Japanische Soufflé-Pancakes – unglaublich fluffig und weich wie eine Wolke
Japanische Soufflé-Pancakes – unglaublich fluffig und weich wie eine Wolke
Diese japanischen Soufflé-Pancakes sind besonders dick, luftig und wunderbar weich. Anders als klassische Pfannkuchen bekommen sie ihre beeindruckende Höhe vor allem durch sorgfältig aufgeschlagenes Eiweiß, das vorsichtig unter den Eigelbteig gehoben wird. Anschließend garen die Pancakes langsam bei niedriger Hitze in der Pfanne. So werden sie außen goldbraun und bleiben innen zart und federleicht. Das Rezept braucht etwas Geduld, ist aber auch für Anfänger gut machbar, wenn die Temperatur niedrig bleibt und der Eischnee behutsam verarbeitet wird. Am besten schmecken die Soufflé-Pancakes direkt aus der Pfanne, solange sie noch warm und besonders fluffig sind.

Informationen zur Zubereitung
- Vorbereitung: 20 Minuten
- Ruhezeit: keine
- Garzeit: ca. 16–20 Minuten pro Portion
- Gesamtzeit: ca. 45 Minuten
- Portionen: 4 Personen, etwa 8 dicke Pancakes
- Schwierigkeit: mittel
- Pfanne: große beschichtete Pfanne mit Deckel
- Backofen: nicht erforderlich
Zutaten
- 4 Eier, Größe M, getrennt
- 40 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker, ca. 8 g
- 250 ml Vollmilch
- 120 g Weizenmehl, Type 405
- 10 g Butter zum Einfetten der Pfanne
- 10 g Puderzucker zum Servieren
Zubereitung
- Eier sorgfältig trennen
Die 4 Eier trennen und Eigelb sowie Eiweiß in zwei vollkommen saubere Schüsseln geben. Dabei darf kein Eigelb ins Eiweiß gelangen, da sich dieses sonst schlechter aufschlagen lässt. Das Eiweiß zunächst beiseitestellen. Die Eigelbe mit dem Vanillezucker etwa 1 Minute mit einem Schneebesen verrühren, bis die Mischung gleichmäßig und etwas heller ist. - Eigelbteig zubereiten
Die Milch nach und nach zu den Eigelben geben und gründlich verrühren. Anschließend das Mehl portionsweise hineinsieben. Mit dem Schneebesen nur so lange verrühren, bis ein glatter Teig ohne größere Mehlklümpchen entstanden ist. Nicht unnötig lange schlagen. Der Teig ist zunächst relativ flüssig; seine spätere luftige Struktur bekommt er durch den Eischnee. - Eiweiß stabil aufschlagen
Das Eiweiß mit sauberen, fettfreien Rührbesen zunächst auf mittlerer Stufe schaumig schlagen. Sobald ein weißer Schaum entstanden ist, die 40 g Zucker in drei Portionen einrieseln lassen. Danach weiterschlagen, bis ein glänzender, stabiler Eischnee entsteht. Beim Herausziehen des Rührbesens sollten feste Spitzen stehen bleiben, deren Enden sich höchstens leicht neigen. Nicht weiterschlagen, bis der Eischnee trocken oder flockig wird. - Eischnee vorsichtig unterheben
Zunächst ungefähr ein Drittel des Eischnees mit einem Schneebesen unter den Eigelbteig rühren. Dadurch wird die Grundmasse leichter. Den restlichen Eischnee anschließend in zwei Portionen mit einem Teigschaber vorsichtig unterheben. Dabei von unten nach oben arbeiten und die Schüssel drehen. Sobald keine großen weißen Eischneestreifen mehr sichtbar sind, aufhören. Der fertige Teig sollte deutlich voluminös, luftig und fast mousseartig sein. - Pfanne vorbereiten und Pancakes portionieren
Eine große beschichtete Pfanne auf sehr niedriger bis niedriger Hitze erwärmen und dünn mit einem Teil der Butter einfetten. Für besonders gleichmäßige, hohe Pancakes können vier leicht eingefettete Metallringe von etwa 8 cm Durchmesser und 4–5 cm Höhe verwendet werden. Jeweils Teig hineinfüllen, jedoch nicht bis zum oberen Rand, da die Pancakes beim Garen aufgehen. Ohne Ringe den Teig mit einem großen Löffel in hohen Portionen aufsetzen. - Langsam und abgedeckt garen
Die Pfanne sofort mit einem Deckel schließen. Die Pancakes bei niedriger Hitze ungefähr 8–10 Minuten garen. Die Unterseite sollte goldbraun sein, während die Oberfläche bereits deutlich fester wirkt. Zu starke Hitze vermeiden: Außen würden die Pancakes sonst dunkel, bevor die Mitte ausreichend gegart ist. - Vorsichtig wenden
Die Pancakes mit einem breiten Pfannenwender behutsam drehen. Bei Metallringen besonders vorsichtig arbeiten. Anschließend erneut abdecken und weitere 6–8 Minuten bei niedriger Hitze garen. Fertig sind die Pancakes, wenn beide Seiten goldbraun sind, die Mitte elastisch wirkt und beim sanften Berühren zurückfedert. Bei sehr dicken Exemplaren können noch 1–2 zusätzliche Minuten erforderlich sein. - Sofort servieren
Die fertigen Soufflé-Pancakes direkt auf Teller setzen. Mit insgesamt 10 g Puderzucker leicht bestäuben und möglichst sofort servieren. Direkt nach dem Garen besitzen sie ihre größte Höhe und die besonders weiche, luftige Struktur. Beim Anschneiden sollte das Innere vollständig gegart, aber noch hell, feucht und sehr locker sein.
