Lichtschalter richtig reinigen: So verschwinden Fett, Fingerabdrücke und dunkle Ränder sicher
Lichtschalter richtig reinigen: So verschwinden Fett, Fingerabdrücke und dunkle Ränder sicher
Lichtschalter werden jeden Tag angefasst, beim Putzen aber erstaunlich oft übersehen. Mit der Zeit sammeln sich darauf Fingerabdrücke, Hautfett, Staub und dunkle Ablagerungen – besonders an den Schalterkanten und rund um die Abdeckung. Aggressive Reiniger oder ein tropfnasses Tuch sind hier keine gute Idee, denn direkt dahinter befinden sich elektrische Bauteile. Mit wenig Feuchtigkeit, mildem Spülmittel und der richtigen Technik lässt sich die Oberfläche dagegen schnell und schonend reinigen. Bei stärkerem Fettschmutz kann zusätzlich etwas Isopropylalkohol helfen.

Die sichere Grundreinigung mit Spülmittel
Für die regelmäßige Reinigung von Kunststoffabdeckungen reicht eine sehr schwache Spülmittellösung normalerweise vollkommen aus.
Das brauchen Sie:
- 250 ml lauwarmes Wasser
- 2–3 Tropfen mildes Handspülmittel
- 2 weiche Mikrofasertücher
- einige Wattestäbchen
- ein trockenes Baumwolltuch
Vor Beginn sollten die Hände trocken sein. Wenn eine Abdeckung entfernt werden soll oder Feuchtigkeit in die Nähe elektrischer Teile gelangen könnte, muss der betreffende Stromkreis vorher am Sicherungsautomaten abgeschaltet und Spannungsfreiheit fachgerecht sichergestellt werden.
- Geben Sie 2–3 Tropfen Spülmittel in 250 ml lauwarmes Wasser und vermischen Sie beides.
- Tauchen Sie ein Mikrofasertuch hinein und wringen Sie es sehr gründlich aus. Es darf nur leicht feucht sein und keinesfalls tropfen.
- Wischen Sie Abdeckung und Schalterfläche vorsichtig ab. Für die Außenkanten können Sie ein leicht angefeuchtetes Wattestäbchen verwenden. Keine Flüssigkeit in Spalten oder Öffnungen drücken.
- Wischen Sie unmittelbar danach mit einem trockenen Tuch nach und lassen Sie die Oberfläche vollständig trocknen.
Die Wirkung ist sofort sichtbar: Fettige Fingerabdrücke verschwinden und die Oberfläche fühlt sich nicht mehr klebrig an. Die Tenside im Spülmittel lösen Fett, sodass es mit dem Tuch aufgenommen werden kann.
Fettige Fingerabdrücke punktuell mit Isopropylalkohol entfernen
Bleiben nach der Grundreinigung hartnäckige Fettspuren zurück, kann 70-prozentiger Isopropylalkohol auf vielen einfachen, alkoholbeständigen Kunststoffoberflächen punktuell eingesetzt werden.
Geben Sie etwa 1–2 ml auf ein sauberes Tuch oder Wattepad – niemals direkt auf den Lichtschalter. Das Material soll nur leicht angefeuchtet sein. Wischen Sie die verschmutzte Stelle einige Sekunden ab und trocknen Sie sie anschließend.
Testen Sie Alkohol zuerst an einer unauffälligen Stelle. Bei lackierten, bedruckten, beschichteten, hochglänzenden oder unbekannten Oberflächen sollte er nicht ohne Herstellerfreigabe verwendet werden, da Verfärbungen, Mattstellen oder beschädigte Beschriftungen möglich sind.
Isopropylalkohol ist außerdem leicht entzündlich. Von Flammen und Zündquellen fernhalten und außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
Dunkle Ränder rund um die Schalterplatte reinigen
Oft ist nicht nur der Schalter verschmutzt: Direkt um die Abdeckung entsteht mit der Zeit ein grauer oder bräunlicher Rand. Auf abwaschbarer Wandfarbe lässt er sich häufig vorsichtig entfernen.
Mischen Sie 500 ml lauwarmes Wasser mit 5 ml mildem Spülmittel. Befeuchten Sie ein weiches Mikrofasertuch und wringen Sie es nahezu trocken aus. Tupfen Sie zunächst an einer unauffälligen Stelle der Wand.
Bleibt die Farbe stabil, wischen Sie den Schmutz ohne starken Druck von außen nach innen ab. Anschließend mit einem zweiten, nur minimal feuchten Tuch nachwischen und trocken tupfen.
Bei matter, nicht waschbeständiger Wandfarbe ist Vorsicht nötig: Starkes Reiben kann glänzende Stellen erzeugen oder Farbe ablösen. In diesem Fall lieber sehr vorsichtig arbeiten oder auf die Reinigung verzichten.
Schmale Kanten und Vertiefungen ohne viel Wasser säubern
An den schmalen Übergängen zwischen Schalter und Abdeckung sitzt oft besonders viel Schmutz. Genau dort sollte aber möglichst wenig Flüssigkeit eingesetzt werden.
