Lichtschalter richtig reinigen: So verschwinden Schmutz, Fett und Fingerabdrücke sicher
Lichtschalter richtig reinigen: So verschwinden Schmutz, Fett und Fingerabdrücke sicher
Lichtschalter werden täglich angefasst und beim Putzen trotzdem leicht vergessen. Mit der Zeit sammeln sich darauf Fingerabdrücke, Hautfett, Staub und dunkle Ablagerungen, besonders in Küche, Flur und Kinderzimmer. Aggressive Reiniger oder zu viel Wasser sind hier jedoch keine gute Idee, denn Feuchtigkeit darf keinesfalls in den Schalter gelangen. Mit einem Mikrofasertuch, etwas Spülmittel und der richtigen Vorgehensweise lassen sich die meisten Verschmutzungen schonend entfernen. Entscheidend sind wenig Feuchtigkeit, kurze Einwirkzeiten und ein sorgfältiges Nachtrocknen.

Die sicherste Methode: Lichtschalter mit wenig Feuchtigkeit reinigen
Für die normale Reinigung braucht man keine aggressiven Hausmittel. Eine milde Spülmittellösung reicht bei den meisten Kunststoffoberflächen aus, weil Spülmittel fettige Fingerabdrücke löst, während das Mikrofasertuch den gelösten Schmutz aufnimmt.
Benötigt werden 250 ml lauwarmes Wasser, 2 bis 3 Tropfen mildes Spülmittel, ein weiches Mikrofasertuch, ein zweites trockenes Tuch und einige Wattestäbchen.
- Strom abschalten. Vor einer gründlichen Reinigung den betreffenden Stromkreis am Sicherungsautomaten ausschalten. Anschließend sicherstellen, dass der Schalter nicht mehr betätigt werden kann und die Beleuchtung tatsächlich stromlos ist. Im Zweifel keine elektrischen Bauteile öffnen oder demontieren.
- Reinigungslösung vorbereiten. 250 ml lauwarmes Wasser mit lediglich 2 bis 3 Tropfen Spülmittel vermischen. Mehr Spülmittel verbessert die Reinigung nicht und hinterlässt eher einen klebrigen Film.
- Tuch nur leicht anfeuchten. Das Mikrofasertuch in die Lösung tauchen und anschließend sehr gründlich auswringen. Es darf sich nur leicht feucht anfühlen und keinesfalls tropfen. Niemals Wasser oder Reiniger direkt auf den Lichtschalter sprühen.
- Oberfläche abwischen. Schalterwippe und Abdeckung mit sanftem Druck reinigen. Für die Ränder kann ein nur minimal angefeuchtetes Wattestäbchen verwendet werden. Dabei nicht in Spalten oder Öffnungen hineindrücken.
- Sofort trocknen. Mit einem trockenen Mikrofasertuch nachwischen und die Oberfläche vollständig trocknen lassen, bevor der Strom wieder eingeschaltet wird.
Die Reinigung ist gelungen, wenn keine fettigen Schlieren oder dunklen Griffspuren mehr sichtbar sind und sämtliche Bereiche vollständig trocken sind.
Hartnäckige Fettspuren in der Küche entfernen
Küchenschalter können zusätzlich einen dünnen Fettfilm entwickeln. Hier hilft ebenfalls Spülmittel, allerdings etwas konzentrierter: 100 ml lauwarmes Wasser mit 3 Tropfen fettlösendem Handspülmittel vermischen.
Ein weiches Tuch damit anfeuchten und extrem gut auswringen. Den ausgeschalteten Schalter etwa 20 bis 30 Sekunden mit dem Tuch abreiben. Hartnäckige Stellen mehrmals bearbeiten, statt sie mit einem Scheuerschwamm zu behandeln. Anschließend mit einem zweiten, nur minimal mit klarem Wasser angefeuchteten Tuch nachwischen und sofort trockenreiben.
Diese Methode eignet sich für viele glatte Kunststoffabdeckungen. Bei lackierten, beschichteten oder dekorativen Schaltern sollte man die Lösung zunächst an einer unauffälligen Stelle testen. Scheuermittel können glänzende Oberflächen dauerhaft mattieren.
Vergilbte Lichtschalter: Reinigung hat ihre Grenzen
Ein wichtiger Unterschied wird häufig übersehen: Schmutz und vergilbter Kunststoff sind nicht dasselbe. Ist ein alter weißer Schalter nach der Reinigung weiterhin gleichmäßig gelblich, kann der Kunststoff selbst durch Alterung, UV-Licht oder andere Umwelteinflüsse verfärbt sein.
