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Orange Flecken aus Plastik entfernen: So werden verfärbte Vorratsdosen wieder sauber

Orange Flecken aus Plastik entfernen: So werden verfärbte Vorratsdosen wieder sauber

Orange Flecken aus Plastik entfernen: So werden verfärbte Vorratsdosen wieder sauber

Tomatensoße, Curry, Paprika und andere stark färbende Lebensmittel hinterlassen in Kunststoffdosen schnell orange oder rötliche Spuren. Besonders ärgerlich ist das, wenn die Dose nach dem normalen Spülen sauber riecht, aber weiterhin verfärbt aussieht. Oft sitzen Fett und Farbstoffe als dünner Film auf der Oberfläche. Mit Spülmittel, warmem Wasser und einem einfachen Küchentuch-Trick lassen sich frische Rückstände häufig deutlich reduzieren. Bei älteren Verfärbungen helfen zusätzliche, materialschonende Methoden.

Orange Flecken aus Plastik entfernen: So werden verfärbte Vorratsdosen wieder sauber

Spülmittel und Küchenpapier: die einfache Methode gegen orange Rückstände

Diese Methode eignet sich besonders für lebensmittelechte Kunststoffbehälter aus PP oder PE, die durch Tomatensoße oder andere fetthaltige Speisen verfärbt wurden.

Sie benötigen:

  • 250–400 ml warmes Wasser
  • 1 Teelöffel Handspülmittel
  • 2 Blatt weißes, unbedrucktes Küchenpapier
  • den passenden Deckel

So gehen Sie vor:

  1. Grobe Speisereste zunächst mit warmem Wasser aus der Dose entfernen.
  2. Die Dose etwa zur Hälfte mit warmem, nicht kochendem Wasser füllen und 1 Teelöffel Spülmittel hineingeben.
  3. Zwei Blatt Küchenpapier grob zerreißen, ins Wasser legen und den Deckel fest schließen.
  4. Die Dose 30–60 Sekunden kräftig schwenken und schütteln. Anschließend öffnen, Küchenpapier entsorgen und die Dose gründlich unter fließendem Wasser ausspülen.
  5. Bei sichtbarem Fettfilm den Vorgang einmal wiederholen und danach vollständig trocknen lassen.

Das Spülmittel löst Fett, an dem sich beispielsweise Farbstoffe aus Tomaten und Paprika festsetzen können. Die Bewegung des Küchenpapiers unterstützt die mechanische Reinigung der Innenflächen.

Der Erfolg ist daran erkennbar, dass sich der schmierige Film löst und orange Rückstände deutlich schwächer werden. Dauerhaft in den Kunststoff eingedrungene Verfärbungen können allerdings sichtbar bleiben.

Natronpaste für hartnäckigere Verfärbungen

Bleibt nach dem Spülen noch ein orangefarbener Schleier zurück, kann Natron als mildes Scheuermittel helfen.

Mischen Sie 2 Esslöffel Natron mit etwa 1 Esslöffel Wasser, bis eine weiche Paste entsteht. Verteilen Sie diese mit einem weichen Schwamm auf den verfärbten Innenflächen. Lassen Sie sie 15–20 Minuten einwirken und reiben Sie anschließend mit wenig Druck darüber.

Danach mit warmem Wasser und einem Tropfen Spülmittel gründlich reinigen und mehrfach klarspülen.

Diese Methode eignet sich für viele robuste Kunststoffdosen. Nicht kräftig scheuern: Auf glänzenden oder besonders weichen Kunststoffen können abrasive Mittel feine Kratzer verursachen. Deshalb zuerst an einer kleinen Stelle testen.

Natron bleicht die Dose nicht, sondern unterstützt vor allem dabei, oberflächlich anhaftende Rückstände mechanisch zu lösen.

Spülmittel länger gegen Fett einwirken lassen

Bei einer Dose, in der eine sehr fettige Tomaten- oder Paprikasoße aufbewahrt wurde, sollte zuerst der Fettfilm entfernt werden.

Geben Sie 500 ml warmes Wasser und 1 Teelöffel konzentriertes Handspülmittel in den Behälter. Verteilen Sie die Lösung durch vorsichtiges Schwenken und lassen Sie sie 15–30 Minuten stehen.

Danach mit einem weichen Spülschwamm reinigen. Ecken, Rillen und den Bereich unter dem Rand sorgfältig bearbeiten. Zum Schluss mindestens zweimal mit klarem Wasser ausspülen.

Spülmittel enthält Tenside, die Fett von der Oberfläche ablösen und im Wasser verteilen. Das ist wichtig, weil sich viele färbende Bestandteile von Lebensmitteln zusammen mit Fett besonders hartnäckig auf Kunststoffoberflächen halten.