Schalten Sie bei einer gründlicheren Reinigung den betroffenen Stromkreis vorher sicher ab. Befeuchten Sie anschließend ein Wattestäbchen mit der milden Spülmittellösung und drücken Sie es kräftig auf einem trockenen Tuch aus.
Fahren Sie damit vorsichtig über die äußerlich zugänglichen Kanten. Danach sofort mit der trockenen Seite eines Wattestäbchens nacharbeiten.
Keine Zahnstocher, Messer, Schraubendreher oder anderen Metallgegenstände in Öffnungen stecken. Sitzt der Schmutz hinter der Abdeckung, sollte diese nicht allein zu Reinigungszwecken geöffnet werden, wenn man mit elektrischen Installationen nicht vertraut ist.
Vergilbte Schalter nicht aggressiv „weiß schrubben“
Ein wichtiger Unterschied: Schmutz und vergilbter Kunststoff sind nicht dasselbe. Bleibt ein älterer weißer Lichtschalter nach gründlicher Reinigung gelblich, kann die Verfärbung durch Alterung, UV-Licht oder Veränderungen des Kunststoffs entstanden sein.
Mehr Druck, Scheuermittel oder aggressive Chemikalien machen ihn dann nicht zuverlässig wieder weiß. Sie können stattdessen die Oberfläche beschädigen.
Bei stark vergilbten oder spröden Abdeckungen ist ein fachgerechter Austausch häufig sinnvoller als weitere Reinigungsversuche. Das gilt besonders, wenn gleichzeitig Risse, Verformungen oder andere Beschädigungen sichtbar sind.
Fehler, die Sie vermeiden sollten
Reiniger direkt aufsprühen: Flüssigkeit kann durch die Spalten hinter die Abdeckung gelangen. Reinigungsmittel deshalb immer zuerst sparsam auf das Tuch geben.
Mit einem nassen Schwamm arbeiten: Bei elektrischen Installationen ist überschüssige Feuchtigkeit unnötig und riskant. Das Reinigungstuch muss sehr gut ausgewrungen sein.
Scheuermittel verwenden: Scheuerschwämme, Scheuerpulver und harte Bürsten können Kunststoff dauerhaft zerkratzen und mattieren.
Verschiedene Reiniger mischen: Besonders chlorhaltige Produkte niemals mit Essig, Säuren oder anderen Reinigern kombinieren. Für Lichtschalter sind solche aggressiven Mischungen ohnehin unnötig.
Eine beschädigte Installation einfach weiterputzen: Bei Rissen, Schmorspuren, ungewöhnlicher Wärme, Funken oder Brandgeruch nicht weiter reinigen oder benutzen. Stromkreis abschalten und die Installation fachgerecht prüfen lassen.
Für ein länger sauberes Ergebnis
Reinigen Sie häufig benutzte Lichtschalter etwa alle zwei bis vier Wochen mit einem nur leicht feuchten Mikrofasertuch. In Küche und Eingangsbereich kann eine häufigere Reinigung sinnvoll sein.
Türgriffe und andere oft berührte Kunststoffflächen können gleichzeitig mit derselben milden Spülmittellösung gereinigt werden.
Bei speziellen Designschaltern aus Glas, Metall, lackiertem Kunststoff oder anderen beschichteten Materialien sollten die Pflegehinweise des Herstellers Vorrang haben.
Fragen fréquentes
Kann ich Desinfektionsmittel für Lichtschalter verwenden?
Nur wenn das Material laut Hersteller dafür geeignet ist. Alkoholhaltige Mittel können bestimmte Lackierungen, Beschriftungen und Kunststoffe angreifen. Für normalen Haushaltsschmutz genügt meist mildes Spülmittel.
Muss ich vor jeder Reinigung die Sicherung ausschalten?
Für das vorsichtige Abwischen einer intakten äußeren Oberfläche mit einem nahezu trockenen Tuch ist das normalerweise nicht erforderlich. Sobald jedoch die Abdeckung entfernt wird, Feuchtigkeit eindringen könnte oder Schäden vorhanden sind, sollte der Stromkreis abgeschaltet und die Spannungsfreiheit fachgerecht sichergestellt werden.
Kann Natron einen vergilbten Schalter wieder weiß machen?
Nicht zuverlässig. Ist die Verfärbung durch Alterung des Kunststoffs entstanden, liegt das Problem nicht einfach als Schmutz auf der Oberfläche. Abrasives Schrubben kann den Kunststoff zusätzlich beschädigen.
Darf ich die Schalterabdeckung zum Reinigen abschrauben?
Nur wenn dies sicher und für das jeweilige Schaltermodell vorgesehen ist. Wer mit elektrischen Installationen nicht vertraut ist, sollte Abdeckungen nicht allein zur Reinigung demontieren. Oberflächlicher Schmutz lässt sich normalerweise ohne Zerlegen entfernen.
