Goldbraune Kartoffel-Gemüse-Bratlinge aus dem Ofen – außen knusprig, innen wunderbar saftig
Goldbraune Kartoffel-Gemüse-Bratlinge aus dem Ofen – außen knusprig, innen wunderbar saftig
Diese Kartoffel-Gemüse-Bratlinge bringen goldbraune Ränder, einen weichen Kartoffelkern und bunte Gemüseflecken auf den Teller. Fein geraspelte Möhren sorgen für eine leichte Süße, Spinat für einen herzhaften Geschmack und Frischkäse für eine angenehm cremige Mitte. Die ovalen Bratlinge werden auf dem Blech gebacken und müssen deshalb nicht portionsweise in der Pfanne ausgebraten werden. Das macht die Zubereitung besonders praktisch für ein gemeinsames Familienessen. Mit wenigen Zutaten entstehen zwölf großzügige Stücke, die sich leicht formen und gut vorbereiten lassen. Entscheidend sind trockene Kartoffeln, gründlich ausgedrückter Spinat und eine Masse, die vor dem Backen kurz ruhen darf.

Praktische Informationen
- Vorbereitung: etwa 30 Minuten aktive Arbeitszeit
- Ruhezeit: 20 Minuten insgesamt
- Garzeit: etwa 20 Minuten für die Kartoffeln und 30 Minuten im Ofen
- Gesamtzeit: etwa 1 Stunde 40 Minuten
- Portionen: 4 Portionen, etwa 12 Bratlinge
- Schwierigkeit: einfach
- Backblech: etwa 30 × 40 cm
- Backtemperatur: 220 °C Ober-/Unterhitze oder 200 °C Umluft
Zutaten
Die Mengen für Kartoffeln und Möhren beziehen sich auf das Gewicht nach dem Schälen.
- 800 g mehligkochende Kartoffeln
- 2 l Wasser zum Kartoffelkochen
- 10 g Salz, davon 6 g für das Kochwasser und 4 g für die Masse
- 150 g frischer Blattspinat
- 180 g Möhren
- 15 g frische Petersilie
- 50 g naturbelassener Frischkäse, Doppelrahmstufe
- 1 Ei, Größe M
- 60 g feine Semmelbrösel
- ¼ TL gemahlener schwarzer Pfeffer
- ¼ TL gemahlene Muskatnuss
- 30 ml Rapsöl
Zubereitung
- Kartoffeln vorbereiten und kochen.
Die Kartoffeln schälen, abwiegen und in ungefähr 3 cm große Stücke schneiden. Mit 2 l Wasser und 6 g Salz in einen ausreichend großen Topf geben. Aufkochen und anschließend bei mittlerer Hitze etwa 18–20 Minuten sanft kochen lassen. Sie sind fertig, wenn eine Gabel ohne Widerstand hineingleitet. Die Stücke sollen weich sein, aber noch nicht im Wasser zerfallen. - Gemüse vorbereiten und Spinat zusammenfallen lassen.
Währenddessen den Spinat waschen und grobe Stiele entfernen. In den letzten 3 Minuten der Kartoffelgarzeit in einem geeigneten Dämpfeinsatz über den Kartoffeln zugedeckt zusammenfallen lassen. Der Einsatz darf das Kochwasser nicht berühren. Spinat herausnehmen, kurz abkühlen lassen und gründlich ausdrücken. Danach fein hacken. Möhren schälen und fein raspeln; lange, grobe Streifen würden das Formen erschweren. Petersilie waschen, trocken schütteln und fein schneiden. - Kartoffeln ausdampfen und zerdrücken.
Die Kartoffeln abgießen und zurück in den warmen, leeren Topf geben. Ohne Deckel etwa 2 Minuten ausdampfen lassen. Anschließend mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken, sodass keine großen Stücke mehr vorhanden sind. Kleine Unebenheiten dürfen bleiben. Die Kartoffelmasse in einer breiten Schüssel verteilen und etwa 10 Minuten abkühlen lassen. Sie darf beim nächsten Schritt noch lauwarm sein, soll aber nicht mehr kräftig dampfen. - Bratlingsmasse mischen.
Frischkäse, Ei, Semmelbrösel, die übrigen 4 g Salz, Pfeffer und Muskat zu den Kartoffeln geben. Möhren, ausgedrückten Spinat und Petersilie hinzufügen. Alles mit einem Löffel sorgfältig vermengen, ohne die Kartoffeln lange zu schlagen. Die Masse anschließend 10 Minuten ruhen lassen, damit die Semmelbrösel Feuchtigkeit aufnehmen. Sie soll weich, aber formbar sein und beim Zusammendrücken zusammenhalten. Jetzt den Ofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze beziehungsweise 200 °C Umluft vorheizen. - Zwölf gleichmäßige Bratlinge formen.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen und dieses mit 10 ml Rapsöl dünn bestreichen. Die Masse in zwölf ungefähr gleich große Portionen teilen. Mit leicht angefeuchteten Händen zu ovalen Bratlingen formen, etwa 8 cm lang und 2 cm dick. Die Oberfläche behutsam glätten und kleine Risse zusammendrücken. Mit etwas Abstand auf das Blech legen. Die Oberseiten mit weiteren 10 ml Öl bestreichen. - Backen und vorsichtig wenden.
