Braune Flecken auf der Matratze? So wird sie wieder sauber und frisch
Braune Flecken auf der Matratze? So wird sie wieder sauber und frisch
Braune oder gelbliche Flecken auf einer Matratze entstehen häufig durch Schweiß, verschüttete Getränke, Feuchtigkeit oder ältere organische Rückstände. Das Problem: Eine Matratze kann nicht einfach durchnässt und anschließend ausgespült werden. Zu viel Wasser kann tief in den Schaum eindringen und die Trocknung erheblich erschweren. Deshalb kommt es auf eine möglichst trockene, gezielte Reinigung an. Mit mildem Spülmittel, Natron und etwas Geduld lassen sich viele oberflächliche Flecken deutlich reduzieren und unangenehme Gerüche entfernen.

Flecken schonend mit Spülmittellösung behandeln
Für unbekannte oder ältere Flecken ist eine milde Reinigungslösung ein sinnvoller erster Versuch. Wichtig ist, nicht direkt große Mengen Flüssigkeit auf die Matratze zu gießen.
Sie benötigen:
- 250 ml lauwarmes Wasser
- 1 Teelöffel, etwa 5 ml, farbloses mildes Spülmittel
- 2 saubere weiße Baumwoll- oder Mikrofasertücher
- 50 bis 100 g Natron
- Staubsauger
- eine kleine Schüssel
Gehen Sie folgendermaßen vor:
- Saugen Sie die trockene Matratzenoberfläche gründlich ab. So entfernen Sie Staub und lose Verschmutzungen, bevor Feuchtigkeit eingesetzt wird.
- Vermischen Sie 250 ml lauwarmes Wasser mit 5 ml Spülmittel. Befeuchten Sie ein weißes Tuch damit und wringen Sie es kräftig aus. Das Tuch soll feucht sein, aber nicht tropfen.
- Tupfen Sie den Fleck von außen nach innen ab. Nicht kräftig reiben, denn dadurch kann der Schmutz tiefer in den Bezug gelangen. Lassen Sie die geringe Restfeuchtigkeit etwa 10 Minuten einwirken.
- Nehmen Sie anschließend ein zweites, nur mit klarem Wasser leicht angefeuchtetes und gut ausgewrungenes Tuch und tupfen Sie die Stelle erneut ab. Damit entfernen Sie möglichst viele Waschmittelreste.
- Lassen Sie die Matratze vollständig trocknen. Bei guter Belüftung dauert das je nach Feuchtigkeitsmenge meist 6 bis 12 Stunden. Erst danach sollte das Bett wieder bezogen werden.
Der Fleck sollte nach dem Trocknen deutlich heller oder verschwunden sein. Diese Methode eignet sich für viele textile Matratzenbezüge. Bei Wolle, Seide, speziellen Naturmaterialien oder nicht wasserbeständigen Bezügen müssen jedoch die Herstellerangaben beachtet werden.
Natron gegen zurückgebliebene Gerüche einsetzen
Ist der Fleck behandelt, aber ein unangenehmer Geruch geblieben, kann trockenes Natron helfen. Es ersetzt keine Fleckenreinigung, eignet sich aber gut zur Geruchsreduzierung und zum Aufnehmen geringer Restfeuchtigkeit.
Warten Sie zunächst, bis die zuvor gereinigte Stelle fast vollständig trocken ist. Verteilen Sie anschließend 50 bis 100 g Natron dünn und gleichmäßig über den betroffenen Bereich.
Lassen Sie das Pulver mindestens 4 Stunden, bei hartnäckigem Geruch etwa 8 Stunden, auf der Matratze liegen. Danach mit einem sauberen Staubsauger gründlich absaugen.
Natron nicht einatmen und Kinder sowie Haustiere während der Einwirkzeit fernhalten. Das Pulver sollte außerdem nicht nass in große Mengen Schaumstoff eingearbeitet werden, da es sich anschließend nur schwer vollständig entfernen lässt.
Frische Flüssigkeitsflecken sofort richtig aufnehmen
Bei Kaffee, Tee, Saft oder anderen Flüssigkeiten entscheidet schnelles Handeln darüber, wie tief der Fleck eindringt.
