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Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Suppen & Eintöpfe

Cremiges Rindergulasch mit Paprika – butterzartes Fleisch in einer würzigen Rahmsoße

Cremiges Rindergulasch mit Paprika – butterzartes Fleisch in einer würzigen Rahmsoße

Cremiges Rindergulasch mit Paprika – butterzartes Fleisch in einer würzigen Rahmsoße

Dieses cremige Rindergulasch ist genau das richtige Gericht, wenn eine kräftige, wärmende Mahlzeit auf den Tisch soll. Rindfleisch wird zunächst portionsweise kräftig angebraten und anschließend langsam mit Zwiebeln, Paprika, Knoblauch und Brühe geschmort. Dadurch wird das Fleisch wunderbar zart und die Soße bekommt einen intensiven Geschmack. Saure Sahne sorgt zum Schluss für eine angenehm cremige Konsistenz, ohne die würzige Paprikanote zu überdecken. Das Rezept benötigt etwas Zeit zum Schmoren, ist in der Zubereitung aber unkompliziert und deshalb auch für Anfänger geeignet. Dazu passen Kartoffeln, Nudeln oder Spätzle.

Praktische Informationen

  • Vorbereitung: 20 Minuten
  • Ruhezeit: keine
  • Kochzeit: ca. 1 Stunde 50 Minuten
  • Gesamtzeit: ca. 2 Stunden 10 Minuten
  • Portionen: 6
  • Schwierigkeit: Einfach
  • Topf: schwerer Schmortopf mit Deckel, ca. 4–5 Liter

Zutaten

  • 1 kg Rindergulasch aus Schulter oder Wade, in ca. 3–4 cm großen Würfeln
  • 20 ml Olivenöl
  • 300 g Zwiebeln
  • 1 rote Paprikaschote, ca. 180 g
  • 1 grüne Paprikaschote, ca. 180 g
  • 3 Knoblauchzehen
  • 25 g Paprikapulver, edelsüß
  • 3 g schwarzer Pfeffer
  • 8 g Salz
  • 600 ml Rinderbrühe
  • 200 g saure Sahne
  • 25 g Weizenmehl Type 405

Zubereitung

  1. Fleisch und Gemüse vorbereiten.
    Das Rindfleisch mit Küchenpapier gründlich trocken tupfen. Dieser Schritt ist wichtig, damit es später tatsächlich brät und nicht im austretenden Wasser kocht. Zwiebeln schälen und in etwa 1 cm große Würfel schneiden. Beide Paprikaschoten waschen, entkernen und ebenfalls würfeln. Knoblauch schälen und fein hacken. Alle Zutaten bereitstellen, bevor der Topf erhitzt wird.
  2. Rindfleisch kräftig anbraten.
    Das Olivenöl in einem schweren Schmortopf bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Das Fleisch in zwei bis drei Portionen jeweils etwa 4–5 Minuten rundherum anbraten. Die Stücke sollten deutlich gebräunte Stellen bekommen. Den Topf nicht überfüllen, da das Fleisch sonst zu viel Flüssigkeit abgibt. Jede gebräunte Portion herausnehmen und kurz auf einem Teller beiseitestellen.
  3. Zwiebeln und Paprika anschwitzen.
    Die Hitze auf mittlere Stufe reduzieren. Zwiebeln, rote und grüne Paprika in denselben Topf geben und unter gelegentlichem Rühren 6–8 Minuten anschwitzen. Das Gemüse soll weicher werden und die Zwiebeln dürfen leicht goldgelb aussehen. Anschließend den gehackten Knoblauch hinzufügen und weitere 30–60 Sekunden rühren. Der Knoblauch soll duften, aber nicht dunkel werden.
  4. Paprikapulver und Brühe hinzufügen.
    Den Topf kurz von der heißen Platte ziehen und Paprikapulver, Pfeffer und Salz unter das Gemüse rühren. Das Paprikapulver nur etwa 20 Sekunden mit den warmen Zutaten vermengen, damit es nicht verbrennt und bitter wird. Anschließend mit der Rinderbrühe ablöschen. Dabei mit einem Holzlöffel die gebräunten Röststoffe vom Topfboden lösen. Das angebratene Fleisch samt ausgetretenem Fleischsaft wieder hineingeben.
  5. Gulasch langsam schmoren.
    Alles einmal kurz aufkochen lassen. Danach die Temperatur so weit reduzieren, dass die Flüssigkeit nur noch sanft köchelt. Den Deckel leicht versetzt auflegen und das Gulasch etwa 75–90 Minuten schmoren. Etwa alle 20 Minuten umrühren. Fertig für den nächsten Schritt ist das Fleisch, wenn sich ein Stück mit einer Gabel leicht einstechen lässt. Ist es noch fest, weitere 10–20 Minuten schmoren.
  6. Rahmmischung vorbereiten.
    Saure Sahne und Mehl in einer kleinen Schüssel gründlich glatt rühren, bis keine Mehlklümpchen mehr vorhanden sind. Anschließend etwa 100 ml der heißen Gulaschflüssigkeit nach und nach unter die Sahnemischung rühren. Durch dieses Angleichen der Temperatur verbindet sich die saure Sahne später besser mit der heißen Soße und flockt weniger leicht aus.
  7. Soße cremig fertigstellen.
    Die temperierte Sahnemischung langsam unter ständigem Rühren zum Gulasch geben. Bei niedriger bis mittlerer Hitze weitere 8–10 Minuten offen ziehen lassen. Nicht mehr kräftig sprudelnd kochen. Die Soße sollte am Ende cremig sein und die Fleischstücke leicht überziehen. Vor dem Servieren nochmals umrühren und das Gulasch direkt heiß auf den Tisch bringen.

