Mediterrane Fregola mit Venusmuscheln und Kirschtomaten aus dem Ofen

Mediterrane Fregola mit Venusmuscheln und Kirschtomaten aus dem Ofen

Diese mediterrane Fregola mit Venusmuscheln bringt unkomplizierte Urlaubsküche auf den Tisch. Die kleinen sardischen Pastakügelchen nehmen beim Garen den aromatischen Sud der Muscheln besonders gut auf und werden dadurch wunderbar saftig, während die Oberfläche im Ofen leicht röstet. Kirschtomaten sorgen für eine fruchtige Süße, Knoblauch und Petersilie für mediterrane Frische. Das Gericht wird direkt in einer großen Auflaufform zubereitet und eignet sich deshalb hervorragend für ein entspanntes Familienessen. Wichtig sind vor allem frische Muscheln, ausreichend heiße Flüssigkeit und eine passende Form, damit die Fregola gleichmäßig gar wird.

Informationen zur Zubereitung

  • Vorbereitung: 25 Minuten
  • Ruhezeit: 0 Minuten
  • Garzeit: 30 Minuten
  • Gesamtzeit: 55 Minuten
  • Portionen: 4
  • Schwierigkeitsgrad: Einfach bis mittel
  • Form: Runde Auflaufform mit etwa 30 cm Durchmesser oder rechteckige Form von ca. 30 × 22 cm
  • Backofen: 200 °C Ober-/Unterhitze

Zutaten

  • 1 kg frische Venusmuscheln
  • 350 g Fregola Sarda
  • 250 g Kirschtomaten
  • 3 Knoblauchzehen
  • 4 EL Olivenöl
  • 150 ml trockener Weißwein
  • 650 ml heißes Wasser
  • 1 TL Salz
  • ½ TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 Bund glatte Petersilie, etwa 30 g

Zubereitung

  1. Muscheln sorgfältig vorbereiten.
    Die Venusmuscheln unter kaltem fließendem Wasser gründlich waschen und die Schalen bei Bedarf mit einer kleinen Bürste säubern. Muscheln mit beschädigter Schale aussortieren. Geöffnete Muscheln leicht antippen: Schließen sie sich nicht, ebenfalls entsorgen. Den Backofen inzwischen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Kirschtomaten waschen, den Knoblauch schälen und fein hacken. Petersilie waschen, trocken schütteln und grob schneiden.
  2. Muscheln kurz öffnen.
    In einem großen Topf 2 EL Olivenöl bei mittlerer bis hoher Temperatur erhitzen. Die Hälfte des gehackten Knoblauchs etwa 30 Sekunden darin anschwitzen, ohne ihn braun werden zu lassen. Die Venusmuscheln hineingeben, mit dem Weißwein ablöschen und den Topf sofort abdecken. Die Muscheln 4–5 Minuten kräftig erhitzen und den Topf zwischendurch vorsichtig rütteln. Sobald sich die Schalen geöffnet haben, die Muscheln mit einer Schaumkelle herausnehmen. Geschlossene Muscheln nach dem Garen entsorgen.
  3. Muschelsud vorbereiten.
    Den im Topf verbliebenen Muschelsud durch ein sehr feines Sieb gießen, damit mögliche Sandreste entfernt werden. Mit den 650 ml heißem Wasser vermischen. Den Sud probieren, bevor Salz hinzugefügt wird, denn Venusmuscheln können bereits kräftig salzig sein. Das vorgesehene Salz deshalb nur so weit verwenden, wie es tatsächlich nötig ist. Den schwarzen Pfeffer einrühren.
  4. Fregola in die Form geben.
    Die Fregola gleichmäßig in der Auflaufform verteilen. Die Kirschtomaten und den restlichen Knoblauch darübergeben. Etwa zwei Drittel der gehackten Petersilie hinzufügen. Den vorbereiteten heißen Muschelsud gleichmäßig angießen und alles einmal vorsichtig durchmischen. Die Fregola sollte gut mit Flüssigkeit benetzt sein. Anschließend die Hälfte der geöffneten Venusmuscheln zwischen der Pasta verteilen.
  5. Im Ofen garen.
    Die Auflaufform auf die mittlere Schiene des heißen Backofens stellen und die Fregola zunächst 20 Minuten bei 200 °C Ober-/Unterhitze backen. Nach etwa 12 Minuten einmal vorsichtig umrühren, damit die Pastakügelchen gleichmäßig Flüssigkeit aufnehmen. Gegen Ende sollten sie deutlich aufgequollen sein, aber noch einen leichten Biss besitzen. Die Tomaten beginnen dabei aufzuplatzen und geben ihren Saft an den Sud ab.
  6. Restliche Muscheln hinzufügen.
    Nach den ersten 20 Minuten die Form kurz aus dem Ofen nehmen. Die restlichen Venusmuscheln dekorativ auf der Fregola verteilen und mit den übrigen 2 EL Olivenöl beträufeln. Weitere 8–10 Minuten backen. Die Oberfläche darf leicht goldbraun werden, die Pasta sollte jedoch saftig bleiben. Falls die Fregola ungewöhnlich trocken wirkt, bevor sie gar ist, können wenige Esslöffel heißes Wasser ergänzt werden.
  7. Fertigstellen und servieren.
    Die Auflaufform aus dem Ofen nehmen und die restliche Petersilie darüberstreuen. Die Fregola direkt heiß servieren. Perfekt gegart ist sie, wenn die einzelnen Kügelchen weich, aber nicht breiig sind und sich am Boden noch etwas aromatischer Sud befindet. Beim Essen leere Muschelschalen separat sammeln.

