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Haushaltstipps

Steckdosen wieder sauber bekommen: So entfernen Sie Schmutz und Vergilbungen sicher und gründlich

Steckdosen wieder sauber bekommen: So entfernen Sie Schmutz und Vergilbungen sicher und gründlich

Steckdosen wieder sauber bekommen: So entfernen Sie Schmutz und Vergilbungen sicher und gründlich

Steckdosen werden beim Putzen leicht übersehen. Mit der Zeit sammeln sich Staub, fettige Fingerabdrücke und dunkle Ablagerungen auf Rahmen und Abdeckungen. Gerade bei hellen Steckdosen fällt das schnell auf. Beim Reinigen ist jedoch besondere Vorsicht nötig: Flüssigkeit oder Reinigungspaste darf niemals in die Steckdose gelangen. Mit einer sicheren, überwiegend trockenen Methode lassen sich die sichtbaren Kunststoffflächen trotzdem gründlich säubern. Entscheidend sind wenig Feuchtigkeit, das richtige Tuch und eine abgeschaltete Stromversorgung.

Steckdosen wieder sauber bekommen: So entfernen Sie Schmutz und Vergilbungen sicher und gründlich

Die sichere Grundreinigung für verschmutzte Steckdosen

Für die normale Reinigung brauchen Sie keine aggressiven Hausmittel. Ein mildes Spülmittel reicht für die meisten Verschmutzungen aus.

Sie benötigen: 500 ml lauwarmes Wasser, 2–3 Tropfen mildes Spülmittel, ein weiches Mikrofasertuch, ein zweites trockenes Tuch und bei Bedarf eine weiche, trockene Bürste.

  1. Strom abschalten. Schalten Sie den zugehörigen Stromkreis am Sicherungsautomaten aus. Stellen Sie anschließend mit einem geeigneten zweipoligen Spannungsprüfer fest, dass tatsächlich keine Spannung mehr anliegt. Im Zweifel überlassen Sie die Arbeit einer Elektrofachkraft.
  2. Staub trocken entfernen. Bürsten Sie Staub auf den äußeren Kunststoffflächen vorsichtig ab. Stecken Sie dabei keine Bürste, Wattestäbchen oder andere Gegenstände in die Kontaktöffnungen.
  3. Tuch nur leicht anfeuchten. Geben Sie 2–3 Tropfen Spülmittel in 500 ml Wasser. Tauchen Sie das Tuch ein und wringen Sie es anschließend sehr gründlich aus. Es darf sich nur noch leicht feucht anfühlen und keinesfalls tropfen.
  4. Außenflächen abwischen. Reinigen Sie Rahmen und frei zugängliche Kunststoffoberflächen. Flüssigkeit darf nicht in Öffnungen, Spalten oder elektrische Kontakte gelangen.
  5. Gründlich trocknen lassen. Wischen Sie sofort mit einem trockenen Tuch nach und lassen Sie alles vollständig trocknen. Schalten Sie den Strom erst danach wieder ein.

Fettige Fingerabdrücke und oberflächlicher Schmutz sollten anschließend verschwunden sein. Alte Verfärbungen des Kunststoffs können dagegen dauerhaft sein.

Hartnäckige Verschmutzungen am Kunststoffrahmen behandeln

Bei älteren Steckdosen bildet sich manchmal ein dunkler Rand, der sich mit einmaligem Abwischen nicht löst. Verwenden Sie auch hier zunächst nur eine milde Seifenlösung.

Mischen Sie 250 ml lauwarmes Wasser mit 2 Tropfen Spülmittel. Befeuchten Sie damit eine Ecke eines Mikrofasertuchs und wringen Sie sie kräftig aus. Bearbeiten Sie ausschließlich die äußeren Kunststoffflächen etwa 30 bis 60 Sekunden lang mit leichtem Druck. Danach mit einem trockenen Tuch nachwischen.

Scheuermilch, Scheuerschwämme und harte Bürsten sind ungeeignet: Sie können Kunststoff aufrauen. In den entstehenden feinen Kratzern setzt sich später sogar schneller neuer Schmutz fest.

Warum Zitrone und Reinigungspasten hier keine gute Idee sind

Zitrone und Natron beziehungsweise Bicarbonat werden häufig als universelle Hausmittel empfohlen. Direkt an einer montierten Steckdose sollte man darauf jedoch verzichten.

Zitronensaft enthält Wasser und Säure und darf nicht an elektrische Kontakte gelangen. Eine Natronpaste enthält ebenfalls Feuchtigkeit und kann sich außerdem in kleinen Spalten und Kontaktöffnungen festsetzen. Das macht die Reinigung unnötig riskant.

Für die sichtbaren Flächen einer Steckdose ist eine sehr schwache Spülmittellösung deshalb die bessere Wahl. Sie löst typische fettige Verschmutzungen, ohne dass abrasive Pulver benötigt werden. Auch Essig, Alkohol oder andere starke Reiniger sollten nur verwendet werden, wenn der Hersteller des Schaltersystems sie ausdrücklich für den betreffenden Kunststoff freigibt.

