Wozu dienen die gewebten Streifen auf Handtüchern wirklich?

Wozu dienen die gewebten Streifen auf Handtüchern wirklich?

Handtücher gehören zu den Alltagsgegenständen, die wir kaum hinterfragen. Fast jedes Badetuch besitzt einen oder mehrere glatte, gewebte Streifen, die sich deutlich vom flauschigen Frottee unterscheiden. Viele halten sie für reine Dekoration – tatsächlich erfüllen sie jedoch mehrere praktische Funktionen. Gleichzeitig benötigen gerade diese Bereiche etwas besondere Pflege, damit sie sauber, formstabil und langlebig bleiben. In diesem Artikel erfahren Sie, welchen Zweck diese gewebten Streifen haben und wie Sie Ihre Handtücher richtig waschen und pflegen, damit sie lange weich und hygienisch bleiben.

Wozu dienen die gewebten Streifen auf Handtüchern wirklich?

Die wichtigste Funktion der gewebten Streifen

Die glatten Streifen werden in der Textilindustrie häufig als Dobby-Bordüre bezeichnet. Sie dienen nicht nur der Optik, sondern stabilisieren das Handtuch.

Sie benötigen dafür keine besonderen Produkte – lediglich die richtige Pflege:

  • 40 bis 60 ml Flüssigwaschmittel pro normal gefüllter Waschmaschine
  • optional 1 Esslöffel Natron (ca. 15 g) bei starken Gerüchen
  • ausreichend Platz in der Trommel (nicht überladen)

So gehen Sie vor

  1. Handtücher nach Farben sortieren. Weiße, helle und dunkle Textilien getrennt waschen.
  2. Bei 60 °C waschen, wenn das Pflegeetikett dies erlaubt. Diese Temperatur entfernt die meisten Keime und Rückstände zuverlässig. Für empfindliche Handtücher sind 40 °C ausreichend.
  3. Nur wenig Waschmittel verwenden. Zu viel Waschmittel setzt sich besonders im gewebten Streifen fest und macht das Handtuch mit der Zeit härter.
  4. Gründlich trocknen. Im Trockner bei niedriger bis mittlerer Temperatur oder an einem gut belüfteten Ort trocknen.
  5. Kontrolle. Das Handtuch sollte weich sein, die Bordüre glatt liegen und keine grauen Ablagerungen zeigen.

Warum funktioniert das? Die gewebte Bordüre besitzt weniger Schlingen als der Frotteeteil. Dadurch bleibt sie formstabil und verhindert, dass sich das Handtuch beim Waschen stark verzieht oder an den Rändern ausfranst.

Hartnäckige Verschmutzungen an der Bordüre entfernen

Mit der Zeit sammeln sich in den glatten Streifen Waschmittelreste, Hautfette oder leichte Verfärbungen.

Mischen Sie:

  • 2 Liter warmes Wasser
  • 2 Esslöffel Natron (ca. 30 g)

Legen Sie die betroffene Stelle etwa 30 Minuten in die Lösung. Anschließend wie gewohnt waschen.

Diese Methode eignet sich für Baumwollhandtücher. Bei farbigen oder empfindlichen Stoffen sollten Sie vorher an einer unauffälligen Stelle testen.

Verwenden Sie kein Chlorbleichmittel, sofern es nicht ausdrücklich laut Pflegeetikett erlaubt ist. Chlor kann die Fasern angreifen und Farben ausbleichen.

So bleiben Handtücher lange weich

Viele greifen zu Weichspüler, doch gerade bei Frottee ist das oft keine gute Idee.

Stattdessen:

  • Trommel nur zu etwa drei Vierteln füllen.
  • Handtücher kräftig ausschütteln, bevor sie trocknen.
  • Im Trockner mit niedriger Temperatur trocknen oder draußen an einem luftigen Ort aufhängen.
  • Bei Bedarf 1 Esslöffel Natron zur Wäsche geben, um Gerüche zu reduzieren.