Tipps für eine gelungene Fregola

  • Muscheln gründlich kontrollieren: Beschädigte Muscheln sowie Muscheln, die sich vor dem Kochen trotz Antippen nicht schließen, gehören nicht ins Gericht. Nach dem Garen ungeöffnete Exemplare ebenfalls entsorgen.
  • Den Muschelsud unbedingt sieben: Selbst gut gewaschene Venusmuscheln können etwas Sand abgeben. Ein sehr feines Sieb verhindert, dass dieser später zwischen den Pastakügelchen landet.
  • Mit Salz vorsichtig sein: Der Muschelsud kann bereits ausreichend salzig sein. Deshalb immer erst abschmecken und anschließend nach Bedarf salzen.
  • Heiße Flüssigkeit verwenden: Kalte Flüssigkeit würde die Temperatur in der Auflaufform stark reduzieren und die angegebene Garzeit verändern.
  • Fregola nicht übergaren: Sie sollte ähnlich wie andere Pasta noch etwas Biss besitzen. Da sie nach dem Herausnehmen weiterhin Flüssigkeit aufnimmt, darf das Gericht beim Servieren ruhig noch leicht saftig aussehen.

Varianten und Substitutionen

Miesmuscheln statt Venusmuscheln: Die Venusmuscheln können vollständig durch etwa 1 kg frische Miesmuscheln ersetzt werden. Geschmack und Optik verändern sich etwas, die Zubereitung bleibt jedoch praktisch identisch.

Mehr Tomaten: Wer eine deutlich fruchtigere Variante bevorzugt, kann die Menge der Kirschtomaten auf 350 g erhöhen. Dadurch wird das fertige Gericht etwas saftiger und tomatiger.

Ohne Weißwein: Der Weißwein kann durch die gleiche Menge Wasser ersetzt werden. Die Fregola schmeckt dadurch milder und besitzt weniger Säure, funktioniert technisch aber weiterhin.

Andere kleine Pasta: Ist Fregola nicht erhältlich, eignet sich am ehesten eine sehr kleine, kompakte Pastasorte ähnlicher Größe. Die benötigte Flüssigkeitsmenge und Garzeit können sich allerdings unterscheiden und sollten anhand der Konsistenz kontrolliert werden.

Aufbewahrung

Gerichte mit gegarten Muscheln sollten nicht lange bei Raumtemperatur stehen. Reste möglichst innerhalb von zwei Stunden abkühlen lassen, in einen gut verschlossenen Behälter geben und sofort im Kühlschrank aufbewahren. Dort innerhalb von 1–2 Tagen verbrauchen. Zum Aufwärmen die Fregola vollständig und gleichmäßig durcherhitzen; etwas Wasser verhindert dabei das Austrocknen. Wegen der empfindlichen Muscheln und der möglichen Veränderung ihrer Konsistenz ist Einfrieren für dieses Gericht nicht empfehlenswert.

Häufige Fragen

Muss Fregola vor dem Backen gekocht werden?

Nein. Bei dieser Zubereitung kommt sie trocken in die Auflaufform und gart direkt im heißen Muschelsud. Dadurch nimmt sie besonders viel Geschmack auf. Entscheidend ist, dass ausreichend Flüssigkeit vorhanden ist.

Warum werden die Muscheln zuerst separat geöffnet?

So lässt sich der aromatische Muschelsud auffangen und anschließend von Sand oder kleinen Schalenresten befreien. Außerdem können Muscheln, die sich beim Erhitzen nicht öffnen, zuverlässig aussortiert werden.

Woran erkenne ich, dass die Fregola fertig ist?

Die Kügelchen sollten deutlich größer und weich geworden sein, im Kern aber noch einen angenehmen Biss haben. Gleichzeitig sollte fast die gesamte Flüssigkeit aufgenommen sein. Eine kleine Menge Sud am Boden ist erwünscht und hält das Gericht saftig.

Kann ich das Gericht vorbereiten und später backen?

Die einzelnen Komponenten können vorbereitet werden, die Fregola sollte jedoch erst unmittelbar vor dem Backen mit dem heißen Sud vermischt werden. Sonst beginnt sie bereits Flüssigkeit aufzunehmen und kann später ungleichmäßig oder zu weich garen.

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ÜBER MARGARETE
Margarete Schneider
Willkommen in meiner Küche! Ich bin Margarete und koche seit über 45 Jahren traditionelle deutsche Familienrezepte. Hier teile ich einfache, herzhafte und liebevoll zubereitete Gerichte, die Generationen von Familien begleitet haben. Mein Ziel ist es, die Wärme und den Geschmack von Zuhause auf Ihren Tisch zu bringen.
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