Dieser Apfel-Joghurt-Kuchen ist so cremig und saftig – und dafür braucht man nur wenige einfache Zutaten!
Dieser Apfel-Joghurt-Kuchen ist so cremig und saftig – und dafür braucht man nur wenige einfache Zutaten!
Dieser Apfel-Joghurt-Kuchen verbindet saftige Apfelspalten mit einer weichen, leicht cremigen Joghurtmasse. Beim Backen werden die Äpfel an der Oberfläche goldbraun und leicht karamellisiert, während das Innere angenehm zart bleibt. Die Zutaten sind unkompliziert und meistens ohnehin im Vorratsschrank vorhanden. Besonders praktisch: Der Kuchen benötigt weder eine aufwendige Creme noch lange Ruhezeiten. Er eignet sich deshalb wunderbar für einen gemütlichen Familiennachmittag, spontanen Besuch oder als einfaches Dessert. Am besten schmeckt er vollständig ausgekühlt, wenn sich die Joghurtmasse gesetzt hat und sauber schneiden lässt.

Informationen auf einen Blick
- Vorbereitung: 20 Minuten
- Ruhezeit nach dem Backen: 30 Minuten
- Backzeit: 35–40 Minuten
- Gesamtzeit: ca. 1 Stunde 30 Minuten
- Portionen: 8 Stücke
- Schwierigkeit: Einfach
- Form: runde Tarte- oder Kuchenform, 24 cm Durchmesser
- Backofen: 180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft
Zutaten
- 2 mittelgroße Äpfel, insgesamt etwa 350 g
- 2 Eier, Größe M
- 50 g Zucker
- 250 g Naturjoghurt, etwa 3,5 % Fett
- 50 g Weizenmehl Type 405
- 5 g Backpulver
- 10 g Butter zum Einfetten der Form
Zubereitung
- Backofen und Form vorbereiten
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Bei Umluft reichen 160 °C. Eine runde Form mit 24 cm Durchmesser sorgfältig mit den 10 g Butter einfetten, besonders am Boden und am Rand. So lässt sich der fertige Kuchen später leichter lösen. - Äpfel vorbereiten
Die Äpfel waschen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Anschließend in etwa 3–4 mm dünne Spalten schneiden. Die Schale kann dranbleiben; sie sorgt nach dem Backen für eine schöne Farbe und gibt den Apfelstücken etwas mehr Struktur. Die Scheiben möglichst gleichmäßig schneiden, damit sie gleichzeitig weich werden. - Eier und Zucker verrühren
Eier und Zucker in eine große Schüssel geben. Mit einem Schneebesen oder Handrührgerät etwa 2 Minuten verrühren, bis die Mischung etwas heller und leicht schaumig geworden ist. Sie muss nicht so stark aufgeschlagen werden wie für einen Biskuit. - Joghurt einarbeiten
Den Naturjoghurt zur Eier-Zucker-Mischung geben und etwa 30 Sekunden unterrühren, bis eine gleichmäßige, glatte Masse entstanden ist. Nicht unnötig lange schlagen. - Mehl und Backpulver hinzufügen
Mehl und Backpulver miteinander vermischen. Anschließend zur Joghurtmasse geben und nur so lange unterrühren, bis keine trockenen Mehlnester mehr sichtbar sind. Zu langes Rühren ist nicht nötig. Der Teig bleibt relativ weich und deutlich flüssiger als ein klassischer Rührteig – das ist bei diesem Kuchen richtig. - Kuchen zusammensetzen
Die Masse gleichmäßig in die vorbereitete Form gießen. Die Apfelspalten anschließend leicht überlappend und spiralförmig auf der Oberfläche verteilen. Die Stücke nur ein wenig in die Masse drücken. Sie sollen noch deutlich sichtbar bleiben, damit beim Backen die appetitliche Apfelschicht entsteht. - Goldbraun backen
Die Form auf die mittlere Schiene stellen und den Kuchen 35–40 Minuten backen. Nach etwa 30 Minuten kontrollieren. Fertig ist er, wenn die Oberfläche goldgelb bis leicht gebräunt ist, die Äpfel weich geworden sind und die Mitte beim vorsichtigen Bewegen der Form nicht mehr flüssig wirkt. Ein Holzstäbchen darf aufgrund der feuchten Joghurtmasse noch leicht feucht herauskommen, sollte aber keinen rohen Teig tragen. - Abkühlen und anschneiden
Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und mindestens 30 Minuten in der Form abkühlen lassen. Die Füllung festigt sich dabei weiter. Anschließend vorsichtig portionieren. Für besonders saubere Stücke kann man ihn vollständig auf Raumtemperatur abkühlen lassen.
