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Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Rezepte

Cremige Kalbsrouladen mit Comté und Pilzen – zart geschmort in unwiderstehlicher Käsesauce

Cremige Kalbsrouladen mit Comté und Pilzen – zart geschmort in unwiderstehlicher Käsesauce

Cremige Kalbsrouladen mit Comté und Pilzen – zart geschmort in unwiderstehlicher Käsesauce

Diese Kalbsrouladen verbinden zartes Fleisch mit einer cremigen Sauce, würzigem Comté und aromatischen Champignons. Die Rouladen werden zunächst kräftig angebraten und anschließend langsam in der Sauce geschmort. Dadurch bleiben sie saftig, während die Sauce den Bratensatz aufnimmt und besonders vollmundig wird. Comté sorgt für eine feine nussige Käsenote, ohne die Sauce zu schwer zu machen. Dazu passen Tagliatelle hervorragend, weil sie die cremige Sauce besonders gut aufnehmen. Ein unkompliziertes Schmorgericht für ein gemütliches Familienessen oder ein etwas festlicheres Mittagessen am Wochenende.

Informationen praktische

  • Vorbereitung: 25 Minuten
  • Ruhezeit: 0 Minuten
  • Garzeit: 45 Minuten
  • Gesamtzeit: ca. 1 Stunde 10 Minuten
  • Portionen: 4
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Pfanne/Bräter: große ofenfeste Pfanne oder Bräter, ca. 28–30 cm

Zutaten

Für die Kalbsrouladen und die Sauce

  • 8 dünne Kalbsschnitzel, insgesamt ca. 800 g
  • 160 g Comté
  • 2 Schalotten, ca. 80 g
  • 2 Knoblauchzehen
  • 250 g braune oder weiße Champignons
  • 20 g Butter
  • 15 ml neutrales Pflanzenöl
  • 250 ml Kalbsfond
  • 300 ml Crème fraîche
  • 3 Zweige Thymian
  • 2 Lorbeerblätter
  • 4 g Salz
  • 2 g frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Für die Beilage

  • 320 g Tagliatelle
  • 15 g glatte Petersilie
  • 3 l Wasser
  • 20 g Salz

Zubereitung

  1. Kalbsrouladen vorbereiten
    Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Kalbsschnitzel zwischen zwei Bögen Backpapier legen und vorsichtig auf etwa 4–5 mm Dicke klopfen. Mit etwa der Hälfte des Salzes und etwas Pfeffer würzen. Den Comté in 8 längliche Stücke schneiden. Je ein Stück Käse auf das untere Drittel eines Schnitzels legen, die Seiten leicht einschlagen und das Fleisch eng aufrollen. Jede Roulade mit Küchengarn fixieren.
  2. Gemüse vorbereiten
    Schalotten und Knoblauch schälen und fein hacken. Champignons mit einem Tuch oder einer weichen Bürste säubern und in etwa 4–5 mm dicke Scheiben schneiden. Den Thymian kurz abspülen und trocken tupfen. Die Petersilie fein hacken und für das Servieren beiseitestellen.
  3. Rouladen kräftig anbraten
    Öl und Butter in einer großen ofenfesten Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Die Kalbsrouladen hineinlegen und insgesamt 6–8 Minuten rundherum anbraten. Dabei regelmäßig wenden. Sie sollen außen deutlich goldbraun sein, müssen innen aber noch nicht gar sein. Anschließend aus der Pfanne nehmen und kurz auf einem Teller beiseitestellen.
  4. Champignons und Sauce zubereiten
    Die Champignons in dieselbe Pfanne geben und 4–5 Minuten anbraten, bis sie leicht gebräunt sind und einen Teil ihrer Flüssigkeit verloren haben. Schalotten und Knoblauch hinzufügen und weitere 2 Minuten bei mittlerer Hitze anschwitzen. Mit dem Kalbsfond ablöschen und den Bratensatz sorgfältig vom Pfannenboden lösen. Crème fraîche einrühren. Thymian und Lorbeer dazugeben und die Sauce mit dem restlichen Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Rouladen im Ofen schmoren
    Die angebratenen Kalbsrouladen wieder in die Pfanne setzen und etwas Sauce darübergeben. Die Pfanne ohne Deckel auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens stellen und die Rouladen bei 180 °C Ober-/Unterhitze etwa 25–30 Minuten schmoren. Nach ungefähr 15 Minuten einmal mit Sauce übergießen. Das Fleisch sollte vollständig durchgegart und trotzdem saftig sein. Besonders zuverlässig ist ein Fleischthermometer: Im Inneren sollten mindestens 70 °C erreicht werden.
  6. Tagliatelle kochen
    Während die Rouladen im Ofen sind, 3 Liter Wasser mit 20 g Salz zum Kochen bringen. Die Tagliatelle nach Packungsangabe kochen, normalerweise etwa 8–10 Minuten, bis sie bissfest sind. Anschließend abgießen. Nicht lange stehen lassen, sondern möglichst direkt mit den Rouladen servieren.
  7. Sauce fertigstellen und servieren
    Die Pfanne aus dem Ofen nehmen. Thymianzweige und Lorbeerblätter entfernen. Falls die Sauce noch etwas dünn ist, die Rouladen herausnehmen und die Sauce auf dem Herd 2–4 Minuten sanft einkochen lassen. Das Küchengarn vorsichtig von den Rouladen entfernen. Tagliatelle auf Teller verteilen, Rouladen und Champignons dazugeben und großzügig mit der cremigen Sauce überziehen. Zum Schluss mit der gehackten Petersilie bestreuen.

