Kissen richtig waschen: So werden sie wieder frisch und flauschig, ohne ihre Form zu verlieren
Kissen richtig waschen: So werden sie wieder frisch und flauschig, ohne ihre Form zu verlieren
Kissen nehmen jede Nacht Feuchtigkeit, Hautfett und Staub auf. Mit der Zeit können helle Bezüge vergilben, während die Füllung verklumpt oder an Volumen verliert. Einfach heiß waschen und anschließend irgendwie trocknen ist jedoch keine gute Lösung: Die richtige Methode hängt vor allem vom Füllmaterial ab. Waschbare Synthetik- und viele Daunenkissen lassen sich zu Hause reinigen, während Latex- und manche Schaumstoffkissen anders behandelt werden müssen. Mit niedriger Schleuderdrehzahl, passendem Waschmittel und vollständigem Trocknen bleiben waschbare Kissen deutlich besser in Form.

Kissen in der Waschmaschine waschen, ohne die Füllung zu ruinieren
Der wichtigste Schritt kommt vor dem Waschen: Pflegeetikett lesen. Die folgenden Angaben eignen sich für ein waschmaschinengeeignetes Kissen mit Polyesterfüllung von etwa 60 × 60 cm. Die Herstellerangaben haben immer Vorrang.
Sie benötigen:
- 1 waschbares Synthetikkissen
- 25–30 ml flüssiges Feinwaschmittel
- eine Waschmaschine mit ausreichend großer Trommel
- einen Wäscheständer oder, falls erlaubt, einen Wäschetrockner
So gehen Sie vor:
- Kissen kontrollieren. Bezug abnehmen, sofern dieser separat waschbar ist. Nähte prüfen und kleine offene Stellen vor dem Waschen schließen, damit keine Füllung austritt.
- Kissen locker einlegen. Die Trommel nicht vollstopfen. Das Kissen benötigt Platz, damit Wasser und Waschmittel durch die Füllung gelangen können.
- Schonend waschen. Wenn das Pflegeetikett es erlaubt, bei 40 °C im Pflegeleicht- oder Schonprogramm mit 25–30 ml Flüssigwaschmittel waschen. Auf Weichspüler verzichten, da dieser Rückstände in der Füllung hinterlassen kann.
- Gründlich spülen. Wenn die Maschine eine zusätzliche Spüloption besitzt, diese einschalten. Anschließend mit etwa 600–800 U/min schleudern, sofern das Etikett dies zulässt.
- Sofort trocknen. Das Kissen nach dem Waschgang herausnehmen, vorsichtig in Form drücken und vollständig trocknen.
Ein erfolgreich gewaschenes Kissen riecht nach dem Trocknen neutral, enthält keine Waschmittelreste und die Füllung lässt sich wieder gleichmäßig verteilen.
Richtig trocknen: Das ist entscheidend für ein flauschiges Kissen
Feuchtigkeit im Inneren ist problematischer als ein paar Falten im Bezug. Ein Kissen darf deshalb erst wieder aufs Bett, wenn die Füllung vollständig trocken ist.
Ist das Kissen laut Etikett trocknergeeignet, kann es bei niedriger Temperatur beziehungsweise im Schonprogramm getrocknet werden. Den Trockner etwa alle 30 Minuten unterbrechen, das Kissen herausnehmen, kräftig aufschütteln und die Füllung mit den Händen gleichmäßig verteilen.
Ohne Trockner das Kissen möglichst flach auf einen Wäscheständer in einem gut belüfteten Raum legen und mehrmals täglich wenden und aufschütteln. Je nach Füllung, Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit kann das 24 bis 48 Stunden dauern.
Nicht nur die Oberfläche prüfen: Das Kissen in der Mitte zusammendrücken. Fühlt sich der Kern noch kühl oder feucht an, muss es weiter trocknen.
Daunenkissen brauchen besonders viel Geduld
Bei einem waschbaren Daunen- oder Federkissen gelten die Angaben auf dem Pflegeetikett besonders strikt. Viele Modelle dürfen bei 40 oder 60 °C gewaschen werden, andere haben abweichende Vorgaben.
Für ein einzelnes Standardkissen reichen normalerweise 20–25 ml flüssiges Fein- oder Daunenwaschmittel. Keinen Weichspüler verwenden. Dieser kann die natürlichen Eigenschaften der Daunen beeinträchtigen und das Verklumpen fördern.
Nach dem Waschen ist gründliches Trocknen unverzichtbar. Wenn das Etikett einen Wäschetrockner erlaubt, niedrige Temperatur wählen und das Kissen regelmäßig herausnehmen und auflockern. Mehrere Trocknungsdurchgänge können erforderlich sein.
