Schwäbische Linsen mit Spätzle, Saitenwürstchen und knusprigem Speck

Schwäbische Linsen mit Spätzle, Saitenwürstchen und knusprigem Speck

Schwäbische Linsen mit Spätzle gehören zu den bekanntesten Klassikern der süddeutschen Küche. Zarte Spätzle treffen auf cremig geschmorte Linsen, dazu saftige Saitenwürstchen und knusprig gebratener Speck. Das Zusammenspiel aus herzhaften, leicht würzigen und milden Aromen macht dieses Gericht zu einem echten Familienfavoriten. Mit den richtigen Zutaten und etwas Geduld gelingt die traditionelle Spezialität auch Anfängern problemlos. Dieses Rezept zeigt Schritt für Schritt, wie alle Komponenten gleichzeitig fertig werden und perfekt miteinander harmonieren.

Praktische Informationen

  • Vorbereitung: 20 Minuten
  • Ruhezeit: 10 Minuten
  • Garzeit: 50 Minuten
  • Gesamtzeit: 1 Stunde 20 Minuten
  • Portionen: 4
  • Schwierigkeitsgrad: Einfach
  • Geeignetes Kochgeschirr: Großer Kochtopf, mittelgroßer Topf und große Pfanne (28 cm)

Zutaten

Für die Linsen

  • 300 g Tellerlinsen
  • 1 kleine Zwiebel (ca. 80 g), fein gewürfelt
  • 1 Karotte (ca. 80 g), fein gewürfelt
  • 80 g Knollensellerie, fein gewürfelt
  • 20 g Butter
  • 1 EL Pflanzenöl
  • 800 ml Gemüsebrühe
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 1 EL Weißweinessig
  • ½ TL Salz
  • ½ TL schwarzer Pfeffer

Für die Beilage

  • 500 g frische Spätzle
  • 4 Saitenwürstchen (ca. 400 g)
  • 150 g geräucherter Bauchspeck in Scheiben
  • 1 EL gehackte Petersilie

Zubereitung

  1. Linsen vorbereiten.
    Die Linsen gründlich unter fließendem Wasser abspülen. Butter und Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel, Karotte und Sellerie darin 5 Minuten bei mittlerer Hitze anschwitzen, bis das Gemüse weich wird. Linsen hinzufügen und kurz mitrühren.
  2. Linsen schmoren.
    Gemüsebrühe, Lorbeerblätter und Thymian dazugeben. Alles einmal aufkochen und anschließend bei geringer Hitze 35 bis 40 Minuten ohne Deckel leicht köcheln lassen. Gelegentlich umrühren. Die Linsen sind fertig, wenn sie weich sind, aber noch ihre Form behalten.
  3. Spätzle garen.
    Während die Linsen kochen, reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Die frischen Spätzle hineingeben und 2 bis 3 Minuten garen, bis sie an die Oberfläche steigen. Anschließend gut abgießen und warm halten.
  4. Speck und Würstchen zubereiten.
    Den Bauchspeck in einer großen Pfanne ohne zusätzliches Fett bei mittlerer Hitze 6 bis 8 Minuten knusprig braten. Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Die Saitenwürstchen anschließend in heißem, nicht kochendem Wasser etwa 8 Minuten erwärmen. Sie sollten nicht sprudelnd kochen, damit die Haut nicht aufplatzt.
  5. Linsen abschmecken.
    Lorbeerblätter entfernen. Die Linsen mit Weißweinessig, Salz und Pfeffer würzen. Noch 2 Minuten leicht köcheln lassen, bis sich die Gewürze gut verteilt haben.
  6. Servieren.
    Die Spätzle auf die Teller geben. Daneben die cremigen Linsen anrichten. Je ein bis zwei Saitenwürstchen und knusprige Speckscheiben darauflegen. Zum Schluss mit gehackter Petersilie bestreuen und sofort servieren.

Tipps für ein perfektes Ergebnis

  • Tellerlinsen müssen vor dem Kochen nicht eingeweicht werden.
  • Die Würstchen niemals sprudelnd kochen, da sie sonst platzen können.
  • Den Essig erst am Ende hinzufügen, damit die Linsen schneller weich werden.
  • Frische Spätzle sorgen für eine besonders zarte Konsistenz.
  • Der Speck wird besonders knusprig, wenn er langsam bei mittlerer Hitze gebraten wird.

Varianten und substitutions

  • Statt Bauchspeck kann geräucherter Schinken verwendet werden. Das Gericht wird etwas leichter.
  • Wer kein Schweinefleisch verwendet, ersetzt Speck und Würstchen durch Geflügelwürstchen.
  • Die Gemüsebrühe kann durch Rinderbrühe ersetzt werden und ergibt einen kräftigeren Geschmack.
  • Frische Spätzle lassen sich durch hochwertige Kühlregal-Spätzle ersetzen. Die Garzeit bleibt nahezu unverändert.
  • Für eine vegetarische Variante Speck und Würstchen weglassen und die Buttermenge auf 30 g erhöhen. Die Linsen bleiben dennoch angenehm cremig.

Aufbewahrung

Linsen und Spätzle getrennt in luftdicht verschlossenen Behältern bis zu 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Zum Erwärmen die Linsen langsam in einem Topf erhitzen und bei Bedarf etwas Gemüsebrühe ergänzen. Die Spätzle kurz in einer Pfanne mit etwas Butter erwärmen. Das Linsengericht kann bis zu 3 Monate eingefroren werden. Würstchen und Speck sollten möglichst frisch zubereitet werden und eignen sich nur eingeschränkt zum Einfrieren.

Häufige Fragen

Kann ich die Linsen einen Tag vorher kochen?

Ja. Am nächsten Tag schmecken sie häufig sogar noch aromatischer, da die Gewürze gut durchgezogen sind.

Warum kommt der Essig erst zum Schluss dazu?

Säure kann den Garprozess von Hülsenfrüchten verlängern. Deshalb wird der Essig erst nach dem Garen eingerührt.

Welche Spätzle eignen sich am besten?

Frisch zubereitete oder gekühlte Spätzle liefern die beste Konsistenz und nehmen die Linsensauce besonders gut auf.

Kann ich das Gericht im Voraus für Gäste vorbereiten?

Ja. Die Linsen können vollständig vorbereitet werden. Die Spätzle werden kurz vor dem Servieren gekocht, während Speck und Würstchen frisch erhitzt werden. So bleibt die Konsistenz optimal.

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ÜBER MARGARETE
Margarete Schneider
Willkommen in meiner Küche! Ich bin Margarete und koche seit über 45 Jahren traditionelle deutsche Familienrezepte. Hier teile ich einfache, herzhafte und liebevoll zubereitete Gerichte, die Generationen von Familien begleitet haben. Mein Ziel ist es, die Wärme und den Geschmack von Zuhause auf Ihren Tisch zu bringen.
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