Das Blech auf die mittlere Schiene schieben und die Bratlinge zunächst 18 Minuten backen. Sobald die Unterseiten eine goldbraune Kruste gebildet haben, mit einem breiten Pfannenwender vorsichtig umdrehen. Die nun oben liegenden Seiten mit den restlichen 10 ml Öl bestreichen. Weitere 10–12 Minuten backen, bis beide Seiten gebräunt und die Bratlinge auch in der Mitte vollständig heiß sind. Vor dem Servieren 2 Minuten setzen lassen: Dadurch lassen sie sich leichter vom Blech nehmen.
Tipps für gutes Gelingen
- Mehligkochende Kartoffeln verwenden: Sie ergeben eine trockene, gut bindende Grundlage. Sehr feuchte Kartoffeln machen die Masse weicher und erschweren das Wenden.
- Spinat kräftig ausdrücken: Nach dem Abkühlen portionsweise zwischen den Händen ausdrücken. Es sollte kaum noch Flüssigkeit austreten.
- Möhren fein raspeln: Dünne Raspel garen während der Backzeit zuverlässig und verteilen sich gleichmäßig im Kartoffelkern.
- Keinen Mixer benutzen: Ein Stampfer genügt. Starkes Mixen kann Kartoffeln klebrig machen und die angenehme, lockere Textur verändern.
- Gleichmäßig dick formen: Zu dicke Bratlinge bleiben länger weich; sehr dünne trocknen schneller aus. Etwa 2 cm sind ein guter Kompromiss.
- Beim Wenden Geduld haben: Löst sich ein Bratling noch schlecht, zunächst weitere 2 Minuten backen. Eine feste Unterseite erleichtert das Umdrehen deutlich.
Varianten und substitutions
- Mit tiefgekühltem Spinat: Statt frischem Spinat 150 g aufgetauten Blattspinat verwenden. Besonders gründlich ausdrücken und anschließend hacken. Die Backzeit bleibt ungefähr gleich.
- Mit geriebenem Käse: Den Frischkäse durch 50 g fein geriebenen Gouda ersetzen. Die Bratlinge schmecken kräftiger, die Mitte wird etwas weniger cremig. Wegen des Salzgehalts zunächst nur 3 g Salz zur Masse geben.
- Mit Schnittlauch: Die 15 g Petersilie durch dieselbe Menge fein geschnittenen Schnittlauch ersetzen. Dadurch bekommen die Bratlinge eine milde Zwiebelnote.
- Mit Süßkartoffel: 200 g der Kartoffeln durch geschälte Süßkartoffel ersetzen und gemeinsam garen. Die Masse wird süßer und meist etwas weicher. Bei Bedarf zusätzlich 10–15 g Semmelbrösel einarbeiten und erneut kurz ruhen lassen.
Aufbewahrung
Übrige Bratlinge zügig abkühlen lassen und spätestens innerhalb von 2 Stunden in einem geschlossenen Behälter in den Kühlschrank stellen. Bei höchstens 4 °C innerhalb von 2 Tagen verbrauchen. Zum Einfrieren vollständig abgekühlte Stücke zunächst einzeln vorfrieren, anschließend verpacken und innerhalb von 2 Monaten verwenden. Gekühlte Bratlinge bei 180 °C Umluft etwa 12–15 Minuten aufbacken; gefrorene benötigen ungefähr 20–25 Minuten. Die Mitte muss beim Aufwärmen vollständig heiß werden. Nur die benötigte Menge erwärmen.
Häufige Fragen
Warum zerfallen meine Bratlinge beim Wenden?
Meist ist die Masse zu feucht oder die Unterseite noch nicht ausreichend gebacken. Spinat gründlich ausdrücken, die Ruhezeit einhalten und erst wenden, wenn sich eine feste Kruste gebildet hat.
Kann ich bereits gekochte Kartoffeln verwenden?
Ja, sofern sie ohne Schale gewogen werden und trocken sind. Für dieses Rezept 800 g verwenden. Kalte Kartoffeln fein zerdrücken oder durch eine Kartoffelpresse drücken; die Kochzeit entfällt.
Werden die Bratlinge genauso knusprig wie aus der Pfanne?
Sie bekommen goldbraune, leicht knusprige Flächen und Ränder. Eine gleichmäßig dicke Pfannenkruste entsteht im Ofen allerdings nicht. Das dünne Bestreichen mit Öl unterstützt die Bräunung.
Brauche ich Backpulver oder Hefe?
Nein. Diese Bratlinge sollen nicht aufgehen. Ei und Semmelbrösel geben der Kartoffel-Gemüse-Masse Halt; Backpulver und Hefe sind dafür nicht erforderlich.