In diesem Fall sollte man nicht mit immer aggressiveren Mitteln experimentieren. Zuerst die normale Spülmittelmethode anwenden und die Oberfläche vollständig trocknen lassen. Bleibt die Verfärbung bestehen, lässt sie sich durch gewöhnliches Reinigen wahrscheinlich nicht entfernen.
Insbesondere Chlorreiniger, starke Lösungsmittel, Aceton und aggressive Scheuermittel sind ungeeignet. Sie können Kunststoff verfärben, verspröden oder seine Oberfläche beschädigen. Bei stark gealterten Abdeckungen ist ein fachgerechter Austausch häufig die bessere Lösung.
Ränder und kleine Vertiefungen schonend säubern
An den Kanten einer Schalterwippe sammelt sich häufig ein dunkler Rand. Dafür benötigt man keinen scharfen Gegenstand. Ein Wattestäbchen mit der milden Reinigungslösung reicht meistens aus.
Das Wattestäbchen anfeuchten und anschließend auf einem trockenen Tuch ausdrücken, sodass praktisch keine freie Flüssigkeit mehr vorhanden ist. Damit ausschließlich die äußerlich erreichbaren Kunststoffflächen entlangfahren. Nach etwa 30 Sekunden Reinigung alles mit einem trockenen Wattestäbchen oder Mikrofasertuch nachtrocknen.
Keine Zahnstocher, Messer oder Metallgegenstände in Öffnungen stecken. Sitzt Schmutz hinter der Abdeckung oder im Inneren des Schalters, sollte das elektrische Bauteil nicht für Reinigungszwecke improvisiert zerlegt werden.
Fehler, die Sie vermeiden sollten
Reiniger direkt aufsprühen: Flüssigkeit kann durch die Spalten ins Innere gelangen. Die Reinigungslösung deshalb immer zuerst auf das Tuch geben.
Zu nass arbeiten: Auch bei ausgeschaltetem Strom gehört Wasser nicht in einen elektrischen Schalter. Ein Tuch muss gründlich ausgewrungen sein.
Scheuerschwämme verwenden: Die raue Oberfläche kann Kunststoff dauerhaft zerkratzen und anschließend sogar schneller verschmutzen.
Aggressive Hausmittel ausprobieren: Aceton, starke Lösungsmittel oder Chlorreiniger können Kunststoff angreifen. Auch Natron- oder Scheuerpasten sind auf empfindlichen Kunststoffoberflächen unnötig abrasiv.
Verschmutzung mit Vergilbung verwechseln: Altersbedingte Materialveränderungen verschwinden nicht durch kräftigeres Schrubben.
Für noch bessere Ergebnisse
Türklinken, glatte Kunststoffgriffe und viele abwischbare Kunststoffoberflächen lassen sich mit derselben milden Spülmittellösung reinigen. Bei elektronischen Bedienelementen, Dimmern und Touch-Schaltern sollte dagegen immer die Pflegeanleitung des Herstellers beachtet werden.
Wer stark genutzte Lichtschalter etwa einmal pro Woche mit einem trockenen oder höchstens leicht feuchten Mikrofasertuch abwischt, verhindert, dass sich dicke Fett- und Schmutzschichten bilden.
Bei beschädigten, lockeren, rissigen oder ungewöhnlich warm werdenden Schaltern sollte nicht weiter gereinigt oder selbst daran gearbeitet werden. Solche Auffälligkeiten gehören fachgerecht überprüft.
Fragen häufig gestellt
Kann ich Lichtschalter mit Essig reinigen?
Besser nicht als Standardmethode. Essig ist für die Entfernung gewöhnlicher Fingerabdrücke unnötig und kann bestimmte Oberflächen oder Beschichtungen beeinträchtigen. Mildes Spülmittel ist meist die schonendere Wahl.
Darf ich Natron für stark verschmutzte Schalter verwenden?
Eine Natronpaste kann durch ihre abrasive Wirkung feine Kratzer oder matte Stellen verursachen. Bei Kunststoffschaltern sollte zunächst eine milde Spülmittellösung verwendet werden.
Wie lange muss das Reinigungsmittel einwirken?
Eine lange Einwirkzeit ist nicht nötig. Meist reichen 20 bis 30 Sekunden sanftes Wischen. Wichtig ist, dass keine Flüssigkeit in Spalten gelangt und anschließend gründlich getrocknet wird.
Wie oft sollten Lichtschalter gereinigt werden?
In häufig genutzten Bereichen ist eine oberflächliche Reinigung etwa einmal pro Woche sinnvoll. In weniger genutzten Räumen genügt sie nach Bedarf. Regelmäßiges kurzes Abwischen ist einfacher und materialschonender als eine spätere intensive Reinigung.
