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Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Traditionelle Gerichte

Marokkanische Lamm-Tajine mit Pflaumen, Honig und Mandeln

Marokkanische Lamm-Tajine mit Pflaumen, Honig und Mandeln

Diese Lamm-Tajine verbindet zart geschmortes Fleisch mit süßen Pflaumen, weichen Zwiebeln und einer warmen, fein gewürzten Sauce. Honig rundet die herzhafte Basis ab, während Zimt und Safran dem Gericht sein charakteristisches Aroma verleihen. Zum Schluss sorgen geröstete Mandeln für einen angenehmen Kontrast zur weichen, saftigen Konsistenz des Lamms. Das Rezept braucht keine komplizierte Technik: Entscheidend sind eine moderate Hitze und genügend Zeit, damit das Fleisch langsam zart wird und die Sauce eindickt. Die Tajine eignet sich hervorragend für ein Familienessen und kann problemlos vorbereitet und später wieder erwärmt werden.

Marokkanische Lamm-Tajine mit Pflaumen, Honig und Mandeln

Praktische Informationen

  • Vorbereitung: 20 Minuten
  • Ruhezeit: 10 Minuten
  • Garzeit: ca. 1 Stunde 40 Minuten
  • Gesamtzeit: ca. 2 Stunden 10 Minuten
  • Portionen: 6
  • Schwierigkeitsgrad: einfach
  • Gefäß: große Tajine oder schwerer Schmortopf mit Deckel, ca. 28–30 cm Durchmesser

Zutaten

  • 1,5 kg Lammfleisch aus Schulter oder Keule, ohne Knochen
  • 500 g Zwiebeln
  • 300 ml Wasser
  • 1 Zimtstange
  • 0,2 g Safranfäden
  • 500 g entsteinte Trockenpflaumen
  • 60 g Honig, etwa 3 EL
  • 100 g blanchierte Mandeln

Zubereitung

  1. Lamm und Zwiebeln vorbereiten.
    Das Lammfleisch mit Küchenpapier trocken tupfen und in etwa 5–6 cm große Stücke schneiden. Die Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Streifen schneiden. Das Fleisch möglichst gleichmäßig portionieren, damit alle Stücke zur gleichen Zeit gar werden. Eine Tajine oder einen schweren Schmortopf mit Deckel bereitstellen. Bei einer traditionellen Tajine unbedingt die Herstellerhinweise beachten, da nicht jedes Gefäß für direkte starke Hitze geeignet ist.
  2. Fleisch und Zwiebeln ansetzen.
    Das Lamm zusammen mit den Zwiebeln in den Schmortopf geben. 300 ml Wasser, die Zimtstange und die Safranfäden hinzufügen. Alles vorsichtig vermischen und zugedeckt langsam erhitzen. Sobald die Flüssigkeit leicht köchelt, die Temperatur deutlich reduzieren. Das Gericht soll während der gesamten Garzeit nur sanft simmern und keinesfalls kräftig kochen.
  3. Lamm langsam schmoren.
    Fleisch und Zwiebeln bei niedriger Hitze zugedeckt etwa 60 Minuten garen. Nach ungefähr 30 Minuten einmal vorsichtig umrühren und kontrollieren, ob noch genügend Flüssigkeit vorhanden ist. Die Zwiebeln werden dabei sehr weich und beginnen, sich mit dem Fleischsaft zu einer sämigen Sauce zu verbinden. Nach einer Stunde sollte das Lamm bereits deutlich weicher sein, beim Einstechen mit einer Gabel aber eventuell noch etwas Widerstand bieten.
  4. Pflaumen und Honig hinzufügen.
    Die entsteinten Trockenpflaumen und 60 g Honig in den Topf geben. Vorsichtig unterheben, damit die Fleischstücke nicht zerfallen. Weitere 25–30 Minuten zugedeckt bei niedriger Temperatur schmoren. Die Pflaumen sollen weich und prall werden, aber möglichst ihre Form behalten. Gleichzeitig löst sich ein Teil ihrer natürlichen Süße in der Sauce und verbindet sich mit Honig, Zwiebeln, Safran und Zimt.
  5. Sauce reduzieren.
    Sobald das Lamm sehr zart ist, den Deckel abnehmen. Die Tajine weitere 10–15 Minuten bei niedriger bis mittlerer Hitze offen köcheln lassen. Die Sauce soll sichtbar eindicken und die Fleischstücke leicht glänzend überziehen. Regelmäßig kontrollieren, da die honighaltige Sauce gegen Ende leichter am Topfboden ansetzen kann. Das Gericht ist fertig, wenn sich das Lamm mit einer Gabel ohne großen Widerstand teilen lässt.
  6. Mandeln rösten.
    Während die Sauce reduziert, die 100 g blanchierten Mandeln in eine trockene Pfanne geben. Bei mittlerer Hitze etwa 4–6 Minuten rösten und die Pfanne regelmäßig bewegen. Die Mandeln sind fertig, sobald sie leicht goldbraun werden und angenehm nussig duften. Sofort aus der heißen Pfanne nehmen, damit sie durch die Restwärme nicht zu dunkel werden.
  7. Fertigstellen und ruhen lassen.
    Die Zimtstange aus der Sauce entfernen. Die gerösteten Mandeln über Fleisch und Pflaumen verteilen. Die fertige Tajine vom Herd nehmen und vor dem Servieren etwa 10 Minuten zugedeckt ruhen lassen. Dadurch setzt sich die Sauce etwas und haftet besser am Fleisch. Beim Servieren sollten zarte Lammstücke, weiche Pflaumen, karamellisierte Zwiebeln und Mandeln auf jede Portion kommen.

