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Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Desserts nach Großmutters Art

Diese gefüllten Marmeladen-Kekse verschwinden schneller vom Teller, als man backen kann

Diese gefüllten Marmeladen-Kekse verschwinden schneller vom Teller, als man backen kann

Diese gefüllten Marmeladen-Kekse verschwinden schneller vom Teller, als man backen kann

Außen goldbraun und mürbe, innen fruchtig und weich: Diese gefüllten Kekse sind genau die richtige Mischung aus einfachem Buttergebäck und saftiger Marmeladenfüllung. Durch ihre geriffelte Oberfläche sehen sie besonders hübsch aus, obwohl der Teig unkompliziert zuzubereiten ist. Wichtig ist vor allem, eine dicke Marmelade zu verwenden und die Ränder sorgfältig zu verschließen, damit beim Backen möglichst wenig Füllung austritt. Die Kekse schmecken frisch wunderbar, lassen sich aber auch mehrere Tage aufbewahren. Damit eignen sie sich hervorragend zum Nachmittagskaffee, für Familienfeiern oder als Gebäck zum Verschenken.

Diese gefüllten Marmeladen-Kekse verschwinden schneller vom Teller, als man backen kann

Informationen zur Zubereitung

  • Vorbereitung: 35 Minuten
  • Ruhezeit: 30 Minuten
  • Backzeit: 14–17 Minuten pro Blech
  • Gesamtzeit: ca. 1 Stunde 25 Minuten
  • Portionen: ca. 24 gefüllte Kekse
  • Schwierigkeitsgrad: einfach
  • Backblech: ca. 30 × 40 cm
  • Backofen: 180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft

Zutaten

  • 250 g Weizenmehl Type 405
  • 40 g Speisestärke
  • 100 g Puderzucker
  • 1 Prise Salz
  • 150 g weiche Butter
  • 1 Ei, Größe M
  • 5 ml Vanilleextrakt
  • 4 g Backpulver
  • 160 g dicke Aprikosen-, Pflaumen- oder Erdbeermarmelade

Zubereitung

  1. Teig vorbereiten. Mehl, Speisestärke, Puderzucker, Salz und Backpulver in einer großen Schüssel sorgfältig vermischen. Die weiche Butter in kleinen Stücken dazugeben. Ei und Vanilleextrakt hinzufügen. Alles zunächst mit einem Teigschaber oder den Knethaken vermengen und anschließend nur kurz mit den Händen zu einem glatten Teig zusammenbringen. Nicht länger als nötig kneten, damit die fertigen Kekse schön mürbe bleiben.
  2. Teig kalt stellen. Den Teig zu einer flachen Scheibe formen und abgedeckt für 30 Minuten in den Kühlschrank legen. Durch diese Ruhezeit wird die Butter wieder fester. Der Teig lässt sich danach sauberer formen und die geriffelte Struktur bleibt beim Backen besser sichtbar. Ist der Teig nach 30 Minuten noch sehr weich, weitere 10 Minuten kühlen.
  3. Kekse formen. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze beziehungsweise 160 °C Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig in etwa 48 gleich große Portionen von jeweils ungefähr 12 g teilen. Jede Portion zu einem kleinen Rechteck von etwa 5 × 3 cm formen. Für die typische Optik die Oberfläche vorsichtig mit einer geriffelten Teigkarte oder einer Gabel strukturieren.
  4. Marmelade einfüllen. Auf die Hälfte der Teigstücke jeweils etwa 6–7 g Marmelade mittig verteilen. Rundherum ungefähr 5 mm Rand frei lassen. Jeweils ein zweites Teigstück darauflegen und die Kanten sorgfältig zusammendrücken. Die Füllung darf nicht bis zum Rand reichen, sonst kann sie während des Backens austreten. Anschließend die Seiten noch einmal sauber nachformen.
  5. Auf das Blech setzen. Die gefüllten Kekse mit ungefähr 3 cm Abstand auf das vorbereitete Blech legen. Falls sie durch das Formen wieder sehr weich geworden sind, das komplette Blech vor dem Backen noch 10 Minuten kühl stellen. Das hilft besonders bei warmer Raumtemperatur und sorgt dafür, dass die rechteckige Form besser erhalten bleibt.
  6. Goldbraun backen. Das Blech auf der mittleren Schiene in den vorgeheizten Ofen schieben und die Kekse 14–17 Minuten backen. Sie sind fertig, sobald die Oberfläche trocken aussieht und die Ränder eine gleichmäßige hellgoldene bis goldbraune Farbe angenommen haben. Die genaue Zeit hängt von Größe, Dicke und Backofen ab. Nicht zu dunkel backen, denn das Gebäck wird beim Abkühlen noch fester.
  7. Vollständig auskühlen lassen. Die Kekse nach dem Backen zunächst 5 Minuten auf dem Blech lassen. Direkt aus dem Ofen sind sie noch empfindlich. Danach vorsichtig auf ein Kuchengitter setzen und vollständig auskühlen lassen. Die Marmeladenfüllung ist unmittelbar nach dem Backen sehr heiß, deshalb die Kekse erst probieren, wenn sie ausreichend abgekühlt sind.

