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Haushaltstipps

Dunstabzugshauben-Filter reinigen: die richtige Methode für jeden Filtertyp

Dunstabubenfilter richtig reinigen: Fett gründlich entfernen und die Saugleistung erhalten

Bevor Sie den Filter Ihrer Dunstabzugshaube ins Wasser legen, sollten Sie wissen, was Sie da eigentlich in der Hand halten. In Küchenhauben stecken vier ganz unterschiedliche Filtertypen, und was dem einen guttut, zerstört den anderen: Ein Aluminiumfilter verträgt keine scharfe Lauge, ein Aktivkohlefilter überhaupt kein Wasser, und ein Vliesfilter gehört gar nicht erst in die Spüle, sondern in den Müll. Dieser Ratgeber ordnet deshalb zuerst den Filtertyp ein und nennt dann die passende Methode – von der milden Natronlauge bis zum Sodabad für den Fall, dass monatelang niemand nachgesehen hat.

Dunstabzugshauben-Filter richtig reinigen: Fett entfernen und Saugleistung erhalten

Schritt 1: Welchen Filter haben Sie?

  • Aluminium-Streckmetallfilter – der häufigste Typ: mehrere Lagen gewelltes, silbrig-mattes Leichtmetall in einem Rahmen, spürbar leicht. Waschbar, aber empfindlich gegenüber starker Lauge. Erkennungsmerkmal: Ein Magnet haftet nicht.
  • Edelstahlfilter – deutlich schwerer, glänzend, oft mit feinem Drahtgeflecht. Robust, verträgt alle hier beschriebenen Methoden. Ein Magnet haftet je nach Legierung.
  • Aktivkohlefilter – schwarzes Granulat oder eine schwarze Wabenmatte, meist hinter dem Fettfilter und nur bei Umluftbetrieb verbaut. Wird niemals gewaschen, sondern alle 3 bis 6 Monate ersetzt.
  • Vlies- oder Papierfilter – weiße, watteartige Matte, oft mit aufgedrucktem Sättigungsindikator, häufig in älteren oder sehr günstigen Hauben. Reine Einwegware: bei Verfärbung austauschen, Waschen zerstört das Vlies.

Nur die ersten beiden Typen kommen also überhaupt ins Wasser. Wenn Sie unsicher sind, hilft der Blick in die Bedienungsanleitung oder auf die Rahmenprägung des Filters.

Schritt 2: Wie stark ist die Verfettung?

Halten Sie den Filter gegen das Licht. Sehen Sie durch das Gewebe hindurch, genügt eine einfache Wäsche. Ist das Geflecht bräunlich zugesetzt und lässt kaum Licht durch, brauchen Sie die stärkere Variante. Und wenn beim Kippen zähflüssiges, dunkles Fett aus dem Rahmen läuft, ist der Filter ein Sanierungsfall – dann geht es zuerst ins Sodabad.

Leicht bis mittel: das Natronbad

  • 5 Liter sehr heißes Wasser (60–70 °C, nicht kochend)
  • 3 Esslöffel Natron (ca. 45 g)
  • 2 Esslöffel fettlösendes Spülmittel
  • Große Wanne oder Spüle, weiche Spülbürste, Mikrofasertuch

Natron und Spülmittel vollständig im heißen Wasser auflösen, den Filter flach hineinlegen, sodass er komplett bedeckt ist, und 30 bis 45 Minuten einweichen. Danach beide Seiten mit der weichen Bürste in Richtung des Metallgeflechts abbürsten, mit klarem warmem Wasser abspülen und vollständig trocknen lassen. Erfolgreich war die Wäsche, wenn das Metall wieder gleichmäßig silbern ist, nicht mehr klebt und Wasser ungehindert durchläuft.

Stark verkrustet: das Sodabad

Wenn monatelang niemand nachgesehen hat, ist das Fett polymerisiert – es ist dann zäh, dunkel und für Natron zu fest. Lösen Sie 2 Esslöffel Waschsoda (ca. 30 g) in 5 Litern heißem Wasser und legen Sie den Filter 15 bis maximal 20 Minuten hinein, danach abbürsten und sehr gründlich abspülen. Waschsoda hebt den pH-Wert deutlich stärker an als Natron und bricht auch eingebrannte Fettschichten auf. Dieselbe Lauge bewährt sich bei eingebrannten Fettflecken auf dem Gasherd.

Drei Einschränkungen sind dabei wichtig. Handschuhe sind Pflicht, denn Soda reizt die Haut spürbar. Die Zeit ist eine Obergrenze, kein Richtwert – bei Aluminium greift die starke Lauge nach längerer Einwirkung die Oberfläche an und hinterlässt matte, gräuliche Flecken. Und lackierte oder farbig beschichtete Filterrahmen bleiben ganz außen vor. Im Zweifel bleiben Sie beim Natronbad und wiederholen es lieber zweimal.

