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Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Rezepte

Saftige Frikadellen wie bei Oma – außen knusprig, innen herrlich locker

Saftige Frikadellen wie bei Oma – außen knusprig, innen herrlich locker

Saftige Frikadellen wie bei Oma – außen knusprig, innen herrlich locker

Diese klassischen Frikadellen sind genau das richtige Familienessen, wenn es unkompliziert, herzhaft und richtig saftig sein soll. Eine Mischung aus Rinder- und Schweinehackfleisch sorgt für kräftigen Geschmack, während eingeweichtes Brot die Frikadellen innen angenehm locker hält. Fein angeschwitzte Zwiebeln geben zusätzliche Würze, ohne beim Braten roh zu bleiben. In der Pfanne entsteht eine appetitliche dunkelgoldene Kruste, während das Innere saftig bleibt. Dazu passen Kartoffelsalat, Salzkartoffeln, Brot oder ein frischer grüner Salat. Die Zubereitung ist auch für Anfänger leicht zu bewältigen und eignet sich hervorragend für ein schnelles Mittag- oder Abendessen.

Informationen praktisch

  • Vorbereitung: 20 Minuten
  • Ruhezeit: 10 Minuten
  • Garzeit: 15 Minuten
  • Gesamtzeit: 45 Minuten
  • Portionen: 4 Personen, ca. 8 Frikadellen
  • Schwierigkeit: Einfach
  • Kochgeschirr: große beschichtete oder gusseiserne Pfanne, ca. 28 cm
  • Zubereitung: auf dem Herd, kein Backofen erforderlich

Zutaten

  • 2 Scheiben altbackenes Weißbrot, ca. 80 g
  • 120 ml Milch
  • 1 mittelgroße Zwiebel, ca. 100 g
  • 15 g Butter
  • 250 g Rinderhackfleisch
  • 250 g Schweinehackfleisch
  • 1 Ei, Größe M
  • 15 g mittelscharfer Senf
  • 10 g frische Petersilie, fein gehackt
  • 6 g Salz
  • 2 g schwarzer Pfeffer
  • 1 g edelsüßes Paprikapulver
  • 20 ml neutrales Pflanzenöl zum Braten

Zubereitung

  1. Brot einweichen.
    Das altbackene Weißbrot in eine kleine Schüssel geben und mit den 120 ml Milch übergießen. Etwa 5 Minuten stehen lassen, bis das Brot vollständig weich geworden ist. Anschließend mit den Händen leicht ausdrücken. Es soll feucht bleiben, aber keine überschüssige Milch mehr abgeben. Das eingeweichte Brot mit den Fingern grob zerzupfen.
  2. Zwiebel anschwitzen.
    Die Zwiebel schälen und sehr fein würfeln. 15 g Butter in einer kleinen Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen. Die Zwiebelwürfel hineingeben und unter gelegentlichem Rühren 4–5 Minuten glasig bis leicht goldgelb dünsten. Sie sollen weich werden, aber nicht dunkel bräunen. Anschließend vom Herd nehmen und etwa 5 Minuten abkühlen lassen.
  3. Frikadellenmasse mischen.
    Rinderhackfleisch und Schweinehackfleisch in eine große Schüssel geben. Das ausgedrückte Brot, die abgekühlten Zwiebeln, das Ei, den Senf und die gehackte Petersilie hinzufügen. Mit Salz, schwarzem Pfeffer und Paprikapulver würzen. Alles mit sauberen Händen etwa 1–2 Minuten vermengen, bis sich die Zutaten gleichmäßig verteilt haben. Nicht unnötig lange kneten, sonst können die Frikadellen kompakt werden.
  4. Frikadellen formen und ruhen lassen.
    Die Hackfleischmasse in 8 möglichst gleich große Portionen von jeweils etwa 100 g teilen. Mit leicht angefeuchteten Händen zunächst Kugeln formen und anschließend zu etwa 2,5–3 cm dicken Frikadellen flach drücken. Die Ränder leicht glätten. Die geformten Frikadellen 10 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Dadurch werden sie etwas fester und lassen sich leichter braten.
  5. Pfanne erhitzen.
    Das Pflanzenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer bis mittelhoher Hitze erhitzen. Das Öl soll heiß sein, aber nicht rauchen. Je nach Größe der Pfanne die Frikadellen gegebenenfalls in zwei Durchgängen braten. Zu viele Frikadellen gleichzeitig senken die Temperatur und verhindern eine schöne Kruste.
  6. Erste Seite kräftig anbraten.
    Die Frikadellen vorsichtig in das heiße Öl legen und etwa 3–4 Minuten braten, ohne sie ständig zu bewegen. Sobald die Unterseite kräftig goldbraun ist und sich problemlos vom Pfannenboden lösen lässt, die Frikadellen wenden. Nicht mit einem Pfannenwender zusammendrücken, da sonst wertvoller Fleischsaft austritt.
  7. Frikadellen fertig garen.
    Die zweite Seite ebenfalls etwa 3 Minuten bräunen. Danach die Hitze etwas reduzieren und die Frikadellen weitere 3–5 Minuten garen, dabei noch einmal wenden. Die genaue Zeit hängt von ihrer Dicke ab. Besonders zuverlässig ist ein Küchenthermometer: In der Mitte sollten die Frikadellen mindestens 70 °C für 2 Minuten erreichen. Danach aus der Pfanne nehmen und vor dem Servieren etwa 2 Minuten ruhen lassen.

