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Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Saisonale Küche

Cremiger Nudelauflauf mit Mozzarella, Rucola und getrockneten Tomaten

Cremiger Nudelauflauf mit Mozzarella, Rucola und getrockneten Tomaten

Der kleine Trick bei diesem Auflauf steckt im Rucola: Zwei Drittel wandern mit in den Ofen und geben ihr pfeffriges Aroma an die Sahnesauce ab, das letzte Drittel kommt erst auf den fertigen, dampfenden Auflauf und bleibt dadurch grün und knackig. So bekommt man beides in einem Gericht – die Würze im Inneren und die Frische obenauf. Dazu kommen bissfeste Fusilli, in Öl eingelegte Tomaten, Mini-Mozzarella und Pinienkerne, die auf der Oberfläche leicht rösten. Die Sauce wird nicht vorgekocht, sondern kalt angerührt und über die vorgegarten Nudeln gegossen; sie bindet erst im Ofen ab. Nach 20 Minuten Vorbereitung steht das Ganze in einer knappen Dreiviertelstunde auf dem Tisch.

Cremiger Nudelauflauf mit Mozzarella, Rucola und getrockneten Tomaten

Auf einen Blick

  • Vorbereitung: 20 Minuten
  • Ruhezeit: 0 Minuten
  • Backzeit: 25 Minuten
  • Gesamtzeit: 45 Minuten
  • Portionen: 6
  • Schwierigkeit: Einfach
  • Größe der Auflaufform: ca. 30 × 22 cm oder eine runde Form mit etwa 30 cm Durchmesser
  • Backofen: 200 °C Ober-/Unterhitze oder 180 °C Umluft

Zutaten

  • 500 g Fusilli oder andere kurze Nudeln
  • 250 g Mini-Mozzarellakugeln, abgetropft
  • 150 g getrocknete Tomaten in Öl, abgetropft
  • 60 g Pinienkerne
  • 80 g Rucola
  • 2 Knoblauchzehen
  • 200 ml Sahne
  • 150 ml Milch
  • 60 g frisch geriebener Parmesan
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 1/2 TL schwarzer Pfeffer
  • 1/2 TL Salz

Zubereitung

  1. Nudeln vorkochen. Einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Die Fusilli hineingeben und etwa 2 Minuten kürzer garen, als auf der Packung für „al dente“ angegeben ist. Sie sollten außen weich, im Inneren aber noch deutlich bissfest sein, da sie später im Ofen weitergaren. Anschließend abgießen und kurz abtropfen lassen.
  2. Zutaten vorbereiten. Während die Nudeln kochen, den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze beziehungsweise 180 °C Umluft vorheizen. Die getrockneten Tomaten in mundgerechte Stücke schneiden. Den Rucola waschen, sorgfältig trocknen und grob zupfen. Die Knoblauchzehen schälen und sehr fein hacken.
  3. Cremige Mischung herstellen. Sahne und Milch in einer großen Schüssel verrühren. Knoblauch, Parmesan, Olivenöl, Oregano, Salz und schwarzen Pfeffer dazugeben. Alles gründlich vermischen, bis sich der Parmesan gleichmäßig verteilt hat. Die Sauce muss nicht vorher gekocht werden; sie wird während des Backens leicht eindicken und die Nudeln umhüllen.
  4. Auflauf zusammensetzen. Die vorgekochten Fusilli in die Auflaufform geben. Getrocknete Tomaten, etwa zwei Drittel des Rucolas, 200 g der Mozzarellakugeln und 40 g Pinienkerne darauf verteilen. Die Sahnemischung gleichmäßig darübergießen. Alles vorsichtig miteinander vermengen, sodass auch die Nudeln am Boden etwas Sauce abbekommen.
  5. Oberfläche belegen. Die restlichen 50 g Mozzarella und 20 g Pinienkerne über die Pasta verteilen. Die Form auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens stellen. Den Auflauf 20 bis 25 Minuten backen. Er ist fertig, wenn die Sauce sichtbar cremig geworden ist, der Mozzarella geschmolzen ist und die oberen Nudeln leicht goldbraune Spitzen bekommen haben.
  6. Rucola hinzufügen. Die Auflaufform aus dem Ofen nehmen und den restlichen frischen Rucola sofort auf dem heißen Auflauf verteilen. Durch die Restwärme fällt er leicht zusammen, behält aber mehr Frische und Struktur als der mitgebackene Rucola.
  7. Servieren. Den Nudelauflauf direkt aus der Form auf Teller verteilen. Beim Servieren sollte die Pasta saftig und cremig sein, während geschmolzener Mozzarella zwischen einzelnen Nudeln leichte Fäden zieht. Die gerösteten Pinienkerne sorgen für einen angenehmen Kontrast zur weichen Pasta und zum Käse.