Vergilbte Steckdosen richtig beurteilen

Nicht jede gelbliche oder graue Verfärbung ist Schmutz. Ältere Kunststoffe können sich durch UV-Licht, Wärme, Materialalterung oder frühere Rauchbelastung dauerhaft verändern.

Reinigen Sie die Oberfläche zunächst mit der beschriebenen milden Methode. Bleibt die Verfärbung nach dem vollständigen Trocknen praktisch unverändert, sollten Sie nicht immer stärker scheuern oder chemische Mittel ausprobieren. Das kann die Oberfläche beschädigen, ohne die ursprüngliche Farbe zurückzubringen.

Ist eine Abdeckung stark vergilbt, beschädigt, spröde oder gerissen, ist ein Austausch häufig die sinnvollere Lösung. Arbeiten, bei denen elektrische Bauteile geöffnet, demontiert oder angeschlossen werden müssen, gehören in fachkundige Hände.

Staub rund um Schalter und Steckdosen vorbeugen

Eine kurze regelmäßige Pflege verhindert, dass sich eine schwer entfernbare Schmutzschicht bildet. Wischen Sie den äußeren Rahmen etwa alle vier bis acht Wochen mit einem trockenen Mikrofasertuch ab.

Besonders sinnvoll ist das in Küchen, Fluren und Bereichen, die häufig berührt werden. Fett und Staub verbinden sich dort mit der Zeit zu einem dunklen Film.

Für die routinemäßige Pflege reicht trockenes Abstauben normalerweise aus. Je weniger Flüssigkeit in der Nähe elektrischer Installationen verwendet wird, desto besser.

Fehler, die Sie vermeiden sollten

Reiniger direkt aufsprühen: Sprühnebel kann durch Öffnungen und Spalten ins Innere gelangen. Reinigungsmittel deshalb niemals direkt auf eine Steckdose sprühen.

Eine nasse Reinigungspaste verwenden: Natron-, Zitronen- oder andere Pasten gehören nicht in Kontaktöffnungen. Rückstände und Feuchtigkeit können dort problematisch werden.

Mit Metallgegenständen reinigen: Messer, Schraubendreher oder andere leitfähige Gegenstände niemals zum Herauskratzen von Schmutz verwenden.

Verfärbungen aggressiv abschleifen: Ist der Kunststoff selbst gealtert, beseitigt stärkeres Scheuern die Ursache nicht und kann die Oberfläche dauerhaft beschädigen.

Den Strom zu früh einschalten: Nach einer feuchten Oberflächenreinigung muss alles vollständig trocken sein, bevor der Stromkreis wieder eingeschaltet wird.

Für noch bessere Ergebnisse

Bei Lichtschaltern lässt sich dieselbe vorsichtige Methode anwenden: Strom abschalten, nur die äußeren Flächen mit einem nahezu trockenen Mikrofasertuch reinigen und vollständig trocknen lassen.

Dunkle Ablagerungen, Schmelzspuren, Verformungen oder ein ungewöhnlicher Geruch sind dagegen kein gewöhnliches Reinigungsproblem. Benutzen Sie die betroffene Steckdose nicht weiter und lassen Sie sie von einer Elektrofachkraft überprüfen.

Fragen häufig gestellt

Kann ich Natron zum Aufhellen einer Steckdose verwenden?

Bei einer montierten Steckdose ist eine feuchte Natronpaste nicht empfehlenswert. Sie kann in Öffnungen gelangen und außerdem Kunststoffoberflächen verkratzen. Bei dauerhafter Vergilbung hilft Reinigung oft ohnehin nicht.

Darf ich Essig oder Zitronensaft benutzen?

Direkt an einer Steckdose besser nicht. Beide sind wasserhaltige, saure Flüssigkeiten. Eine minimale Menge mildes Spülmittel auf einem sehr gut ausgewrungenen Tuch ist für gewöhnlichen Oberflächenschmutz die vernünftigere Methode.

Wie lange muss die Steckdose trocknen?

Es gibt keine universelle Minutenzahl. Entscheidend ist, dass keinerlei Feuchtigkeit vorhanden ist. Bei korrekter Reinigung wird das Tuch ohnehin nur minimal angefeuchtet und die Oberfläche anschließend sofort trocken gewischt.

Was tun, wenn die Steckdose auch nach dem Reinigen braun bleibt?

Eine gleichmäßige alte Vergilbung kann vom Kunststoff selbst stammen. Braune oder schwarze Stellen in Verbindung mit Wärme, Verformungen, Brandgeruch oder Schmorspuren sollten dagegen nicht weiter gereinigt werden: Stromkreis abschalten und eine Elektrofachkraft hinzuziehen.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.