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Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Desserts nach Großmutters Art

Dieser Ananas-Kuchen wird beim Stürzen zum Hingucker – saftig, karamellig und herrlich einfach

Dieser Ananas-Kuchen wird beim Stürzen zum Hingucker – saftig, karamellig und herrlich einfach

Dieser Ananas-Kuchen wird beim Stürzen zum Hingucker – saftig, karamellig und herrlich einfach

Goldgelbe Ananas, eine glänzende Karamellschicht und darunter ein wunderbar lockerer, saftiger Rührteig: Dieser gestürzte Ananaskuchen sieht aufwendig aus, ist aber erstaunlich unkompliziert. Die Ananasscheiben werden direkt auf eine Mischung aus Butter und braunem Zucker gelegt und anschließend mit dem Teig bedeckt. Beim Backen karamellisiert die Oberfläche, während etwas Ananassaft den Kuchen angenehm fruchtig hält. Nach einer kurzen Abkühlzeit wird der Kuchen gestürzt – dann liegt das schöne Ananasmuster oben. Ein unkomplizierter Blechkuchen für Familie, Kaffeetafel oder Gäste, der sich problemlos in gleichmäßige Stücke schneiden lässt.

Dieser Ananas-Kuchen wird beim Stürzen zum Hingucker – saftig, karamellig und herrlich einfach

Informationen zur Zubereitung

  • Vorbereitung: 25 Minuten
  • Ruhezeit: 15 Minuten nach dem Backen
  • Backzeit: 40–45 Minuten
  • Gesamtzeit: etwa 1 Stunde 25 Minuten
  • Portionen: 12 Stücke
  • Schwierigkeit: einfach
  • Backform: rechteckige Form, etwa 23 × 33 cm
  • Backofen: 180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft

Zutaten

Für Ananas und Karamellschicht

  • 12 Ananasscheiben aus der Dose, etwa 500 g Abtropfgewicht
  • 80 g Butter
  • 120 g brauner Zucker

Für den Kuchenteig

  • 120 g weiche Butter
  • 150 g Zucker
  • 3 Eier, Größe M
  • 1 TL Vanilleextrakt, 5 ml
  • 250 g Weizenmehl Type 405
  • 10 g Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 150 ml Ananassaft aus der Dose
  • 80 ml Vollmilch

Zubereitung

  1. Ananas gut abtropfen lassen.
    Die Ananasscheiben aus der Dose nehmen und den Saft auffangen. Davon 150 ml für den Teig abmessen. Die Scheiben auf Küchenpapier legen und vorsichtig trocken tupfen. Dieser Schritt ist wichtig: Zu viel Flüssigkeit auf der Ananas kann die spätere Karamellschicht unnötig verwässern. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze beziehungsweise 160 °C Umluft vorheizen.
  2. Karamellboden vorbereiten.
    Die 80 g Butter bei niedriger Hitze schmelzen und gleichmäßig auf dem Boden einer etwa 23 × 33 cm großen, geschlossenen Backform verteilen. Den braunen Zucker darüberstreuen und möglichst gleichmäßig verteilen. Die abgetropften Ananasscheiben anschließend dicht nebeneinander auflegen. Sie dürfen sich leicht berühren, sollten aber möglichst nicht stark überlappen.
  3. Butter und Zucker cremig rühren.
    Für den Teig 120 g weiche Butter zusammen mit 150 g Zucker in eine Rührschüssel geben. Mit dem Handrührgerät ungefähr 3 Minuten auf mittlerer bis hoher Stufe schlagen. Die Mischung sollte sichtbar heller und cremiger werden. Anschließend die Eier einzeln hinzufügen. Nach jedem Ei ungefähr 30 Sekunden rühren, bevor das nächste hineinkommt. Zum Schluss den Vanilleextrakt kurz unterrühren.
  4. Trockene Zutaten vorbereiten.
    In einer zweiten Schüssel die 250 g Weizenmehl gründlich mit 10 g Backpulver und einer Prise Salz vermischen. Das verhindert, dass sich das Backpulver später ungleichmäßig im Teig verteilt. Mehlmischung anschließend in zwei bis drei Portionen zur Butter-Eier-Masse geben.
  5. Ananassaft und Milch einarbeiten.
    Abwechselnd mit dem Mehl die 150 ml aufgefangenen Ananassaft und 80 ml Vollmilch einarbeiten. Dabei nur auf niedriger Stufe rühren. Sobald ein glatter, dickflüssiger Teig ohne sichtbare Mehlnester entstanden ist, nicht weiter mixen. Zu langes Rühren nach der Mehlzugabe kann den fertigen Kuchen kompakter machen.
  6. Teig über der Ananas verteilen.
    Den Kuchenteig vorsichtig über die vorbereiteten Ananasscheiben geben. Am besten zunächst mehrere Portionen über die gesamte Form verteilen und anschließend mit einem Teigschaber glatt streichen. Nicht kräftig drücken, damit die Ananasscheiben an ihrem Platz bleiben. Die Form ein- bis zweimal sehr vorsichtig auf die Arbeitsfläche klopfen, damit größere Lufttaschen verschwinden.
  7. Goldbraun backen.
    Den Kuchen auf der mittleren Schiene 40–45 Minuten backen. Nach etwa 35 Minuten kontrollieren. Die sichtbare Teigoberfläche sollte goldbraun sein. Für die Garprobe ein Holzstäbchen in die Mitte stecken: Es darf mit einigen feuchten Krümeln, aber nicht mit flüssigem Teig herauskommen. Wird die Oberfläche zu dunkel, den Kuchen für die letzten Minuten locker mit Backpapier abdecken.
  8. Kurz warten und stürzen.
    Den fertigen Kuchen aus dem Ofen nehmen und 10–15 Minuten in der Form stehen lassen. Nicht vollständig darin erkalten lassen, denn die Karamellschicht kann beim Abkühlen stärker an der Form haften. Mit einem dünnen Messer vorsichtig am Rand entlangfahren. Eine ausreichend große Platte oder ein Brett auf die Form legen und beides mit einer sicheren, zügigen Bewegung umdrehen. Die Form langsam abheben. Vor dem Anschneiden weitere 15–20 Minuten abkühlen lassen.

