Ofenkürbis mit Gorgonzola, Haselnüssen und Salbei – herzhaft, cremig und herrlich knusprig
Ofenkürbis mit Gorgonzola, Haselnüssen und Salbei – herzhaft, cremig und herrlich knusprig
Diese Ofenkürbis-Scheiben sind ein unkompliziertes Herbstgericht, das mit wenigen Zutaten besonders aromatisch wird. Der Kürbis bekommt im Ofen weiche, saftige Mitte und leicht karamellisierte Ränder, während der Gorgonzola darüber cremig schmilzt und stellenweise goldbraun wird. Geröstete Haselnüsse sorgen für Biss, Salbei bringt eine würzige, herbstliche Note. Das Gericht eignet sich als vegetarisches Hauptgericht für die Familie, als warme Vorspeise oder als besondere Beilage. Die Vorbereitung dauert kaum länger als das Schneiden und Belegen des Kürbisses – den Rest übernimmt der Backofen.

Informationen zur Zubereitung
- Vorbereitung: 20 Minuten
- Ruhezeit: keine
- Backzeit: 30–35 Minuten
- Gesamtzeit: 50–55 Minuten
- Portionen: 4
- Schwierigkeitsgrad: einfach
- Backblech: ca. 40 × 30 cm
- Backofen: 200 °C Ober-/Unterhitze oder 180 °C Umluft
Zutaten
- 1 Butternut-Kürbis, ca. 1,2 kg
- 25 ml Olivenöl
- 4 g Salz
- 2 g frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- 1 TL getrockneter Thymian
- 180 g Gorgonzola
- 70 g Haselnüsse
- 12 frische Salbeiblätter
Zubereitung
- Backofen und Kürbis vorbereiten.
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze oder 180 °C Umluft vorheizen. Ein Backblech von etwa 40 × 30 cm mit Backpapier auslegen. Den Butternut-Kürbis waschen, schälen und den langen, möglichst gleichmäßig dicken Teil in etwa 2 cm dicke Scheiben schneiden. Den runden Teil halbieren, die Kerne entfernen und ebenfalls in passende Scheiben schneiden. - Kürbisscheiben würzen.
Die Kürbisscheiben nebeneinander auf das vorbereitete Backblech legen. Sie sollten sich möglichst nicht überlappen. Mit 20 ml Olivenöl beträufeln und anschließend gleichmäßig mit Salz, Pfeffer und getrocknetem Thymian würzen. Die Scheiben einmal wenden, damit auch die Unterseite etwas Öl und Gewürze abbekommt. - Kürbis vorbacken.
Das Blech auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens geben und den Kürbis zunächst 15 Minuten backen. Durch dieses Vorbacken kann der Kürbis weich werden, ohne dass der Käse später zu dunkel wird. Nach 15 Minuten sollte die Oberfläche leicht glänzen und an den Rändern beginnen, etwas Farbe anzunehmen. Die Scheiben müssen zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig weich sein. - Gorgonzola und Haselnüsse vorbereiten.
Während der Kürbis vorbäckt, den Gorgonzola in kleine Stücke zerbröseln. Die Haselnüsse mit einem großen Messer grob hacken. Einige Nüsse dürfen etwas größer bleiben – dadurch entsteht später eine angenehm knusprige Textur. Die Salbeiblätter waschen und sehr sorgfältig trocken tupfen. - Kürbis belegen.
Das Backblech vorsichtig aus dem Ofen nehmen. Auf jede Kürbisscheibe etwas Gorgonzola verteilen. Anschließend die gehackten Haselnüsse und die Salbeiblätter darübergeben. Die restlichen 5 ml Olivenöl sehr sparsam über den Salbei träufeln. Dadurch werden die Blätter beim Backen aromatisch und leicht knusprig. - Fertig backen.
Das Blech erneut auf die mittlere Schiene stellen und alles weitere 15–20 Minuten backen. Der Kürbis ist fertig, wenn sich ein kleines Messer ohne starken Widerstand hineinstechen lässt. Gleichzeitig sollte der Gorgonzola geschmolzen sein und einzelne goldbraune Stellen zeigen. Die Haselnüsse dürfen deutlich geröstet aussehen, aber nicht dunkelbraun oder verbrannt sein. - Kurz setzen lassen und servieren.