Spülmaschine: erlaubt, aber nicht für jeden Filter

Die bequemste Methode hat einen Haken, den viele erst hinterher bemerken: Maschinenreiniger sind stark alkalisch, und Aluminium reagiert darauf. Der Filter kommt dann zwar fettfrei, aber matt, fleckig oder gräulich-dunkel wieder heraus. Das ist ein rein optischer Schaden, doch er ist nicht rückgängig zu machen. Edelstahlfilter dagegen vertragen die Maschine problemlos.

Wenn Sie die Maschine nutzen: den Filter senkrecht in den unteren Korb stellen, damit beide Seiten angeströmt werden, ein Programm mit 60 bis 70 °C wählen und die Maschine ohne weiteres Geschirr laufen lassen – gelöstes Fett verteilt sich sonst auf Gläsern und Tellern. Danach vollständig trocknen lassen. Stark eingebranntes Fett bekommt die Maschine allein selten weg; weichen Sie solche Filter vorher im Natron- oder Sodabad ein.

Aktivkohlefilter: warum Wasser ihn zerstört

Ein Metallfilter fängt Fetttröpfchen mechanisch ab – ein Aktivkohlefilter dagegen bindet Geruchsmoleküle an einer riesigen inneren Oberfläche aus mikroskopisch feinen Poren. Genau diese Poren setzen sich mit Wasser und Spülmittel unwiderruflich zu. Ein einmal durchnässter Aktivkohlefilter ist deshalb nicht „gereinigt“, sondern verbraucht, auch wenn er nach dem Trocknen unverändert aussieht.

Ersetzt wird er je nach Kochgewohnheiten alle 3 bis 6 Monate. Einige wenige Modelle sind ausdrücklich als regenerierbar gekennzeichnet und dürfen im Backofen ausgeheizt werden – das steht dann in der Anleitung und gilt ausschließlich für diese Modelle. Betroffen sind übrigens nur Hauben im Umluftbetrieb; wer nach außen abluftet, hat gar keinen Kohlefilter.

Was den Filter dauerhaft beschädigt

  • Stahlwolle und Scheuerschwämme: Sie verbiegen das feine Streckmetall und hinterlassen Riefen, in denen sich Fett danach schneller festsetzt.
  • Kochendes Wasser: 60 bis 70 °C reichen aus. Heißer kann dünnes Aluminium verziehen, und der Rahmen kann sich lösen.
  • Hochdruckreiniger oder harter Wasserstrahl: drückt das Gewebe ein und verändert dauerhaft den Luftdurchsatz.
  • Essig und Natron zusammen im selben Bad: Säure und Base neutralisieren sich gegenseitig, übrig bleibt Salzwasser ohne Fettlösekraft. Wer beides einsetzen möchte, arbeitet nacheinander und spült dazwischen klar nach – niemals in einem geschlossenen Behälter, da Kohlendioxid entsteht.
  • Feucht wieder einsetzen: Restwasser im Rahmen fördert Korrosion und Geruchsbildung. Lassen Sie den Filter mehrere Stunden aufrecht abtropfen.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich Backpulver statt Natron verwenden?

Besser nicht. Backpulver besteht zwar zum Teil aus Natron, enthält aber zusätzlich ein Säuerungsmittel und Stärke. Die Säure neutralisiert genau die Alkalität, auf die es beim Fettlösen ankommt – das Ergebnis ist deutlich schwächer. Nehmen Sie reines Natron oder, bei starker Verfettung, Waschsoda.

Mein Aluminiumfilter ist nach der Spülmaschine grau geworden. Kann ich das beheben?

Nein, die Verfärbung ist eine Reaktion der Oberfläche und bleibt. Die Filterwirkung ist davon nicht betroffen, der Filter bleibt voll funktionsfähig. Waschen Sie ihn künftig von Hand im Natronbad.

Woran erkenne ich, dass ein Metallfilter ausgetauscht werden muss?

Metallfilter halten viele Jahre. Ein Austausch lohnt erst, wenn das Gewebe eingedrückt oder eingerissen ist, der Rahmen sich verzogen hat oder der Filter nicht mehr dicht sitzt – dann strömt die Luft am Filter vorbei, und die beste Reinigung nützt nichts.

Wie oft muss ich das alles machen?

Wer täglich kocht und brät, wäscht die Metallfilter alle 2 bis 4 Wochen, bei normalem Gebrauch reichen 4 bis 6 Wochen, bei seltener Nutzung etwa alle 8 Wochen. Mit einer kurzen wöchentlichen Routine bleibt es meist beim milden Natronbad – wie diese Routine aussieht und wie Sie ganz nebenbei Haube, Lüftergehäuse und Lampenabdeckung mitnehmen, steht in unserem Beitrag zur regelmäßigen Pflege der Dunstabzugshaube.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.