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Hausmannskost

Hausgemachte Crème fraîche: So wird sie wunderbar cremig, mild-säuerlich und herrlich frisch

Hausgemachte Crème fraîche: So wird sie wunderbar cremig, mild-säuerlich und herrlich frisch

Hausgemachte Crème fraîche: So wird sie wunderbar cremig, mild-säuerlich und herrlich frisch

Crème fraîche selbst zu machen ist erstaunlich unkompliziert und braucht vor allem eines: etwas Zeit. Aus nur zwei Zutaten entsteht eine dicke, samtige Creme mit angenehm mild-säuerlichem Geschmack, die sich für Saucen, Suppen, Kartoffelgerichte, Dips und auch Desserts eignet. Entscheidend sind eine ausreichend fettreiche Sahne, eine lebende Milchsäurekultur und die richtige Reifezeit. Während dieser Zeit verdickt sich die Mischung ganz von selbst. Danach wird sie im Kühlschrank noch fester und erhält genau jene cremige Konsistenz, die man von guter Crème fraîche erwartet.

Hausgemachte Crème fraîche: So wird sie wunderbar cremig, mild-säuerlich und herrlich frisch

Informationen zur Zubereitung

  • Vorbereitung: 5 Minuten
  • Ruhe- und Reifezeit: 12–18 Stunden
  • Kühlzeit: mindestens 4 Stunden
  • Kochzeit: keine
  • Gesamtzeit: etwa 16–22 Stunden
  • Portionen: ca. 8 Portionen
  • Ergibt: etwa 500 g
  • Schwierigkeit: sehr einfach
  • Benötigtes Gefäß: sauberes Glas mit mindestens 600 ml Fassungsvermögen

Zutaten

  • 500 ml pasteurisierte Schlagsahne mit mindestens 30 % Fett
  • 30 g Naturjoghurt mit lebenden Joghurtkulturen, ungesüßt

Mehr braucht es für die Grundversion nicht. Der Joghurt liefert die Kulturen, die die Sahne während der Reifezeit ansäuern und verdicken.

Zubereitung

  1. Gefäß sorgfältig vorbereiten. Spüle ein Glas mit etwa 600–750 ml Fassungsvermögen sowie einen Löffel sehr gründlich mit heißem Wasser und lasse beides sauber abtropfen. Sauberes Arbeiten ist bei einem Milchprodukt, das mehrere Stunden reift, besonders wichtig.
  2. Sahne temperieren. Nimm die 500 ml Sahne aus dem Kühlschrank und lasse sie etwa 15–20 Minuten bei Raumtemperatur stehen. Sie soll nicht erhitzt werden. Für diese Zubereitung ist weder Herd noch Backofen notwendig.
  3. Joghurt einrühren. Gib 30 g Naturjoghurt in das vorbereitete Glas und füge zunächst ungefähr 100 ml Sahne hinzu. Verrühre beides sorgfältig, bis keine Joghurtklümpchen mehr sichtbar sind. Gib anschließend die restlichen 400 ml Sahne dazu und rühre langsam weiter, bis eine gleichmäßige Mischung entstanden ist.
  4. Crème fraîche reifen lassen. Decke das Gefäß sauber ab und stelle es für etwa 12–18 Stunden an einen geschützten Ort bei ungefähr 20–22 °C. Die Mischung sollte weder in direkter Sonne noch neben einer Heizung stehen. Nach der Reifezeit soll sie deutlich dickflüssiger sein und angenehm mild-säuerlich riechen.
  5. Konsistenz kontrollieren. Neige das Glas vorsichtig. Die Creme sollte nun wesentlich langsamer fließen als normale Sahne. Ist sie nach 12 Stunden noch sehr dünn, kannst du ihr bei geeigneter Raumtemperatur einige zusätzliche Stunden geben. Überschreite die Reifezeit jedoch nicht unnötig.
  6. Kalt stellen. Sobald die gewünschte Säuerung erreicht ist, verschließe das Gefäß und stelle die Crème fraîche für mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank. Während des Abkühlens wird sie merklich fester. Erst danach solltest du die endgültige Konsistenz beurteilen.
  7. Kurz cremig rühren. Vor dem Servieren die gekühlte Crème fraîche mit einem sauberen Löffel kurz und vorsichtig glatt rühren. Sie sollte jetzt dicht, cremig und löffelfest sein und eine glatte Oberfläche besitzen.