Tipps für gelungene gefüllte Kekse

Eine dicke Marmelade wählen: Sehr flüssige Konfitüre läuft beim Backen leichter aus. Besonders gut funktioniert eine fein pürierte, streichfähige Marmelade mit fester Konsistenz.

Den Teig nicht zu lange kneten: Sobald er glatt zusammenhält, reicht es. Übermäßiges Kneten kann die Kekse kompakter und weniger mürbe machen.

Die Füllung sparsam dosieren: Mehr Marmelade klingt verlockend, erhöht aber deutlich das Risiko, dass die Kekse aufplatzen.

Die Ränder sauber verschließen: Vor dem Zusammensetzen darauf achten, dass keine Marmelade auf den Rand gelangt. Fettige oder feuchte Ränder verbinden sich schlechter.

Auf die Farbe achten: Die Kekse sollen goldbraun und nicht dunkelbraun werden. Besonders die Unterseite kann schneller Farbe bekommen als die Oberseite.

Vor dem Backen kühlen: Wenn die geformten Kekse weich wirken, helfen zusätzliche 10 Minuten im Kühlschrank, damit die Struktur deutlicher bleibt.

Varianten und Substitutionen

Pflaumenmus: Es eignet sich besonders gut, weil es normalerweise relativ dick ist. Der Geschmack wird kräftiger und weniger süß als mit Erdbeermarmelade.

Aprikosenmarmelade: Sie sorgt für eine fruchtige, leicht säuerliche Füllung. Größere Fruchtstücke vorher fein zerdrücken.

Himbeermarmelade: Sie bringt mehr Säure ins Gebäck. Wer die Kerne nicht mag, verwendet eine passierte Variante.

Vanille ersetzen: Statt 5 ml Vanilleextrakt kann Vanillepaste in entsprechender Herstellerdosierung verwendet werden. Dadurch verändert sich vor allem das Aroma, nicht die Konsistenz.

Etwas kleinere Kekse: Die Teigportionen können kleiner geformt werden. Dann unbedingt bereits nach etwa 11–12 Minuten die Bräunung kontrollieren, da kleinere Stücke schneller durchbacken.

Conservation

Die vollständig ausgekühlten Kekse in einer gut schließenden Dose bei kühler Raumtemperatur aufbewahren. Je nach verwendeter Marmelade bleiben sie etwa 4 bis 5 Tage angenehm. Zwischen mehrere Lagen am besten Backpapier legen, damit sie nicht aneinanderkleben.

Zum Einfrieren die vollständig abgekühlten Kekse einzeln vorfrieren und anschließend luftdicht verpacken. Bis zu etwa 2 Monate einfrieren. Bei Raumtemperatur auftauen lassen. Ein erneutes Aufbacken ist normalerweise nicht nötig.

Häufige Fragen

Warum läuft die Marmelade beim Backen heraus?

Meist wurde zu viel Füllung verwendet, die Marmelade war sehr flüssig oder die Ränder wurden nicht vollständig verschlossen. Pro Keks reichen etwa 6–7 g.

Warum verschwinden die Rillen im Backofen?

Der Teig war wahrscheinlich zu warm. Die bereits geformten Kekse vor dem Backen 10–15 Minuten kühlen und erst anschließend in den vollständig vorgeheizten Ofen geben.

Kann ich den Teig am Vortag vorbereiten?

Ja. Den Teig luftdicht verpackt über Nacht im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Formen etwa 10–15 Minuten bei Raumtemperatur liegen lassen, falls er zu hart geworden ist.

Kann ich die Kekse ohne spezielle Form herstellen?

Ja. Die Rechtecke lassen sich einfach von Hand formen. Für die dekorativen Rillen genügt eine Gabel oder eine geriffelte Teigkarte. Entscheidend für das Ergebnis sind eine gleichmäßige Größe und gut verschlossene Ränder.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.