Das Blech aus dem Backofen nehmen und die Kürbisscheiben etwa 2–3 Minuten stehen lassen. Dadurch stabilisieren sie sich etwas und lassen sich leichter vom Backpapier lösen. Anschließend vorsichtig auf einer großen Platte oder direkt auf Tellern anrichten. Besonders lecker schmecken sie heiß oder noch leicht warm, wenn der Gorgonzola weich und cremig ist.
Tipps für ein perfektes Ergebnis
- Gleichmäßig schneiden: Kürbisscheiben von ungefähr 2 cm Dicke garen gleichmäßiger. Sehr dünne Scheiben werden weich, bevor der Käse schön gebräunt ist.
- Kürbis zuerst vorbacken: Gorgonzola sollte nicht von Anfang an auf dem Kürbis liegen. Die zweistufige Backmethode verhindert, dass der Käse verbrennt.
- Haselnüsse nur grob hacken: Größere Stückchen bleiben beim Rösten knackiger und geben dem Gericht eine bessere Textur.
- Salbei trocken verwenden: Feuchte Salbeiblätter werden im Ofen eher weich als knusprig.
- Mit Salz vorsichtig umgehen: Gorgonzola bringt bereits eine deutliche Salzigkeit mit. Deshalb reichen etwa 4 g Salz für den gesamten Kürbis.
- Nicht zu dicht legen: Zwischen den Kürbisscheiben etwas Platz lassen. So kann heiße Luft zirkulieren und die Oberfläche röstet besser.
Varianten und Substitutionen
Mit Hokkaido: Statt Butternut kann ein Hokkaido-Kürbis verwendet werden. Seine Schale ist essbar und kann nach gründlichem Waschen dranbleiben. Je nach Dicke können die Scheiben einige Minuten schneller gar sein.
Milder mit Feta: Wer Gorgonzola zu kräftig findet, kann die gleiche Menge Feta verwenden. Feta schmilzt allerdings nicht so cremig und bleibt eher krümelig. Das Ergebnis schmeckt milder und etwas trockener.
Mit Walnüssen: Die 70 g Haselnüsse können durch 70 g grob gehackte Walnüsse ersetzt werden. Sie passen ebenfalls sehr gut zum Kürbis, schmecken jedoch etwas herber.
Ohne frischen Salbei: Wenn kein Salbei verfügbar ist, kann er durch etwa 1 zusätzlichen Teelöffel getrockneten Thymian ersetzt werden. Das Aroma verändert sich deutlich, die Kombination mit Kürbis und Käse funktioniert aber weiterhin gut.
Conservation
Reste vollständig abkühlen lassen und anschließend in einem gut verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren. Dort halten sich die gebackenen Kürbisscheiben etwa 2 Tage. Zum Aufwärmen am besten bei 180 °C Ober-/Unterhitze für 8–10 Minuten in den Backofen geben. So bleiben die Haselnüsse deutlich knackiger als beim Erwärmen in der Mikrowelle.
Die fertig gebackenen Kürbisscheiben lassen sich grundsätzlich einfrieren, allerdings wird der Kürbis nach dem Auftauen weicher und die Nüsse verlieren einen Teil ihrer Knusprigkeit. Für die beste Textur empfiehlt es sich daher, das Gericht frisch zuzubereiten.
Häufige Fragen
Muss Butternut-Kürbis geschält werden?
Für diese Zubereitung ist das Schälen empfehlenswert. Die Schale wird zwar beim Backen weicher, bleibt aber häufig deutlich fester als das Fruchtfleisch. Ohne Schale lassen sich die überbackenen Scheiben angenehmer essen.
Woran erkenne ich, dass der Kürbis fertig ist?
Mit der Spitze eines kleinen Messers in die dickste Stelle stechen. Das Messer sollte leicht hineingleiten. Gleichzeitig sollten die Ränder leicht gebräunt und der Käse vollständig weich beziehungsweise geschmolzen sein.
Kann ich die Kürbisscheiben vorbereiten?
Ja. Der Kürbis kann einige Stunden vorher geschält und geschnitten werden. Die Scheiben abgedeckt im Kühlschrank lagern. Mit Öl, Gewürzen, Käse und Nüssen sollten sie jedoch möglichst erst kurz vor dem Backen vorbereitet werden.
Warum wird mein Kürbis wässrig statt geröstet?
Meist liegen die Scheiben zu dicht auf dem Blech oder der Ofen war noch nicht vollständig vorgeheizt. Ein großes Blech verwenden, die Kürbisscheiben nebeneinander verteilen und bei vollständig erreichter Backtemperatur starten.