Daunen dürfen im Inneren nicht feucht bleiben. Ein muffiger Geruch nach dem Trocknen ist ein Warnsignal dafür, dass noch Restfeuchtigkeit vorhanden sein könnte.
Gelbliche Stellen vor dem Waschen behandeln
Gelbliche Verfärbungen entstehen häufig durch Schweiß und Hautfett. Bei weißen, waschbaren und farbechten Textilien kann vor dem Hauptwaschgang eine milde Vorbehandlung helfen.
Dafür 5 ml flüssiges Feinwaschmittel mit 20 ml lauwarmem Wasser mischen. Eine kleine Menge auf die betroffene textile Oberfläche geben und vorsichtig mit einem sauberen weißen Tuch einarbeiten.
Etwa 10 Minuten einwirken lassen und das Kissen anschließend entsprechend seinem Pflegeetikett waschen.
Nicht kräftig reiben, da dadurch Stofffasern beschädigt werden können. Bei farbigen oder empfindlichen Bezügen die Lösung zunächst an einer unauffälligen Stelle testen.
Alte Verfärbungen verschwinden möglicherweise nicht vollständig. Ein hygienisch gereinigtes Kissen muss deshalb nicht automatisch wieder strahlend weiß aussehen.
Diese Kissen gehören nicht einfach in die Waschmaschine
Memory-Schaum, viskoelastischer Schaum und Latex dürfen häufig nicht in der Maschine gewaschen werden. Durch starke Wasseraufnahme und mechanische Belastung kann das Material reißen oder seine Struktur verlieren.
Bei solchen Kissen wird normalerweise nur der abnehmbare Bezug nach Etikett gewaschen. Flecken am Kern sollten entsprechend den Herstellerangaben punktuell behandelt werden.
Auch bei speziellen ergonomischen Kissen, Gelkissen und Mischfüllungen sollte niemals allein nach dem Aussehen entschieden werden.
Fehler, die Sie vermeiden sollten
Zu viel Waschmittel: Mehr Waschmittel bedeutet nicht mehr Sauberkeit. Rückstände können tief in der Füllung verbleiben und lassen sich schwer ausspülen.
Weichspüler verwenden: Er kann Fasern oder Daunen beschichten und die Eigenschaften der Füllung verändern.
Zu heiß waschen: Eine höhere Temperatur kann Bezug, Nähte oder Füllmaterial beschädigen. Das Pflegeetikett bestimmt die zulässige Temperatur.
Das feuchte Kissen beziehen: Restfeuchtigkeit begünstigt unangenehme Gerüche und mikrobielles Wachstum. Immer bis in den Kern trocknen lassen.
Schaumstoff wie Polyester behandeln: Verschiedene Füllungen benötigen unterschiedliche Pflege. Nicht jedes Kissen ist maschinenwaschbar.
Für noch bessere Ergebnisse
Verwenden Sie einen waschbaren Kissenbezug beziehungsweise Kissenschoner zwischen Kissen und Bettwäsche. Dieser fängt einen Teil von Schweiß und Hautfett ab und lässt sich häufiger waschen.
Schütteln Sie das Kissen morgens auf und lassen Sie Feuchtigkeit entweichen, bevor das Bett vollständig abgedeckt wird.
Waschen Sie Kissen nicht nach einem starren Zeitplan, sondern berücksichtigen Sie Herstellerangaben, Nutzung, Verschmutzung und Füllmaterial.
Häufige Fragen
Bei wie viel Grad sollte ich mein Kissen waschen?
Das Pflegeetikett entscheidet. Für viele waschbare Synthetikkissen sind 40 °C geeignet; einige Modelle erlauben 60 °C. Eine höhere Temperatur sollte niemals ohne entsprechende Herstellerfreigabe gewählt werden.
Wie verhindere ich Klumpen nach dem Waschen?
Nicht zu viel Waschmittel verwenden, schonend schleudern und das Kissen während des Trocknens regelmäßig kräftig aufschütteln. Besonders bei Daunen ist das wiederholte Auflockern wichtig.
Kann ich zwei Kissen gleichzeitig waschen?
Nur wenn die Trommel ausreichend groß ist und sich beide Kissen frei bewegen können. Eine überfüllte Maschine reinigt und spült schlechter.
Woran erkenne ich, dass das Kissen vollständig trocken ist?
Drücken Sie besonders die dicke Mitte zusammen. Sie darf weder feucht noch auffällig kühl wirken. Außerdem sollte kein muffiger Geruch vorhanden sein. Im Zweifel lieber mehrere Stunden länger trocknen lassen.
