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Fett und Eingebranntes vom Gasherd entfernen: So wird er wieder sauber – ohne aggressives Schrubben

Fett und Eingebranntes vom Gasherd entfernen: So wird er wieder sauber – ohne aggressives Schrubben

Fett und Eingebranntes vom Gasherd entfernen: So wird er wieder sauber – ohne aggressives Schrubben

Fettspritzer, übergekochte Soßen und eingebrannte Essensreste setzen sich auf einem Gasherd besonders hartnäckig fest. Wartet man zu lange mit der Reinigung, reicht ein feuchter Lappen meist nicht mehr aus. Trotzdem braucht es nicht sofort aggressive Spezialreiniger. Mit warmem Wasser, Spülmittel und Natron lassen sich viele typische Verschmutzungen deutlich schonender lösen. Entscheidend sind die richtige Einwirkzeit und eine Reinigung, die zur Oberfläche des Herdes und zu den Brennerteilen passt.

Die Hauptmethode: Eingebranntes mit Spülmittel und Natron lösen

Für einen weiß emaillierten oder entsprechend unempfindlichen Gasherd eignet sich eine milde Natronpaste besonders gut. Natron unterstützt das Ablösen fettiger und verkrusteter Rückstände, während Spülmittel Fett emulgiert.

Das wird benötigt

  • 3 EL Natron
  • 1 EL warmes Wasser
  • 1 TL mildes Handspülmittel
  • 1 weicher Schwamm
  • 1 Mikrofasertuch
  • etwa 500 ml warmes Wasser
  • eine alte weiche Zahnbürste für schwer erreichbare Stellen

Vor der Reinigung muss der Herd vollständig ausgeschaltet und kalt sein. Bei einem Gasherd außerdem darauf achten, dass kein Wasser in Gasdüsen, Zündelemente oder andere Öffnungen gelangt.

Schritt für Schritt

  1. Lose Krümel und Essensreste zunächst mit einem feuchten Tuch aufnehmen. Roste und abnehmbare Brennerteile vorsichtig entfernen.
  2. Aus 3 EL Natron, 1 EL warmem Wasser und 1 TL Spülmittel eine dickflüssige Paste anrühren. Sie soll auf der Oberfläche haften und nicht davonlaufen.
  3. Die Paste dünn auf fettige und eingebrannte Stellen geben. Brenneröffnungen, Zündkerzen und technische Bauteile aussparen. 15 bis 20 Minuten einwirken lassen. Die Paste nicht vollständig hart eintrocknen lassen.
  4. Anschließend mit einem weichen, feuchten Schwamm arbeiten. Hartnäckige Stellen mit kleinen kreisenden Bewegungen lösen. Für Kanten kann eine weiche Zahnbürste verwendet werden.
  5. Mehrmals mit einem in klarem Wasser ausgewaschenen Tuch nachwischen und anschließend gründlich trocknen.

Der Erfolg ist daran zu erkennen, dass sich braune Fettfilme und angebackene Rückstände lösen und die ursprüngliche Oberfläche wieder gleichmäßig sichtbar wird. Sehr alte Verkrustungen können eine zweite Behandlung benötigen.

Wichtig: Natronpaste zunächst an einer unauffälligen Stelle testen. Auf empfindlichen, speziell beschichteten, lackierten oder hochglänzenden Flächen gelten die Pflegehinweise des Herstellers.

Herdroste separat mit heißem Spülwasser reinigen

Gusseiserne oder emaillierte Roste sollten nicht unnötig mit Scheuermitteln bearbeitet werden. Bei normalen Fettablagerungen genügt häufig Einweichen.

In eine ausreichend große Schüssel oder das Spülbecken etwa 3 Liter heißes, aber nicht kochendes Wasser geben und 2 EL Handspülmittel darin verteilen. Die abgekühlten Roste hineinlegen und 20 bis 30 Minuten einweichen.

Danach mit einer Spülbürste oder einem nicht kratzenden Schwamm reinigen, mit klarem Wasser abspülen und sofort vollständig trocknen.

Bei unbeschichtetem Gusseisen ist langes Einweichen problematisch, weil Rost entstehen kann. Solche Roste besser entsprechend den Herstellerangaben reinigen und unmittelbar trocknen. Auch die Spülmaschine ist nur geeignet, wenn der Hersteller sie ausdrücklich erlaubt.

Frische Fettspritzer sofort mit Spülmittel entfernen

Die einfachste Methode ist gleichzeitig diejenige, die später am meisten Arbeit spart. Sobald der Herd nach dem Kochen vollständig abgekühlt ist, 500 ml warmes Wasser mit etwa 1 TL Handspülmittel mischen.