Legen Sie sofort mehrere Lagen weißes Küchenpapier oder ein saugfähiges Baumwolltuch auf die feuchte Stelle. Drücken Sie 30 bis 60 Sekunden mit der flachen Hand darauf. Wechseln Sie das Papier und wiederholen Sie den Vorgang, bis kaum noch Flüssigkeit aufgenommen wird.
Danach können Sie 200 ml lauwarmes Wasser mit 5 ml mildem Spülmittel vermischen. Mit einem gut ausgewrungenen Tuch den Bereich vorsichtig von außen nach innen betupfen. Nach 5 bis 10 Minuten mit einem zweiten feuchten Tuch nacharbeiten.
Die Matratze anschließend hochkant oder möglichst frei belüftet vollständig trocknen lassen. Nicht beziehen, solange sich die Oberfläche noch kühl oder feucht anfühlt.
Einen abnehmbaren Matratzenbezug separat reinigen
Besitzt die Matratze einen Bezug mit Reißverschluss, lohnt sich ein Blick auf das Pflegeetikett. Manche Bezüge dürfen bei 40 °C oder sogar 60 °C gewaschen werden, andere lediglich bei niedrigen Temperaturen.
Den Bezug niemals automatisch bei 60 °C waschen. Befolgen Sie ausschließlich die angegebene Höchsttemperatur.
Vor dem Waschen sichtbare Flecken mit 5 ml Flüssigwaschmittel und etwa 20 ml Wasser vorsichtig vorbehandeln. Etwa 10 bis 15 Minuten einwirken lassen und anschließend entsprechend der Herstellerangabe waschen.
Der Bezug muss vollständig trocken sein, bevor er wieder auf die Matratze gezogen wird. Ein noch feuchter Bezug schafft genau die Bedingungen, die muffigen Geruch und mikrobielles Wachstum begünstigen können.
Fehler, die Sie vermeiden sollten
Die Matratze mit Wasser tränken: Große Wassermengen können tief in Schaum und Polsterung gelangen. Die Matratze trocknet dann unter Umständen mehrere Tage und kann muffig werden.
Flecken kräftig schrubben: Reiben verteilt gelöste Rückstände und kann die Fasern des Bezuges beschädigen. Tupfen ist normalerweise die bessere Methode.
Essig wahllos verwenden: Säure ist nicht für jedes Bezugsmaterial geeignet und hinterlässt selbst einen starken Geruch. Bei unbekanntem Material ist eine milde Spülmittellösung die sicherere erste Wahl.
Chlorbleiche einsetzen: Sie kann Textilien verfärben und Materialien beschädigen. Chlorhaltige Produkte dürfen außerdem niemals mit Essig oder anderen Säuren kombiniert werden.
Die Matratze zu früh beziehen: Restfeuchtigkeit bleibt unter dem Bettlaken eingeschlossen und begünstigt unangenehme Gerüche.
Für noch bessere Ergebnisse
Ein waschbarer Matratzenschoner schützt die Matratze vor Schweiß und Flüssigkeiten und lässt sich wesentlich leichter reinigen.
Saugen Sie die Matratze beim Wechseln oder Waschen des Schutzbezugs gelegentlich ab und lassen Sie sie einige Stunden unbelastet auslüften.
Bei tief eingedrungenen, großflächigen Flecken oder anhaltend muffigem Geruch ist eine professionelle Matratzenreinigung sinnvoller als wiederholtes Durchnässen mit Hausmitteln.
Häufige Fragen
Kann ich Natron über Nacht auf der Matratze lassen?
Ja. Auf einer trockenen Matratze kann Natron etwa 8 Stunden liegen bleiben. Danach muss es gründlich abgesaugt werden.
Warum ist der Fleck nach der Reinigung noch leicht sichtbar?
Ältere Rückstände können bereits dauerhaft in Fasern eingezogen sein. Eine zweite schonende Behandlung nach vollständiger Trocknung ist besser als eine einzige sehr nasse Reinigung.
Darf ich einen Dampfreiniger benutzen?
Nur wenn der Matratzenhersteller dies ausdrücklich erlaubt. Dampf bringt Wärme und Feuchtigkeit tief in das Material und ist deshalb nicht für jede Matratze geeignet.
Wann kann ich wieder auf der Matratze schlafen?
Erst wenn sie vollständig trocken ist. Je nach Reinigung, Raumtemperatur und Luftzirkulation sollten dafür mindestens 6 bis 12 Stunden eingeplant werden.
