeit sollte nur sanft köcheln. Durch die niedrige Temperatur wird das Bindegewebe langsam weich und das Rindfleisch bekommt seine typische zarte Konsistenz.
  6. Kartoffeln und Möhren hinzufügen.
    Nach 1 Stunde 30 Minuten den Topf vorsichtig aus dem Ofen nehmen. Kartoffeln und Möhren in die Sauce geben und so verteilen, dass sie möglichst teilweise von Flüssigkeit bedeckt sind. Den Deckel wieder aufsetzen und alles weitere 50–60 Minuten schmoren. Das Gericht ist fertig, wenn sich das Rindfleisch mit einer Gabel leicht auseinanderziehen lässt und Kartoffeln sowie Möhren weich sind, aber ihre Form behalten.
  7. Sauce vollenden und servieren.
    Lorbeerblätter und die ausgekochten Thymianzweige entfernen. Ist die Sauce noch zu dünn, den Topf ohne Deckel für etwa 10 Minuten bei 180 °C Ober-/Unterhitze zurück in den Ofen stellen. Die Sauce sollte anschließend sämig sein und Fleisch sowie Gemüse leicht überziehen. Die Blättchen der beiden übrigen Thymianzweige darüberstreuen und den Schmortopf heiß servieren.

Tipps für ein perfektes Ergebnis

  • Das richtige Fleisch verwenden: Schulter oder Wade eignen sich hervorragend zum langen Schmoren. Sehr mageres Kurzbratfleisch kann dagegen trocken werden.
  • Fleisch portionsweise anbraten: Eine kräftige Bräunung liefert wichtige Röstaromen und sorgt für eine aromatischere Sauce.
  • Große Gemüsestücke schneiden: Kartoffeln und Möhren brauchen während der langen Garzeit ausreichend Größe, damit sie nicht zerfallen.
  • Temperatur niedrig halten: Ein Schmorgericht soll sanft garen und nicht stark kochen. Zu hohe Temperaturen können das Fleisch trockener machen.
  • Garzeit nach dem Fleisch beurteilen: Ist das Rind nach der angegebenen Zeit noch fest, weitere 15–20 Minuten schmoren. Je nach Fleischstück kann die benötigte Zeit etwas variieren.
  • Flüssigkeit kontrollieren: Falls während des Schmorens ungewöhnlich viel Flüssigkeit verdampft, etwas heiße Rinderbrühe ergänzen.

Varianten und Substitutionen

Pastinaken statt eines Teils der Möhren: Etwa 200 g Möhren können durch die gleiche Menge Pastinaken ersetzt werden. Dadurch bekommt der Schmortopf eine etwas süßlichere und würzigere Note.

Süßkartoffeln statt Kartoffeln: Sie funktionieren ebenfalls, werden jedoch schneller weich. Deshalb sollten sie erst etwa 35–40 Minuten vor Ende der Garzeit hinzugefügt werden. Außerdem wird das Gericht dadurch etwas süßer.

Mehr Gemüse: Wer einen gemüsereicheren Schmortopf möchte, kann 250 g Champignons ergänzen. Diese sollten etwa 30 Minuten vor Ende der Garzeit hinzugefügt werden, damit sie ihre Struktur behalten.

Getrockneter statt frischem Thymian: Falls kein frischer Thymian vorhanden ist, können die sechs Zweige durch etwa 1½ TL getrockneten Thymian ersetzt werden. Das Aroma wird etwas konzentrierter, die Garzeit verändert sich nicht.

Conservation

Den fertigen Schmortopf nicht lange bei Raumtemperatur stehen lassen. Reste zügig abkühlen lassen, in einen gut verschlossenen Behälter füllen und bei höchstens 4 °C im Kühlschrank aufbewahren. Innerhalb von 2–3 Tagen verbrauchen. Zum Aufwärmen langsam im Topf erhitzen, bis Fleisch, Gemüse und Sauce vollständig heiß sind. Der Rinderschmortopf kann auch portionsweise eingefroren und etwa 2–3 Monate aufbewahrt werden. Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend gründlich erhitzen. Kartoffeln können nach dem Einfrieren allerdings etwas weicher oder körniger werden.

Häufige Fragen

Warum ist mein Rindfleisch nach zwei Stunden noch fest?

Schmorfleisch benötigt je nach Zuschnitt unterschiedlich lange. Wenn es noch zäh ist, bedeutet das häufig, dass es einfach länger garen muss. Weitere 15–30 Minuten bei niedriger Temperatur können einen deutlichen Unterschied machen.

Muss ich das Fleisch vorher wirklich anbraten?

Für die Garung wäre es nicht zwingend erforderlich, für den Geschmack lohnt es sich jedoch. Die kräftigen Röstaromen vom Fleisch und vom Topfboden geben der Sauce wesentlich mehr Tiefe.

Warum kommen Kartoffeln und Möhren erst später dazu?

Das Rindfleisch benötigt deutlich länger als das Gemüse. Würden Kartoffeln und Möhren von Anfang an 2½ Stunden mitschmoren, könnten sie stark zerfallen und die gewünschte stückige Konsistenz verlieren.

Kann ich den Rinderschmortopf am Vortag zubereiten?

Ja. Nach dem Garen zügig abkühlen und abgedeckt im Kühlschrank lagern. Am nächsten Tag langsam und vollständig erhitzen. Schmorgerichte lassen sich deshalb sehr gut vorbereiten.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.