Grillrost voller Fett und Krusten? So bekommst du ihn gründlich sauber, ohne stundenlang zu schrubben
Grillrost voller Fett und Krusten? So bekommst du ihn gründlich sauber, ohne stundenlang zu schrubben
Nach mehreren Grillabenden bleiben auf dem Rost oft schwarze Krusten, verbrannte Marinade und hartnäckige Fettrückstände zurück. Werden sie nicht regelmäßig entfernt, brennen sie bei jedem Grillen weiter ein. Für viele Grillroste braucht es trotzdem keinen aggressiven Chemiecocktail. Warmes Wasser, Spülmittel und die richtige Bürste reichen häufig aus. Bei geeigneten Materialien kann Natron zusätzlich helfen. Wichtig ist allerdings, vorher zu wissen, ob der Rost aus Edelstahl, Gusseisen oder emailliertem Material besteht – denn nicht jede Methode passt zu jeder Oberfläche.

Eingebrannte Grillroste mit warmem Wasser und Natron reinigen
Diese Methode eignet sich vor allem für unbeschichtete Edelstahlroste. Bei Gusseisen und emaillierten Rosten solltest du weiter unten die materialgerechten Hinweise beachten.
Du brauchst:
- 1 Liter warmes Wasser
- 2 EL Natron, etwa 30 g
- 1 TL mildes Handspülmittel
- eine robuste Nylon-Spülbürste
- einen Schwamm
- klares Wasser zum Nachspülen
- Küchenpapier oder ein sauberes Tuch
So gehst du vor:
- Grill vollständig abkühlen lassen. Gaszufuhr schließen beziehungsweise den Grill von der Energiequelle trennen. Grobe, lose Speisereste zunächst trocken abbürsten.
- Reinigungslösung vorbereiten. 1 Liter warmes Wasser mit 1 TL Spülmittel vermischen. Bei einem unbeschichteten Edelstahlrost anschließend 2 EL Natron darin verteilen.
- Rost einweichen. Wenn er herausnehmbar ist, lege ihn für etwa 20–30 Minuten in eine ausreichend große Wanne. Ist das nicht möglich, die warme Reinigungslösung portionsweise mit einem Schwamm auftragen und feucht halten.
- Gründlich bürsten. Die aufgeweichten Rückstände entlang der Roststäbe bearbeiten. Besonders die Unterseiten und Kreuzungspunkte nicht vergessen. Danach gründlich mit klarem Wasser abspülen.
Der Unterschied sollte nach dem Bürsten deutlich sichtbar sein. Dunkle Verfärbungen, die durch hohe Temperaturen entstanden sind, müssen allerdings nicht vollständig verschwinden.
Bei starken Fettkrusten: Natronpaste gezielt einsetzen
Für einzelne eingebrannte Stellen auf unbeschichtetem Edelstahl kannst du eine dickere Paste herstellen. Vermische 3 EL Natron mit etwa 1–1½ EL Wasser. Das Wasser nach und nach zugeben, bis eine streichfähige Konsistenz entsteht.
Die Paste auf den kalten Rost auftragen und ungefähr 20 Minuten feucht einwirken lassen. Danach mit einer Nylonbürste bearbeiten und gründlich abspülen.
Natron unterstützt die Entfernung fettiger Ablagerungen und bietet gleichzeitig eine leichte mechanische Reinigungswirkung. Gerade deshalb sollte man damit nicht wahllos jede Grilloberfläche bearbeiten.
Bei Aluminium, empfindlichen Beschichtungen oder unbekanntem Material zuerst die Pflegehinweise des Herstellers prüfen.
Gusseisen anders behandeln
Ein Gusseisenrost benötigt eine andere Pflege als Edelstahl. Langes Einweichen und anschließendes feuchtes Liegenlassen sind hier keine gute Idee, weil ungeschütztes Eisen rosten kann.
Den abgekühlten Rost zunächst mit einer geeigneten Grillbürste von groben Speiseresten befreien. Falls Wasser notwendig ist, möglichst wenig warmes Wasser verwenden und den Rost anschließend sofort vollständig trocknen.
Danach eine hauchdünne Schicht hitzebeständiges Speiseöl auftragen. Überschüssiges Öl mit Küchenpapier abnehmen. Es soll kein sichtbarer Ölfilm zurückbleiben.
Bei eingebranntem Gusseisen ist eine dunkle Oberfläche übrigens nicht automatisch Schmutz. Eine gut gepflegte Patina kann erwünscht sein und sollte nicht bei jeder Reinigung vollständig entfernt werden.
Emaillierte Grillroste besonders schonend reinigen
Emaille sieht robust aus, kann jedoch durch aggressive mechanische Reinigung beschädigt werden. Deshalb keine Stahlwolle, Metallspachtel oder extrem harte Drahtbürste verwenden, sofern der Hersteller dies nicht ausdrücklich erlaubt.
Für die regelmäßige Reinigung reichen 1 Liter warmes Wasser und 1 TL mildes Spülmittel. Den abgekühlten Rost damit befeuchten, etwa 10–15 Minuten wirken lassen und anschließend mit einem weichen Schwamm oder einer geeigneten Nylonbürste reinigen.
Danach mit klarem Wasser nachwischen und trocknen.
Sind bereits Stellen abgeplatzt, sollte dort besonders vorsichtig gearbeitet werden. Beschädigte Emaille lässt sich durch kräftiges Schrubben nicht wiederherstellen.
