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Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Traditionelle Gerichte

Mediterrane Paella mit Langustinen, Garnelen und Miesmuscheln – aromatisch und einfach aus dem Ofen

Mediterrane Paella mit Langustinen, Garnelen und Miesmuscheln – aromatisch und einfach aus dem Ofen

Mediterrane Paella mit Langustinen, Garnelen und Miesmuscheln – aromatisch und einfach aus dem Ofen

Diese mediterrane Meeresfrüchte-Paella bringt kräftige Aromen und eine wunderbar saftige Konsistenz auf den Tisch. Rundkornreis nimmt den würzigen Fond, Tomaten, Safran und Paprika besonders gut auf, während Langustinen, Garnelen und Miesmuscheln für den typischen Geschmack nach Meer sorgen. Die Zubereitung ist auch für Anfänger gut machbar, denn nach einer kurzen Vorbereitung übernimmt der Backofen den größten Teil der Arbeit. Wichtig ist vor allem, den Reis während des Garens nicht ständig umzurühren und die Meeresfrüchte erst zum richtigen Zeitpunkt hinzuzufügen. So bleiben sie zart und der Reis bekommt eine angenehm lockere, leicht cremige Struktur.

Mediterrane Paella mit Langustinen, Garnelen und Miesmuscheln – aromatisch und einfach aus dem Ofen

Informationen zur Zubereitung

  • Vorbereitung: 25 Minuten
  • Ruhezeit: 5 Minuten
  • Garzeit: 35 Minuten
  • Gesamtzeit: 1 Stunde 5 Minuten
  • Portionen: 6
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Pfanne/Form: Paellapfanne oder große ofenfeste Pfanne, ca. 34–36 cm Durchmesser
  • Backofen: 200 °C Ober-/Unterhitze oder 180 °C Umluft

Zutaten

  • 400 g Paella- oder Rundkornreis
  • 8 Langustinen, roh
  • 300 g große Garnelen mit Schale, roh
  • 500 g frische Miesmuscheln
  • 1 große Zwiebel, ca. 150 g
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 rote Paprikaschote, ca. 180 g
  • 300 g gehackte Tomaten
  • 50 ml Olivenöl
  • 1.000 ml Fischfond
  • 1 TL edelsüßes Paprikapulver
  • 1 kleine Prise Safranfäden, ca. 0,15 g
  • 1/2 TL schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Salz
  • 1 Bio-Zitrone
  • 15 g glatte Petersilie

Zubereitung

  1. Meeresfrüchte vorbereiten.
    Die Miesmuscheln unter kaltem fließendem Wasser gründlich reinigen und vorhandene Bärte entfernen. Muscheln, deren Schalen beschädigt sind, entsorgen. Geöffnete Muscheln leicht antippen: Schließen sie sich nicht, ebenfalls aussortieren. Langustinen und Garnelen kurz kalt abspülen und anschließend sorgfältig trocken tupfen.
  2. Gemüse schneiden und Fond aromatisieren.
    Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Die Paprikaschote entkernen und in kleine Würfel schneiden. Petersilie fein hacken und zunächst beiseitestellen. Den Fischfond in einem Topf erhitzen, aber nicht kräftig kochen lassen. Safran in den heißen Fond geben und etwa 5 Minuten ziehen lassen. Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze beziehungsweise 180 °C Umluft vorheizen.
  3. Aromatische Grundlage zubereiten.
    Das Olivenöl in einer etwa 34–36 cm großen, ofenfesten Pfanne erhitzen. Zwiebel und Paprika bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten anschwitzen. Sie sollen weich werden, aber nicht dunkel bräunen. Knoblauch hinzufügen und weitere 30 Sekunden braten. Anschließend gehackte Tomaten, Paprikapulver, Salz und schwarzen Pfeffer einrühren. Alles etwa 4 Minuten köcheln lassen, bis die Tomaten leicht eingedickt sind.
  4. Reis und Fond hinzufügen.
    Den ungekochten Reis gleichmäßig in der Pfanne verteilen und etwa 1 Minute mit der Tomatenmischung vermengen. Den heißen Safran-Fischfond langsam angießen. Einmal gründlich umrühren, damit sich der Reis gleichmäßig verteilt. Danach möglichst nicht mehr umrühren. Die Flüssigkeit soll den Reis vollständig bedecken.
  5. Erste Garphase im Ofen.
    Die Pfanne vorsichtig auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens stellen. Den Reis zunächst 15 Minuten bei 200 °C Ober-/Unterhitze garen. Nach dieser Zeit sollte ein guter Teil der Flüssigkeit aufgenommen sein, der Reis aber noch deutlich feucht und nicht vollständig weich wirken.
  6. Meeresfrüchte auflegen.
    Die Pfanne kurz aus dem Ofen nehmen. Langustinen und Garnelen dekorativ auf dem Reis verteilen und leicht hineindrücken. Die gereinigten Miesmuscheln dazwischen platzieren. Die Pfanne wieder in den Backofen stellen und weitere 15–20 Minuten garen. Die Garnelen und Langustinen sollen vollständig gegart sein. Die Muschelschalen müssen sich geöffnet haben. Geschlossene Muscheln nach dem Garen entsorgen.
  7. Ruhen lassen und servieren.
    Die fertige Paella aus dem Backofen nehmen und 5 Minuten ruhen lassen. Währenddessen die Zitrone in Spalten schneiden. Die gehackte Petersilie über die Paella streuen und die Zitronenspalten darauf oder daneben verteilen. Direkt in der Pfanne servieren. Der Reis sollte saftig, aber nicht suppig sein und die Körner sollten ihre Form behalten.

