Eingebranntes Fett auf dem Gasherd: Edelstahl mit Natronpaste schonend blank bekommen
Einmal die Milch übergekocht, und um den Brenner zieht sich ein brauner Rand, der beim nächsten Kochen gleich noch einmal festbrennt. Genau so entstehen die dunklen Verkrustungen, die sich nach ein paar Wochen mit dem Spüllappen nicht mehr abwischen lassen. Der Griff zum Metallschwamm rächt sich allerdings: Er hinterlässt feine Kratzer, in denen sich neuer Schmutz umso schneller festsetzt. Mit Natron, warmem Wasser und etwas Geduld lösen Sie die meisten eingebrannten Rückstände dagegen schonend. In diesem Artikel erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie Ihren Gasherd gründlich reinigen, welche Mittel geeignet sind und welche Fehler Sie vermeiden sollten.

Die bewährte Vorgehensweise: Eingebrannte Fettablagerungen mit Natron lösen
Natron wirkt leicht alkalisch und hilft dabei, eingebranntes Fett aufzuweichen. In Kombination mit heißem Wasser entsteht eine Paste, die Schmutz löst, ohne Edelstahl oder emaillierte Oberflächen unnötig zu beschädigen.
Die Ausstattung
- 4 Esslöffel Natron (ca. 60 g)
- 2 bis 3 Esslöffel heißes Wasser
- Weicher Reinigungsschwamm
- Alte Zahnbürste
- Mikrofasertuch
- Warmes Wasser
- Gummihandschuhe
Schritt für Schritt erklärt
- Schalten Sie den Herd vollständig aus und lassen Sie ihn vollständig abkühlen.
- Vermischen Sie 4 Esslöffel Natron mit 2 bis 3 Esslöffeln heißem Wasser zu einer streichfähigen Paste.
- Tragen Sie die Paste auf alle eingebrannten Stellen auf und lassen Sie sie 20 bis 30 Minuten einwirken. Bei starken Verkrustungen kann die Einwirkzeit auf bis zu 60 Minuten verlängert werden.
- Reinigen Sie die Oberfläche mit einem weichen Schwamm in kleinen kreisenden Bewegungen. Verwenden Sie für Ecken und Brenner eine weiche Zahnbürste.
- Wischen Sie alle Rückstände mit einem feuchten Mikrofasertuch ab und trocknen Sie die Oberfläche anschließend gründlich.
Ein gutes Ergebnis erkennen Sie daran, dass eingebrannte Fettrückstände verschwunden sind und der Edelstahl wieder gleichmäßig glänzt.
Topfträger und Brenner separat reinigen
Abnehmbare Topfträger und Brennerdeckel sollten separat gereinigt werden. Legen Sie diese in eine große Schüssel oder Spüle mit 3 Litern heißem Wasser und 2 Esslöffeln Spülmittel.
Lassen Sie die Teile etwa 30 Minuten einweichen. Anschließend können gelöste Fettreste mit einer weichen Bürste entfernt werden. Trocknen Sie alle Teile vollständig ab, bevor Sie sie wieder auf den Herd setzen. Feuchtigkeit an den Brennern kann die Zündung beeinträchtigen. Für stark verkrustete Gasherd-Roste gibt es zudem eine eigene Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Fettfilme mit Spülmittel entfernen
Leichte Fettfilme müssen nicht immer mit Natron behandelt werden. Oft reicht eine Mischung aus warmem Wasser und Spülmittel aus.
Geben Sie 1 Teelöffel mildes Geschirrspülmittel in 2 Liter warmes Wasser. Befeuchten Sie einen Mikrofaserlappen leicht und reinigen Sie den Herd nach jedem Kochen. So können sich Fettspritzer gar nicht erst einbrennen. Diese regelmäßige Pflege spart später viel Zeit bei der Grundreinigung.
Wann Essig sinnvoll ist
Weißer Haushaltsessig eignet sich gut, um Kalkflecken oder leichte Wasserflecken auf Edelstahl zu entfernen. Geben Sie 100 ml weißen Essig auf ein Mikrofasertuch und wischen Sie die saubere Edelstahlfläche vorsichtig ab. Anschließend mit klarem Wasser nachwischen und trocken polieren. Auf dieselbe Weise wird übrigens auch eine verkalkte Edelstahlspüle wieder sauber.
Essig sollte jedoch nicht auf Aluminiumteilen oder empfindlichen Naturstein-Arbeitsplatten verwendet werden. Außerdem darf Essig niemals mit chlorhaltigen Reinigungsmitteln gemischt werden, da dabei gesundheitsschädliche Gase entstehen können.
So bleibt der Gasherd dauerhaft sauber
Je schneller Verschmutzungen entfernt werden, desto leichter lassen sie sich reinigen. Wischen Sie den Herd nach jedem Kochen mit einem leicht feuchten Mikrofasertuch ab, sobald die Oberfläche vollständig abgekühlt ist.
Einmal pro Woche empfiehlt sich eine gründlichere Reinigung mit Spülmittel. Die Topfträger sollten je nach Nutzung alle zwei bis vier Wochen separat gereinigt werden. So entstehen erst gar keine dicken eingebrannten Fettschichten. Denken Sie bei der Wochenreinigung auch an die Dunstabzugshaube, die sich ebenfalls mit Hausmitteln entfetten lässt.
Daran scheitert es am häufigsten
- Metallschwämme verwenden: Sie zerkratzen Edelstahl dauerhaft und begünstigen neue Schmutzablagerungen.
- Den Herd im heißen Zustand reinigen: Reinigungsmittel können zu schnell verdunsten und Rückstände hinterlassen. Außerdem besteht Verbrennungsgefahr.
- Zu viel Wasser verwenden: Feuchtigkeit kann in Brenneröffnungen eindringen und die Zündung beeinträchtigen.
- Essig mit chlorhaltigen Reinigern mischen: Diese Kombination ist gesundheitsschädlich und darf niemals verwendet werden.
- Brenner feucht wieder einsetzen: Alle Teile müssen vollständig trocken sein, bevor der Herd wieder benutzt wird.
Damit gelingt es noch besser
- Entfernen Sie übergekochte Speisen sofort nach dem Abkühlen.
- Verwenden Sie ausschließlich weiche Mikrofasertücher und nicht kratzende Schwämme.
- Polieren Sie Edelstahl nach der Reinigung mit einem trockenen Mikrofasertuch in Schliffrichtung, damit keine Wasserflecken zurückbleiben.
Gut zu wissen
Kann ich Natron auf jedem Gasherd verwenden?
Ja, Natron eignet sich für die meisten Edelstahl- und emaillierten Kochfelder. Bei lackierten Oberflächen sollten Sie die Methode zunächst an einer unauffälligen Stelle testen.
Wie oft sollte ich den Herd gründlich reinigen?
Bei täglicher Nutzung empfiehlt sich eine Grundreinigung einmal pro Woche. Leichte Verschmutzungen sollten möglichst nach jedem Kochen entfernt werden.
Hilft Natron auch gegen eingebranntes Fett?
Ja. Natron weicht Fettablagerungen auf und erleichtert deren Entfernung deutlich. Sehr alte Verkrustungen benötigen eventuell zwei Anwendungen.
Warum sollte ich keine Stahlwolle verwenden?
Stahlwolle verursacht feine Kratzer auf Edelstahl und Emaille. Dadurch haftet neuer Schmutz schneller an und die Oberfläche verliert ihren Glanz.
