Dunstabzugshaubenfilter reinigen: Fett und Schmutz einfach mit Hausmitteln entfernen
Fettige Dunstabzugshaubenfilter gehören zu den häufigsten Ursachen für schlechte Geruchsbindung und eine geringere Saugleistung in der Küche. Mit der Zeit setzen sich Fett, Staub und Kochdämpfe im Metallgewebe fest. Dadurch arbeitet die Dunstabzugshaube weniger effizient und unangenehme Gerüche bleiben länger im Raum. Zum Glück lassen sich die meisten Metallfilter mit einfachen Hausmitteln gründlich reinigen. In diesem Artikel erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Fettfilter sicher säubern, welche Hausmittel wirklich helfen und welche Fehler Sie vermeiden sollten.

Die wichtigste Methode: Metallfilter mit Natron und heißem Wasser entfetten
Diese Methode eignet sich für wiederverwendbare Aluminium- oder Edelstahlfettfilter. Sie darf nicht bei Aktivkohlefiltern verwendet werden, da diese nicht ausgewaschen werden können und regelmäßig ersetzt werden müssen.
Benötigtes Material
- 4 Liter sehr heißes Wasser (ca. 60–70 °C, nicht kochend)
- 4 Esslöffel Natron (ca. 60 g)
- 2 Esslöffel fettlösendes Spülmittel
- 1 große Spüle oder Wanne
- weiche Spülbürste oder weicher Schwamm
- Mikrofasertuch
Schritt 1
Entfernen Sie den Fettfilter gemäß der Bedienungsanleitung Ihrer Dunstabzugshaube. Klopfen Sie lose Staubpartikel vorsichtig ab.
Schritt 2
Füllen Sie die Spüle mit 4 Litern heißem Wasser. Geben Sie das Natron und das Spülmittel hinzu und verrühren Sie die Mischung gründlich.
Schritt 3
Legen Sie den Filter vollständig in die Lösung und lassen Sie ihn 30 bis 45 Minuten einweichen. Bei sehr starken Fettablagerungen kann die Einwirkzeit auf 60 Minuten verlängert werden.
Schritt 4
Reinigen Sie beide Seiten des Filters vorsichtig mit einer weichen Bürste. Arbeiten Sie dabei immer in Richtung des Metallgeflechts und vermeiden Sie starken Druck.
Schritt 5
Spülen Sie den Filter gründlich mit klarem warmem Wasser ab und lassen Sie ihn vollständig trocknen, bevor Sie ihn wieder einsetzen.
Woran erkennen Sie den Erfolg?
Das Metallgewebe erscheint wieder gleichmäßig silberfarben, klebrige Fettablagerungen sind verschwunden und Luft kann wieder ungehindert durch den Filter strömen.
Warum funktioniert diese Methode?
Natron hilft dabei, Fettablagerungen aufzuweichen und zu lösen. Das Spülmittel bindet die gelösten Fettpartikel, während heißes Wasser verhärtetes Küchenfett deutlich leichter entfernt.
Weißen Essig gegen hartnäckige Fettrückstände einsetzen
Bleiben nach der Grundreinigung einzelne Fettstellen zurück, kann verdünnter Haushaltsessig helfen.
Mischen Sie 250 ml weißen Haushaltsessig (5 %) mit 250 ml warmem Wasser. Tränken Sie ein Mikrofasertuch mit der Lösung und legen Sie es 10 bis 15 Minuten auf die verschmutzten Bereiche. Anschließend wischen Sie die Rückstände mit einem weichen Schwamm ab und spülen den Filter gründlich mit Wasser nach.
Diese Methode eignet sich für Edelstahl und viele Aluminiumfilter. Lassen Sie Essig jedoch nicht über längere Zeit auf Aluminium einwirken, da empfindliche Oberflächen matt werden können.
Reinigung in der Spülmaschine
Viele moderne Metallfilter dürfen in der Spülmaschine gereinigt werden. Prüfen Sie vorher unbedingt die Herstellerangaben.