Conseils pour réussir la recette

  • Hackfleisch nicht zu lange kneten: Sobald die Zutaten gleichmäßig verteilt sind, reicht es. Übermäßiges Kneten macht die Struktur fester.
  • Zwiebeln vorher dünsten: Rohe Zwiebeln können bei dicken Frikadellen innen noch knackig bleiben. Angeschwitzte Zwiebeln werden milder und verteilen ihr Aroma besser.
  • Gleich große Frikadellen formen: Dadurch benötigen alle ungefähr dieselbe Garzeit und einige werden nicht trocken, während andere innen noch nicht durchgegart sind.
  • Pfanne nicht überfüllen: Zwischen den Frikadellen sollte etwas Platz bleiben. Nur so kann ausreichend Hitze zirkulieren und eine kräftige Bräunung entstehen.
  • Nicht flach drücken: Beim Braten niemals mit dem Pfannenwender auf die Frikadellen pressen. Dabei verliert das Fleisch Saft.
  • Temperatur kontrollieren: Bei Hackfleisch ist vollständiges Durchgaren besonders wichtig. Ein Küchenthermometer bietet die zuverlässigste Kontrolle.

Variantes et substitutions

Nur Rinderhackfleisch: Die 500 g gemischtes Hackfleisch können durch 500 g Rinderhack ersetzt werden. Die Frikadellen schmecken kräftig, können aber etwas weniger saftig ausfallen.

Wasser statt Milch: Bei einer Unverträglichkeit lässt sich die Milch durch dieselbe Menge Wasser ersetzen. Geschmack und Cremigkeit des eingeweichten Brotes werden dadurch etwas milder.

Brötchen statt Weißbrot: Etwa 80 g altbackenes helles Brötchen funktionieren genauso gut. Wichtig ist, das eingeweichte Brot anschließend leicht auszudrücken.

Mehr Kräutergeschmack: Wer Petersilie besonders gern mag, kann die Menge von 10 auf 15 g erhöhen. Die Konsistenz und Garzeit verändern sich dadurch nicht.

Kleinere Frikadellen: Aus derselben Masse können 12 kleine Frikadellen geformt werden. Sie benötigen entsprechend weniger Garzeit und sollten bereits nach wenigen Minuten kontrolliert werden.

Conservation

Gebratene Frikadellen sollten nach dem Abkühlen möglichst rasch in einen luftdicht verschlossenen Behälter gegeben und im Kühlschrank aufbewahrt werden. Dort halten sie sich 2–3 Tage. Zum Aufwärmen können sie in einer Pfanne bei niedriger bis mittlerer Hitze vollständig durcherhitzt werden. Alternativ lassen sich fertig gebratene und vollständig abgekühlte Frikadellen portionsweise bis zu 2 Monate einfrieren. Am besten über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend gründlich erhitzen.

Questions fréquentes

Warum zerfallen meine Frikadellen beim Braten?

Die Masse war möglicherweise zu feucht oder die Frikadellen wurden unmittelbar nach dem Formen gebraten. Das Brot gut ausdrücken und die geformten Frikadellen vor dem Braten 10 Minuten kalt stellen.

Warum werden Frikadellen trocken?

Häufig sind zu hohe Hitze, zu lange Garzeit oder sehr mageres Fleisch die Ursache. Gemischtes Hackfleisch bleibt meist saftiger. Außerdem sollten die Frikadellen nach kräftigem Anbraten bei etwas niedrigerer Temperatur fertig garen.

Kann ich die Frikadellen vorbereiten?

Ja. Die rohe Masse kann einige Stunden vorher zubereitet und gut abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Wegen des rohen Hackfleisches sollte sie jedoch noch am selben Tag verarbeitet werden.

Welche Beilagen passen zu Frikadellen?

Besonders gut passen Kartoffelsalat, Salzkartoffeln, Kartoffelpüree oder kräftiges Bauernbrot. Auch Senf und ein einfacher grüner Salat ergänzen die herzhaften Frikadellen sehr gut.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.