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Haushaltstipps

Bettlaken voller Falten? So wird es glatt – ganz ohne Bügeln

Bettlaken voller Falten? So wird es glatt – ganz ohne Bügeln

Bettlaken voller Falten? So wird es glatt – ganz ohne Bügeln

Ein frisch bezogenes Bett sieht sofort weniger ordentlich aus, wenn das Laken voller Falten und Knitterstellen ist. Dafür muss man jedoch nicht jedes große Bettlaken mühsam bügeln. Entscheidend ist, wie das Laken gewaschen, geschleudert, getrocknet und aufgezogen wird. Mit etwas Restfeuchtigkeit und der richtigen Spannung glätten sich viele Baumwoll- und Mischgewebe fast von selbst. Die folgenden Methoden funktionieren ohne aggressive Hausmittel und schonen gleichzeitig die Fasern.

Bettlaken voller Falten? So wird es glatt – ganz ohne Bügeln

Die einfachste Methode: Das leicht feuchte Laken direkt auf dem Bett glätten

Am besten funktioniert diese Methode mit Baumwolle, Baumwollmischgewebe und vielen Spannbettlaken. Das Laken darf dabei nur leicht feucht sein – keinesfalls nass.

Du brauchst:

  • das gewaschene Bettlaken
  • eine Waschmaschine mit einstellbarer Schleuderzahl
  • etwa 100–150 ml sauberes Wasser in einer Sprühflasche, falls das Laken bereits trocken ist
  • saubere, trockene Matratze

So gehst du vor

  1. Wasche das Laken entsprechend dem Pflegeetikett. Für normale Baumwollbettwäsche sind häufig 40 bis 60 °C geeignet, maßgeblich bleibt jedoch immer die Herstellerangabe.
  2. Wähle möglichst 800 bis 1.000 Umdrehungen pro Minute statt einer extrem hohen Schleuderdrehzahl. Dadurch wird das Gewebe weniger stark zusammengepresst.
  3. Nimm das Laken direkt nach Programmende aus der Maschine. Schüttle es zwei- bis dreimal kräftig aus und ziehe die Kanten vorsichtig gerade.
  4. Lass es trocknen, bis es nur noch minimal feucht ist. Ziehe es anschließend straff über die Matratze und streiche die Oberfläche mit den Händen von der Mitte zu den Seiten glatt.
  5. Lass das Bett 30 bis 60 Minuten unbedeckt, damit die Restfeuchtigkeit vollständig verdunsten kann. Erst danach Bettdecke und Tagesdecke auflegen.

Die Methode funktioniert, weil sich feuchte Textilfasern leichter ausrichten lassen. Beim Trocknen in gespannter Position bleiben deutlich weniger Falten zurück.

Bereits trockenes Bettlaken mit Wasser glätten

Ist das Bett schon bezogen und das Laken stark zerknittert, brauchst du es nicht erneut zu waschen. Eine sehr geringe Menge Wasser genügt häufig.

Fülle 100 bis 150 ml sauberes Wasser in eine Sprühflasche. Stelle die Düse auf einen möglichst feinen Nebel und besprühe das Laken aus etwa 30 bis 40 cm Entfernung. Es soll lediglich leicht feucht werden.

Für ein Doppelbett reichen meistens 10 bis 20 feine Sprühstöße, abhängig von der Sprühflasche.

Ziehe anschließend die Ecken straff und streiche das Laken mit flachen Händen glatt. Danach 20 bis 40 Minuten vollständig trocknen lassen.

Diese Methode eignet sich gut für Baumwolle und viele Mischgewebe. Bei Seide, Viskose oder anderen wasserempfindlichen Stoffen sollte vorher das Pflegeetikett geprüft werden, da Wassertropfen Flecken hinterlassen können.

Richtig trocknen verhindert die meisten Falten

Viele Falten entstehen nicht beim Waschen, sondern danach. Bleibt feuchte Bettwäsche mehrere Stunden zusammengeknüllt in der Trommel, werden die Knitterstellen regelrecht ins Gewebe gedrückt.

Nimm das Laken deshalb möglichst innerhalb von 10 bis 20 Minuten nach Waschprogrammende heraus. Schüttle es kräftig aus und hänge es möglichst großflächig auf.

Auf einer Wäscheleine sollte das Laken nicht mehrfach übereinandergefaltet werden. Je mehr Stofflagen aufeinanderliegen, desto ausgeprägter können die Falten trocknen.