Tipps für eine gelungene Paella

  • Den richtigen Reis verwenden: Paella- oder anderer Rundkornreis nimmt viel Aroma auf, ohne beim korrekten Garen vollständig zu zerfallen.
  • Nach Zugabe des Fonds nicht ständig umrühren: Dadurch behält die Paella ihre charakteristische Reisstruktur und wird nicht wie ein Risotto.
  • Fond heiß verwenden: Kalter Fond unterbricht den Garprozess und kann dazu führen, dass der Reis ungleichmäßig gart.
  • Meeresfrüchte nicht zu früh hinzufügen: Garnelen und Langustinen benötigen deutlich weniger Garzeit als der Reis. Werden sie von Anfang an mitgegart, können sie trocken und zäh werden.
  • Muscheln sorgfältig kontrollieren: Beschädigte oder vor dem Kochen dauerhaft geöffnete Muscheln aussortieren. Nach dem Garen werden Muscheln, die geschlossen geblieben sind, ebenfalls nicht gegessen.
  • Vor dem Servieren kurz ruhen lassen: Fünf Minuten reichen aus, damit sich die restliche Flüssigkeit verteilt und die Konsistenz stabilisiert.

Varianten und Substitutionen

Nur mit Garnelen: Wenn keine Langustinen erhältlich sind, können sie durch weitere 300–350 g große rohe Garnelen ersetzt werden. Die Garzeit bleibt nahezu gleich.

Ohne Miesmuscheln: Die 500 g Miesmuscheln können durch etwa 250 g zusätzliche Garnelen ersetzt werden. Dadurch wird die Paella etwas milder und weniger intensiv im Meeresgeschmack.

Mit grüner Paprika: Die rote Paprikaschote lässt sich durch die gleiche Menge grüner Paprika ersetzen. Das Ergebnis schmeckt etwas herber und weniger süßlich.

Ohne Safran: Ist kein Safran verfügbar, kann er weggelassen werden. Die Paella bleibt problemlos zuzubereiten, verliert jedoch einen Teil ihres charakteristischen Aromas und ihrer goldgelben Farbe.

Etwas kräftiger: Wer ein intensiveres Paprikaaroma bevorzugt, kann das edelsüße Paprikapulver durch dieselbe Menge geräuchertes Paprikapulver ersetzen. Dadurch bekommt der Reis eine deutlich rauchigere Note.

Aufbewahrung

Reste sollten wegen der Meeresfrüchte nicht lange bei Raumtemperatur stehen. Die Paella möglichst innerhalb von zwei Stunden nach dem Essen in einen sauberen, verschlossenen Behälter geben und im Kühlschrank bei höchstens 4 °C aufbewahren. Innerhalb von 24 Stunden verbrauchen. Zum Aufwärmen portionsweise vollständig und gleichmäßig durcherhitzen und nur einmal wieder erwärmen.

Das Einfrieren ist grundsätzlich möglich, allerdings können besonders Muscheln und Garnelen nach dem Auftauen fester werden. Für die beste Konsistenz schmeckt die Paella deshalb frisch zubereitet deutlich besser.

Häufige Fragen

Warum ist mein Paella-Reis noch hart?

Meist war entweder zu wenig Flüssigkeit vorhanden oder die Garzeit war zu kurz. Ist der Reis nach der angegebenen Zeit noch deutlich fest, 50–100 ml heißen Fischfond hinzufügen und weitere 5 Minuten garen.

Muss ich die Paella im Backofen zubereiten?

Nein. Sie kann vollständig auf dem Herd gegart werden. Bei einer großen Pfanne verteilt sich die Hitze im Backofen jedoch besonders gleichmäßig, was für Anfänger praktisch ist.

Woran erkenne ich, dass Garnelen und Langustinen gar sind?

Das Fleisch sollte nicht mehr glasig sein und die Schalen bekommen eine kräftigere rosa-orange Farbe. Zu langes Garen sollte vermieden werden, da das Fleisch sonst trocken und fest wird.

Kann ich die Paella vorbereiten?

Das Gemüse kann einige Stunden vorher geschnitten und gekühlt werden. Auch die Tomatenbasis lässt sich vorbereiten. Reis und Meeresfrüchte sollten jedoch erst kurz vor dem eigentlichen Garen hinzugefügt werden, damit Konsistenz und Lebensmittelsicherheit stimmen.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.