Tipps für ein gelungenes Ergebnis

  • Nudeln nicht vollständig garen: Werden sie bereits im Topf ganz weich gekocht, können sie während der zusätzlichen 20 bis 25 Minuten im Ofen zu weich werden.
  • Getrocknete Tomaten gut abtropfen lassen: Zu viel Öl aus dem Glas macht die Sauce unnötig fettig. Ein dünner Ölfilm auf den Tomaten ist dagegen völlig in Ordnung.
  • Mozzarella sorgfältig abtropfen lassen: Besonders Mini-Mozzarella enthält viel Flüssigkeit. Gut abgetropfter Käse verhindert, dass sich zu viel Wasser am Boden der Auflaufform sammelt.
  • Pinienkerne beobachten: Sie bräunen im Ofen relativ schnell. Wird die Oberfläche vor Ende der Backzeit zu dunkel, die Form für die letzten Minuten locker abdecken.
  • Rucola aufteilen: Ein Teil darf mitbacken und gibt Geschmack an die Pasta ab. Der erst nach dem Backen hinzugefügte Rucola sorgt dagegen für Frische und eine schönere Struktur.
  • Nicht zu lange backen: Sobald die Sauce cremig und der Mozzarella geschmolzen ist, sollte der Auflauf aus dem Ofen. Längeres Backen kann die Pasta trocken machen.

Varianten und Substitutionen

Andere kurze Nudeln: Penne, Rigatoni oder Farfalle funktionieren genauso gut – mit Penne entsteht daraus zum Beispiel ein Auflauf in der Art unseres Penne-Hähnchen-Auflaufs. Sehr große Nudelformen können etwas mehr Sauce aufnehmen; deshalb während des Backens darauf achten, dass die Oberfläche nicht zu trocken wird.

Mozzarella am Stück: Statt Mini-Mozzarella können 250 g normaler Mozzarella verwendet werden. Den Käse gut abtropfen lassen und in etwa 2 cm große Stücke schneiden. Das Schmelzergebnis bleibt ähnlich.

Babyspinat statt Rucola: 80 g Babyspinat sind eine milder schmeckende Alternative. Spinat verliert beim Erhitzen allerdings stärker an Volumen und schmeckt weniger pfeffrig als Rucola.

Mandeln statt Pinienkernen: Grob gehackte, blanchierte Mandeln können die Pinienkerne ersetzen. Sie geben dem Auflauf ebenfalls Biss, schmecken jedoch kräftiger und weniger buttrig.

Kochsahne statt klassischer Sahne: Kochsahne kann in gleicher Menge verwendet werden. Je nach Fettgehalt wird die fertige Sauce etwas weniger vollmundig und möglicherweise etwas dünner.

Dieselbe Kombination aus Mozzarella und getrockneten Tomaten schmeckt übrigens auch kalt – als mediterraner Farfalle-Salat für warme Tage. Wer statt Nudeln lieber Kartoffelteig mag, findet im Gnocchi-Auflauf mit Tomaten und Mozzarella die passende Variante.

Aufbewahrung

Reste nach dem Essen nicht länger als etwa zwei Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen. Vollständig abgekühlt hält sich der Nudelauflauf in einem gut verschlossenen Behälter bis zu 3 Tage im Kühlschrank. Zum Aufwärmen portionsweise im Backofen bei 180 °C erhitzen, bis die Pasta auch in der Mitte vollständig heiß ist. Der Auflauf lässt sich außerdem portionsweise bis zu etwa 2 Monate einfrieren. Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend gründlich erhitzen. Bereits aufgewärmte Reste sollten nicht mehrfach erneut gekühlt und erhitzt werden.

Das wird oft gefragt

Muss ich die Nudeln vor dem Backen kochen?

Ja. Bei dieser Rezeptur werden die Fusilli vorgekocht, allerdings etwa zwei Minuten kürzer als üblich. Die vorhandene Flüssigkeitsmenge ist nicht dafür ausgelegt, trockene Nudeln vollständig im Ofen zu garen.

Warum wird mein Nudelauflauf wässrig?

Meist stammt überschüssige Flüssigkeit vom Mozzarella. Deshalb sollte er vor der Verwendung gründlich abtropfen. Auch die getrockneten Tomaten sollten nicht zusammen mit größeren Mengen ihres Einlegeöls in die Form gegeben werden.

Kann ich den Auflauf vorbereiten?

Ja. Die Nudeln können mit Sauce, Tomaten, Mozzarella, Pinienkernen und dem zum Mitbacken vorgesehenen Rucola in die Form gegeben und abgedeckt einige Stunden im Kühlschrank aufbewahrt werden. Direkt aus dem Kühlschrank kann die Backzeit ungefähr 5 Minuten länger dauern.

Woran erkenne ich, dass der Auflauf fertig ist?

Die Sauce sollte nicht mehr dünn am Boden stehen, sondern die Nudeln cremig umhüllen. Gleichzeitig muss der Mozzarella vollständig weich und geschmolzen sein. Kleine goldbraune Stellen auf Käse und Nudeln zeigen, dass der Auflauf servierbereit ist.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.