Tipps für perfekte Soufflé-Pancakes
- Eiweißschüssel fettfrei halten: Schon kleine Fett- oder Eigelbreste können verhindern, dass ein stabiler Eischnee entsteht.
- Eischnee nicht aggressiv unterrühren: Die eingeschlossene Luft sorgt für die Höhe. Deshalb den größten Teil nur vorsichtig mit dem Teigschaber unterheben.
- Bei niedriger Temperatur garen: Dicke Pancakes brauchen Zeit. Hohe Hitze führt schnell zu einer dunklen Oberfläche und einer noch rohen Mitte.
- Deckel verwenden: Die eingeschlossene Wärme hilft, die Pancakes gleichmäßig durchzugaren und stabilisiert ihre luftige Struktur.
- Pfanne nur dünn einfetten: Zu viel Butter kann die Oberfläche ungleichmäßig bräunen.
- Direkt servieren: Soufflé-Pancakes verlieren nach dem Garen langsam etwas Volumen. Das ist normal und kein Zeichen dafür, dass das Rezept misslungen ist.
Varianten und Substitutionen
Mit fettarmer Milch: Vollmilch kann im gleichen Verhältnis durch fettarme Milch ersetzt werden. Die Pancakes werden geschmacklich etwas weniger vollmundig, die Zubereitung bleibt aber gleich.
Weniger süß: Der Zucker kann auf 30 g reduziert werden. Ganz weglassen sollte man ihn nicht, da er auch zur Stabilität des Eischnees beiträgt.
Kleinere Pancakes: Statt acht großen können etwa zwölf kleinere Pancakes gebacken werden. Sie garen schneller; deshalb bereits einige Minuten früher kontrollieren.
Ohne Metallringe: Das Rezept funktioniert auch ohne spezielle Formen. Den Teig in hohen Portionen in die Pfanne setzen. Die Pancakes werden eventuell weniger gleichmäßig rund, bleiben bei korrekt aufgeschlagenem Eischnee aber trotzdem luftig.
Conservation
Soufflé-Pancakes schmecken frisch am besten. Reste sollten nach dem Abkühlen luftdicht verpackt und innerhalb von 24 Stunden im Kühlschrank aufbewahrt werden. Zum Aufwärmen einige Minuten bei sehr niedriger Hitze in einer abgedeckten Pfanne erwärmen. Sie werden dabei allerdings nicht mehr ganz so hoch und luftig wie frisch zubereitet. Einfrieren ist möglich, aber wegen des deutlichen Texturverlusts nicht ideal.
Häufige Fragen
Warum fallen meine Soufflé-Pancakes zusammen?
Ein leichtes Absinken nach dem Garen ist normal. Starkes Zusammenfallen kann jedoch entstehen, wenn der Eischnee nicht stabil genug war, beim Unterheben zu viel Luft verloren ging oder die Mitte noch nicht vollständig gegart war.
Warum sind die Pancakes außen dunkel und innen noch roh?
Die Pfanne war wahrscheinlich zu heiß. Soufflé-Pancakes sind deutlich dicker als normale Pfannkuchen und müssen deshalb langsam bei niedriger Hitze und mit geschlossenem Deckel garen.
Brauche ich unbedingt Metallringe?
Nein. Sie erleichtern lediglich eine gleichmäßige, besonders hohe Form. Ohne Ringe den luftigen Teig vorsichtig in mehreren hohen Portionen auf die Pfanne setzen und genügend Abstand zwischen den Pancakes lassen.
Woran erkenne ich, dass sie durchgegart sind?
Die Oberfläche sollte goldbraun sein und die Seiten stabil wirken. Beim leichten Drücken federt ein fertiger Pancake zurück. Das Innere darf weich und feucht aussehen, sollte aber keine flüssige, rohe Teigmasse mehr enthalten.
