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Lorbeer-Zimt-Aufguss: So bereitest du ihn aromatisch zu – und was er wirklich kann

Lorbeer-Zimt-Aufguss: So bereitest du ihn aromatisch zu – und was er wirklich kann

Lorbeer-Zimt-Aufguss: So bereitest du ihn aromatisch zu – und was er wirklich kann

Ein warmer Aufguss aus Lorbeer und Zimt klingt nach einem einfachen Hausmittel. Im Internet werden ihm jedoch Wirkungen gegen Diabetes, Gicht, hohe Cholesterinwerte und Gelenkschmerzen zugeschrieben. Solche Versprechen solltest du nicht mit einer nachgewiesenen Behandlung verwechseln. Als gelegentliches, würziges Getränk lässt sich der Aufguss unkompliziert zubereiten. Hier erfährst du, welche Zutaten passen, wie du sie dosierst und worauf du bei regelmäßigem Zimtkonsum achten solltest.

Lorbeer-Zimt-Aufguss: So bereitest du ihn aromatisch zu – und was er wirklich kann

Der einfache Lorbeer-Zimt-Aufguss für eine Tasse

Für eine einzelne Tasse brauchst du 250 ml Wasser, ein getrocknetes Lorbeerblatt aus dem Lebensmittelhandel und ein kleines Stück Zimtstange. Verwende nur echten Küchenlorbeer (Laurus nobilis), keine selbst gesammelten Blätter oder unbekannten Gartenpflanzen. Für den Geschmack genügt ein Stück Zimtstange von etwa 2 bis 3 cm; eine medizinisch wirksame Dosierung für diese Mischung ist nicht belegt.

  1. Gib das Wasser in einen kleinen Topf und bringe es zum Kochen.
  2. Nimm den Topf vom Herd und gib Lorbeerblatt und Zimt hinein.
  3. Decke den Topf ab und lass den Aufguss 8 bis 10 Minuten ziehen.
  4. Gieße das Getränk durch ein Sieb in eine Tasse. Entferne Blatt und Zimtstück vor dem Trinken.

Der Aufguss sollte würzig riechen und eine goldbraune Farbe haben. Die Ziehzeit dient vor allem dazu, Aroma an das Wasser abzugeben; sie belegt keine heilende Wirkung. Lass das Getränk etwas abkühlen und trinke es langsam. Wenn dir der Geschmack zu kräftig ist, nimm beim nächsten Mal weniger Zimt oder verkürze die Ziehzeit.

Bei häufiger Verwendung lieber Ceylon-Zimt wählen

Zimtstangen unterscheiden sich: Cassia-Zimt enthält meist deutlich mehr Cumarin als Ceylon-Zimt. Bei häufigem oder langfristigem Verzehr größerer Mengen Cassia kann die Cumarinaufnahme problematisch werden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung nennt als tolerierbare tägliche Aufnahme 0,1 mg Cumarin pro Kilogramm Körpergewicht; bei häufigem Zimtgebrauch empfiehlt es die cumarinarme Ceylon-Sorte. Eine einzelne Stange lässt sich wegen unterschiedlicher Größe und Cumaringehalte nicht zuverlässig in eine sichere Tagesmenge umrechnen. Lies deshalb die Verpackung und verwende Zimt maßvoll. BfR

Den Aufguss frisch zubereiten

Bereite am besten nur die Menge zu, die du direkt trinken möchtest. Wenn etwas übrig bleibt, fülle es nach dem Abkühlen in ein sauberes, verschlossenes Gefäß und stelle es in den Kühlschrank. Verbrauche es innerhalb von 24 Stunden und erhitze nur die Portion, die du trinken willst. So vermeidest du, dass das Getränk lange bei Raumtemperatur steht. Lass Lorbeerblätter nicht in der Tasse oder im Vorratsgefäß liegen: Sie sind zäh und sollten vor dem Trinken entfernt werden.

Geschmack anpassen, ohne mehr hineinzugeben

Wenn dir die Mischung zu herb ist, reduziere zunächst das Lorbeerblatt auf eine kleinere Blattspitze oder lass es ganz weg. Für eine mildere Variante genügt ein kurzes Stück Ceylon-Zimt, das du 5 Minuten ziehen lässt. Zucker oder Honig sind für die Zubereitung nicht nötig. Wer bestimmte Lebensmittel meiden muss, sollte Zusätze passend zur eigenen Ernährung auswählen. Mehr Gewürz macht den Aufguss kräftiger, aber nicht nachweislich wirksamer gegen Beschwerden.

Fehler, die du vermeiden solltest

  • Verwende keine unbekannten oder selbst gesammelten Lorbeerblätter. Verwechsle Küchenlorbeer nicht mit Zierpflanzen oder anderen ähnlich aussehenden Arten.
  • Lass die Gewürze nicht stundenlang ziehen. Das macht den Geschmack oft bitter, ohne einen belegten gesundheitlichen Zusatznutzen zu bringen.
  • Trinke nicht täglich große Mengen Cassia-Zimt über längere Zeit. Der Cumaringehalt kann hoch sein und schwankt je nach Produkt.
  • Ersetze keine Medikamente oder ärztliche Behandlung durch den Aufguss. Für pflanzliche Mittel gegen Diabetes gibt es keine verlässlichen Belege; eine unbewiesene Anwendung kann eine wirksame Behandlung gefährlich verzögern. NCCIH

Für den Alltag

  • Bereite den Aufguss gelegentlich als warmes Gewürzgetränk zu, nicht als festes Behandlungsschema.
  • Wenn du Zimt oft verwendest, bevorzuge die Sorte „Ceylon“ und beachte die Produktangaben.
  • Bei einer diagnostizierten Erkrankung, regelmäßiger Medikamenteneinnahme, Leberproblemen, Schwangerschaft oder Stillzeit kläre eine häufige oder gezielte Anwendung mit einer medizinischen Fachperson ab.

Häufige Fragen

Senkt der Aufguss den Blutzucker?

Das ist nicht belegt. Studien zu Zimt bei Diabetes kommen zu keinem klaren Ergebnis; dieser Aufguss ist keine Behandlung und ersetzt keine Medikamente oder Blutzuckerkontrolle. NCCIH

Hilft er gegen Gicht oder hohe Cholesterinwerte?

Für diese Mischung gibt es keinen verlässlichen Nachweis, dass sie Gicht, Cholesterin oder Triglyceride behandelt. Lass Beschwerden und auffällige Laborwerte medizinisch abklären.

Kann ich die Mischung einem Kind geben?

Für eine gezielte oder regelmäßige Anwendung bei Kindern fehlen verlässliche Dosierungsangaben. Verwende sie nicht als Hausmittel gegen Beschwerden, ohne vorher ärztlichen Rat einzuholen.

Muss ich das Lorbeerblatt mittrinken?

Nein. Nimm es vor dem Trinken heraus. Es bleibt hart und kann unangenehm sein, wenn es verschluckt wird.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.