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Küche & Geschirr

Geschirrtücher und Putzlappen richtig entfetten und waschen

Geschirrtücher und Putzlappen richtig entfetten und waschen

Fettflecken, Essensreste, Kaffee, Tomatensoße und unangenehme Gerüche setzen Küchentüchern und Putzlappen schnell zu. Eine normale Wäsche reicht bei stark verschmutzten Textilien manchmal nicht aus – besonders dann, wenn Fett tief in die Fasern eingezogen ist. Mit der richtigen Vorbehandlung lassen sich viele Flecken jedoch deutlich reduzieren, ohne aggressive Reinigungsmittel einzusetzen. Entscheidend sind die passende Temperatur, eine ausreichende Einwirkzeit und eine Methode, die zum Material passt.

Küchentücher voller Flecken? So werden Geschirrtücher und Putzlappen wieder hygienisch sauber

Stark verschmutzte Küchentücher mit heißem Wasser und Vollwaschmittel vorbehandeln

Für robuste weiße oder farbechte Geschirrtücher aus Baumwolle ist eine heiße Vorbehandlung besonders wirkungsvoll. Wärme hilft dabei, Fett zu lösen, während die waschaktiven Bestandteile des Waschmittels den Schmutz aus den Fasern entfernen.

Sie brauchen:

  • 3 Liter heißes Wasser, etwa 60 °C
  • 30–40 g Vollwaschmittel als Pulver
  • einen ausreichend großen, hitzebeständigen Behälter
  • anschließend eine Waschmaschine

So gehen Sie vor:

  1. Schütteln Sie groben Schmutz zunächst aus den trockenen Tüchern. Stark fettige Stellen können Sie mit warmem Wasser kurz anfeuchten.
  2. Lösen Sie 30–40 g Waschpulver vollständig in 3 Litern etwa 60 °C heißem Wasser auf.
  3. Legen Sie die Tücher hinein und drücken Sie sie mit einem geeigneten Gegenstand unter die Wasseroberfläche. Lassen Sie sie 30–60 Minuten einweichen.
  4. Anschließend kommen sie direkt in die Waschmaschine. Baumwolltücher waschen Sie entsprechend dem Pflegeetikett möglichst bei 60 °C.

Nach dem Waschen sollten Fettfilme und typische Küchengerüche verschwunden oder zumindest deutlich reduziert sein.

Wichtig: Nicht jedes Tuch verträgt hohe Temperaturen. Mikrofasertücher, empfindliche Mischgewebe und stark gefärbte Textilien immer nach Pflegeetikett behandeln.

Natron gegen hartnäckige Gerüche

Wenn ein Putzlappen trotz Wäsche muffig riecht, kann Natron die Vorbehandlung unterstützen. Es ist vor allem bei robusten Baumwolltextilien praktisch.

Lösen Sie 2 Esslöffel Natron (etwa 30 g) in 2 Litern warmem Wasser auf. Legen Sie die bereits ausgespülten Tücher hinein und lassen Sie sie etwa 1 Stunde einweichen. Danach gründlich ausspülen und mit einem geeigneten Waschmittel gemäß Pflegeetikett waschen.

Natron kann Gerüche reduzieren und hilft, bestimmte Rückstände zu lösen. Bei sehr fettigen Tüchern ersetzt es jedoch kein Waschmittel.

Bei empfindlichen oder intensiv gefärbten Stoffen zunächst an einer unauffälligen Stelle testen. Natron außerdem trocken und außerhalb der Reichweite kleiner Kinder und Haustiere aufbewahren.

Fettflecken gezielt mit Spülmittel vorbehandeln

Bei einzelnen Fettflecken muss nicht unbedingt das gesamte Geschirrtuch eingeweicht werden. Ein gewöhnliches Handspülmittel ist dafür oft die einfachste Lösung, weil seine Tenside Fett in Wasser dispergierbar machen.

Befeuchten Sie den Fleck mit lauwarmem Wasser und geben Sie etwa ½ Teelöffel Spülmittel direkt darauf. Arbeiten Sie es vorsichtig mit den Fingern oder einer weichen Bürste in den Stoff ein. Nicht kräftig schrubben, damit die Fasern nicht beschädigt werden.

Lassen Sie das Mittel 10–15 Minuten einwirken und spülen Sie die Stelle anschließend kurz aus. Danach das Tuch entsprechend dem Pflegeetikett waschen.