Tipps für eine besonders cremige Crème fraîche

Sahne mit genügend Fett verwenden: Mit mindestens 30 % Fett erhältst du eine wesentlich vollere und stabilere Konsistenz. Fettreduzierte Kochsahne eignet sich für diese Methode deutlich schlechter.

Naturjoghurt mit lebenden Kulturen wählen: Auf der Verpackung sollte erkennbar sein, dass lebende Joghurtkulturen enthalten sind. Wärmebehandelter Joghurt nach der Fermentation ist als Starter ungeeignet.

Geduld mit der Konsistenz haben: Direkt nach der Reifezeit kann die Creme noch etwas weicher erscheinen. Im Kühlschrank zieht sie deutlich an.

Nicht kräftig aufschlagen: Crème fraîche soll cremig gerührt und nicht wie Schlagsahne aufgeschlagen werden. Zu starkes Bearbeiten kann die gewünschte gleichmäßige Textur beeinträchtigen.

Sauber arbeiten: Verwende für die fertige Creme immer einen sauberen Löffel. Dadurch verringerst du das Risiko, unerwünschte Mikroorganismen in das Gefäß einzutragen.

Auf Geruch und Aussehen achten: Eine angenehm säuerliche Note ist normal. Bei ungewöhnlichem, unangenehmem Geruch, Verfärbungen oder sichtbarem Schimmel muss die gesamte Portion entsorgt werden.

Varianten und Substitutionen

Mit Buttermilch: Anstelle der 30 g Naturjoghurt können etwa 30 ml kultivierte Buttermilch mit lebenden Kulturen verwendet werden. Das Ergebnis kann etwas weicher ausfallen, entwickelt aber ebenfalls eine angenehme Säure.

Etwas fester: Verwende eine Sahne mit einem Fettgehalt von etwa 35 %. Die fertige Crème fraîche wirkt dadurch reichhaltiger und wird nach dem Kühlen meist etwas kompakter.

Milder im Geschmack: Beende die Reifephase, sobald die Mischung deutlich angedickt ist und nur eine leichte Säure besitzt. Eine längere Fermentation führt normalerweise zu einem ausgeprägteren säuerlichen Geschmack.

Für herzhafte Gerichte: Bereite zunächst immer die neutrale Grundversion zu. Kräuter, Gewürze oder Salz solltest du erst unmittelbar vor der Verwendung hinzufügen. So bleibt die Crème fraîche vielseitig einsetzbar.

Aufbewahrung

Die fertige Crème fraîche gehört nach der Reifung unmittelbar in den Kühlschrank und sollte dort bei höchstens etwa 4 °C in einem sauberen, gut verschlossenen Behälter aufbewahrt werden. Am besten verbrauchst du sie innerhalb von 3–4 Tagen.

Zum Einfrieren eignet sie sich nur eingeschränkt: Nach dem Auftauen kann sich die Emulsion trennen und die Creme körniger oder wässriger werden. Für kalte Speisen ist frisch zubereitete Crème fraîche deshalb die bessere Wahl. Eingefrorene Reste können nach dem Auftauen eher noch in gekochten Saucen oder Suppen verarbeitet werden.

Häufige Fragen

Warum ist meine Crème fraîche noch zu flüssig?

Das kann an einer zu kurzen Reifezeit, einer sehr kühlen Raumtemperatur oder ungeeigneten Joghurtkulturen liegen. Auch die Kühlzeit ist wichtig: Die Creme wird erst nach mehreren Stunden im Kühlschrank richtig fest.

Muss die Sahne vorher aufgekocht werden?

Bei handelsüblicher pasteurisierter Sahne ist das für diese Methode nicht erforderlich. Verwende keine rohe, unbehandelte Sahne für diese einfache Hausmethode.

Kann ich fettarme Sahne verwenden?

Für eine klassische, dicke Crème fraîche ist sie nicht empfehlenswert. Ein höherer Fettgehalt trägt wesentlich zur cremigen und stabilen Konsistenz bei.

Woher weiß ich, dass die Crème fraîche fertig ist?

Sie sollte sichtbar angedickt sein, angenehm frisch und leicht säuerlich riechen und nach dem Kühlen eine cremige, löffelfeste Konsistenz besitzen. Bei auffälligem Geruch, ungewöhnlicher Farbe oder Schimmel darf sie nicht verwendet werden.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.