Tipps für ein perfektes Gulasch

  • Das Fleisch portionsweise braten: Nur so entstehen kräftige Röstaromen, die später der Soße mehr Tiefe geben.
  • Geduld beim Schmoren: Rindergulasch kann nach einer Stunde noch fest sein. Erst längeres sanftes Schmoren macht kollagenreiches Fleisch wirklich zart.
  • Paprikapulver nicht verbrennen: Es sollte nur kurz mit den warmen Zutaten vermischt und anschließend sofort mit Flüssigkeit abgelöscht werden.
  • Saure Sahne temperieren: Etwas heiße Soße zuerst unter die Sahnemischung rühren. Das verringert das Risiko des Ausflockens.
  • Sanft statt stark kochen: Während der Schmorzeit reicht ein leichtes Köcheln. Starkes Kochen lässt die Flüssigkeit unnötig schnell verdampfen.
  • Konsistenz am Ende prüfen: Ist die Soße zu dick, kann sie mit etwas heißem Wasser verdünnt werden. Ist sie noch dünn, einige Minuten offen ziehen lassen.

Varianten und Substitutionen

Nur rote Paprika: Die grüne Paprika kann durch die gleiche Menge rote Paprika ersetzt werden. Das Gulasch wird dadurch etwas milder und süßlicher.

Crème fraîche statt saurer Sahne: Sie funktioniert in gleicher Menge und ist hitzestabiler. Die fertige Soße wird allerdings reichhaltiger und weniger säuerlich.

Rinderfond statt Brühe: 600 ml Rinderfond können 1:1 verwendet werden. Dadurch bekommt die Soße meist einen kräftigeren Fleischgeschmack.

Geräuchertes Paprikapulver: Bis zu 5 g des edelsüßen Paprikapulvers können durch geräuchertes Paprikapulver ersetzt werden. Mehr würde den rauchigen Geschmack schnell dominieren.

Aufbewahrung

Das Gulasch nach dem Essen nicht lange bei Raumtemperatur stehen lassen, sondern zügig abkühlen und gut verschlossen in den Kühlschrank stellen. Dort kann es 2–3 Tage aufbewahrt werden. Beim Aufwärmen langsam im Topf erhitzen und regelmäßig umrühren, bis das Fleisch und die Soße vollständig heiß sind. Falls die Soße dabei zu dick wird, etwas Wasser hinzufügen. Das vollständig abgekühlte Gulasch lässt sich auch portionsweise einfrieren und sollte für beste Qualität innerhalb von etwa 3 Monaten verbraucht werden. Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend gründlich erhitzen.

Häufige Fragen

Warum wird mein Rindergulasch nicht weich?

Meist benötigt das Fleisch einfach mehr Zeit. Je nach Fleischstück und Größe der Würfel können statt 90 Minuten auch rund 2 Stunden nötig sein. Entscheidend ist nicht ausschließlich die Uhr, sondern ob sich das Fleisch leicht mit der Gabel teilen lässt.

Warum ist meine Gulaschsoße zu dünn?

Nach Zugabe der Mehl-Sahne-Mischung muss die Soße einige Minuten sanft erhitzt werden, damit das Mehl bindet. Bleibt sie trotzdem dünn, das Gulasch noch einige Minuten ohne Deckel ziehen lassen.

Kann ich das Gulasch am Vortag kochen?

Ja. Gulasch eignet sich sehr gut zum Vorbereiten. Nach dem Kochen rasch abkühlen, abgedeckt im Kühlschrank lagern und am nächsten Tag langsam und vollständig durcherhitzen.

Welche Beilage passt zu cremigem Gulasch?

Besonders gut passen Kartoffeln, Kartoffelpüree, Spätzle oder breite Eiernudeln. Auch frisches Brot eignet sich hervorragend, um die cremige Paprikasoße aufzunehmen.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.