Der Verzicht auf Weichspüler hat einen Vorteil: Die Frotteeschlingen bleiben aufnahmefähiger und trocknen den Körper besser ab.

Verfärbungen sicher behandeln

Weiße Handtücher können mit der Zeit grau wirken.

Für weiße Baumwollhandtücher eignet sich:

  • 5 Liter warmes Wasser
  • 2 Esslöffel Sauerstoffbleiche gemäß Herstellerangaben

Etwa eine Stunde einweichen und anschließend normal waschen.

Für bunte Handtücher sollten Sie stattdessen ein Colorwaschmittel verwenden. Sauerstoffbleiche ist oft geeignet, dennoch sollten immer die Hinweise auf dem Etikett beachtet werden.

Essig kann Kalkrückstände lösen, sollte jedoch sparsam verwendet werden. Etwa 100 ml weißer Haushaltsessig im Weichspülerfach reichen gelegentlich aus. Nicht bei Natursteinoberflächen verschütten und niemals mit chlorhaltigen Reinigern mischen.

Handtücher richtig lagern

Auch nach dem Waschen entscheidet die Lagerung über die Hygiene.

Bewahren Sie Handtücher nur vollständig trocken im Schrank auf. Feuchte Textilien können muffig riechen oder Schimmel bilden.

Lagern Sie sie an einem trockenen, gut belüfteten Ort. Im Badezimmer sollten sie nach jeder Benutzung vollständig austrocknen können.

Die gewebten Streifen helfen dabei zusätzlich, dass das Handtuch seine Form behält und sich beim Falten sauber legen lässt.

Häufige Fehler

Zu viel Waschmittel verwenden

Dadurch entstehen Rückstände in den Fasern. Das Handtuch wird härter und verliert an Saugkraft.

Weichspüler bei jeder Wäsche einsetzen

Die Fasern werden beschichtet und nehmen Wasser schlechter auf.

Die Waschmaschine überladen

Handtücher können sich nicht frei bewegen und werden schlechter gespült und gereinigt.

Feuchte Handtücher zusammenlegen

Dadurch entstehen unangenehme Gerüche und unter Umständen Schimmel.

Essig und Chlor mischen

Diese Kombination ist gefährlich und darf niemals verwendet werden.

Für noch bessere Ergebnisse

  • Wechseln Sie Badetücher je nach Nutzung nach drei bis vier Anwendungen.
  • Reinigen Sie die Waschmaschine einmal im Monat mit einem Pflegeprogramm, damit keine Rückstände auf die Handtücher übertragen werden.
  • Hängen Sie Handtücher nach jeder Benutzung vollständig auseinander, damit sie schneller trocknen.

Häufige Fragen

Sind die gewebten Streifen nur Dekoration?

Nein. Sie stabilisieren das Handtuch, reduzieren das Verziehen beim Waschen und erhöhen die Haltbarkeit.

Warum trocknet die Bordüre schneller als der Frotteeteil?

Sie besitzt keine langen Frotteeschlingen und nimmt daher weniger Wasser auf.

Kann ich Weichspüler verwenden?

Gelegentlich ja, aber möglichst sparsam. Für eine dauerhaft hohe Saugfähigkeit ist es besser, darauf zu verzichten.

Warum werden die Streifen manchmal grau?

Meist lagern sich dort Waschmittelreste, Hautfette und Kalk ab. Mit der richtigen Dosierung des Waschmittels und einer regelmäßigen Reinigung lassen sich diese Ablagerungen vermeiden.

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ÜBER MARGARETE
Margarete Schneider
Willkommen in meiner Küche! Ich bin Margarete und koche seit über 45 Jahren traditionelle deutsche Familienrezepte. Hier teile ich einfache, herzhafte und liebevoll zubereitete Gerichte, die Generationen von Familien begleitet haben. Mein Ziel ist es, die Wärme und den Geschmack von Zuhause auf Ihren Tisch zu bringen.
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