Waschmittelschublade voller Ablagerungen? So wird sie gründlich sauber und riecht wieder frisch
Waschmittelschublade voller Ablagerungen? So wird sie gründlich sauber und riecht wieder frisch
In der Waschmittelschublade sammeln sich mit der Zeit Waschmittelreste, Weichspüler, Feuchtigkeit und Schmutz. Bleibt die Schublade nach dem Waschen ständig geschlossen, können zusätzlich dunkle Beläge und unangenehme Gerüche entstehen. Einfaches Abwischen reicht dann häufig nicht mehr, denn besonders Ecken, Kanäle und der Bereich hinter der Schublade werden leicht übersehen. Mit warmem Wasser, Spülmittel und einer kleinen Bürste lässt sich der Waschmittelkasten jedoch gründlich reinigen. Bei Kalkablagerungen kann zusätzlich verdünnte Zitronensäure gezielt eingesetzt werden.

Die gründliche Reinigung mit warmem Wasser und Spülmittel
Für Waschmittel- und Weichspülerreste ist warmes Wasser mit etwas Spülmittel die beste Grundlage. Die Wärme weicht eingetrocknete Rückstände auf, während das Spülmittel fettige und schmierige Ablagerungen löst.
Du brauchst:
- 3 Liter warmes Wasser, etwa 40–50 °C
- 10 ml mildes Handspülmittel
- eine alte, saubere Zahnbürste oder kleine Reinigungsbürste
- einen weichen Schwamm
- 2 Mikrofasertücher
- Haushaltshandschuhe
So funktioniert es:
- Waschmaschine ausschalten. Die Waschmittelschublade vollständig herausziehen. Bei vielen Geräten muss dafür eine kleine Entriegelung im Weichspülerfach gedrückt werden. Im Zweifel die Bedienungsanleitung beachten.
- Herausnehmbare Einsätze entfernen. Schublade und Einsätze in 3 Liter warmes Wasser mit 10 ml Spülmittel legen und 20 Minuten einweichen.
- Danach Fächer, Ecken, Unterseiten und kleine Öffnungen mit der Zahnbürste bearbeiten. Keine Messer, Drahtbürsten oder Scheuerschwämme verwenden.
- Alles gründlich unter klarem Wasser abspülen und mit einem sauberen Tuch trocknen.
- Die Schublade erst wieder einsetzen, wenn keine sichtbaren Waschmittelreste oder schmierigen Beläge vorhanden sind.
Diese Methode eignet sich für die üblichen Kunststoffschubladen. Sehr heißes oder kochendes Wasser sollte vermieden werden, weil sich Kunststoffteile verformen können.
Auch das Schubladenfach in der Maschine reinigen
Eine blitzsaubere Schublade bringt wenig, wenn sich dahinter weiterhin feuchte Waschmittelreste befinden. Deshalb sollte auch die Aufnahmeöffnung der Maschine gereinigt werden.
Mische 1 Liter warmes Wasser mit 5 ml Spülmittel. Ein Mikrofasertuch darin anfeuchten und sehr gut auswringen. Wische die erreichbaren Kunststoffflächen gründlich aus. Für schmale Ecken eignet sich eine kleine weiche Bürste.
Elektrische Bauteile dürfen dabei nicht durchnässt werden. Wasser deshalb niemals direkt in das geöffnete Fach schütten oder hineinsprühen.
Anschließend mit einem zweiten, nur mit klarem Wasser angefeuchteten Tuch nachwischen und trockenreiben. Die Öffnung etwa 30 Minuten offen lassen, bevor die trockene Waschmittelschublade wieder eingesetzt wird.
Kalkablagerungen gezielt mit Zitronensäure entfernen
Helle, harte oder raue Ablagerungen können durch kalkhaltiges Wasser entstehen. Hier kann eine milde Zitronensäurelösung helfen.
Löse 10 g Zitronensäurepulver in 500 ml lauwarmem Wasser auf. Herausnehmbare Kunststoffteile können darin etwa 10 Minuten behandelt werden. Anschließend mit einer weichen Bürste reinigen und sehr gründlich mit klarem Wasser abspülen.
Zitronensäure sollte nicht unnötig lange einwirken und nicht auf unbekannten Metalloberflächen verwendet werden. Bei empfindlichen oder beschichteten Teilen zunächst die Herstellerhinweise prüfen.