Bei Verwendung eines Wäschetrockners empfiehlt sich ein Programm entsprechend dem Pflegeetikett. Das Laken unmittelbar nach Programmende herausnehmen, ausschütteln und entweder zusammenlegen oder direkt aufziehen. Solange das Gewebe noch warm ist, lassen sich leichte Knitterstellen besonders einfach glattstreichen.

Weniger Schleudern kann einen großen Unterschied machen

Eine Schleuderdrehzahl von 1.400 oder 1.600 U/min entfernt zwar viel Wasser, kann große Textilien aber stark zusammendrücken. Bei einem Laken, das möglichst glatt trocknen soll, sind häufig 800 bis 1.000 U/min ein guter Kompromiss.

Dadurch kommt das Gewebe etwas feuchter aus der Maschine, lässt sich aber leichter ausschütteln und glattziehen.

Die Trommel sollte außerdem nicht überfüllt sein. Bettwäsche braucht Platz, um sich während des Waschens zu bewegen. Als praktische Orientierung sollte oben in der beladenen Trommel noch etwas Freiraum bleiben.

Bei sehr schweren oder dicht gewebten Textilien kann eine höhere Schleuderzahl trotzdem sinnvoll sein. Entscheidend sind immer Material und Pflegeetikett.

Falten mit Wasserdampf lösen

Für einzelne hartnäckige Knitterstellen kann ein geeigneter Dampfglätter hilfreich sein. Halte ihn entsprechend der Herstelleranleitung über das gespannte Laken und bearbeite nur die betroffenen Bereiche.

Bei hitzeempfindlichen Kunstfasern, beschichteten Stoffen und wasserdichten Matratzenschonern ist Vorsicht erforderlich. Zu viel Wärme kann Material verformen oder Beschichtungen beschädigen.

Ein Dampfbügeleisen sollte niemals einfach direkt auf einem bezogenen Bett benutzt werden: Matratzenmaterialien können empfindlich auf Hitze und Feuchtigkeit reagieren.

Fehler, die du vermeiden solltest

Feuchte Wäsche in der Maschine liegen lassen: Bereits nach längerer Liegezeit entstehen deutlich ausgeprägtere Falten und außerdem kann ein unangenehmer Geruch entstehen.

Das Bett mit einem nassen Laken beziehen: Feuchtigkeit darf nicht in der Matratze eingeschlossen werden. Das Laken sollte lediglich minimal feucht sein und vollständig offen trocknen.

Zu viel Wasser aufsprühen: Das Laken muss nicht durchnässt werden. Ein feiner Wassernebel reicht aus.

Das Pflegeetikett ignorieren: Besonders Seide, Viskose, Mikrofaser und beschichtete Textilien können andere Temperaturen und Trocknungsmethoden benötigen.

Unnötige Hausmittel verwenden: Essig, Natron oder andere Reiniger sind zum bloßen Glätten eines sauberen Bettlakens nicht erforderlich.

Für ein dauerhaft ordentliches Bett

Schüttle Bettlaken nach jedem Waschgang sofort kräftig aus. Dieser kleine Schritt verhindert bereits einen großen Teil der später sichtbaren Knitterfalten.

Lege trockene Bettwäsche außerdem sauber gefaltet in den Schrank und quetsche sie nicht unter schwere Wäschestapel.

Bei Spannbettlaken ist die richtige Größe entscheidend: Ein zu großes Modell bleibt locker und bildet Falten, während ein zu kleines Laken ständig von den Matratzenecken rutschen kann.

Fragen häufig gestellt

Funktioniert der Wasser-Trick wirklich ohne Bügeleisen?

Ja. Bei leichten bis mittleren Falten in Baumwolle kann etwas Feuchtigkeit zusammen mit der Spannung des aufgezogenen Lakens die Fasern sichtbar glätten. Ein vollständig gebügeltes Ergebnis darf man bei stark zerknittertem Stoff allerdings nicht erwarten.

Kann ich Weichspüler verwenden, damit das Laken glatter wird?

Das ist zum Glätten nicht notwendig. Die richtige Schleuderdrehzahl, sofortiges Ausschütteln und sorgfältiges Trocknen sind wichtiger.

Darf ich auf einem leicht feuchten Laken schlafen?

Besser nicht. Warte, bis das Laken vollständig trocken ist, bevor du Bettdecke und Kissen darauflegst oder schlafen gehst.

Welche Bettlaken knittern besonders wenig?

Mischgewebe und bestimmte Jersey-Stoffe sind häufig pflegeleichter als klassische dicht gewebte Baumwolle. Wer möglichst wenig bügeln möchte, sollte deshalb bereits beim Kauf auf Material und Pflegehinweise achten.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.