Rasierschaum auf dem Besen: Der einfache Reinigungstrick, den viele nicht kennen
Ein Besen sammelt mit der Zeit Staub, Haare, Fusseln und feinen Schmutz zwischen den Borsten. Dadurch kehrt er schlechter und verteilt den Schmutz oft nur noch. Mit einem einfachen Hilfsmittel aus dem Badezimmer lässt sich der Besen gründlich reinigen und wieder einsatzbereit machen. Rasierschaum hilft dabei, fettige Rückstände zu lösen und Schmutz leichter aus den Borsten zu entfernen. Mit der richtigen Anwendung dauert die Reinigung nur wenige Minuten und verlängert die Lebensdauer des Besens deutlich.

Den Besen mit Rasierschaum gründlich reinigen
Ein normaler Rasierschaum eignet sich gut, um Schmutz und leichte Fettrückstände aus Kunststoffborsten zu lösen.
Benötigte Materialien
- 1 Besen mit Kunststoffborsten
- 4 bis 6 Esslöffel Rasierschaum
- 2 Liter warmes Wasser (ca. 35–40 °C)
- 1 Esslöffel mildes Spülmittel
- Eine Bürste oder ein alter Kamm
- Sauberes Tuch
Schritt 1
Entfernen Sie zunächst grobe Verschmutzungen, Haare und Fäden von Hand oder mit einem alten Kamm. So kann der Rasierschaum später direkt auf die verschmutzten Borsten wirken.
Schritt 2
Verteilen Sie etwa 4 bis 6 Esslöffel Rasierschaum gleichmäßig auf den Borsten. Achten Sie darauf, dass besonders die verschmutzten Bereiche vollständig bedeckt sind.
Schritt 3
Lassen Sie den Schaum 10 bis 15 Minuten einwirken. Während dieser Zeit werden Fett, Staub und anhaftender Schmutz aufgeweicht.
Schritt 4
Füllen Sie einen Eimer mit 2 Litern warmem Wasser und geben Sie 1 Esslöffel Spülmittel hinzu. Tauchen Sie die Borsten ein und reinigen Sie sie mit einer Bürste oder den Händen.
Schritt 5
Spülen Sie den Besen gründlich mit klarem Wasser ab und lassen Sie ihn mit den Borsten nach unten vollständig trocknen.
Woran erkennt man den Erfolg?
Die Borsten fühlen sich sauber an, kleben nicht mehr zusammen und richten sich wieder besser auf. Der Besen nimmt Schmutz anschließend deutlich leichter auf.
Hartnäckigen Staub und Tierhaare entfernen
Tierhaare und feiner Staub setzen sich besonders tief zwischen den Borsten fest. Nach der Rasierschaumbehandlung hilft ein alter Kamm oder eine schmale Bürste dabei, die gelösten Rückstände vollständig herauszuziehen. Arbeiten Sie immer von einer Seite zur anderen und nicht kreuzweise. Dadurch verbiegen sich die Borsten weniger. Falls nötig, wiederholen Sie den Vorgang ein zweites Mal. Diese Methode eignet sich für Kunststoffbesen im Innenbereich, sollte jedoch nicht bei Naturborsten verwendet werden, da diese empfindlicher auf Feuchtigkeit reagieren können.
Schlechte Gerüche aus dem Besen entfernen
Wenn der Besen feucht gelagert wurde, können unangenehme Gerüche entstehen. Nach der Reinigung können Sie ihn in 1 Liter Wasser mit 1 Teelöffel neutraler Schmierseife für etwa 5 Minuten eintauchen. Anschließend gründlich mit klarem Wasser abspülen und vollständig trocknen lassen. Lagern Sie den Besen anschließend an einem gut belüfteten Ort. Verwenden Sie keine stark parfümierten Reinigungsmittel, da diese Rückstände hinterlassen können, die später Staub anziehen.
So bleibt der Besen länger sauber
Reinigen Sie den Besen je nach Nutzung etwa einmal pro Monat. Entfernen Sie nach jedem Kehren größere Haarbüschel oder Fäden sofort. Lagern Sie den Besen möglichst hängend oder mit den Borsten nach oben, damit diese sich nicht dauerhaft verformen. Wird der Besen regelmäßig auf feuchten Böden verwendet, sollte er nach jeder Nutzung vollständig trocknen. Feuchtigkeit begünstigt Schmutzablagerungen und kann bei manchen Materialien unangenehme Gerüche verursachen.
Welche Besen für diese Methode geeignet sind
Die beschriebene Reinigung eignet sich vor allem für Besen mit Kunststoffborsten. Bei Besen mit Naturfasern, Rosshaar oder Pflanzenfasern sollte Rasierschaum nur vorsichtig und sparsam verwendet werden. Zu viel Feuchtigkeit kann diese Materialien beschädigen oder ihre Form verändern. Verwenden Sie außerdem niemals aggressive Reiniger oder Lösungsmittel, da sie Kunststoff und Klebestellen angreifen können.
Rasierschaum darf nicht mit chlorhaltigen Reinigern oder Bleichmitteln kombiniert werden. Mischen Sie außerdem niemals Essig mit Chlorprodukten. Bewahren Sie alle Reinigungsmittel außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren auf.
Häufige Fehler vermeiden
Zu viel Rasierschaum verwenden
Eine dicke Schaumschicht verbessert die Reinigung nicht. Sie erschwert lediglich das Ausspülen und kann Rückstände hinterlassen.
Zu heißes Wasser benutzen
Wasser über etwa 50 °C kann Kunststoffborsten verformen und die Lebensdauer des Besens verkürzen.
Den Besen feucht lagern
Bleiben die Borsten lange nass, können Gerüche entstehen und Schmutz haftet schneller an.
Naturborsten wie Kunststoff behandeln
Empfindliche Naturmaterialien benötigen deutlich weniger Feuchtigkeit und sollten schonender gereinigt werden.
Schmutz nicht vorher entfernen
Lose Haare und grober Staub sollten vor der eigentlichen Reinigung entfernt werden, damit der Schaum direkt auf die verschmutzten Borsten wirken kann.
Weitere praktische Tipps
- Die gleiche Methode eignet sich auch für Handfeger mit Kunststoffborsten.
- Bürsten für Balkon oder Terrasse können nach derselben Technik gereinigt werden, benötigen wegen gröberem Schmutz jedoch oft eine zweite Reinigung.
- Wer den Besen regelmäßig pflegt, spart Zeit beim Kehren und muss ihn deutlich seltener ersetzen.
Häufige Fragen
Kann ich jeden Rasierschaum verwenden?
Ja. Ein normaler Rasierschaum ohne Scheuerpartikel genügt völlig.
Wie oft sollte ich den Besen reinigen?
Bei normaler Nutzung etwa einmal im Monat. In Haushalten mit Haustieren kann eine Reinigung alle zwei Wochen sinnvoll sein.
Funktioniert die Methode auch bei Außenbesen?
Ja, sofern sie Kunststoffborsten besitzen. Bei sehr starkem Schmutz kann eine zweite Anwendung notwendig sein.
Kann ich statt Rasierschaum nur Spülmittel verwenden?
Ja, allerdings hilft Rasierschaum dabei, fettige Rückstände besser aufzuweichen. Die anschließende Reinigung fällt dadurch oft leichter.