Tipps für eine gelungene Tajine

  • Lamm nicht zu klein schneiden: Große Fleischstücke bleiben während des langen Schmorens saftiger und zerfallen weniger schnell.
  • Nur sanft garen: Niedrige Hitze ist entscheidend. Starkes Kochen kann das Fleisch zunächst fester machen und die Pflaumen später zerfallen lassen.
  • Pflaumen erst später hinzufügen: Würden sie von Anfang an mitgaren, könnten sie sich vollständig in der Sauce auflösen.
  • Honigsauce aufmerksam reduzieren: Sobald der Deckel entfernt wurde, häufiger kontrollieren, damit die süße Sauce nicht am Boden anbrennt.
  • Garzeit nach dem Fleisch beurteilen: Lammstücke können unterschiedlich lange benötigen. Ist das Fleisch nach der angegebenen Zeit noch fest, weitere 10–15 Minuten zugedeckt schmoren.
  • Mandeln separat rösten: So bleiben sie knackig und bilden einen schönen Kontrast zur weichen Tajine.

Varianten und Substitutionen

Mit Lammkeule: Statt Schulter kann die gleiche Menge ausgelöste Lammkeule verwendet werden. Sie ist meist etwas magerer und sollte besonders aufmerksam gegart werden, damit sie saftig bleibt.

Mit mehr Pflaumen: Für eine deutlich süßere Variante können 600 g Trockenpflaumen verwendet werden. Die Sauce wird dadurch fruchtiger und etwas dichter.

Mit weniger Honig: Wer das süß-herzhafte Verhältnis zurückhaltender mag, kann die Honigmenge auf 40 g reduzieren. Die Sauce bleibt aromatisch, wirkt aber weniger süß.

Ohne Mandeln: Die Mandeln können vollständig weggelassen werden. Das verändert die Garung nicht, allerdings fehlt dann der knackige Kontrast zur weichen Fleisch-Pflaumen-Füllung.

Im Schmortopf statt in der Tajine: Ein schwerer gusseiserner oder emaillierter Topf funktioniert genauso gut. Die Flüssigkeit verdunstet je nach Deckel möglicherweise etwas langsamer; die Sauce deshalb am Ende bei Bedarf einige Minuten länger offen reduzieren.

Aufbewahrung

Reste nach dem Essen zügig abkühlen lassen und spätestens innerhalb von 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Luftdicht verpackt hält sich die Lamm-Tajine bei höchstens 4 °C etwa 2–3 Tage. Zum Aufwärmen langsam im Topf erhitzen, bis Fleisch und Sauce vollständig heiß sind. Falls die Sauce im Kühlschrank stark eingedickt ist, kann beim Erwärmen eine kleine Menge Wasser zugegeben werden. Die Tajine lässt sich außerdem bis zu 2 Monate einfrieren. Am besten über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend gründlich erhitzen. Die Mandeln sind nach dem Einfrieren allerdings weniger knackig.

Wer das langsame Schmoren mag, findet in der cremigen Kalbsblanquette mit Champignons und Karotten die feine französische Variante. Deftiger und ganz ohne Trockenfrüchte kommt der Toulouser Schmortopf mit Rindfleisch und weißen Bohnen aus.

Häufige Fragen

Warum ist mein Lamm nach der angegebenen Garzeit noch fest?

Je nach Fleischstück, Größe und Tier kann die benötigte Schmorzeit variieren. Das Lamm einfach weitere 10–15 Minuten zugedeckt sanft garen und erneut prüfen. Fertig ist es, wenn eine Gabel ohne großen Widerstand hineingleitet.

Wann kommen die Trockenpflaumen in die Tajine?

Erst wenn das Lamm bereits etwa eine Stunde geschmort hat. Rund 25–30 Minuten reichen normalerweise aus, damit die Pflaumen weich und saftig werden, ohne vollständig zu zerfallen.

Wie dick sollte die Sauce sein?

Die fertige Sauce sollte nicht wässrig sein, sondern Fleisch und Zwiebeln leicht überziehen. Ist sie nach dem Garen noch zu dünn, einige Minuten ohne Deckel reduzieren. Dabei regelmäßig kontrollieren, da Honig schnell karamellisiert.

Kann ich die Lamm-Tajine am Vortag zubereiten?

Ja. Nach dem vollständigen Garen zügig abkühlen und im Kühlschrank aufbewahren. Am nächsten Tag langsam und vollständig erhitzen. Die Mandeln schmecken am besten, wenn sie erst kurz vor dem Servieren frisch geröstet über die heiße Tajine gegeben werden.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.