Keine Stahlwolle oder stark scheuernden Schwämme verwenden. Kratzer machen Kunststoff schwieriger sauber zu halten.

Sonnenlicht kann bestimmte Verfärbungen abschwächen

Bei einer bereits vollständig gereinigten, aber weiterhin leicht verfärbten transparenten Dose kann kurzes Tageslicht einen Versuch wert sein.

Waschen Sie die Dose zunächst gründlich mit Spülmittel und trocknen Sie sie. Stellen Sie sie anschließend für etwa 2–4 Stunden an einen hellen, sonnigen Platz und kontrollieren Sie zwischendurch den Zustand des Kunststoffs.

Licht kann einige organische Farbstoffe allmählich abbauen, sodass bestimmte Tomatenverfärbungen heller erscheinen.

Die Methode eignet sich jedoch nicht für jeden Kunststoff. Sehr starke Sonne und Hitze können manche Behälter verformen, verspröden oder altern lassen. Die Dose deshalb nicht stundenlang in einem aufgeheizten Auto oder auf einer extrem heißen Fensterbank liegen lassen.

Flecken besser verhindern als später entfernen

Bei Tomatensoße ist Vorbeugung besonders praktisch. Lassen Sie heiße Speisen zunächst auf eine für den verwendeten Behälter geeignete Temperatur abkühlen und beachten Sie dessen Herstellerangaben.

Nach dem Essen sollten stark färbende Reste möglichst nicht tagelang in der Dose bleiben. Behälter leeren und zunächst mit kaltem bis lauwarmem Wasser ausspülen, bevor angetrocknete Rückstände entstehen.

Für häufig verwendete Tomaten-, Curry- oder Paprikagerichte sind Glasbehälter eine gute Alternative. Glas nimmt Farbstoffe und Gerüche wesentlich weniger leicht an und verträgt – je nach Ausführung – eine gründlichere Reinigung.

Fehler, die Sie vermeiden sollten

Kochendes Wasser verwenden: Nicht hitzebeständige Kunststoffdosen können sich verformen. Beachten Sie die Temperaturangaben des Herstellers.

Mit Stahlwolle schrubben: Dadurch entstehen Kratzer, in denen sich später Fett und Speisereste leichter festsetzen können.

Chlorreiniger mit anderen Hausmitteln mischen: Chlorhaltige Produkte niemals mit Essig, Säuren oder anderen Reinigern kombinieren. Dabei können gefährliche Gase entstehen.

Zu aggressive Lösungsmittel einsetzen: Aceton, Verdünner und ähnliche Mittel gehören nicht auf Lebensmittelbehälter und können Kunststoff beschädigen.

Verfärbung mit Schmutz verwechseln: Eine dauerhaft verfärbte, aber gründlich gereinigte Dose muss nicht zwangsläufig noch verschmutzt sein.

Für ein noch besseres Ergebnis

Reinigen Sie auch Deckel, Dichtungsring und Rand separat, da sich dort Fett verstecken kann. Herausnehmbare Silikondichtungen nur entfernen, wenn dies laut Hersteller vorgesehen ist.

Bei stark zerkratzten, rissigen, klebrigen oder dauerhaft unangenehm riechenden Behältern ist ein Austausch sinnvoller als immer aggressiveres Reinigen.

Für stark färbende Lebensmittel können Sie künftig Glasbehälter reservieren und Kunststoffdosen eher für trockene oder wenig färbende Lebensmittel verwenden.

Häufige Fragen

Warum wird Plastik durch Tomatensoße orange?

Tomaten enthalten natürliche Farbstoffe wie Lycopin. Zusammen mit Fett können solche Pigmente besonders gut an bestimmten Kunststoffoberflächen haften.

Funktioniert der Küchenpapier-Trick wirklich?

Er kann bei oberflächlichen, fettigen Rückständen gut funktionieren. Spülmittel löst Fett, während das bewegte Papier die Reinigung mechanisch unterstützt. Tief eingedrungene Verfärbungen verschwinden dadurch nicht immer vollständig.

Kann ich Essig verwenden?

Für fettige Tomatenflecken ist Essig normalerweise nicht die erste Wahl. Ein gutes Handspülmittel ist zur Fettentfernung geeigneter. Außerdem können säureempfindliche Materialien oder bestimmte Dichtungen beeinträchtigt werden.

Muss eine orange verfärbte Dose weggeworfen werden?

Nicht allein wegen der Farbe. Ist sie geruchsfrei, unbeschädigt und für Lebensmittel geeignet, kann eine leichte dauerhafte Verfärbung lediglich optisch sein. Bei tiefen Kratzern, Rissen, Verformungen oder dauerhaftem Geruch sollte der Behälter dagegen ersetzt werden.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.