Tipps für gelungene Kalbsrouladen

  • Nicht zu dicke Schnitzel verwenden: Dünn geklopftes Kalbfleisch lässt sich leichter rollen und gart gleichmäßiger.
  • Comté vollständig einschließen: Der Käse sollte nicht direkt am Rand liegen. Etwa 1–2 cm Abstand verhindert, dass während des Garens zu viel Käse austritt.
  • Fleisch wirklich anbraten: Eine kräftige goldbraune Oberfläche liefert deutlich mehr Aroma für die spätere Sauce.
  • Champignons nicht zu eng stapeln: In einer ausreichend großen Pfanne braten sie besser, statt nur im eigenen Wasser zu dünsten.
  • Sauce nur sanft erhitzen: Nach Zugabe der Crème fraîche sollte sie nicht dauerhaft stark sprudelnd kochen. So bleibt die Konsistenz schön cremig.
  • Kerntemperatur kontrollieren: Gerade bei unterschiedlich großen Rouladen ist ein Küchenthermometer die sicherste Methode, um den richtigen Gargrad zu bestimmen.

Varianten und Substitutionen

Gruyère statt Comté: Gruyère funktioniert sehr gut und besitzt ebenfalls einen kräftigen, leicht nussigen Geschmack. Je nach Reifegrad kann er etwas intensiver schmecken.

Hähnchen statt Kalbfleisch: Dünn geklopfte Hähnchenbrust lässt sich ebenfalls füllen und rollen. Die Garzeit kann etwas kürzer ausfallen; entscheidend ist eine sichere Kerntemperatur von mindestens 75 °C.

Mehr Champignons: Wer Pilze besonders gerne mag, kann die Menge auf 350–400 g erhöhen. Die Champignons am besten portionsweise anbraten, damit sie tatsächlich Farbe bekommen.

Ohne Tagliatelle: Die Rouladen können auch ohne Pasta serviert werden. Kartoffelpüree, Reis oder frisches Brot passen geschmacklich zur cremigen Sauce, werden dann jedoch zusätzlich zur hier angegebenen Zutatenliste benötigt.

Aufbewahrung

Übrig gebliebene Kalbsrouladen vollständig abkühlen lassen und anschließend zusammen mit der Sauce in einem luftdicht verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren. Innerhalb von 2 Tagen verbrauchen. Zum Aufwärmen Rouladen und Sauce in einer Pfanne bei niedriger bis mittlerer Hitze langsam und vollständig durcherhitzen; starkes Kochen vermeiden. Die Rouladen können mit Sauce auch portionsweise eingefroren und etwa 2 Monate aufbewahrt werden. Im Kühlschrank auftauen lassen und anschließend gründlich erhitzen. Frisch gekochte Tagliatelle schmecken als Beilage besser als eingefrorene.

Häufige Fragen

Warum läuft der Käse aus den Kalbsrouladen?

Meist liegt der Comté zu nah am Rand oder die Roulade wurde zu locker gewickelt. Den Käse mittig platzieren, die Seiten des Fleisches einschlagen und die Rouladen fest mit Küchengarn binden.

Kann ich die Kalbsrouladen vorbereiten?

Ja. Die Rouladen können einige Stunden vorher gefüllt und gebunden werden. Bis zum Anbraten gut abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Etwa 15 Minuten vor der Zubereitung herausnehmen.

Was mache ich, wenn die Sauce zu dünn ist?

Die fertig gegarten Rouladen herausnehmen und warm halten. Die Sauce anschließend ohne Deckel 2–5 Minuten sanft einkochen, bis sie den Rücken eines Löffels leicht überzieht.

Kann ich das Gericht komplett auf dem Herd zubereiten?

Ja. Nach dem Ablöschen und Einrühren der Crème fraîche die Rouladen zurück in die Pfanne geben, abdecken und bei niedriger Hitze etwa 25–30 Minuten sanft schmoren. Zwischendurch wenden und darauf achten, dass die Sauce nicht stark kocht.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.