Wichtig: Säuren niemals mit chlorhaltigen Reinigern oder Bleichmitteln kombinieren. Auch unmittelbar nacheinander sollten unterschiedliche Reiniger nicht verwendet werden, ohne die Oberfläche vorher gründlich mit Wasser abzuspülen.
Dunkle Beläge nicht einfach überdecken
Dunkle Punkte oder Beläge können sich besonders dort entwickeln, wo Waschmittelreste und dauerhafte Feuchtigkeit zusammentreffen. Parfümierte Reiniger beseitigen die Ursache nicht.
Nach dem Einweichen die betroffenen Stellen mit der beschriebenen Spülmittellösung und einer Bürste mechanisch reinigen. Anschließend sorgfältig abspülen und vollständig trocknen lassen. Handschuhe sind dabei sinnvoll.
Bleiben starke dunkle Ablagerungen trotz gründlicher Reinigung bestehen oder sitzen sie tief in schwer zugänglichen Bereichen der Maschine, sollten die Pflegehinweise des Herstellers beachtet werden. Verschiedene Desinfektions-, Chlor- oder Säurereiniger niemals miteinander mischen.
So bleibt die Waschmittelschublade länger sauber
Vorbeugung ist deutlich einfacher als das Entfernen alter Ablagerungen. Waschmittel deshalb nach Herstellerangabe und entsprechend Wasserhärte sowie Wäschemenge dosieren. Eine Überdosierung kann Rückstände begünstigen.
Nach dem Waschgang die Schublade ein Stück geöffnet lassen, damit Restfeuchtigkeit verdunsten kann. Sichtbare Waschmittel- oder Weichspülerreste am besten sofort mit einem feuchten Tuch entfernen.
Eine kurze Kontrolle einmal im Monat dauert nur wenige Minuten. Bei häufigem Waschen oder regelmäßigem Einsatz von Flüssigwaschmittel und Weichspüler kann eine Reinigung in kürzeren Abständen sinnvoll sein.
Fehler, die du vermeiden solltest
Kochendes Wasser verwenden: Sehr heißes Wasser kann Kunststoffteile verformen. Lauwarmes bis warmes Wasser reicht normalerweise aus.
Mit Metallgegenständen kratzen: Messer oder harte Drahtbürsten können Kratzer erzeugen. In rauen Oberflächen setzt sich neuer Schmutz leichter fest.
Zu viel Reiniger benutzen: Mehr Spülmittel bedeutet nicht automatisch bessere Reinigung. Es kann selbst Rückstände hinterlassen.
Feuchte Teile sofort einsetzen: Bleibt dauerhaft Feuchtigkeit im Waschmittelkasten, entstehen schneller neue Ablagerungen und Gerüche.
Reinigungsmittel mischen: Besonders chlorhaltige Produkte dürfen niemals mit Säuren wie Essig oder Zitronensäure vermischt werden.
Für noch bessere Ergebnisse
Reinige bei dieser Gelegenheit auch die Außenseite der Waschmaschine mit einem leicht feuchten Mikrofasertuch. Für Bedienfelder möglichst nur die vom Hersteller empfohlenen Methoden verwenden.
Auch Türdichtung und Trommel sollten regelmäßig kontrolliert werden. Dort können sich ebenfalls Flusen, Waschmittelreste und Feuchtigkeit sammeln.
Wer häufig zu viel Waschmittel verwendet, sollte die Dosierangaben überprüfen. Eine korrekte Dosierung schont nicht nur die Maschine, sondern reduziert auch Ablagerungen.
Fragen häufig gestellt
Wie oft sollte die Waschmittelschublade gereinigt werden?
Eine monatliche Kontrolle ist für viele Haushalte ein guter Rhythmus. Bei sichtbaren Rückständen oder unangenehmem Geruch sollte sie früher gereinigt werden.
Kann ich die Waschmittelschublade in die Spülmaschine geben?
Nur wenn der Hersteller dies ausdrücklich erlaubt. Hohe Temperaturen können bestimmte Kunststoffteile oder Beschichtungen beschädigen.
Warum wird die Schublade so schnell wieder schmutzig?
Häufig spielen Waschmittelrückstände, Überdosierung und dauerhaft eingeschlossene Feuchtigkeit zusammen. Die Schublade nach dem Waschen leicht geöffnet zu lassen, verbessert die Trocknung.
Muss die Schublade vor dem Einsetzen vollständig trocken sein?
Idealerweise ja. Nach dem Abspülen sollte sie abtropfen und mit einem sauberen Tuch getrocknet werden. Dadurch bleibt weniger Feuchtigkeit im Waschmittelkasten.