Stellen Sie den Filter senkrecht in den Geschirrkorb, damit Wasser beide Seiten erreicht. Verwenden Sie ein normales Spülprogramm bei 50 bis 65 °C und verzichten Sie auf zusätzliches Geschirr mit Speiseresten. Nach Programmende den Filter vollständig trocknen lassen.
Ist der Filter bereits stark verfettet, empfiehlt sich vorher ein 20-minütiges Einweichen in heißem Wasser mit etwas Spülmittel. Dadurch verbessert sich das Reinigungsergebnis deutlich.
Außenseite der Dunstabzugshaube gleich mit reinigen
Während der Filter trocknet, lohnt sich die Reinigung der Haube selbst.
Mischen Sie 1 Liter warmes Wasser mit 1 Teelöffel Spülmittel. Wischen Sie Edelstahlflächen mit einem weichen Mikrofasertuch in Schliffrichtung ab. Anschließend mit klarem Wasser nachwischen und trocken polieren.
Vermeiden Sie Scheuermittel, Stahlwolle oder harte Bürsten. Diese können die Oberfläche dauerhaft verkratzen.
So bleibt der Filter länger sauber
Je weniger Fett eintrocknet, desto leichter gelingt die Reinigung.
Schalten Sie die Dunstabzugshaube bereits einige Minuten vor dem Kochen ein und lassen Sie sie nach dem Kochen noch 5 bis 10 Minuten nachlaufen. Dadurch werden Fettpartikel besser abgesaugt und Feuchtigkeit kann entweichen.
Bei normalem Gebrauch empfiehlt sich eine gründliche Reinigung der Metallfilter etwa alle vier bis sechs Wochen. Wer täglich kocht oder häufig frittiert, sollte den Filter bereits alle zwei bis drei Wochen reinigen.
Häufige Fehler vermeiden
Aktivkohlefilter waschen
Aktivkohlefilter sind in den meisten Fällen nicht waschbar. Sie verlieren dadurch ihre Filterwirkung und müssen ersetzt werden.
Zu heißes Wasser verwenden
Kochendes Wasser kann empfindliche Aluminiumteile verformen. Temperaturen zwischen 60 und 70 °C reichen völlig aus.
Mit Stahlwolle schrubben
Metallische Scheuerschwämme beschädigen das feine Filtergewebe dauerhaft und können den Luftstrom beeinträchtigen.
Filter feucht einsetzen
Restfeuchtigkeit kann Gerüche fördern und langfristig Korrosion begünstigen. Der Filter sollte vollständig trocken sein.
Gefährliche Reinigungsmittel mischen
Mischen Sie niemals Essig mit chlorhaltigen Reinigern oder Bleichmitteln. Dabei können gesundheitsschädliche Gase entstehen.
Weitere praktische Tipps
- Reinigen Sie gleichzeitig auch die Lampenabdeckung der Dunstabzugshaube.
- Kontrollieren Sie regelmäßig, ob sich Fett am Lüftergehäuse angesammelt hat.
- Tauschen Sie Aktivkohlefilter je nach Herstellerempfehlung meist alle 3 bis 6 Monate aus.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ein Metallfilter gereinigt werden?
Bei normalem Gebrauch alle vier bis sechs Wochen. Bei häufigem Kochen oder Braten alle zwei bis drei Wochen.
Kann ich Backpulver statt Natron verwenden?
Ja. Verwenden Sie etwa 5 Esslöffel Backpulver als Ersatz für 4 Esslöffel Natron. Natron wirkt jedoch meist etwas stärker.
Darf ich Essig und Natron zusammen verwenden?
Ja, aber erst nacheinander während der Reinigung. Mischen Sie beide nicht in einem geschlossenen Behälter, da dabei Kohlendioxid entsteht.
Woran erkenne ich, dass der Filter sauber ist?
Das Metallgewebe ist gleichmäßig frei von Fett, fühlt sich nicht mehr klebrig an und lässt Licht sowie Luft wieder deutlich besser hindurch.