Bei farbigen Textilien vorher prüfen, ob der Stoff farbecht ist. Flecken möglichst behandeln, bevor das Tuch in den Trockner kommt: Hitze kann manche Rückstände schwerer entfernbar machen.

Sauerstoffbleiche für robuste weiße Baumwolltücher

Weiße Geschirrtücher können mit der Zeit grau werden oder Verfärbungen von Kaffee, Tee und Lebensmitteln behalten. Für waschbare weiße Baumwolle kann ein Fleckenmittel auf Basis von Sauerstoffbleiche geeignet sein.

Die genaue Konzentration unterscheidet sich je nach Produkt. Deshalb sollte die Dosierung auf der Verpackung eingehalten und nicht eigenmächtig erhöht werden. Das Mittel in der angegebenen Menge in warmem Wasser vollständig auflösen, die Textilien für die vom Hersteller vorgesehene Zeit einweichen und anschließend normal waschen.

Sauerstoffbleiche kann oxidierbare Farbstoffe bestimmter Flecken abbauen.

Nicht ungeprüft auf Wolle, Seide oder anderen empfindlichen Fasern verwenden. Bei farbigen Textilien nur einsetzen, wenn das Produkt ausdrücklich dafür geeignet ist.

Fehler, die Sie vermeiden sollten

Verschmutzte Tücher tagelang feucht liegen lassen: In einem zusammengeknüllten feuchten Tuch können sich Gerüche und Mikroorganismen besonders gut entwickeln. Benutzte Tücher möglichst ausgebreitet trocknen lassen und regelmäßig wechseln.

Jeden Fleck mit kochendem Wasser behandeln: Sehr hohe Temperaturen können Farben und bestimmte Fasern beschädigen. Das Pflegeetikett hat immer Vorrang.

Waschmittel überdosieren: Mehr Waschmittel bedeutet nicht automatisch mehr Reinigungskraft. Zu viel davon kann schlecht ausgespült werden und Rückstände im Gewebe hinterlassen.

Essig mit Chlorbleiche kombinieren: Das darf niemals gemacht werden. Säuren können aus chlorhaltigen Reinigern gefährliches Chlorgas freisetzen.

Stark verschmutzte Reinigungstücher gemeinsam mit empfindlicher Wäsche waschen: Küchen- und Reinigungstextilien besser getrennt und mit einem für das Material geeigneten Waschprogramm reinigen.

Für andere Situationen

Bei leicht verschmutzten Geschirrtüchern genügt meist eine normale Maschinenwäsche; eine Vorbehandlung ist dann unnötig.

Mikrofasertücher sollten nach Herstellerangaben gewaschen werden. Hohe Temperaturen und ungeeignete Zusätze können ihre speziellen Fasereigenschaften beeinträchtigen.

Nach der Wäsche die Tücher möglichst vollständig trocknen lassen. Feucht in einem Wäschekorb oder Schrank gelagerte Textilien können schnell wieder muffig riechen.

Wie oft Tücher tatsächlich gewechselt werden sollten, erklärt der Beitrag über Putz- und Spültücher voller Keime. Dieselbe Sorgfalt lohnt sich beim Holz-Schneidebrett mit Flecken und Gerüchen.

Was oft gefragt wird

Muss man Küchentücher auskochen?

Nein. Viele Baumwolltücher werden bereits bei einer geeigneten 60-°C-Wäsche sauber. Entscheidend sind Pflegeetikett, Verschmutzungsgrad und verwendetes Waschmittel.

Was hilft am besten gegen Fettflecken?

Bei frischen Fettflecken ist eine kurze Vorbehandlung mit Handspülmittel besonders praktisch. Etwa 10–15 Minuten Einwirkzeit reichen normalerweise aus, bevor das Textil gewaschen wird.

Kann ich Natron und Essig zusammen verwenden?

Für diese Anwendung ist das nicht sinnvoll. Beide Stoffe reagieren miteinander und neutralisieren sich weitgehend. Verwenden Sie lieber eine gezielte Methode für das jeweilige Problem.

Wie oft sollte man Geschirrtücher wechseln?

Bei täglicher Nutzung sollten sie regelmäßig gewechselt werden, bei starker Verschmutzung oder dauerhaft feuchten Tüchern entsprechend früher. Ein Tuch, das unangenehm riecht oder mit rohen Lebensmitteln verunreinigt wurde, sollte nicht weiterverwendet, sondern zeitnah gewaschen werden.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.