Tipps für einen gelungenen Apfel-Joghurt-Kuchen
Äpfel nicht zu dick schneiden: Spalten von ungefähr 3–4 mm werden während der relativ kurzen Backzeit weich, behalten aber noch etwas Biss. Sehr dicke Stücke können dagegen fest bleiben.
Naturjoghurt verwenden: Ein Joghurt mit etwa 3,5 % Fett ergibt eine angenehm cremige Konsistenz. Sehr fettarme Produkte können die Textur etwas weniger vollmundig machen.
Mehl nur kurz einarbeiten: Sobald keine trockenen Stellen mehr vorhanden sind, reicht es. Übermäßiges Rühren verbessert den Kuchen nicht.
Die Backzeit nach Sicht beurteilen: Jeder Backofen arbeitet etwas anders. Entscheidend sind eine goldene Oberfläche und eine gesetzte Mitte, nicht ausschließlich die angegebene Minutenzahl.
Vor dem Anschneiden warten: Direkt aus dem Ofen ist die Joghurtmasse noch sehr weich. Während des Abkühlens stabilisiert sie sich und lässt sich wesentlich schöner portionieren.
Eine passende Form wählen: Bei einer deutlich größeren Form wird der Kuchen flacher und ist schneller fertig. Eine kleinere Form macht ihn dicker und verlängert entsprechend die Backzeit.
Varianten und Substitutionen
Mit Birnen: Die beiden Äpfel können durch etwa 350 g feste, nicht überreife Birnen ersetzt werden. Der Kuchen wird etwas weicher und süßer, die Backzeit bleibt ungefähr gleich.
Mit griechischem Joghurt: Naturjoghurt kann in gleicher Menge durch griechischen Joghurt ersetzt werden. Dadurch wird die Masse etwas dichter und cremiger. Bei sehr festem griechischem Joghurt kann der fertige Kuchen kompakter ausfallen.
Weniger süß: Wer zurückhaltende Süße bevorzugt, kann den Zucker auf 40 g reduzieren. Bei säuerlichen Äpfeln schmeckt die Variante entsprechend frischer und weniger dessertartig.
Andere Apfelsorten: Säuerliche, backfeste Sorten sorgen für einen deutlicheren Kontrast zur milden Joghurtmasse. Süßere Äpfel ergeben einen insgesamt milderen Kuchen.
Aufbewahrung
Wegen des hohen Anteils an Joghurt und Ei sollte der vollständig ausgekühlte Kuchen abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von 2 bis 3 Tagen gegessen werden. Vor dem Servieren kann man ihn etwa 15 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen.
Zum Einfrieren einzelne vollständig ausgekühlte Stücke luftdicht verpacken und bis zu etwa 2 Monate einfrieren. Über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen. Ein starkes Wiedererhitzen ist nicht notwendig; wer ihn leicht warm mag, kann ein Stück für wenige Minuten bei etwa 120 °C in den Ofen geben.
Fragen häufig gestellt
Warum bleibt der Kuchen innen so weich?
Das ist gewollt. Durch 250 g Joghurt bei nur 50 g Mehl entsteht keine klassische trockene Rührkuchenstruktur, sondern eine deutlich weichere, cremigere Konsistenz. Wichtig ist lediglich, dass die Mitte nach dem Backen nicht mehr flüssig ist.
Muss ich die Äpfel schälen?
Nein. Dünn geschnittene Apfelspalten können problemlos mit Schale verwendet werden. Wer eine besonders weiche und gleichmäßige Textur bevorzugt, kann die Äpfel jedoch vorher schälen.
Warum sollte der Kuchen vor dem Schneiden abkühlen?
Die heiße Joghurt-Eier-Masse ist unmittelbar nach dem Backen noch empfindlich. Beim Abkühlen wird sie fester. Dadurch zerfallen die Stücke beim Herausheben deutlich weniger.
Kann ich den Kuchen am Vortag vorbereiten?
Ja. Nach vollständigem Abkühlen abdecken und im Kühlschrank aufbewahren. Am nächsten Tag ist die Masse besonders gut gesetzt. Für einen weicheren Geschmack den Kuchen etwa 15–20 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen.
