Diese Pistazien-Törtchen sehen aus wie vom Konditor – und die cremige Füllung macht sie unwiderstehlich!
Diese Pistazien-Törtchen sehen aus wie vom Konditor – und die cremige Füllung macht sie unwiderstehlich!
Knuspriger Mürbeteig, eine saftige Pistazienfüllung und eine samtige Pistaziencreme: Diese kleinen Törtchen sind genau das richtige Gebäck für alle, die Pistazien lieben. Der Boden wird zunächst blindgebacken, anschließend mit einer einfachen Pistazienmasse gefüllt und fertig gebacken. Nach dem vollständigen Auskühlen kommt eine glatte Creme darauf, die mit gehackten Pistazien verfeinert wird. Das Ergebnis verbindet mürben Teig mit intensivem Nussaroma und einer angenehm cremigen Oberfläche. Die Zubereitung braucht etwas Zeit, ist aber auch für Hobbybäcker gut machbar, wenn die einzelnen Schritte eingehalten werden.

Informationen praktisch
- Vorbereitung: 40 Minuten
- Ruhezeit: 1 Stunde 30 Minuten
- Backzeit: 30–35 Minuten
- Gesamtzeit: ca. 2 Stunden 45 Minuten
- Portionen: 8 Törtchen
- Schwierigkeit: mittel
- Formen: 8 Tartelettförmchen mit etwa 10 cm Durchmesser
- Backofen: 180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft
Zutaten
Für den Mürbeteig
- 250 g Weizenmehl Type 405
- 80 g Puderzucker
- 1 Prise Salz
- 125 g kalte Butter, gewürfelt
- 1 Ei, Größe M
Für die Pistazienfüllung
- 80 g weiche Butter
- 70 g Zucker
- 2 Eier, Größe M
- 100 g ungesalzene Pistazien, fein gemahlen
- 20 g Weizenmehl Type 405
Für die Pistaziencreme
- 250 ml Vollmilch
- 3 Eigelb
- 50 g Zucker
- 25 g Speisestärke
- 80 g reine Pistazienpaste, ungesüßt
- 20 g Butter
Zum Fertigstellen
- 50 g ungesalzene Pistazien, grob gehackt
Zubereitung
- Mürbeteig herstellen.
Mehl, Puderzucker und Salz in einer Schüssel vermischen. Die kalten Butterwürfel hinzufügen und mit den Fingerspitzen rasch einarbeiten, bis eine krümelige Mischung entsteht. Das Ei dazugeben und alles nur so lange verkneten, bis ein homogener Teig zusammenkommt. Nicht unnötig lange kneten, sonst wird der Boden nach dem Backen weniger mürbe. Den Teig flach drücken, abdecken und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. - Förmchen auskleiden und nochmals kühlen.
Den gekühlten Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa 3 mm dick ausrollen. Acht Kreise ausschneiden, die etwas größer als die Tartelettförmchen sind. Teig vorsichtig hineinlegen und an Boden sowie Rand drücken. Überstehenden Teig sauber abschneiden. Die Böden mehrmals mit einer Gabel einstechen und die Förmchen für weitere 20 Minuten kalt stellen. Währenddessen den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze beziehungsweise 160 °C Umluft vorheizen. - Tarteletteböden blindbacken.
Jeden Boden mit einem kleinen Stück Backpapier bedecken und mit Backgewichten oder getrockneten Hülsenfrüchten beschweren. Die Törtchen auf mittlerer Schiene etwa 10 Minuten backen. Papier und Gewichte entfernen und weitere 3 Minuten backen. Der Teig soll noch hell sein und lediglich beginnen, fest zu werden. Anschließend aus dem Ofen nehmen. - Pistazienfüllung zubereiten und backen.
Weiche Butter und Zucker etwa 2 Minuten cremig rühren. Die beiden Eier nacheinander einarbeiten. Gemahlene Pistazien und 20 g Mehl hinzufügen und nur kurz zu einer gleichmäßigen Masse verrühren. Die Füllung auf die acht vorgebackenen Böden verteilen und glatt streichen. Bei unveränderter Ofentemperatur weitere 17–22 Minuten backen. Die Oberfläche sollte fest wirken und am Rand leicht goldbraun werden. Vollständig auskühlen lassen. - Pistaziencreme kochen.
Milch in einem Topf erhitzen, bis sie deutlich dampft, aber noch nicht kräftig kocht. Eigelb, Zucker und Speisestärke in einer Schüssel glatt verrühren. Etwa ein Drittel der heißen Milch langsam unter ständigem Rühren zur Eigelbmischung geben. Alles zurück in den Topf gießen und bei mittlerer Hitze ständig mit einem Schneebesen rühren. Nach ungefähr 2–4 Minuten wird die Creme deutlich dick. Noch etwa 30 Sekunden unter Rühren erhitzen. - Pistaziencreme fertigstellen.