Ein weiches Tuch darin anfeuchten, gut auswringen und die Kochfläche abwischen. Anschließend mit einem zweiten, nur mit Wasser angefeuchteten Tuch nachwischen und trockenreiben.

Spülmittel enthält Tenside, die Fett von der Oberfläche lösen und im Wasser verteilen. Bei frischen Spritzern reichen deshalb häufig ein bis zwei Minuten Reinigung aus.

Diese Methode eignet sich für viele emaillierte und Edelstahlflächen. Bei Spezialbeschichtungen sollte trotzdem die Bedienungsanleitung des Herdes beachtet werden.

Brennerdeckel und Brennerkränze vorsichtig säubern

Verschmutzte Brennerteile können nicht nur unschön aussehen, sondern bei starken Ablagerungen auch die Flammenbildung beeinträchtigen.

Nur vollständig kalte und abnehmbare Teile reinigen. 1 Liter warmes Wasser mit 1 TL Spülmittel mischen und geeignete Teile etwa 10 Minuten darin reinigen beziehungsweise einweichen, sofern der Hersteller dies erlaubt.

Mit einer weichen Bürste Rückstände entfernen, anschließend abspülen und vollständig trocknen lassen. Erst danach wieder korrekt einsetzen.

Gasöffnungen niemals mit Zahnstochern, Nadeln oder anderen Gegenständen erweitern. Auch Zündelemente sollten nicht durchnässt werden. Bei unregelmäßiger Flamme trotz sauberer und korrekt eingesetzter Brennerteile sollte der Herd fachgerecht überprüft werden.

Fehler, die Sie vermeiden sollten

Auf dem heißen Herd reinigen: Reinigungsmittel können schnell eintrocknen, und es besteht Verbrennungsgefahr. Immer vollständig abkühlen lassen.

Mit Stahlwolle oder Messern kratzen: Dadurch können Emaille und Beschichtungen dauerhaft zerkratzt werden.

Zu viel Wasser verwenden: Flüssigkeit kann in Brenner, Zündung und technische Öffnungen gelangen. Tücher deshalb immer gut auswringen.

Brennerteile feucht wieder einsetzen: Restfeuchtigkeit kann die Funktion beeinträchtigen. Alle Komponenten vollständig trocknen lassen.

Reinigungsmittel wahllos mischen: Besonders Chlorreiniger beziehungsweise Bleichmittel niemals mit Säuren wie Essig oder Zitronensäure kombinieren. Dabei können gefährliche Gase entstehen.

Für ein dauerhaft sauberes Kochfeld

Wischen Sie frische Spritzer möglichst nach jedem Kochen ab, sobald die Oberfläche kalt ist. Dadurch entsteht gar nicht erst eine dicke, eingebrannte Fettschicht.

Bei häufig genutzten Gasherden lohnt sich zusätzlich eine gründlichere Reinigung etwa einmal pro Woche. Wie oft sie tatsächlich notwendig ist, hängt vom Kochverhalten ab.

Natron sollte trocken, verschlossen und außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren aufbewahrt werden. Reinigungsmischungen nicht in Lebensmittelbehältern lagern.

Fragen häufig

Kann ich statt Natron auch Backpulver verwenden?

Besser ist reines Natron, weil Backpulver weitere Bestandteile wie Säuerungsmittel und Stärke enthält. Für eine kontrollierbare Reinigung ist Natron daher die sinnvollere Wahl.

Wie lange darf die Natronpaste einwirken?

Bei üblichen Verschmutzungen reichen 15 bis 20 Minuten. Danach feucht abnehmen. Bei hartnäckigen Stellen ist eine zweite Anwendung schonender als starkes Scheuern.

Kann ich Essig auf dem Gasherd verwenden?

Das hängt vom Material ab. Säuren können bestimmte Metalle, Natursteinflächen und empfindliche Beschichtungen angreifen. Für die normale Fettentfernung sind warmes Wasser und Spülmittel meist ausreichend.

Was tun, wenn eingebrannte Flecken nach der ersten Reinigung bleiben?

Die Natronpaste ein zweites Mal gezielt auf die betroffenen Stellen auftragen und erneut etwa 15 Minuten einwirken lassen. Nicht mit scharfen Gegenständen nachhelfen. Bleiben Verfärbungen bestehen, sollte vor einer aggressiveren Behandlung die Pflegeanleitung des Herstellers geprüft werden.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.