Türkischer Grillteller für zu Hause: Saftige Hähnchen- und Fleischspieße mit Bulgur
Türkischer Grillteller für zu Hause: Saftige Hähnchen- und Fleischspieße mit Bulgur
Dieser türkisch inspirierte Grillteller bringt würzige Fleischspieße, rauchige Paprika und Tomaten, lockeren Bulgur und warmes Fladenbrot zusammen. Hähnchen und Rindfleisch bekommen jeweils eine eigene Marinade, damit beides saftig bleibt und die Gewürze gut zur Geltung kommen. Auf dem Grill gelingt das Gericht besonders aromatisch; bei schlechtem Wetter funktioniert es auch im Backofen. Mit etwas Vorbereitung lässt sich alles entspannt nacheinander garen und anschließend auf einer großen Platte servieren – ideal für ein gemeinsames Essen mit Familie oder Freunden.

Praktische Informationen
- Vorbereitung: 30 Minuten
- Marinierzeit: 30 Minuten
- Garzeit: etwa 25 Minuten
- Gesamtzeit: etwa 1 Stunde 25 Minuten
- Portionen: 4
- Schwierigkeit: mittel
- Für Grill oder Backofen; kein spezielles Formmaß erforderlich
Zutaten
Für die Spieße und das Grillgemüse
- 600 g Hähnchenbrust
- 600 g Rindfleisch aus der Keule oder Hüfte
- 4 grüne Spitzpaprika
- 4 mittelgroße Tomaten
- 4 Fladenbrote
Für die Hähnchenmarinade
- 100 g Naturjoghurt
- 1 EL Olivenöl (15 ml)
- 1 Knoblauchzehe, fein gerieben
- 1 TL Paprikapulver edelsüß
- ½ TL Kreuzkümmel
- ½ TL Salz
- ¼ TL schwarzer Pfeffer
- 1 EL Zitronensaft
Für die Fleischmarinade
- 2 EL Olivenöl (30 ml)
- 1 Knoblauchzehe, fein gerieben
- 1 TL Paprikapulver edelsüß
- ½ TL Kreuzkümmel
- ½ TL Salz
- ¼ TL schwarzer Pfeffer
Für den Bulgur
- 250 g grober Bulgur
- 1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
- 1 EL Olivenöl
- 1 EL Tomatenmark
- 450 ml Gemüsebrühe
- ½ TL Salz
Für den Zwiebelsalat
- 1 rote Zwiebel
- 2 EL gehackte Petersilie
- 1 EL Zitronensaft
- 1 TL Sumach
- 1 Prise Salz
Zubereitung
- Fleisch vorbereiten und marinieren. Hähnchenbrust und Rindfleisch getrennt auf sauberen Brettern in etwa 3 cm große Würfel schneiden. Für die Hähnchenmarinade Joghurt, 15 ml Olivenöl, Knoblauch, Paprikapulver, Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer und Zitronensaft verrühren. Das Hähnchen gründlich damit mischen. Für das Rindfleisch 30 ml Olivenöl mit Knoblauch und Gewürzen verrühren und die Fleischwürfel darin wenden. Beide Schüsseln abdecken und 30 Minuten im Kühlschrank marinieren lassen.
- Bulgur kochen. Während das Fleisch mariniert, 1 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen. Die Zwiebel darin bei mittlerer Hitze 3–4 Minuten glasig dünsten. Tomatenmark einrühren und eine Minute rösten. Bulgur zugeben und umrühren, dann die heiße Gemüsebrühe und das Salz angießen. Einmal aufkochen, zugedeckt bei kleiner Hitze etwa 12 Minuten garen. Sobald die Flüssigkeit aufgenommen ist, den Topf vom Herd nehmen und den Bulgur weitere 10 Minuten quellen lassen.
- Zwiebelsalat anrichten. Die rote Zwiebel in sehr feine Streifen schneiden und mit Zitronensaft, Petersilie, Sumach und einer Prise Salz vermengen. Beiseitestellen, damit sie leicht durchzieht.
- Spieße stecken. Fleisch aus dem Kühlschrank nehmen. Hähnchen und Rindfleisch jeweils auf eigene Metallspieße stecken; so lässt sich die Garzeit besser kontrollieren. Bei Holzspießen diese vorher mindestens 30 Minuten in Wasser legen. Paprika und Tomaten ganz lassen und für den Grill bereitlegen. Rohes Hähnchen und dessen Marinade von Salat, Brot und bereits gegartem Essen fernhalten.