Den Topf vom Herd nehmen. Pistazienpaste und 20 g Butter gründlich unterrühren, bis eine glatte, gleichmäßig grüne Creme entstanden ist. Die Creme in eine flache Schüssel geben und direkt auf der Oberfläche abdecken, damit sich keine Haut bildet. Zunächst kurz abkühlen lassen und anschließend etwa 40 Minuten im Kühlschrank kalt stellen. - Törtchen zusammensetzen.
Die vollständig abgekühlte Pistaziencreme kurz mit einem Schneebesen glatt rühren. In einen Spritzbeutel mit großer runder Tülle füllen. Die Creme spiralförmig auf die ausgekühlten Törtchen spritzen. Alternativ lässt sie sich mit einem Löffel verteilen und glatt streichen. - Mit Pistazien vollenden.
Die 50 g grob gehackten Pistazien auf der Creme verteilen und leicht andrücken. Die fertigen Törtchen können sofort serviert werden. Besonders angenehm ist die Konsistenz, wenn sie nach dem Zusammensetzen noch etwa 15–20 Minuten kühl stehen.
Tipps für ein perfektes Ergebnis
Den Mürbeteig kalt halten: Wird die Butter beim Verarbeiten zu weich, kann der Teig beim Backen stärker schrumpfen. Deshalb beide Kühlzeiten einhalten.
Ungesalzene Pistazien verwenden: Geröstete und stark gesalzene Snack-Pistazien verändern den Geschmack der Creme deutlich. Für Desserts eignen sich naturbelassene, ungesalzene Kerne besser.
Reine Pistazienpaste wählen: Gemeint ist eine möglichst ungesüßte Paste mit hohem Pistazienanteil. Süße Pistazienaufstriche enthalten häufig Zucker und andere Fette und können die Konsistenz verändern.
Creme ständig rühren: Besonders am Topfboden dickt die Stärke schnell an. Kontinuierliches Rühren verhindert Klümpchen und Anbrennen.
Törtchen vollständig auskühlen lassen: Warme Böden würden die gekühlte Pistaziencreme weicher machen und der saubere Aufbau ginge verloren.
Nicht zu dunkel backen: Die Böden sollen goldgelb und knusprig werden. Zu langes Backen macht den dünnen Mürbeteig unnötig hart.
Varianten und Substitutionen
Ein großes Pistazien-Tarte
Statt acht kleinen Formen kann eine Tarteform von etwa 24 cm Durchmesser verwendet werden. Die Backzeiten müssen angepasst werden: Entscheidend ist, dass die Pistazienfüllung in der Mitte vollständig gestockt ist.
Mit Mandeln
Die 100 g gemahlenen Pistazien in der gebackenen Füllung können durch fein gemahlene Mandeln ersetzt werden. Die Creme bleibt pistazienhaltig, während der gebackene Kern milder und weniger intensiv schmeckt.
Mit süßer Pistaziencreme
Ist nur gesüßter Pistazienaufstrich erhältlich, sollte er nicht einfach im Verhältnis 1:1 eingesetzt werden, da Zucker- und Fettgehalt je nach Produkt stark variieren. Für die zuverlässigste Konsistenz bleibt ungesüßte Pistazienpaste die bessere Wahl.
Ohne Spritzbeutel
Geschmacklich macht es keinen Unterschied, wenn die Creme einfach mit einem Löffel aufgetragen wird. Mit der Rückseite des Löffels lassen sich dekorative Wellen formen.
Conservation
Die fertigen Pistazien-Törtchen wegen der Creme in einem geschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2 Tagen verzehren. Je länger sie gefüllt stehen, desto mehr Feuchtigkeit nimmt der Mürbeteig auf. Ungefüllte, vollständig gebackene Böden können dagegen einen Tag bei Raumtemperatur luftdicht gelagert werden. Die fertigen Törtchen eignen sich wegen der stärkegebundenen Creme nur eingeschränkt zum Einfrieren, da sich deren Konsistenz nach dem Auftauen verändern kann.
Fragen fréquentes
Warum schrumpft mein Mürbeteig beim Backen?
Meist war der Teig zu warm oder wurde stark geknetet. Nach dem Auskleiden der Formen nochmals 20 Minuten kühlen und den Teig nur kurz bearbeiten.
Warum wird meine Pistaziencreme nicht fest?
Die Mischung muss nach Zugabe der Stärke ausreichend erhitzt werden. Sie sollte im Topf sichtbar eindicken und eine puddingähnliche Konsistenz erreichen.
Kann ich die Törtchen am Vortag vorbereiten?
Ja. Für besonders knusprige Böden ist es jedoch besser, Böden und Creme getrennt aufzubewahren und die Törtchen erst einige Stunden vor dem Servieren zusammenzusetzen.
Müssen Pistazien-Törtchen in den Kühlschrank?
Ja. Sobald die Törtchen mit der milch- und eigelbhaltigen Creme gefüllt sind, gehören sie in den Kühlschrank. Zum Servieren können sie etwa 10–15 Minuten vorher herausgenommen werden.