Tipps für einen perfekten Ananaskuchen

Ananas gründlich abtropfen lassen: Feuchte Scheiben erschweren eine schöne Karamellisierung. Mit Küchenpapier trocken getupfte Früchte liefern ein besseres Ergebnis.

Eine geschlossene Backform verwenden: Bei einer Springform können geschmolzene Butter und Zucker während des Backens auslaufen.

Die Ananas sorgfältig anordnen: Das Muster, das vor dem Backen unten liegt, wird nach dem Stürzen zur sichtbaren Oberfläche.

Nicht zu lange backen: Sobald die Stäbchenprobe gelingt, den Kuchen herausnehmen. Überbackener Rührteig verliert schnell seine saftige Konsistenz.

Nicht kalt stürzen: Etwa 10–15 Minuten sind ideal. Der Kuchen ist dann stabil genug, während die Karamellschicht noch warm und beweglich ist.

Teig nur kurz fertig rühren: Nach Zugabe des Mehls genügt es, bis gerade eine homogene Masse entstanden ist.

Varianten und Substitutionen

Ananasstücke statt Ringen: Etwa 500 g gut abgetropfte Ananasstücke funktionieren ebenfalls. Sie werden dicht auf der Karamellschicht verteilt. Das klassische Ringmuster fällt dabei natürlich weg.

Heller Zucker für den Karamellboden: Brauner Zucker kann durch dieselbe Menge weißen Zucker ersetzt werden. Die Oberfläche schmeckt dann etwas weniger kräftig karamellig.

Orangennote: Die 150 ml Ananassaft können teilweise durch Orangensaft ersetzt werden, beispielsweise 100 ml Ananassaft und 50 ml Orangensaft. Dadurch wird das Fruchtaroma etwas komplexer.

Runde Variante: Für eine runde Form von etwa 26 cm Durchmesser sollte die Zutatenmenge reduziert werden, da die hier angegebene Menge für eine große rechteckige Form ausgelegt ist.

Aufbewahrung

Den vollständig abgekühlten Kuchen luftdicht verpacken. Bei kühler Raumtemperatur kann er etwa 1 Tag, im Kühlschrank bis zu 3 Tage aufbewahrt werden. Vor dem Servieren 20–30 Minuten auf Raumtemperatur kommen lassen.

Einzelne Stücke lassen sich gut verpackt bis zu 2 Monate einfrieren. Langsam im Kühlschrank oder bei Raumtemperatur auftauen. Wer ihn leicht warm mag, kann ein Stück für etwa 5 Minuten bei 140 °C im Backofen erwärmen.

Häufige Fragen

Warum bleibt die Ananas beim Stürzen in der Form hängen?

Meist ist der Kuchen zu lange in der Form abgekühlt. Nach etwa 10–15 Minuten stürzen, solange Butter und karamellisierter Zucker noch warm sind.

Kann ich frische Ananas verwenden?

Ja. Sie sollte reif, dünn geschnitten und gut trocken getupft sein. Für den im Teig benötigten Ananassaft muss dann jedoch separat 150 ml Ananassaft bereitgestellt werden.

Warum ist mein Kuchen in der Mitte noch feucht?

Ananas bringt viel Feuchtigkeit mit. Den Kuchen in diesem Fall weitere 5 Minuten backen und erneut eine Stäbchenprobe im Teig, nicht direkt durch eine Ananasscheibe, durchführen.

Muss der Kuchen warm gestürzt werden?

Er sollte warm, aber nicht direkt glühend heiß sein. Nach 10–15 Minuten Ruhezeit ist er stabiler und die Karamellschicht lässt sich trotzdem noch gut aus der Form lösen.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.