- Grill oder Backofen vorheizen. Den Grill auf mittlere bis hohe direkte Hitze bringen. Für die Zubereitung im Backofen auf 230 °C Ober-/Unterhitze oder 210 °C Umluft vorheizen. Ein Rost über ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen. Die Spieße darauflegen; so kann die Hitze von allen Seiten zirkulieren.
- Spieße und Gemüse garen. Auf dem Grill die Hähnchenspieße etwa 10–14 Minuten und die Rindfleischspieße etwa 8–12 Minuten grillen, dabei regelmäßig wenden. Paprika und Tomaten benötigen je nach Größe ungefähr 8–12 Minuten und dürfen rundum leicht gebräunt sein. Im Backofen die Spieße etwa 15–20 Minuten garen und nach der Hälfte der Zeit wenden; das Gemüse danebenlegen. Das Hähnchen ist sicher durchgegart, wenn es im Kern mindestens 74 °C erreicht hat. Rindfleisch für eine sichere, durchgegarte Variante auf mindestens 70 °C bringen.
- Brot erwärmen und servieren. Fladenbrot auf dem Grill kurz von beiden Seiten erwärmen oder für die letzten 2–3 Minuten in den Backofen geben. Bulgur mit einer Gabel lockern. Spieße, Grillgemüse und Bulgur auf einer großen Platte anrichten und den Zwiebelsalat dazugeben. Das warme Brot direkt vor dem Essen dazulegen.
Tipps für gutes Gelingen
- Schneide die Fleischstücke möglichst gleich groß, damit sie gleichzeitig gar werden.
- Tupfe überschüssige Joghurtmarinade vor dem Grillen leicht ab. Zu viel Marinade kann auf dem Grill schnell dunkel werden.
- Wende die Spieße regelmäßig und drücke das Fleisch nicht mit einer Gabel an – so bleibt mehr Saft erhalten.
- Verwende für Hähnchen und Rind getrennte Spieße und Platten. Gegartes Fleisch darf nicht auf eine Platte zurück, auf der rohes Fleisch lag.
- Lass den Bulgur nach dem Garen zugedeckt quellen. So wird er locker, ohne dass du zusätzlich Flüssigkeit brauchst.
Varianten und substitutionsmöglichkeiten
- Statt Rindfleisch eignet sich Lammkeule; die Garzeit kann je nach Größe der Würfel leicht abweichen.
- Für weniger Schärfe bleibt das Paprikapulver edelsüß. Wer es würziger mag, ergänzt etwas Pul Biber, also türkische Chiliflocken.
- Bulgur lässt sich durch Couscous ersetzen. Er wird nicht wie Bulgur gekocht, sondern nach Packungsangabe mit heißer Brühe gequollen.
- Wer keinen Grill hat, kann die Spieße in einer heißen Grillpfanne portionsweise braten. Paprika und Tomaten dabei separat garen, bis die Haut stellenweise dunkel wird.
- Statt Fladenbrot passen auch dünne türkische Yufka-Fladen; sie werden nur kurz erwärmt und sind weniger kräftig als Brot.
Aufbewahrung
Übrig gebliebene Spieße und Bulgur innerhalb von zwei Stunden abkühlen lassen, getrennt in luftdicht verschlossenen Behältern im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2 Tagen verbrauchen. Beim Aufwärmen vollständig durcherhitzen. Gekochtes Fleisch und Bulgur können portionsweise bis zu 2 Monate eingefroren werden; über Nacht im Kühlschrank auftauen und gründlich erhitzen. Zwiebelsalat und frisches Brot schmecken am besten frisch.
Häufige Fragen
Kann ich das Fleisch länger marinieren?
Ja. Bis zu 12 Stunden im Kühlschrank sind möglich. Die Hähnchenmarinade enthält Zitronensaft; bei sehr langer Marinierzeit kann die Oberfläche weicher werden. Für mehrere Stunden lässt sich der Zitronensaft daher erst kurz vor dem Garen einrühren.
Wie erkenne ich, ob das Hähnchen fertig ist?
Am zuverlässigsten ist ein Küchenthermometer: Die dickste Stelle sollte mindestens 74 °C erreichen. Ohne Thermometer ein Stück aufschneiden; das Fleisch darf innen nicht mehr rosa sein und der austretende Saft sollte klar wirken.
Kann ich Bulgur vorbereiten?
Ja. Du kannst ihn einige Stunden vorher kochen und abgedeckt kalt stellen. Zum Servieren mit einem kleinen Schuss Wasser in einem Topf bei niedriger Hitze erwärmen und mit einer Gabel auflockern.
